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Silvester: Böller und Raketen: FINGER WEG!


Pages: [1]

Author Topic: Silvester: Böller und Raketen: FINGER WEG!  (Read 10998 times)

ama

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Silvester: Böller und Raketen: FINGER WEG!
« on: December 16, 2015, 03:12:25 PM »

Böller und Raketen gar nicht erst kaufen! Das Zeug gehört sowieso verboten!


FINGER WEG! Im wahrsten Sinne des Wortes.

http://firefighter.at/site/ueberuns/article/413.html

[*QUOTE*]
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Silvesterkracher: Finger weg!

Alleine in Wien muss die Feuerwehr zu Silvester bis zu 300 Einsätze zusätzlich zum normalen Einsatzaufkommen durchführen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Brände, welche durch verirrte Raketen verursacht werden. Leider passieren auch regelmäßig schwere Unfälle durch selbst gebastelte Böller. In Österreich gibt es jedes Jahr ca. 350 verletzte Personen durch Feuerwerkskörper, wobei die meisten Unfälle naturgemäß um den Jahreswechsel passieren. Es muss vor allem jungen Männern dringend davon abgeraten werden, Experimente mit pyrotechnischen Gegenständen durchzuführen. Das ist lebensgefährlich und die Folgen bei Unfällen sind dramatisch – abgerissene Finger, Verlust des Augenlichts und bleibenden Gehörschäden sind in diesem Zusammenhang nicht selten!


Knallkörperverletzung beim Jahreswechsel 2004/2005

http://www.firefighter.at/fire/upload/05daumen.jpg


Die Knallerei im Stadtgebiet wird von vernünftigen Menschen abgelehnt, auch Haustiere sind von den negativen Folgen betroffen. Man muss sich vor Augen halten, dass Knallkörper kurzzeitig eine Lautstärke von bis zu 170 Dezibel entwickeln, das ist lauter als ein startendes Düsenflugzeug! Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz, also die Anwendung von Knallkörpern bei Menschenansammlungen, in geschlossenen Räumen oder in gebündelter Form werden mit Strafen von bis zu 2200 Euro geahndet. Nach Meinung der FIREFIGHTER - Redaktion knallt es ohnehin zu viel auf dieser Welt. Man sollte den Jahreswechsel daher zwar ausgelassen feiern, dabei aber ausschließlich Sektkorken knallen lassen!

Wir wünschen allen Feuerwehrkolleginnen und –kollegen ein unfallfreies Jahr 2015!
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[*/QUOTE*]




Wir dürfen das kopieren.  8)

Um die Pferde machen sie sich Sorgen. Aber die vielen Vögel interessieren eher nicht. Auf denen kann man ja auch nicht hochherrschaftlich reiten.

Sackzement! Wie kann man so herrenreiterisch herzlos sein!?

Die Meldung des aid:

http://www.animal-health-online.de/klein/2015/12/16/silvesterangst-pferde-leiden-unter-raketen-und-boellern/9955/

[*QUOTE*]
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16.12.2015
Silvesterangst: Pferde leiden unter Raketen und Böllern

(aid) – Regelmäßig endet der letzte Tag des Jahres mit Krach, Qualm und bunten Lichtern. Und mit dem Silvesterfeuerwerk kommt bei vielen Tieren auch die Angst. Vor allem das Fluchttier Pferd mit seinen empfindlichen Sinnesorganen nimmt die optischen, olfaktorischen und akustischen Reize sehr intensiv wahr. Die flackernden Lichtreflexe von Raketen und die ungewohnten Geräusche der Böller können dann neben dem fremdartigen Geruch der Pyrotechnik schnell zum Auslöser akuter Angstzustände werden. Diese äußern sich in einer erhöhten Herzfrequenz, Schwitzen, erweiterten Nüstern und erregtem Umherlaufen.

Eine Gewöhnung der empfindsamen Tiere ist aufgrund des Jahresabstands so gut wie unmöglich. Allerdings kann mit Hilfe eines belohnungsgesteuerten Gelassenheitstrainings für eine Entschärfung der Stress-Situation gesorgt werden. Die Angst vor den Böllern kann beispielsweise mit Hilfe von Tonaufzeichnungen unterschiedliche Knallkörpern reduziert werden, die rechtzeitig und regelmäßig beispielsweise zu den Fütterungszeiten abgespielt werden. Die tiefe, langgestreckte Halshaltung und die Kaubewegungen bei der Futteraufnahme wirken grundsätzlich beruhigend auf das Tier, so dass der Lärm nicht mehr als so stark belastend empfunden wird. Dieses Phänomen können sich Pferdebesitzer und Reiter auch am Silvesterabend zunutze machen: Großzügig bemessene Raufuttergaben helfen bei der Ablenkung und beruhigen die Vierbeiner. Junge bzw. unerfahrene Tiere sollten in dieser Nacht nicht unbedingt mit besonders ängstlichen Artgenossen untergebracht sein, denn deren extreme Angstreaktion kann sich leicht auf die Jungpferde übertragen.

Weidepferde sind in dieser Zeit möglichst weit entfernt und außerhalb von Ortschaften unterzubringen. Nicht nur, aber vor allem an Silvester ist die Hütesicherheit, also ein ausbruchsicherer Zaun, zwingend zu gewährleisten. Das gilt insbesondere auch bei der Paddock (Trail)- und Offenstallhaltung.

Bei der Unterbringung in einer Box lassen sich durch das Verschließen und Abhängen von Fenstern und Türen Außenreize erheblich verringern. Für an Boxenhaltung weniger gewöhnte Pferde könnte sich die Stallunterbringung jedoch noch stressiger auswirken.

Anke Klabunde, aid
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[*/QUOTE*]


Die Meldung bei a.h.o.  stammt vom aid:  www.aid.de

Der aid hat auch einen Newsletter:

aid infodienst
Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0
Internet: http://www.aid.de
« Last Edit: December 16, 2015, 03:30:45 PM by ama »
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Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien

Der Skandal in Gelsenkirchen
Hamer-Anhänger in der Kinderklinik
http://www.klinikskandal.com

http://www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.htm
http://www.kinderklinik-gelsenkirchen-kritik.de

Julian

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Feuerwerk: Frau verliert durch Böller einen Fuß
« Reply #1 on: January 01, 2016, 06:53:55 PM »

[*quote*]
15 Verletzte nach Feuerwerk
Frau verliert durch Böller einen Fuß


Bei einer Silvesterparty in einem Landhotel am Nordrand des Ruhrgebiets sind 15 Menschen durch angeblich in Deutschland nicht zugelassene Böller zum Teil schwer verletzt worden. Offenbar war eine Feuerwerksbatterie umgestürzt und feuerte in eine Menschenmenge, wie ein Polizeisprecher sagte. Mehrere schwer verletzte Gäste wurden ins Krankenhaus gebracht. Einer 24-jährigen Hotelangestellten riss die Explosion einen Fuß ab.
[*/quote*]

mehr:
http://www.n-tv.de/panorama/Frau-verliert-durch-Boeller-einen-Fuss-article16675821.html


In Berlin und Dortmund: "Feuerwehr und Polizei mit Böllern beworfen"
Logged
StarCruiser http://WWW.ALLAXYS.COM mission countdown

Thymian

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Re: Silvester: Böller und Raketen: FINGER WEG!
« Reply #2 on: December 28, 2018, 06:21:30 PM »

https://twitter.com/Tom_de_Belfore/status/1078034350036393984

[*quote*]
Tom de Belfore @Tom_de_Belfore
Dec 26

Mehrheit für Feuerwerksverbot in Innenstädten . Zu dieser Mehrheit gehöre ich auch. Seit Jahren forder ich dies.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-12/silvester-feuerwerk-rakete-verbot-innenstadt-umfrage?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.twitter.ref.zeitde.share.link.x … via @zeitonline

11 replies 46 retweets 195 likes

[...]

Tom de Belfore @Tom_de_Belfore
Replying to @AndyBennersch @littlewisehen @zeitonline


Die Feinstaubbelastung durch Feuerwerk führt zur höchsten Belastung durch Feinstaub des Jahres, zu 15% des gesamten Jahreswertes bei Feinstaub.
Jeder der für Vernunft und Gesundheit ist, wird sich für ein Verbot des völlig sinnfreien Feuerwerks aussprechen.




https://pbs.twimg.com/media/DvXx5s7X0AI0wuB.jpg:large
1:06 PM - 26 Dec 2018
[*/quote*]

Von den Tieren redet natürlich keiner. Die flüchten in die noch verbliebenen Reste von Gestrüpp und Unterholz. Tiere, die Winterschlaf brauchen, werden aufgeschreckt und gerade schwache Tiere können diese Unterbrechung und die enorm gestiegenen Aktivitätswerte nicht kompensieren. Sie sterben. Feuerwerk tötet Tiere im Winterschlaf.
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          http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11095.0

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Thymian

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Berlin, die Stadt der Brände und der explodierten Hände
« Reply #3 on: January 01, 2020, 07:33:52 PM »

https://twitter.com/Berliner_Fw/status/1212197170574757889

[*quote*]
Berliner Feuerwehr Verified account @Berliner_Fw
    31 Dec 2019

#Servicetweet
#WirRettenBerlin
#BFwSilvester
Wir haben bereits 4 Balkonbrände im Stadtgebiet löschen müssen.
Bitte nehmen Sie brennbare Materialen von ihren Balkons.
https://www.berliner-feuerwehr.de/ihre-sicherheit/saisonale-informationen/silvester/

11 replies 60 retweets 464 likes


Berliner Feuerwehr
‏Verified account @Berliner_Fw
31 Dec 2019

#Servicetweet
#WirRettenBerlin
#Welcome2020
#BFwSilvester
19:00-23:50 Uhr:
143 Brände,
219 Einsätze in der Notfallrettung
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Berliner Feuerwehr
‏Verified account @Berliner_Fw
31 Dec 2019

#Servicetweet
30 Minuten #Welcome2020:
140 Einsätze
96 % unserer Löschfahrzeuge und
82% unserer Drehleiterfahrzeuge sind im Einsatz.
Es gibt sehr viele Brände....
35 replies 205 retweets 721 likes


Berliner Feuerwehr
‏Verified account @Berliner_Fw
24h24 hours ago

#Servicetweet
#BFwSilvester
01:30 Uhr: 428 Einsätze
Wir haben nun auch Führungskräfte aus der Rufbereitschaft alarmiert. Im Stab erhalten wir gleich Unterstützung durch eine Führungsstaffel der #Freiwilligen_Feuerwehr.
#WirRettenBerlin
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Berliner Feuerwehr
‏Verified account @Berliner_Fw
23h23 hours ago

#Servicetweet
#BFwSilvester
Zwischenbilanz um 02:00 Uhr:
543 Einsätze
284 Brände
Mehrere große Brände beschäftigen uns
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Berliner Feuerwehr
‏Verified account @Berliner_Fw

#Servicetweet
#BFwSilvester #Welcome2020

Seit Mitternacht:
783 Einsätze
107 Notarzteinsätze

Seit 19:00 Uhr:
552 Brände !!!!!

6:21 PM - 31 Dec 2019

[...]


    Berliner Feuerwehr
    ‏Verified account @Berliner_Fw
    31 Dec 2019

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#WirRettenBerlin
#BFwSilvester

Wir haben bereits 4 Balkonbrände im Stadtgebiet löschen müssen.
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    31 Dec 2019

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143 Brände,
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    31 Dec 2019

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30 Minuten #Welcome2020:
140 Einsätze
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82% unserer Drehleiterfahrzeuge sind im Einsatz.
Es gibt sehr viele Brände....
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    24h24 hours ago

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01:30 Uhr: 428 Einsätze
Wir haben nun auch Führungskräfte aus der Rufbereitschaft alarmiert. Im Stab erhalten wir gleich Unterstützung durch eine Führungsstaffel der #Freiwilligen_Feuerwehr.
#WirRettenBerlin
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    23h23 hours ago

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#BFwSilvester
Zwischenbilanz um 02:00 Uhr:
543 Einsätze
284 Brände
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[*/quote*]



https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/bilanz-der-silvesternacht-in-berlin-vier-schwerverletzte-kinder-durch-b%c3%b6ller/ar-BBYvQpc?ocid=st

[*quote*]
Bilanz der Silvesternacht in Berlin: Vier schwerverletzte Kinder durch Böller

Jörn Hasselmann
vor 10 Std.

Das Unfallkrankenhaus hatte in der Nacht einige Menschen mit schweren Verletzungen zu behandeln. In einem Fall wurde durch die Explosion eine Hand abgetrennt.

Die Polizei hat nach eigenen Angaben die beiden erstmals in der Stadt erlassenen Böllerverbotszonen in Schöneberg und am Alexanderplatz "durchgesetzt". 2000 Polizisten und 1340 Feuerwehrleute waren in der Silvesternacht im Einsatz.

Es gab keine schwerverletzten Polizisten oder Feuerwehrleute, hieß es beim Lagedienst der Polizei am Morgen, dies sei "eine gute Nachricht". Ansonsten sprach der Lagedienst vom "normalen Wahnsinn".

Die Feuerwehr leistete von 19 bis 6 Uhr genau 1523 Einsätze, darunter waren vergleichsweise viele Brände, nämlich 617. Dies dürfte an der großen Trockenheit an diesem Jahreswechsel gelegen haben. Im Vorjahr waren es 446.

In der Belziger Straße in Schöneberg brannte eine Wohnung aus, weitere große Einsätze gab es in Charlottenburg und im Märkischen Viertel. 806 mal waren Rettungswagen im Einsatz. Das sind deutlich weniger als im Jahr zuvor (940).

Das Berliner Unfallkrankenhaus hat in der Silvesternacht 15 Menschen mit schweren Verletzungen durch Böller oder Raketen behandelt. Dazu zählten in mehreren Fällen schwerste Verbrennungen, wie eine Kliniksprecherin am Neujahrsmorgen sagte. Mehrfach waren durch Explosionen Finger abgetrennt worden, in einem Fall die ganze Hand. Unter den Schwerverletzten waren auch vier Kinder unter zehn Jahren.

Auf Twitter teilte die Klinik mit: "Erfahrungsgemäß werden aber noch etliche Verletzte mit #boellerschmerz am Neujahrstag erwartet. Besonders wenn es weiterhin keinen Regen gibt und die nicht gezündeten Sprengkörper trocken bleiben."

Wie die Leitstelle der Feuerwehr mitteilte, gab es 24 Übergriffe auf Einsatzkräfte. Am schlimmsten sei der Angriff auf ein Löschfahrzeug in Neukölln gewesen. In der Sanderstraße versuchten mehrere Personen, die Tür zur Mannschaftskabine zu öffnen, sie attackierten das Fahrzeug mit Pyrotechnik und Steinen und drohten mit Schreckschusspistolen.

[...]
[*/quote*]


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ränktängle

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Re: Silvester: Böller und Raketen: FINGER WEG!
« Reply #4 on: November 15, 2020, 01:18:24 AM »

Das wird dieses Jahr hoffentlich die große Pleite werden. Weil die Krankenhäuser wegen Covid19 überlastet sind, werden die Verletzten schon an der Tür abgewiesen. Sargmacher ist ein guter Beruf.
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Krik

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Re: Silvester: Böller und Raketen: FINGER WEG!
« Reply #5 on: November 21, 2020, 02:47:08 AM »

Die Niederländer sind intelligenter als die Deutschen. In den Niederlanden ist Verkauf und Abfeuern von Feuerwerk für dieses Jahr verboten worden. Hoffentlich bleibt das Verbot für alle Zeiten bestehen. Endlich wieder Ruhe für die Tiere!
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REVOLUTION!

Krik

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[*quote*]
DUH Pressemitteilung <pm[nö]duh.de>
Pressemitteilung
25.11.2020

Nach Feuerwerks-Entscheidung von Bund und Ländern: Deutsche Umwelthilfe fordert Städte zu flächendeckenden Böller-Verbotszonen und den Handel zum Verkaufsstopp von Pyrotechnik auf

  *   DUH-Bundesgeschäftsführer Resch: "Bund und Länder wälzen das auch von ihnen als notwendig betrachtete Silvester-Böllerverbot auf Städte und Gemeinden ab."
  *   Immer mehr Ärzteverbände und Klinikchefs und 64 Prozent der Bundesbürger unterstützen die Forderung der DUH nach einem flächendeckenden Verbot
  *   Deutsche Umwelthilfe hat alle größeren Handelsketten aufgefordert, bis Freitag zu erklären, ob sie die Empfehlung der Bundesregierung ernst nehmen und entscheiden, keine Pyrotechnik zu verkaufen

Berlin, 25.11.2020: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die laut Medienberichten gefallene Entscheidung von Bund und Ländern, Silvesterfeuerwerk nur auf belebten Straßen und Plätzen zu untersagen und ansonsten nur den Verzicht auf Böller zu empfehlen, anstatt Pyrotechnik klar bundesweit zu verbieten.

Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Bund und Länder haben heute versäumt, für die Saubere Luft und zum Schutz der Rettungskräfte und des medizinischen Personals ein klares Verkaufs- und Anwendungsverbot von Silvesterknallern und Raketen zu beschließen. Das ist mutlos und schwach. Und es ist umso unverständlicher, als zwei Drittel der Bundesbürger ein solches Verbot unterstützen und immer mehr Klinikchefs und Unfallärzteverbände dies fordern. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten wälzen ihre Verantwortung einfach auf andere ab."

Denn in der Folge müssen sich nun 11.092 Städte und Gemeinden mit dem Thema beschäftigen. Sie sollen laut Beschluss offenbar entscheiden, auf welchen "belebten" Straßen und Plätzen ein Verbot gelten soll. Die DUH fordert nun alle Kommunen auf, Klarheit und Sicherheit zu schaffen und direkt flächendeckende Böllerverbote in Städten und Gemeinden umzusetzen. Gleichzeitig fordert die DUH von den Handelsunternehmen, der Verzichtsempfehlung der Regierung durch einen Verkaufsstopp für Silvesterraketen und Böller zu folgen.

"Es ist bedauerlich, dass die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten nicht selbst stark agieren. Aber mit der klaren Empfehlung zum Verzicht ruft sie andere auf, zu handeln. Erste Städte wie Regensburg, Berlin und Frankfurt am Main haben bereits kommunale Verbote auf den Weg gebracht. Die DUH fordert nun die verbliebenen mehr als 11.000 Städte und Gemeinden auf, diesen Beispielen zu folgen und flächendeckende Verbote auszusprechen. Den Handel rufen wir dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und kein Feuerwerk zu verkaufen. Eine Überlastung des medizinischen Personals durch die zahlreichen Verletzten durch Pyrotechnik und die Belastung der Atemluft mit gesundheitsschädlichem Feinstaub gilt es in der Corona-Pandemie unbedingt zu vermeiden", so Resch weiter.

Zahlreiche Politiker, Ärzte und nach einer aktuellen Umfrage 64 Prozent der Bürger unterstützen die DUH-Forderung nach einem Böllerverbot. Zum Jahreswechsel droht nach Ansicht der DUH, von Klinikchefs und Unfallchirurgen vielerorts ansonsten eine Überlastung von Kliniken und medizinischem Personal aufgrund der jährlich vielen tausend teils schweren Verletzungen durch Pyrotechnik bei gleichzeitig hoher Belegungsrate mit Covid-19-Patienten.

Positive Entwicklungen zeigt die bereits seit Herbst laufende Kampagne der DUH, Handelsunternehmen zu einem freiwilligen Verkaufsverbot zu bewegen. Neben einzelnen Rewe- und Edeka-Händlern haben sich Baumarktketten wie Hornbach und Anfang dieser Woche nun auch Bauhaus dazu bekannt, in diesem Jahr in ihren Filialen keine Feuerwerkskörper zu verkaufen. Die DUH hat nach der Verständigung aller Bundesländer, den Bürgern ein Verzicht auf Silvesterfeuerwerke zu empfehlen, die großen Handelsunternehmen nochmals angeschrieben und wird an diesem Freitag den 27. November eine aktualisierte Übersicht über das Verhalten der Handelsunternehmen veröffentlichen.

In der vergangenen Woche hatte die DUH bei Bundesinnenminister Seehofer und Bundesgesundheitsminister Spahn formell beantragt, ein umfassendes Verbot von Pyrotechnik zum Jahreswechsel 2020/21 auszusprechen.

Hintergrund:

Die DUH hatte im Herbst dieses Jahres den Einzelhandel dazu aufgerufen, auf den Verkauf von Pyrotechnik zu Silvester zu verzichten. Von den mehr als 50 angesprochenen Handelsketten (Baumärkte, Discounter und Einzelhändler) haben erfreulicherweise zwischenzeitlich acht erklärt, keine Pyrotechnik zu verkaufen. Sie erhalten von der DUH dafür die 'Grüne Karte'. Dazu zählen die Baumarktketten Hornbach, Bauhaus, die Raiffeisen Waren GmbH und K + K Klaas & Kock sowie Agravis Baustoffhandel, tedox KG, Landfuxx und der Stabilo Werkzeugfachmarkt.

Von Seiten der Politik, des Gesundheitswesens und der Gesellschaft erhält die DUH eine immer breitere Unterstützung. So haben sich Politiker wie der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und Herbert Reul, CDU-Innenminister von Nordrhein-Westfalen der DUH-Forderung nach einem Böllerverbot angeschlossen. Eine starke Unterstützung kommt gerade von den beiden besonders betroffenen Unfallärzte-Fachverbänden: der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) sowie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Auch der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer und die Partei Bündnis 90/die Grünen in Berlin fordern diesen Schritt. Erst diese Woche haben sich zudem Chefärzte aus Essen und Dortmund für ein Verbot der Silvester-Böllerei ausgesprochen, um Kliniken und Personal zu entlasten.

Seit Jahren ist bekannt, dass am ersten Tag des neuen Jahres die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so hoch ist wie sonst im ganzen Jahr nicht. An keinem anderen Tag im Jahr überschreiten so viele Messstationen in Deutschland die Tagesmittelwerte von 50 µg/m³. Dass gerade dieses Jahr die Luftqualität von entscheidender Bedeutung ist, machen Studien u.a. des Max-Plancks-Instituts deutlich. Die Forscher und Forscherinnen stellen einen klaren Zusammenhang zwischen Luftbelastung insbesondere mit Feinstaub und einem erhöhten Sterberisiko im Falle einer Covid-19-Infektion her.

Links:

  *   Zur aktuellen Übersicht der Händler, die auf den Verkauf von Feuerwerk verzichten: https://www.duh.de/projekte/silvesterfeuerwerk/
  *   Studie des Max-Planck-Instituts: https://www.mpic.de/4768307/air-pollution-as-co-factor-of-covid-19-mortality
  *   Feinstaubbelastung an Silvester: https://www.umweltbundesamt.de/themen/dicke-luft-jahreswechsel

Kontakt:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch[nö]duh.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe
030 2400867-20, presse[nö]duh.de

http://www.duh.de
http://www.twitter.com/umwelthilfe

Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732-9995-0
[*/quote*]
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REVOLUTION!

Krik

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Wer das deutsche Gesundheitssystem sabotiert, indem er durch den Verkauf von Sprengkörpern und Raketen medizinische Notfälle produziert, die die Behandlungen in Krankenhäusern, Kranken- und Notfalltransporten und Arztpraxen behindern, ist ein Terrorist. Wer diesen Terrorismus aus reiner Geldgier begeht, handelt aus besonders niederen Motiven.

Wenn der deutsche Gesetzgeber sich der Komplizenschaft mitschuldig macht, haben wir wieder den Stand von Adolf Hitler und Kriegsgewinnlern.

In Deutschland hat sich nichts geändert.


[*quote*]
Nach Regierungsempfehlung zum Stopp der Silvester-Feuerwerke: Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht Handelsumfrage und verteilt 46 „Rote Karten“ und nur 11 „Grüne Karten“
Date: 2020-11-27 06:48
DUH Pressemitteilung <pm@duh.de>
DUH Presse <presse@duh.de>
Pressemitteilung

Nach Regierungsempfehlung zum Stopp der Silvester-Feuerwerke: Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht Handelsumfrage und verteilt 46 „Rote Karten“ und nur 11 „Grüne Karten“

  *   63 Handelsketten mussten erklären, ob sie Verantwortung übernehmen und keine Pyrotechnik verkaufen
  *   Nach DUH-Forderungen: Viele Baumarktketten, der DM Drogeriemarkt und immer mehr kleine Handelshäuser, Rewe- und Edeka-Betriebe nehmen gesellschaftliche Rolle ernst und verzichten auf den Verkauf
  *   Besonders negativ fallen Aldi, Lidl und weitere Discounter auf – diese stellen Gewinnmaximierung über den Schutz von Gesundheit und Umwelt und tragen damit zu einer möglichen Überlastung der Kliniken an Silvester bei
  *   DUH fordert Städte und Gemeinden dazu auf, möglichst frühzeitig ihre kompletten Stadtgebiete für Silvester-Feuerwerke zu sperren und stellt hierzu mit einem Rechtsgutachten die Möglichkeiten dar

Berlin, 27.11.2020: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat eine neue, aktualisierte Handelsumfrage zum Verkaufsstopp von Pyrotechnik veröffentlicht. Darin werden auch weitere, bislang nicht erfasste Unternehmen mit aufgenommen. Überwiegend große, bekannte Baumarktketten gehen mit positivem Beispiel voran, schließen sich der Forderung der DUH an und stellen den Verkauf ein. Bei den Discountern verzichtet hingegen kein einziger.

„Wir freuen uns, dass in den letzten Wochen immer mehr Einzelhändler vor Ort, aber auch ganze Handelsketten, darunter viele große Baumärkte, umdenken und ihre Verantwortung für die Gesundheit der Menschen ernst nehmen. Allerdings weigert sich die Mehrzahl der befragten Unternehmen, zum Schutz der Gesundheit der Menschen, der Sauberen Luft und der Tiere auf den Böllerverkauf zu verzichten. Besonders negativ fallen dabei Lidl und Aldi auf, die einmal mehr ihre Nachhaltigkeitsstrategie ignorieren, wenn sie Gewinne maximieren können. Diese Konzerne ignorieren ihre Verantwortung und den Willen der Bevölkerung, die mit großer Mehrheit für ein Böllerverbot eintritt. Mit unserer Handelsumfrage möchten wir den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine Orientierung geben. Eine „Rote Karte“ ist ein klares Signal für unverantwortliches Verhalten. Wir fordern alle Kundinnen und Kunden auf, in solchen Geschäften auch persönlich vorzusprechen und den Verkaufsstopp einzufordern“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Auch noch heute kamen mehrere Handels-Rückmeldungen und die DUH rechnet mit weiteren Betrieben, die sich dem von ihr geforderten Böllerverkaufsstopp anschließen. Die DUH wird daher auf ihrer Internetseite die Liste der Unternehmen aktuell fortschreiben.

Zu den Ergebnissen im Einzelnen: Elf der befragten Baumärkte, Discounter, Supermärkte, Drogerien und Einzelhandelsketten bekommen eine „Grüne Karte“, weil sie keine Pyrotechnik zum anstehenden Jahreswechsel mehr verkaufen. Dazu zählen viele Baumarktketten wie

Hornbach,
Bauhaus, die
Raiffeisen Waren GmbH,
ZG Raiffeisen eG,
tedox,
Stabilo Werkzeugfachmarkt,
Landfuxx,
Agavis und aber auch die
Drogerie DM und die
Handelsketten K+K Klaas & Kock und
TEDi.

Weitere sechs Baumärkte und Handelsketten erhalten eine „Gelbe Karte“, weil sie entweder in einzelnen Filialen oder erst ab dem kommenden Jahreswechsel auf Feuerwerksverkauf verzichten, darunter Filialen von

Rewe,
Edeka,
Tegut, sowie
Obi,
NBB Bau- und Heimwerkermärkte und
Hagebau.

Insgesamt 46 Handelsunternehmen erhielten eine „Rote Karte“, da sie sich nicht gegen den weiteren Verkauf von Pyrotechnik aussprechen und im Falle des Verkaufs weiterhin Umwelt, Mensch und Tier mit dem Verkauf von Pyrotechnik gefährden.

Bund und Länder hatten bei ihrem Corona-Gipfel am vergangenen Mittwoch eine dringende Empfehlung an alle ausgesprochen, auf Silvester-Feuerwerk in diesem Jahr zu verzichten, wollen Verbote aber nur für einzelne Straßen und Plätze verhängen. Hintergrund ist vor allem, dass Kliniken und medizinisches Personal durch die Pandemie an der Belastungsgrenze arbeiten. Durch jährlich tausende teils Schwerverletzte durch Pyrotechnik an Silvester droht eine Überlastung. 64 Prozent der Bundesbürger, mehrere Ärzteverbände, vor allem Berufsverbände der Unfallchirurgen und viele andere politische und gesellschaftliche Akteure haben sich deshalb bereits der DUH-Forderung nach einem umfassenden Böllerverbot angeschlossen. Bund und Länder haben es jedoch nicht gewagt, ein bundesweites Verbot zu beschließen, wie es die Niederlande getan haben. In der Folge müssen sich nun 11.092 Städte und Gemeinden einzeln mit der Frage der Festlegung der Verbotszonen beschäftigen. Die DUH gibt den Städten durch ein Rechtsgutachten eine Hilfestellung.

Dazu Jürgen Resch: „Städte wie Regensburg, Berlin und Frankfurt am Main machen es bereits vor mit lokalen Verboten. Da Bund und Länder nicht den Mut hatten, sich gegen die Pyrotechnik-Industrie durchzusetzen, appellieren wir an die Städte und Gemeinden, die Verantwortung zu übernehmen und für den Schutz der Gesundheit und das Funktionieren unseres Gesundheitssystems zu sorgen. Über kommunale Verbote ist das sehr gut möglich.“

Hintergrund

Von Seiten der Politik, des Gesundheitswesens und der Gesellschaft erhält die DUH eine immer breitere Unterstützung. So haben sich Politiker wie der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und Herbert Reul, CDU-Innenminister von Nordrhein-Westfalen der DUH-Forderung nach einem Böllerverbot angeschlossen. Eine starke Unterstützung kommt gerade von den beiden besonders betroffenen Unfallärzte-Fachverbänden: der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) sowie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Auch der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer und die Partei Bündnis 90/die Grünen in Berlin fordern diesen Schritt. Erst diese Woche haben sich zudem Chefärzte aus Essen und Dortmund für ein Verbot der Silvester-Böllerei ausgesprochen, um Kliniken und Personal zu entlasten.Seit Jahren ist bekannt, dass am ersten Tag des neuen Jahres die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so hoch ist wie sonst im ganzen Jahr nicht. An keinem anderen Tag im Jahr überschreiten so viele Messstationen in Deutschland die Tagesmittelwerte von 50 µg/m³. Dass gerade dieses Jahr die Luftqualität von entscheidender Bedeutung ist, machen Studien u.a. des Max-Plancks-Instituts deutlich. Die Forscher und Forscherinnen stellen einen klaren Zusammenhang zwischen Luftbelastung insbesondere mit Feinstaub und einem erhöhten Sterberisiko im Falle einer Covid-19-Infektion her.

Links:

  *   Zur aktuellen Übersicht der Händler, die auf den Verkauf von Feuerwerk verzichten: https://www.duh.de/projekte/silvesterfeuerwerk/
  *   Rechtsgutachten für Kommunen: Möglichkeiten Silvesterfeuerwerk, zu verbieten: http://l.duh.de/p201127
  *   Studie des Max-Planck-Instituts: https://www.mpic.de/4768307/air-pollution-as-co-factor-of-covid-19-mortality
  *   Feinstaubbelastung an Silvester: https://www.umweltbundesamt.de/themen/dicke-luft-jahreswechsel

Kontakt:

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0171 3649170, resch[nö]duh.de

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Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732-9995-0
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