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Author Topic: 120. Deutscher Ärztetag, Angriff gegen die Heilpraktiker  (Read 1134 times)

Krant

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120. Deutscher Ärztetag, Angriff gegen die Heilpraktiker
« on: September 11, 2017, 08:33:16 PM »

Das wird bestimmt interessant: ein Zangenangriff gegen die Heilpraktiker. Beißzangen unter sich...


http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/120.DAET/120DaetBeschlussProt_2017-05-26.pdf

[*quote*]
120. Deutscher Ärztetag
Freiburg, 23.05. - 26.05.2017
Seite 1 von 1
Ärztetags-Drucksache Nr. Ib - 44
TOP
Titel:
Ib
Gesundheits-, Sozial- und ärztliche Berufspolitik
Allgemeine Aussprache

Definition der Heilkunde verankern

Vorstandsüberweisung

Der Entschließungsantrag von San. Rat Dr. Eckart Rolshoven, Dr. Josef Mischo, Dr. Hella Marion Frobin-Klein, Cornelia Rupp-John und Markus Hardt (Drucksache Ib - 44) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:


Der 120. Deutsche Ärztetag 2017 fordert den Gesetzgeber auf, eine Definition der Heilkunde an geeigneter Stelle gesetzlich zu verankern, die eine deutlichere Abgrenzung von Paramedizin und dem Heilpraktikerwesen erlaubt.

Begründung:

Die Abgrenzung zwischen seriöser Medizin und unseriösen Heilsversprechen wird in den letzten Jahren häufig durch Gerichtsentscheidungen erschwert, die vorwiegend dem Wettbewerbsrecht folgen. Hierdurch hat sich ein Markt entwickelt, der Patientinnen und Patienten verunsichert und zur Ausnutzung von Ängsten verführt. Berufsrechtlich sind diese Auswüchse wegen der fehlenden Definition seriöser Heilkunde bisher nicht oder nur schwer zu ahnden. Bisher findet sich nur eine eher undeutliche Definition der Heilkunde im Heilpraktikergesetz (HeilprG).

Angenommen:
 Abgelehnt:
 Vorstandsüberweisung:
 Entfallen:
 Zurückgezogen:
 Nichtbefassung:

Beschlussprotokoll Seite 228 von 370
Stimmen Ja: 0
 Stimmen Nein: 0
 Enthaltungen:0



120. Deutscher Ärztetag
Freiburg, 23.05. - 26.05.2017
Seite 1 von 3
Ärztetags-Drucksache
 Nr.
Ib - 89
TOP

Titel:
Ib
Gesundheits-, Sozial- und ärztliche Berufspolitik

Allgemeine Aussprache

Reform des Heilpraktikerwesens

Entschließung

Auf Antrag von Rudolf Henke, Christa Bartels, Prof. Dr. Bernd Bertram, Wieland Dietrich, Dr. Sven Christian Dreyer, Dr. Oliver Funken, Martin Grauduszus, Dr. Ivo Grebe, Prof. Dr. Reinhard Griebenow, Dr. Christiane Groß, PD Dr. Hansjörg Heep, Dr. Heiner Heister, Dr. Rainer M. Holzborn, Dr. Christian Köhne, Dr. Carsten König, PD Dr. Johannes Kruppenbacher, Michael Lachmund, Dr. Ernst Lennartz, Dr. Anja Maria Mitrenga-Theusinger, Dr. Wilhelm Rehorn, Dr. Lothar Rütz, Barbara Stein, Dr. Klaus Strömer, Dr. Herbert Sülz, PD Dr. Maria Vehreschild und Bernd Zimmer (Drucksache Ib - 89) fasst der 120. Deutsche Ärztetag 2017 folgende Entschließung:


Der 120. Deutsche Ärztetag 2017 stellt fest, dass Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker keinen Gesundheitsfachberuf ausüben.
Die von Heilpraktikern zu absolvierende "Gefahrenabwehrüberprüfung" beinhaltet keine positive Feststellung einer theoretisch und oder praktisch erworbenen Qualifikation, sondern lediglich die negative Feststellung, dass von der betreffenden Person keine Gefahr für die Volksgesundheit ausgehen soll.
Das Heilpraktikerwesen steht somit außerhalb der sonst im Gesundheitswesen geltenden Anforderungen an klar definierte fachliche Qualifikationen auf der Basis fundierter Standards und an eine hohe Qualität und Sicherheit in der Patientenversorgung. Es lässt sich in diese Anforderungen auch nicht integrieren, denn es ist gerade das zentrale Merkmal des Heilpraktikerwesens, außerhalb geltender Standards und allgemein anerkannter Wirksamkeitsmechnismen tätig werden zu dürfen.
Der 120. Deutsche Ärztetag 2017 fordert den Gesetzgeber deshalb auf, den Schutz von Patientinnen und Patienten bei der Ausübung von Heilkunde zu verbessern und die Rechte von Heilpraktikern so zu gestalten, dass deren Tätigkeit keine Gefährdung für Patienten darstellt.
Vom derzeit zulässigen Tätigkeitsumfang von Heilpraktikern sind alle invasiven Maßnahmen (wie chirurgische Eingriffe, Injektionen und Infusionen) sowie die Behandlung von Krebserkrankungen auszuschließen.
Bei Vorliegen einer Krankheit, die vermutlich über eine Befindlichkeitsstörung hinausgeht, ist der Patient vom Heilpraktiker darauf hinzuweisen, dass ein Arzt aufgesucht werden

Angenommen:
 Abgelehnt:
 Vorstandsüberweisung:
 Entfallen:
 Zurückgezogen:
 Nichtbefassung:
Beschlussprotokoll Seite 229 von 370

Stimmen Ja: 0
 Stimmen Nein: 0
 Enthaltungen:0


120. Deutscher Ärztetag
Freiburg, 23.05. - 26.05.2017
Seite 2 von 3
Ärztetags-Drucksache
 Nr.
Ib - 89

sollte.

Begründung:

Die tödlich verlaufenen Versuche von Krebsbehandlungen in Bracht im vergangen Jahr haben die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis gesetzt, dass Heilpraktiker in Deutschland - bis auf wenige Ausnahmen, für die ein Arztvorbehalt besteht - umfassend zur Ausübung der Heilkunde berechtigt sind. Nicht bekannt ist der Bevölkerung in der Regel, unter welchen Voraussetzungen Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker zur Ausübung der gesamten Heilkunde befugt sind.
Sie geht davon aus, dass Heilpraktiker über eine geregelte Ausbildung (Kenntnisse und Fertigkeiten) verfügen, sie eine Zulassung erhalten und über sie eine staatliche Aufsicht wacht. Dies alles trifft nicht zu. Sie werden als "kleine Ärztinnen und Ärzte" wahrgenommen, die komplementärmedizinisch tätig werden und zumeist Naturheilverfahren, Homöopathie und andere alternative diagnostische und therapeutische Verfahren im Gegensatz zur Schulmedizin praktizieren.
Vorschläge, das Heilpraktikerwesen durch eine staatlich anerkannte Ausbildung oder gar durch akademische Qualifikationen zu reformieren, weisen in die falsche Richtung.
Grundlage jeder staatlich anerkannten Ausbildung müssten klare, fachlich begründete Standards sein. Die "Freiheit" von solchen Standards ist aber gerade konstitutiv für das Heilpraktikerwesen.
Weil im Heilpraktikerwesen fachliche Standards fehlen, fehlt auch die Grundlage für Qualitätskontrollen durch die Gesundheitsbehörden. Qualitätskontrollen setzen einen allgemein anerkannten Qualitätsmaßstab voraus, der im Heilpraktikerwesen fehlt.
Im Interesse der Patientensicherheit muss eine Reform des Heilpraktikergesetzes (HeilprG) deswegen vor allem den Umfang der Tätigkeitserlaubnis in den Blick nehmen. Besondere Gefahren gehen von allen invasiven Maßnahmen aus.
Außerdem sind bestimmte Erkrankungskonstellationen von der Erlaubnis auszunehmen.
Dies ist schon in der Vergangenheit z. B. für die Geburtshilfe und Geschlechtskrankheiten geschehen. Aus heutiger Sicht muss auch die Behandlung von Krebserkrankungen von der Erlaubnis ausgenommen werden.
Die moderne, evidenzbasierte Medizin stellt - anders als dies vor Jahrzehnten bei Erlass des Heilpraktikergesetzes der Fall war - für viele Krebserkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bereit. Der Erfolg dieser Behandlungen hängt oft entscheidend von einem rechtzeitigen Behandlungsbeginn ab. Es kann deswegen nicht länger zugelassen werden, dass auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis unseriöse Angebote zur

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Beschlussprotokoll Seite 230 von 370

120. Deutscher Ärztetag
Freiburg, 23.05. - 26.05.2017
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Ärztetags-Drucksache
 Nr.
Ib - 89


Krebsbehandlung an Menschen in einer gesundheitlich existenziellen Notlage herangetragen werden.
Solche Angebote fügen den von der Krebserkrankung betroffenen Menschen im günstigsten Fall teils erhebliche finanzielle Schäden zu, verzögern oder verhindern in vielen Fällen den rechtzeitigen Beginn einer erfolgreichen Behandlung und können darüber hinaus - wie in Bracht geschehen - erheblichen zusätzlichen gesundheitlichen Schaden anrichten. Deswegen darf die Heilpraktikererlaubnis die Behandlung von Krebserkrankungen nicht länger umfassen.

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Beschlussprotokoll Seite 231 von 370
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Thymian

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Re: 120. Deutscher Ärztetag, Angriff gegen die Heilpraktiker
« Reply #1 on: September 13, 2017, 11:45:32 AM »

Die gehören mir. Mit denen habe ich noch Rechnungen offen.



http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/120.DAET/120DaetBeschlussProt_2017-05-26.pdf

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120. Deutscher Ärztetag
Freiburg, 23.05. - 26.05.2017
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Ärztetags-Drucksache Nr. Ib - 44
TOP
Titel:
Ib
Gesundheits-, Sozial- und ärztliche Berufspolitik
Allgemeine Aussprache
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Das war schon im Mai. Ich kann mich in der Folgezeit nicht an ein besonders lautes Rascheln in den Bäumen erinnern. Es sei denn, da wäre hinter den Kulissen an Fäden gezogen worden. Das ominöse

"Münsteraner Memorandum Heilpraktiker"
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9286.0

vom August 2017 könnte auf dem Ärztetag mit ausgebrütet worden sein. Oder eine relativ direkte Folge sein, weil die Ärztetagler die Sache schon wieder versemmelt haben. Statt klarer Aussagen nur Geschwätz. So geht das Jahr für Jahr.



[*quote*]
Definition der Heilkunde verankern

Vorstandsüberweisung

Der Entschließungsantrag von San. Rat Dr. Eckart Rolshoven, Dr. Josef Mischo, Dr. Hella Marion Frobin-Klein, Cornelia Rupp-John und Markus Hardt (Drucksache Ib - 44) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:


Der 120. Deutsche Ärztetag 2017 fordert den Gesetzgeber auf, eine Definition der Heilkunde an geeigneter Stelle gesetzlich zu verankern, die eine deutlichere Abgrenzung von Paramedizin und dem Heilpraktikerwesen erlaubt.
[*/quote*]

Hoho, da hat sich Jemand aber einen bösen Scherz erlaubt: "eine deutlichere Abgrenzung von Paramedizin und dem Heilpraktikerwesen erlaubt". Da steht nicht

"dem Heilpraktikerwesen"

Da steht

"Paramedizin und dem Heilpraktikerwesen"

Das sind zwei (IN WORTEN: ZWEI!) völlig verschiedene Bereiche. Heilpraktiker sind draußen, außerhalb der Ärzteschaft. Aber die Paramedizin ist innerhalb der Äzteschaft. Das ist ein Frontalangriff auf die Pfuscher in der Ärzteschaft. Da wird den Heulern der Unterkiefer auf die Tischplatte gekracht sein. Vorausgesetzt natürlich, daß sie den Sinn begriffen haben.

Vor kurzem haben wir in der

"Akte Gesellschaft fuer Biologische Krebsabwehr"
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?board=242.0

von Morgenmuffel ein

"Update Akte Gesellschaft fuer Biologische Krebsabwehr"
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9242.0

bekommen. Moses2 hat das zusammengefaßt:

[*quote*]
Was für ein medizinischer Pfusch sich auf Kranke ergießt, läßt sich ganz schnell nachzählen:

Bei 1102 "Therapeuthen" gibt es

658x  Homöopathie

 51x   Elektro-Akupunktur
565x  Akupunktur
          = zusammen 616x "Akupunktur"

190x Colon-Hydro-Therapie

168x Bioresonanztherapie       
116x Vitamin C-Hochdosistherapie
169x Magnetfeldtherapie

488x Eigenblutbehandlung
435x "Orthomolekular"
140x Heilfasten
283x Bachblüten
 97x Säure-Basen-Regulation
 25x Laetrile/B17
543x Darmregulation
 43x Störfeld-Diagnostik
146x Ausleitung/Entgiftung
 62x Chelattherapie
 13x Zellsymbiosetherapie
 85x Psychoonkologische Beratung
125x Energetische Psychotherapie
 40x Energetische Therapien
  5x Chakrenarbeit
 76x Kinesiologie
 19x Galvanotherapie
 67x Heilpilze
 16x Simonton
 15x Dorn-Breuss-Therapie
 31x Zytokine
 10x Dunkelfeldmikroskopie

Das ist aber noch lange nicht alles! Warum schreiten die Ärztekammern nicht endlich ein und sorgen, dafür, daß für diesen Pfusch die Approbation entzogen wird? Die Ärztekammern sind in der Pflicht zur Qualitätskontrolle.
[*/quote*]


Ein nicht unwesentlicher Anteil Ärzte darunter: Pfuscher in den Reihen der etablierten Ärzte, also der geistigen Elite Deutschlands, die noch immer zu dämlich ist, Pfuscher auszuschließen, die Kranke mit Homöopathie, Energiemedizin und anderen Betrug bescheiBen. Paramedizin halt. "Paramedizin" klingt doch so viel vornehmer und gebildeter als "Betrug", "Beschiß" oder gar "Mord". Aber es ist "Betrug", "Beschiß" und "Mord"! Diese Leute hinterlassen Leichen!


[*quote*]
Begründung:

Die Abgrenzung zwischen seriöser Medizin und unseriösen Heilsversprechen wird in den letzten Jahren häufig durch Gerichtsentscheidungen erschwert, die vorwiegend dem Wettbewerbsrecht folgen. Hierdurch hat sich ein Markt entwickelt, der Patientinnen und Patienten verunsichert und zur Ausnutzung von Ängsten verführt. Berufsrechtlich sind diese Auswüchse wegen der fehlenden Definition seriöser Heilkunde bisher nicht oder nur schwer zu ahnden. Bisher findet sich nur eine eher undeutliche Definition der Heilkunde im Heilpraktikergesetz (HeilprG).
[*/quote*]

Die Honoratiores sind ja sowas von verlogen. Die Richter sind keine Mediziner, weshalb sie für die Gerichtsverfahren Gutachter heranziehen müssen. Was sind diese Gutachter? Ärzte sind sie!

Diese Gutachter-Ärzte erzählen irgendeinen Schmonzes. Selbst wenn die Richter anderer Meinung sind, sind sie als Laien gefordert, sich auf die Gutachter zu verlassen, und an deren Urteil zu halten. Das heißt: Die Gerichte entscheiden so, wie Ärzte es entschieden haben. Die allgemeine Ärzteschaft sagt dann wieder: "Wir würden ja gerne, aber die Gerichte entscheiden nun mal anders."

Das ist wie beim Haupmann vom Köpenick: Es geht alles im Kreis rum, immer im Kreis rum, immer im Kreis rum, immer... Immer und immer wieder. Und die Kranken bleiben auf der Strecke.

Alles nur wegen solche Lügen und solcher Lügner. Die wissen doch genau, was Sache ist. Aber sie schieben es immer wieder im Kreis rum.

Mit dem "Entschließungsantrag" "wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen". Das heißt: Da passiert nichts. Es soll ja nur wieder "beraten" werden.

Alles nur eine Farce.
« Last Edit: September 16, 2017, 07:19:56 PM by Thymian »
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.         Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien!
          http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11095.0

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Thymian

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Re: 120. Deutscher Ärztetag, Angriff gegen die Heilpraktiker
« Reply #2 on: September 13, 2017, 12:01:17 PM »

Im Feldzug gegen die Heilpraktiker wird es lustig:

http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/120.DAET/120DaetBeschlussProt_2017-05-26.pdf

[*quote*]
120. Deutscher Ärztetag
Freiburg, 23.05. - 26.05.2017
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Ärztetags-Drucksache Nr. Ib - 89

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Titel:
Ib
Gesundheits-, Sozial- und ärztliche Berufspolitik

Allgemeine Aussprache

Reform des Heilpraktikerwesens

Entschließung

Auf Antrag von Rudolf Henke, Christa Bartels, Prof. Dr. Bernd Bertram, Wieland Dietrich, Dr. Sven Christian Dreyer, Dr. Oliver Funken, Martin Grauduszus, Dr. Ivo Grebe, Prof. Dr. Reinhard Griebenow, Dr. Christiane Groß, PD Dr. Hansjörg Heep, Dr. Heiner Heister, Dr. Rainer M. Holzborn, Dr. Christian Köhne, Dr. Carsten König, PD Dr. Johannes Kruppenbacher, Michael Lachmund, Dr. Ernst Lennartz, Dr. Anja Maria Mitrenga-Theusinger, Dr. Wilhelm Rehorn, Dr. Lothar Rütz, Barbara Stein, Dr. Klaus Strömer, Dr. Herbert Sülz, PD Dr. Maria Vehreschild und Bernd Zimmer (Drucksache Ib - 89)
[*/quote*]

Wer sind diese Leute?

Rudolf Henke
Christa Bartels
Prof. Dr. Bernd Bertram
Wieland Dietrich
Dr. Sven Christian Dreyer
Dr. Oliver Funken
Martin Grauduszus
Dr. Ivo Grebe
Prof. Dr. Reinhard Griebenow
Dr. Christiane Groß
PD Dr. Hansjörg Heep
Dr. Heiner Heister
Dr. Rainer M. Holzborn
Dr. Christian Köhne,
Dr. Carsten König
PD Dr. Johannes Kruppenbacher
Michael Lachmund
Dr. Ernst Lennartz
Dr. Anja Maria Mitrenga-Theusinger
Dr. Wilhelm Rehorn
Dr. Lothar Rütz
Barbara Stein
Dr. Klaus Strömer
Dr. Herbert Sülz
PD Dr. Maria Vehreschild
Bernd Zimmer


Die Jutta Hübner ist nicht dabei. Auch andere nicht, die sonst als Kritiker auffallen. Wer sind diese Antragsteller?

Die Leut sind alphabetisch sortiert. Bis auf den ersten. Der Vorturner tanzt aus der Reihe. Wer das wohl ist?

Schaun mer mal.

http://www.rudolf-henke.de/arzt-und-gesundheitspolitiker

[*quote*]
Rudolf Henke
Für Aachen im Bundestag
BUNDESTAGSWAHL 2017
DEUTSCHE IM AUSLAND
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IM PORTRAIT
LEBENSLAUF
INTERVIEW
ARZT UND GESUNDHEITSPOLITIKER
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Arzt und Gesundheitspolitiker

Rudolf Henke ist einer von 237 Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion des 17. Deutschen Bundestages. Der Facharzt für Innere Medizin aus Aachen wurde vor 20 Jahren CDU-Mitglied und kandidierte im Jahr 2009 zum ersten Mal für das höchste deutsche Parlament. Das allein wäre noch keine Sensation, aber Rudolf Henkes Gegnerin war ein politisches Schwergewicht. Er musste sich gegen die amtierende Bundesministerin für Gesundheit, Ulla Schmidt (SPD), durchsetzen. Rudolf Henke wagte es und gewann das Direktmandat mit 39,47 Prozent, weil er, wie er sagt, den Wählerinnen und Wählern seine Ziele authentisch und glaubwürdig vermitteln konnte. Dieser Sieg brachte ihm in seiner Partei große Anerkennung. Auf Rudolf Henkte trifft das Zitat von Bertolt Brecht zu: "Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren." Rudolf Henke kämpfte und gewann.

Engagiert im Ring Christlich Demokratischer Studenten

Rudolf Henke war schon am Gymnasium als Schülersprecher aktiv und setzte sich für die Interessen seiner Mitschüler ein. Nach dem Abitur am Stiftischen Gymnasium Düren studierte er von 1972 bis 1979 Medizin an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.

"Als Student engagierte ich mich im Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) und war vier Jahre lang dessen Vorsitzender in Aachen. Durch mein Elternhaus war ich christlich geprägt und politisch sehr interessiert. Für mich war der RCDS der Gegenpol zur reaktionären Linken wie den Spartakisten. Im RCDS sah ich die Möglichkeit, gezielt für Freiheit und Gerechtigkeit zu arbeiten. Meine Überzeugung war: Das Grundgesetz gilt für alle, und vor dem  Gesetz sind alle gleich. Parteipolitik darf die Auslegung des Rechts nicht bestimmen", sagt der Abgeordnete.

Zweiter Vorsitzender des Marburger Bundes

Im Abschlussjahr an der RWTH erhielt Rudolf Henke seine Approbation als Arzt. Bald engagierte sich auch im Marburger Bund. Sein berufspolitisches Engagement wurde mit den Jahren immer größer. 1981 wurde er Mitglied der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein. Das Jahr 1988 war in beruflicher und berufspolitischer Hinsicht für Rudolf Henke ein ganz besonderes Jahr. Er erhielt die Anerkennung als Arzt für Innere Medizin, wurde im September Oberarzt an der Klinik für Hämatologie/Onkologie am St.-Antonius-Hospital Eschweiler und wurde in den Vorstand der Ärztekammer Nordrhein gewählt.

Sein Engagement für seine Berufskollegen war so überzeugend, dass er 1989 zum zweiten Vorsitzenden des Bundesverbandes Marburger Bund gewählt wurde und es 18 Jahre lang blieb. "Die Belange von Ärzten zu vertreten, um das Gesundheitswesen zu verbessern, ist eine Aufgabe mit einem hohen Anspruch, die man genau wie ein politisches Amt mit Herzblut und Überzeugung ausüben muss", sagt Rudolf Henke.

Gewerkschaftliche Aufbauarbeit in der DDR

Wenige Tage nach seiner Wahl zum zweiten Bundesvorsitzenden fiel die Mauer. Rudolf Henke reiste kurze Zeit nach dem 9. November 1989 bereits in die noch existierende DDR. Er wollte den Kolleginnen und Kollegen den Marburger Bund als gewerkschaftliche Vertretung ihrer Berufsinteressen vorstellen.

"Wir sind zwar freundlich, aber mit Skepsis gegenüber Gewerkschaften aufgenommen worden. Die Mitarbeiter der Krankenhäuser hatten von der Einheitsgewerkschaft FDGB die Nase voll. Trotzdem konnten wir sie von unserem Anliegen einer echten Arbeitnehmervertretung überzeugen", erzählt Rudolf Henke rückblickend. Da er offenbar keine halben Sachen macht, nahm er 1991 die Wahl zum ersten Vorsitzenden des Marburger Bundes im Landesverband Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz an.

Eintritt in die CDU

Bei so viel berufspolitischem Engagement war es wohl nur folgerichtig, dass Rudolf Henke sich irgendwann parteipolitisch engagieren würde. 1992 entschied er sich sehr spontan, in die CDU einzutreten.

Warum, erklärt der Abgeordnete so: "Meiner Entscheidung ging voraus, dass der damalige Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer ein Gesundheitsstrukturgesetz plante, welches gedeckelte Budgets vorsah, die in meinen Augen nichts mit der Aufgabe einer Klinik oder eines niedergelassenen Arztes zu tun hatten. Er sorgte außerdem für eine Unterbrechung aller damals geplanten Gespräche der AG Gesundheit mit den Verbänden. Davon war ich als zweiter Vorsitzender des Marburger Bundes betroffen. Man wollte das damalige Gesundheitsstrukturgesetz ungestört von den Verbänden ausarbeiten. Ich war in diesen Tagen unterwegs nach Bonn zu einem Termin mit der AG Gesundheit und erhielt unterwegs die Ausladung. Die machte mich ausgesprochen ärgerlich. Ich marschierte in die damalige Bundesgeschäftsstelle der CDU in Bonn und füllte den Aufnahmeantrag aus, denn ich wollte auf jeden Fall mitentscheiden können, und das schien nun wohl nur möglich, wenn man einer Partei angehörte."

Wahl in den Landtag

Wie bereits im RCDS und im Marburger Bund engagierte sich Rudolf Henke auch in der CDU vom ersten Tag an mit Herzblut und Volldampf. Ab 1995 vertrat er den Wahlkreis Aachen II als Direktkandidat der CDU im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Er wurde Mitglied des CDU-Kreisvorstandes Aachen und Mitglied im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Rates der Stadt Aachen.

Er kandidierte auch für den CDU-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen und ist seit 1995 Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer. Im Jahr 2005 wählte man Rudolf Henke zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen. In dieser Funktion blieb er bis zum Jahr 2009.

Kandidat für die Bundestagswahl im Wahlkreis Aachen

Im Bundestagswahljahr 2009 traf er die Entscheidung, für den Bundestag zu kandidieren. Bevor Rudolf Henke als Kandidat nominiert wurde, musste der CDU Kreisverband klären, wer zur Kommunalwahl 2009 als Bürgermeisterkandidat antreten könnte und wer Bundestagskandidat wird. Die Wahl, für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren, fiel auf Marcel Philipp, der heute Oberbürgermeister von Aachen ist. Er hatte zur Bundestagswahl 2005 in Aachen kandidiert, sein Ziel aber knapp verfehlt und entschied sich deshalb, nicht noch einmal anzutreten. Die Frage war nun, wer in Aachen kandidieren könnte.

Rudolf Henke verfügte über genügend politische Erfahrung. Er hatte sich durch großes Fachwissen in der Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik immer wieder empfohlen. Ein weiterer Aspekt, den die CDU als Vorteil sah: Rudolf Henke kannten in Aachen vielen Menschen, denn er engagierte sich ja seit Jahren erfolgreich als Landtagsabgeordneter und in der Partei. Er erzählt rückblickend: "Als entschieden wurde, dass ich für die CDU im Wahlkreis Aachen Bundestagskandidat werden sollte, war das für mich ein großer Vertrauensbeweis, und mir war Berlin durch meine Arbeit im Marburger Bund ja bereits bestens vertraut. 2007 war ich Vorsitzender des Marburger Bundes geworden und hatte auch deshalb  mit den politischen Entscheidungsträgern in Sachen Gesundheitspolitik schon intensiv zusammen gearbeitet."

Auf dem Kreisparteitag in Aachen wurde er offiziell als Kandidat bestätigt – einen Gegenkandidaten gab es nicht. Klar war ihm von Anfang an, dass er keinen sicheren Listenplatz hatte, sondern als Direktkandidat gewinnen musste.

Einzug in den Bundestag

Dieser Umstand führt dazu, dass der Wahlkampf in Aachen im besonderen Fokus der Medien stand. Hier trat der Vorsitzende des Marburger Bundes gegen die amtierende Bundesgesundheitsministerin an. Am Ende eines langen und anstrengenden Wahlkampfs hatte Rudolf Henke die Aachener Wählerinnen und Wähler überzeugt und gewonnen. Das Wahlergebnis konnte sich sehen lassen. 39,7 Prozent der Erststimmen waren eine glänzende Bilanz für die erste Bundestagskandidatur.

Die CDU hatte mit Rudolf Henke auf den richtigen Kandidaten gesetzt, auf den der Satz von Bertolt Brecht erneut zutraf: Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Der Politiker sagt: "In meinen Jahren als Arzt habe ich viele Probleme des Alltags unter einem besonderen Blickwinkel kennengelernt. Diese Perspektive möchte ich in der Politik stärker zur Geltung bringen. Subsidiarität heißt für mich zu helfen, wo Hilfe fehlt."

Im Bundestag ist Rudolf Henke ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Er ist außerdem Mitglied im Kuratorium der Aids-Hilfe Nordrhein-Westfalen e. V. in Köln, im Vorstand von "Ärzte helfen Obdachlosen e. V.", ebenfalls in Köln, Präsident der Ärztekammer Nordrhein und der Stiftung des Marburger Bundes. (bsl/15.10.2012)

Quelle: http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/40972595_wege_politik_henke/index.html

Bild: Rudolf Henke (CDU/CSU) © DBT/Schüring

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 [*/quote*]


Da schau her: ein Bundestagler!

"Zweiter Vorsitzender des Marburger Bundes", das ist ein bedeutender Funktionärsposten in einem bundesweiten Interessensverband gut betuchter Unternehmer und Unternehmer-in-spe. Bin nur ich es, die da einen Interessenskonflikt sieht?

Rudolf Henke trabt voran, und die Herde folgt ihm. Brav. Sehr brav.

So kann man, bauend auf der Erfahrung bundestäglicher ministerialerprobter Aktenordnerverschieber, das Thema über Jahrzehnte  irgendwo in einem Dienstzimmer, hunderten von Ausschüssen, und in der großen Wolke herumwabern lassen, ohne daß auch nur das mindeste geschieht.

Irgendwann geben die Leute auf, haben andere Interessen, sind gekauft oder veralkoholisiert ('s gibt genug Beispiele davon in der deutschen Politik) oder wieder aus dem Bundestag rausgekegelt.
« Last Edit: September 16, 2017, 07:24:02 PM by Thymian »
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Thymian

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Re: 120. Deutscher Ärztetag, Angriff gegen die Heilpraktiker
« Reply #3 on: September 15, 2017, 09:26:51 AM »

Gleich am Anfang ihrer "Entschiließung" fallen die Damen und Herren Aufgestandenen mit der Tür ins Haus:

http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/120.DAET/120DaetBeschlussProt_2017-05-26.pdf

[*quote*]
fasst der 120. Deutsche Ärztetag 2017 folgende

Entschließung:

Der 120. Deutsche Ärztetag 2017 stellt fest, dass Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker keinen Gesundheitsfachberuf ausüben.
[*/quote*]

Eine Tatsachenfeststellung: daß "Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker keinen Gesundheitsfachberuf ausüben". Das ist ja eine Breitseite aus allen Rohren, und mit der Fliegenklatsche noch eins oben drauf.

Kein Fachberuf! Das ist eines der vernichtendsten Urteile, die es überhaupt geben kann.

Da geben sich die Heulpraktiker alle Mühe, mit ihren vielen "Fortbildungen" und "Diplomen" und "Zertifikaten" und "Zeugnissen" und was nicht noch alles, soooooooooooo fachkompetend und gebildet und ausgebildet und fortgebildet und allwissend zu sein. Und dann das...

Ich glaub, die Heulpraktiker werden nie begreifen, daß dieser eine Satz schon alles über sie sagt. Alles, wirklich alles. Der Rest ist nur noch Ausschmückung für die minder begabten Hirne.


Die Aufgestandenen erklären das ein bißchen. Nicht viele Worte, aber deutlich.

[*quote*]
Die von Heilpraktikern zu absolvierende "Gefahrenabwehrüberprüfung" beinhaltet keine positive Feststellung einer theoretisch und oder praktisch erworbenen Qualifikation, sondern lediglich die negative Feststellung, dass von der betreffenden Person keine Gefahr für die Volksgesundheit ausgehen soll.
[*/quote*]

Ganz frei übersetzt: "Heilpraktiker haben keinen 'Jagdschein'". "Jagdschein" nannte man früher die Feststellung geistiger Unzulänglichkeit in einem solchen Maße, daß die betreffende Person nicht rechtsfähig ist, und - sofern sie nicht wild um sich schlägt  - irgendwo daheim ruhiggestellt wird, ansonsten in einem gesicherten Bunker deponiert wird. Endlagerung schwerer Fälle.

Heilpraktikerschein heißt auf medizinisch übersetzt:: "hat keinen Jagdschein, darf an Menschen herummachen". Eine wirklich sehr beruhigende Mitteilung, die darin steckt. Von dem inzwischen ausgestorbenen Beruf des Tankwarts, der Berufshausfrau und der Animierdame roter und rötester Rotlichtviertel - und überhaupt - es darf ein Jeder umsteigen auf "macht was mit Menschen".

Sehr beruhigend. Wirklich, sehr beruhigend.


Die Aufgestandenen gehen noch ein bißchen tiefer ins Detail:

[*quote*]
Das Heilpraktikerwesen steht somit außerhalb der sonst im Gesundheitswesen geltenden Anforderungen an klar definierte fachliche Qualifikationen auf der Basis fundierter Standards und an eine hohe Qualität und Sicherheit in der Patientenversorgung.
[*/quote*]

Keine fachliche Qualifikation. Von nichts ne Ahnung, aber wenigstens kein Jagdschein. Wow, was für eine solide Grundlage für ein Berufsleben, in dem man an Menschen herumpfuschen darf, Spritzen geben darf, mit Blut herumpanschen darf, Rezepte ausstellen darf, und - das ist das Größte -  medizinische Diagnosen stellen darf.

Wahnsinn, was in Deutschland alles frei heumlaufen darf, ohne daß die Leute laut schreiend auf die andere Straßenseite wechseln,...

Na schön, Wölfe sind ja auch wieder eingebürgert worden und mit Problembären gibt es noch etwas Ärger, aber ansonsten ist die Erhöhung des Selektionsdrucks in Deutschland voll am Laufen.

Der Unterschied ist bloß, daß man die Wölfe als Wölfe erkennen kann und Bären als Bären. Raubtiere sind eben Raubtiere. Heulpraktiker dagegen tarnen sich mit Insignien und Sprache eines  akademischen Ausbildungsberufs, dem des Arztes. In der Biologie nennt man das Mimikry.


Die Aufgestandenen präzisieren es noch härter:

[*quote*]
Es lässt sich in diese Anforderungen auch nicht integrieren, denn es ist gerade das zentrale Merkmal des Heilpraktikerwesens, außerhalb geltender Standards und allgemein anerkannter Wirksamkeitsmechnismen tätig werden zu dürfen.
[*/quote*]

Ich sag's ja: "kein Jagdschein". Heulpraktiker dürfen, weil sie dürfen. Eben, weil sie dürfen. Voll außerhalb des Wissens dürfen sie. Weil sie voll außerhalb des Wissens sind, ABER ... weil sie keinen Jagdschein haben.

Das ist eine Rechtskonstruktion, die es außerhalb Deutschlands bestimmt kein zweites Mal gibt. Na, wenn das nicht die Definition eines Jagdscheins ist, dann weiß ich auch nicht...

Und da sind die Deutschen, nicht alle, aber die Heulpraktiker, auch noch stolz drauf.



Machen wir weiter.

[*quote*]
Der 120. Deutsche Ärztetag 2017 fordert den Gesetzgeber deshalb auf, den Schutz von Patientinnen und Patienten bei der Ausübung von Heilkunde zu verbessern und die Rechte von Heilpraktikern so zu gestalten, dass deren Tätigkeit keine Gefährdung für Patienten darstellt.
[*/quote*]

Zwinker, zwinker. Lieber Herr Gesetzgeber, könntest Du bitte, zwinker, zwinker, die Gesetze ein kleines bißchen ändern? So ein kleines bißchen, damit, zwinker, zwinker, die Raubtiere nicht mehr raubtieren?

Gott, ist das gruselig! Die Forderung muß lauten und kann nur lauten:

SCHAFFT DIE HEILPRAKTIKER AB! VERBIETET SIE!


Aber auf Politchinesisch, und schön verbrämt, damit die Politpfeifen nicht in Schockstarre fallen, wird es so verklausuliert, daß man den Sinn erst herauspräparieren muß. Wozu aber Hirnleistung vonnöten ist, die bekanntermaßen nicht Alle haben. Die haben sie doch nicht mehr alle!


[*quote*]
Vom derzeit zulässigen Tätigkeitsumfang von Heilpraktikern sind alle invasiven Maßnahmen (wie chirurgische Eingriffe, Injektionen und Infusionen) sowie die Behandlung von Krebserkrankungen auszuschließen.
[*/quote*]

Endlich mal ne klar Ansage!


[*quote*]
Bei Vorliegen einer Krankheit, die vermutlich über eine Befindlichkeitsstörung hinausgeht, ist der Patient vom Heilpraktiker darauf hinzuweisen, dass ein Arzt aufgesucht werden sollte.
[*/quote*]

Übersetzt: Wenn der Kranke wirklich krank ist, muß er zum Arzt!

Die gleiche Logik wie "kein Jagdschein". Ist das alles irre. Mannomannomann!!!

Nach dieser Logik heißt das, subsummiert in einem Satz:

Heilpraktiker dürfen an Mensch nur noch rummachen, wenn diese Menschen nicht krank sind.

Also sowas wie Friseure, aber bitte noch weniger als Friseure. Nicht mal die Haare färben, weil da schon gefährliche Chemie drin steckt.

Frei übersetzt: "sowas wie Kindergärtner".

Auf den Punkt gebracht: "Beschäftigungstherapie für Vollblöde". Ich glaube, das trifft es ziemlich gut und vollumfänglich und hinreichend und ausreichend. Genau. Ganz genau.


[*quote*]
Begründung:

Die tödlich verlaufenen Versuche von Krebsbehandlungen in Bracht im vergangen Jahr haben die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis gesetzt, dass Heilpraktiker in Deutschland - bis auf wenige Ausnahmen, für die ein Arztvorbehalt besteht - umfassend zur Ausübung der Heilkunde berechtigt sind.
[*/quote*]

Mal ehrlich: Warum rennen die Leute denn zum Heulpraktiker hin? Genau deshalb! Genau deshalb!!! Weil die Heulpraktiker dürfen.

Das heißt: Die Leute wußten das schon lange vor den Todesfällen.

Deswegen sind sie doch hin zum Heilpraktiker! Deswegen!



[*quote*]
Nicht bekannt ist der Bevölkerung in der Regel, unter welchen Voraussetzungen Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker zur Ausübung der gesamten Heilkunde befugt sind.
[*/quote*]

Dank der Mimikry der Heulpraktiker und dank der vollumfänglichen Vollblödheit der Politiker, die diese Mimikry in voller Absicht ermöglicht haben, wird die Bevölkerung blöd gehalten und blöd gemacht und entmündigt. Juristisch entmündigt! Nicht, daß jemand das übersieht. Wer zum Heulpraktiker geht, hat selbst schuld. Die Gerichte kennen da keinen Schmerz...


Die Aufgestandenen weiter:

[*quote*]
Sie geht davon aus, dass Heilpraktiker über eine geregelte Ausbildung (Kenntnisse und Fertigkeiten) verfügen, sie eine Zulassung erhalten und über sie eine staatliche Aufsicht wacht. Dies alles trifft nicht zu.

Sie werden als "kleine Ärztinnen und Ärzte" wahrgenommen, die komplementärmedizinisch tätig werden und zumeist Naturheilverfahren, Homöopathie und andere alternative diagnostische und therapeutische Verfahren im Gegensatz zur Schulmedizin praktizieren.
[*/quote*]

Das ist die Definition von Mimikry. Erfolg auf der ganzen Linie. Die Bevölkerung wird beschissen und merkt es nicht einmal. Sage Niemand, daß Politik etwas anderes wäre...

Die Aufgestandenen stehn nun da und wollen, daß den Raubtieren die Maske vom Gesicht gerissen wird, daß die Bevölkerung vor den Raubtieren geschützt wird, und daß die Raubtiere in einen (juristischen) Käfig kommen.

Die Raubtiere werden nicht begeistert sein...


[*quote*]
Vorschläge, das Heilpraktikerwesen durch eine staatlich anerkannte Ausbildung oder gar durch akademische Qualifikationen zu reformieren, weisen in die falsche Richtung.

Grundlage jeder staatlich anerkannten Ausbildung müssten klare, fachlich begründete Standards sein. Die "Freiheit" von solchen Standards ist aber gerade konstitutiv für das Heilpraktikerwesen.
[*/quote*]

Frei übersetzt:

   "'kein Jagdschein' ist keine ausreichende Qualifikation,
   aber genau das, 'kein Jagdschein', ist die Definition der Heilpraktiker"

Ich sag es nochmal, etwas deutlicher:

"Das völlige Fehlen von Fachwissen ist die Grundlage des Heilpraktikerwesens."

"Kein Jagdschein."

Hatten wir aber schon.


[*quote*]
Weil im Heilpraktikerwesen fachliche Standards fehlen, fehlt auch die Grundlage für Qualitätskontrollen durch die Gesundheitsbehörden. Qualitätskontrollen setzen einen allgemein anerkannten Qualitätsmaßstab voraus, der im Heilpraktikerwesen fehlt.
[*/quote*]

Frei übersetzt: "Wenn die nichts wissen, gibt es auch nichts, was man prüfen könnte, weil die ja gar nichts wissen müssen."


Man darf als intelligenzbegabter Zwei- oder Mehrbeiner zur Kenntnis nehmen, daß mehrere zigtausend Berufstätige, die einem anerkannten deutschen Beruf nachgehen, diese Aussage

   "Wenn die nichts wissen, gibt es auch nichts, was man prüfen könnte, weil die ja gar nichts wissen müssen."

als Grundlage ihres Berufs haben.

Sowas Idiotisches kann man sich gar nicht ausdenken. Um so etwas zu sehen und zu erleben, muß man über die Grenze nach Deutschland machen. Das nennt sich Patiententourismus. Dazu haben wir übrigens eine ganz tolle Meldung in den Akten:

   TG-1 * Transgallaxys Forum 1 >
   Hilfe + medizinische Hilfe >
   Lethal danger patient tourism / Tödliche Gefahr Patiententourismus >
   Polizei Krefeld: Todesermittlungsverfahren nach ambulanter Krebsbehandlung
   http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9014.0

Das ist genau der Fall, Klaus Ross, den die Aufständler als Beispiel bringen. (So ganz unter uns Fischertöchtern: Wir im TG-1 haben die Fakten. Wir waren nämlich ganz vorne dran an der Recherchefront. Es geht doch nichts über solide Connections ins Ausland...)


Außer dem Klaus Ross in Bracht und dessen Toten gibt es einen nur wenig älteren Fall, den Tod von Susanne Reichardt, an deren furchtbaren Schicksal man das alles auch schon sehen konnte. Ist in unseren Akten:

"DAS IST MORD!"
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=8585.0

Der Brief der inzwischen verstorbenen Susanne Reichardt über ihren Mann (den Heilpraktiker Siegfried Reichardt) beginnt:

http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=8585.0

[*quote*]
Mein Name ist Susanne Reichardt, ich bin 55 Jahre alt und in zweiter Ehe, seit 2008, mit Siegfried Heinz Albert Reichardt, Heilpraktiker, verheiratet. [...]

Als ich diesen Mann kennengelernt habe, hatte ich anscheinend eine “dunkelrosa” Brille auf. Für Fremde und Patienten ist er ein Mann mit unheimlich viel Fachwissen, da er stundenlang und überzeugend reden kann, in Wahrheit ist er aber ein notorischer Besserwisser, der keine andere Meinung neben sich duldet. Im privaten Umfeld ein regelrechter Tyrann, wenn es nicht nach seinem Kopf geht.
[*/quote*]

Susanne Reichardt wurde ein Opfer der Mimikry.

Susanne Reichardt ist tot.

Sie könnte noch leben, wenn sie nicht diesem Pfuscher auf den Leim gegangen wäre.

Sie könnte noch leben, wenn die Politikbetrüger in Deutschland nicht Gesetze erlassen hätten, die es Medizinbetrügern erlauben, Kranke zu parasitieren und sogar straflos unter die Erde zu bringen.

Falls Jemand das nicht glaubt: Wie sieht es mit dem Urteil für Klaus Ross aus!?

Totalversagen von Polizei und Justiz.

So sieht das aus.


Zurück zur Begründung.

http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/120.DAET/120DaetBeschlussProt_2017-05-26.pdf

[*quote*]
Im Interesse der Patientensicherheit muss eine Reform des Heilpraktikergesetzes (HeilprG) deswegen vor allem den Umfang der Tätigkeitserlaubnis in den Blick nehmen. Besondere Gefahren gehen von allen invasiven Maßnahmen aus.
Außerdem sind bestimmte Erkrankungskonstellationen von der Erlaubnis auszunehmen.

Dies ist schon in der Vergangenheit z. B. für die Geburtshilfe und Geschlechtskrankheiten geschehen. Aus heutiger Sicht muss auch die Behandlung von Krebserkrankungen von der Erlaubnis ausgenommen werden.
[*/quote*]

Kurz: Die erlaubten Tätigkeiten der Heilpraktiker müssen erheblich eingeschränkt werden.

Da hätte man schon früher drauf kommen können. Genau genommen hätte es Heilpraktiker nie geben dürfen.



[*quote*]
Die moderne, evidenzbasierte Medizin stellt - anders als dies vor Jahrzehnten bei Erlass des Heilpraktikergesetzes der Fall war - für viele Krebserkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bereit.
[*/quote*]

Wissen die überhaupt, was sie da schreiben?

Damals waren die akademisch-medizinischen Behandlungsmethoden gegen Krebs noch nicht so erfolgreich. Damals waren die Heilpraktiker demnach erfolgreich? So erfolgreich, daß man sie werkeln lassen durfte?

Was ist denn das für ein Schwachsinn? Wer hat den geschrieben?

Und wenn es tausende Krankheiten gibt, gegen die die akademische Medizin keine erfolgreiche Behandlung hat, würde das das Herumpfuschen der Heilpraktiker legitimieren? NEIN!!!!! Nein! Nie und nimmer würde es das! Pfuscher sind Pfuscher. Nichtskönner sind Nichtskönner. Hochstapler sind Hochstapler. Wer sich mit Mimikry die Aura eines erfolgreichen akademisch-medizischen Behandlers gibt, der ist ein Betrüger, um nicht zu sagen ein Mörder. Das ist jetzt so und das war schon immer so. Und das muß aufhören. Sofort!


[*quote*]
Der Erfolg dieser Behandlungen hängt oft entscheidend von einem rechtzeitigen Behandlungsbeginn ab. Es kann deswegen nicht länger zugelassen werden, dass auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis unseriöse Angebote zur Krebsbehandlung an Menschen in einer gesundheitlich existenziellen Notlage herangetragen werden.

Solche Angebote fügen den von der Krebserkrankung betroffenen Menschen im günstigsten Fall teils erhebliche finanzielle Schäden zu, verzögern oder verhindern in vielen Fällen den rechtzeitigen Beginn einer erfolgreichen Behandlung und können darüber hinaus - wie in Bracht geschehen - erheblichen zusätzlichen gesundheitlichen Schaden anrichten. Deswegen darf die Heilpraktikererlaubnis die Behandlung von Krebserkrankungen nicht länger umfassen.
[*/quote*]

Pfusch gehört radikal verboten. Weg damit! Schafft die Heilpraktiker ab! sofort!
« Last Edit: September 16, 2017, 07:45:49 PM by Thymian »
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.         Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien!
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Thymian

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Re: 120. Deutscher Ärztetag, Angriff gegen die Heilpraktiker
« Reply #4 on: September 15, 2017, 11:26:21 PM »

Die Aufständischen können so richtig in die Vollen gehen. Es ist doch nicht bloß in der Arztpraxis der Pfusch am dampfen, sondern auch in den Medien, wo Ärzte und Heilpraktiker als "Experten" auftreten.

Kopfschmerzen vom Heiligenschein? Wir haben da was für Sie:

"Rita Klowersa - Monika Peuk - Focus - Funke Medien --- erschreckende Fundstücke"
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9292.0
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