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Author Topic: Fundstück für den Fall Sabine Rohwer  (Read 1855 times)

Yulli

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Fundstück für den Fall Sabine Rohwer
« on: November 28, 2017, 08:42:17 PM »

Im Giftschrank wurde für uns ein Beweisstück niedergelegt, das nicht ohne Grund auf dem Server der Biokrebser gespeichert vorgefunden wurde: Es ist ein Werbepamphlet.

Es handelt sich um einen Auszug aus einem Heft von "BIO", einem Paket von Werbepamphleten für zahlende Kunden. Der Verlag ist für seine Praktiken bekannt.

https://www.biokrebs.de/images/download/Newsletter_Links/2016/2016_2_BIO_Spirituelles_Heilen.pdf

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Aus BIO 1/2016. Ein Gratisheft des laufenden Jahres kann angefordert werden beim BIO Ritter Verlag,
Monatshauser Str. 8, 82327 Tutzing, Tel. 08158-8021, Fax: -997430, E-Mail: aritter@biomagazin.de

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SPIRITUELLES HEILEN

SPIRITUELLES HEILEN HEUTE
WIE ÄRZTE UND HEILER ZUSAMMENARBEITEN

VON IRISA S. ABOUZARI

Viele Menschen suchen im Krankheitsfall nach ganzheitlichen Wegen zur Heilung. Vor allem dann, wenn die herkömmliche Medizin nicht mehr weiter weiß. Spirituelles Heilen bezieht immer den ganzen Menschen in die Behandlung mit ein. Denn hier bedeutet Heilung mehr als nur die Reparatur eines  Körperteils. Und die Erfolge sind oft verblüffend.
 
Sabine Rohwer  lernte schon in ihrer Kindheit von ihrer Großmutter, die Aura eines Baumes oder einer Person zu erkennen und mit Tieren und Pflanzen zu sprechen. In die Körper anderer Menschen "hineinzusehen", fand sie ganz normal. Erst als angehende Lehrerin für Kundalini-Yoga wurde ihr bei einer Einführung in die meditative Heilform Sat Nam Rasayan klar, dass ihre Gabe eher ungewöhnlich ist: "Ich sah sofort, wo mein  Übungspartner ein gesundheitliches Defizit hatte. Mein Lehrer war verblüfft - und ich etwas überrascht über seine Reaktion."
Vor rund 20 Jahren wechselte die ehemalige Sprachlehrerin den Beruf und wurde Heilerin. Schon bei der Gründung ihres Heilkundezentrums in Hamburg war Sabine Rohwer klar, dass sie interdisziplinär arbeiten wollte. Denn ganzheitliche Heilung bedeutet für sie, auf allen Ebenen gesund zu werden - physisch, energetisch, mental und spirituell.

Im Jahr 2012 bezog sie mit ihrem Team der animata Charité dann die geräumige Villa im Luftkurort Eutin im Osten Schleswig-Holsteins. Für den stationären Aufenthalt von Patienten stehen vier verschiedene, behindertengerecht ausgestattete Wohnungen zur Verfügung. Oft kommen sogenannte "Austherapierte", die ihr Facharzt aufgegeben hat.

Der 67-jährige Psychotherapeut Edgar Berger (Name von der Redaktion geändert) beispielsweise litt unter einer schweren Form der Enzephalitis (Ge-

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Sabine Stock litt unter der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn. Eine Operation konnte nichts ausrichten. Beim Team von Sabine Rohwer fand sie endlich Hilfe
Dr. med. Ingmar Werner arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit Sabine Rohwer zusammen. Seit 2012 ist er der ärztliche Leiter der animata Charité
Foto: Mark Rohwer


hirnentzündung) mit extremen demenzartigen Folgen. Er war arbeitsunfähig und ohne Hoffnung, jemals wieder gesund zu werden. Herkömmliche Behandlungen waren bislang ohne Erfolg geblieben.

In der animata Charité bezog er eine der dortigen Wohnungen. Allein schon das Aufsuchen der Toilette fiel ihm schwer. Doch nach einer ganzheitlichen Behandlung, die neben der energetischen Komponente - zum Beispiel durch Handauflegen - unter anderem eine Ausleitung von diversen Stoffwechselgiften und eine Umstellung auf vegane Ernährung umfasste, verbesserte sich sein Gesundheitszustand.
Heute kann Edgar Berger seinen Beruf wieder ausüben.

Zum festen Team der animata Charité gehören neben Heilerin Sabine Rohwer und dem ärztlichen Leiter Dr. med. Ingmar Werner unter anderem drei weitere Heiler, eine Heilpraktikerin, die auch Heilerin und Ernährungsberaterin ist, eine Hauswirtschafterin, ein Profi-Koch, ein Yoga-Lehrer und Atemtherapeut sowie ein Fachkrankenpfleger.

Schon als Kind konnte Heilerin Sabine Rohwer im Energiefeld eines Menschen "lesen"
Foto: Sylvester Rohwer

Heilung von Morbus Crohn
Sabine Stock, 41 Jahre, litt jahrelang unter Morbus Crohn. Nahrungsmittelunverträglichkeiten schränkten ihre Lebensqualitätstark ein. Sie hatte beängstigend abgenommen und litt unter Fistelbildungen im Enddarm, die trotz einer Operation nicht zur Ruhe kamen. "Durch Empfehlung einer Bekannten erfuhr ich von der interdisziplinären Arbeit der animata Charité und fühlte mich gleich gut aufgehoben", berichtet sie. "Nach einer Gesamtanamnese diagnostizierte man Parasiten, danach hatte bis dato kein Arzt geschaut. Neben vielen unterstützenden Maßnahmen empfand ich besonders die Ernährungsumstellung auf vegane Kost und Frau Rohwers Energiearbeit als hilfreich. Natürlich waren auch Ausdauer und Disziplin bei der Umsetzung so mancher Empfehlungen von mir gefordert. Es hat etwa ein Jahr gedauert, bis ich wieder in meiner Mitte war und meine Energie zurückkam. Doch jetzt bin ich parasitenfrei und vertrage wieder die meisten Nahrungsmittel. Auch meine Entzündungswerte sind wieder normal. Außerdem habe ich zu meinem Wohlfühlgewicht zurückgefunden."

Ein breit gefächertes Behandlungsspektrum

Doch wie läuft eine interdisziplinäre Behandlung unter der Leitung einer Heilerin ab? Das erste Gespräch mit dem Patienten führt Heilerin Sabine Rohwer selbst: "Ich verschaffe uns ein Bild von der Person, ihrer Erkrankung sowie deren möglichen Ursachen und stimme mit dem Team einen Therapie- und Anwendungsplan ab." Dazu gehören zum Beispiel die Behandlungen im Energiefeld wie Meridian-, Chakren- und Auraarbeit durch Handauflegen. Aber auch eine Ernährungsumstellung und die individuelle Zufuhr von Mineralstoffen, Spurenelementen und Mikronährstoffen (orthomolekulare Therapie) sowie ganzheitliche Physiotherapie.

Einige private Krankenkassen übernehmen verschiedene dieser Leistungen, unter anderem für die alternative Krebstherapie, die Atemtherapie und Yoga, vereinzelt sogar den stationären Aufenthalt.
Anschließend bespricht der ärztliche Leiter Dr. Werner mit dem Patienten die Vorgeschichte, erarbeitet mit ihm zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten, verschreibt gegebenenfalls weitere Medikamente und ordnet, falls nötig, Blutuntersuchungen an.

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Gemeinsam mit ihren Patienten erarbeitet Sabine Rohwer ein individuelles Therapieprogramm
Foto: Sylvester Rohwer

Dr. Werner hatte vor seinem Studium als Krankenpfleger gearbeitet und dabei gelernt, auf den ganzen Menschen zu schauen und nicht nur auf das kranke Organ. Zudem absolvierte er eine mehrjährige Ausbildung zu geistigen Heilweisen. Neben seiner Tätigkeit als Narkosearzt in
Hamburg ist er seit 2012 ärztlicher Leiter der ganzheitlichen Praxis der animata Charité in Eutin.
"Ich bin immer wieder erstaunt, bei welchen schweren chronischen Erkrankungen Heilung geschehen kann", erklärt er.

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"Die Patienten müssen allerdings auch umfassend über die Möglichkeiten zur Stärkung der Selbstregulierungskräfte informiert werden. Und ein aktives Mitwirken während der Behandlung ist unumgänglich. Ein wichtiger Faktor der Heilung kann zum Beispiel die Versöhnung mit Familienangehörigen durch eine Aufstellungsarbeit sein."

Wie Hausärzte und Geistheiler erfolgreich zusammenarbeiten

Die Eutiner Hausärzte und Internisten Dr. med. Ludger Iske und Thomas Montag behandeln ambulante Patienten von Heilerin Sabine Rohwer in ihrer Ortspraxis. Beispielsweise wenn mitunter eine ergänzende Antibiotika-Therapie notwendig ist.

Dass geistige Heilweisen zur medizinischen Normalität werden, ist die Vision der Heilerin
Foto: Sylvester Rohwer

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Der Orthopäde Dr. med. Wolfgang Bittscheidt fand durch eigene schwere Krankheit zum geistigen Heilen
Foto: Philipp Schuhl

Bettlägerige stationäre Patienten besuchen die Hausärzte aber auch in deren Wohnungen in der animata Charité.

Das Vertrauen in die Art ihres ganzheitsmedizinischen Zentrums, zu heilen, musste Sabine Rohwer sich bei den Medizinern zunächst erarbeiten. Heute stellen die Ärzte oft fest, dass die Heilerin in der Lage ist, Krankheitsursachen intuitiv, ganz ohne medizinische Hilfsmittel, aufzudecken. "Wir
lernen gegenseitig voneinander, ohne den anderen bevormunden zu wollen", erklärt die Heilerin.

Sabine Rohwers Vision ist, dass es bald Normalität für Patienten in Deutschland sein wird, auf diese Weise behandelt werden zu können. "Ich sehe die geistigen Heilweisen als wunderbare Ergänzung des Medizinsystems um eine spirituelle und energetische Komponente."

Für dieses Ziel engagiert die Heilerin sich seit vielen Jahren beim Dachverband Geistiges Heilen (DGH e. V.). "Dem DGH haben wir es vor allem zu verdanken, dass wir heute offiziell heilerisch tätig sein können", erklärt sie. Denn vor der Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 2. März 2004 war die professionelle Ausübung spiritueller Heilungsmethoden ohne Doktortitel oder Heilpraktikerprüfung in Deutschland nicht erlaubt.

Seit rund einem Jahr ist Sabine Rohwer die 1. Vorsitzende beim DGH e. V., der geistiges Heilen gleichberechtigt neben Schulmedizin und Naturheilkunde im Gesundheitswesen etablieren will.

Damit diese Vision wahr werden kann, ist es nach Sabine Rohwers Erfahrung nötig, interdisziplinär zu denken und zu handeln. In ihren Ausbildungen vermittelt sie neben heilerischen Behandlungsmöglichkeiten auch grundlegende medizinische Kenntnisse. Umgekehrt absolvieren auch viele Mediziner bei ihr die Heiler-Ausbildung.


Wie ein Orthopäde zum Geistheiler wurde

Den Orthopäden Dr. med. Wolfgang Bittscheidt führte eine schwere Hepatitis-C-Infektion zum geistigen Heilen. Seine Chancen standen schlecht, und aus Verzweiflung folgte er der Empfehlung eines Bekannten und ging zu einem Heiler. "Der Mann hat mir die Hände aufgelegt, und nach drei Monaten konnte ich wieder Bäume ausreißen." Seine Heilung bewegte den Mediziner so sehr, dass er sich selbst intensiv mit geistigen Heilweisen beschäftigte und einige Jahre später seine Praxis verkaufte, um selbst Kranken die Hände aufzulegen.

2004 nahm er an einer Talkshow mit Pastor Jürgen Fliege teil. "Auf Flieges Frage, wie das funktioniert, hörte ich mich sagen: "Ich lege die Hände auf und bete". "Eigentlich hatte Dr. Bittscheidt das Phänomen mit Quantenphysik erklären wollen: "Ich war mir sicher, dass ich sonst am nächsten Tag die Lachnummer der Nation sein würde." Doch nach der Sendung wurde er nur von einigen Kollegen belächelt. Die Reaktion der Patienten auf sein mutiges Statement war eindeutig positiv.

Bald wurde der Ansturm an Menschen, die bei ihm auf Heilung hofften, so groß, dass er die Heilerin Teresa Schuhl um Verstärkung bat. Die deutschstämmige Heilerin aus Tadschikistan hatte vor vielen Jahren während einer lebensbedrohlichen Krise eine Einweihung in ihre Heilkraft erhalten.

Nach einigen Vertretungstagen bei Dr. Bittscheidt war schließlich die Idee geboren, in Zukunft gemeinsam zu heilen. Die meisten Patienten kommen auf Empfehlung von Therapeuten, Ärzten und ehemaligen Patienten nach Siegburg. Jeder Patient wird nacheinander von Dr. Bittscheidt und Teresa Schuhl behandelt und erhält durch Handauflegen und Gebet den Impuls zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte: "Zwischen den Behandlungen lassen wir den Patienten für eine Weile alleine, damit sich die Energie verteilen kann, vor allem auch in seinem Bewusstsein", er-
läutert Dr. Bittscheidt, "In einer Art Trance fühlt er sich in einer Wolke von Zuwendung und Verständnis aufgehoben.

Heilerin Teresa Schuhl wechselt sich bei der Behandlung mit dem Mediziner Dr. Bittscheidt ab
Foto: Philipp Schuhl

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Durch unsere Gebete ist auch das Göttliche mit einbezogen. Das alles zusammen aktiviert den Heilungsprozess."

Dass Zuwendung einen therapeutischen Effekt hat, ist aus der Placeboforschung  bekannt. Dazu erklärt die Placebospezialistin PD Dr. med. Karin Meißner von der Ludwig-Maximilians-Universität München: "Leider fehlen in der ärztlichen Praxis häufig Zeit und Ruhe für ein ausführliches Patientengespräch. Hier könnten Seelsorger und seriöse Heiler unterstützend tätig sein, um das Potenzial von Zuwendung auch therapeutisch zu nutzen."

Auch wenn jeder, der krank ist, natürlich schnellstmöglich gesund werden möchte, legt die Heilerin Teresa Schuhl besonderen Wert auf den inneren Genesungsprozess ihrer Patienten, den sie als "das eigentlich Schönste" empfindet, weil man sehr viel über sich erfährt: "Alles, was uns daran hindert, unser authentisches Selbst zu begreifen, wird über Bord geworfen. So fühlen wir uns befreit."

Die Ärzteakademie: geistiges Heilen für Mediziner

Seit 2007 bieten Dr. Bittscheidt und Teresa Schuhl eine HeilerFortbildung für Ärzte und Therapeuten an. "Wir sind durchaus nicht der Meinung, dass energetisches, geistiges oder spirituelles Heilen ausschließlich von Ärzten oder Psychotherapeuten ausgeübt werden sollten", betont Dr. Bittscheidt.

"Aber wir wenden uns an die Ärzte in dem Bestreben, dem Heilen auch in Deutschland wieder die ihm gebührende Achtung und Wertschätzung
zu verschaffen."

Viele Teilnehmer kommen zunächst als Patienten in die Praxis. Burnout ist ein häufiger Grund. "Immer mehr Mediziner stehen mit dem Rücken zur
Wand", berichtet Teresa Schuhl. "Sie kommen zu uns mit einem Gefühl des Ausgeliefertseins an ein Gesundheitssystem, in dem die Schulmedizin allein oft nicht heilen kann."

Auch manchen Onkologen fällt auf, dass diejenigen Patienten eine Chemotherapie leichter durchstehen, die parallel in der Siegburger Praxis für energetische Medizin Hilfe suchen. "Die Ärzte dieser Patienten kommen dann zu uns und wollen wissen, was wir hier machen", beobachtet Dr. Bittscheidt.
Wer die Ausbildung in der Ärzteakademie absolviert, lernt als wichtigste Lektion, sich stärker vom Gefühl als vom Verstand leiten zu lassen. Fabian Bornkessel, Arzt in der integrativen Onkologie einer Klinik in Nordrhein- Westfalen, erfuhr bei einem Vortrag "mit Freude und Erleichterung"
von der Ärzteakademie. Viele Erfahrungen hier während der Ausbildung deckten sich mit seiner persönlichen Ansicht darüber: "Indem ich Hände auflege und bete, können die Selbstheilungskräfte wirksam werden", erklärt er. "Die Heilung selbst liegt allerdings außerhalb der eigenen Macht.
Vielmehr ist es der Patientselbst, der die Heilung empfängt."

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An seinem Arbeitsplatz bringt der Mediziner heute seine Erkenntnisse als therapeutische Grundhaltung im Kontakt mit den Patienten ein. Doch bietet er geistiges Heilen nicht als Therapieform an: "Für das Gesundheits- und Versicherungssystem im Krankenhaus ist die wissenschaftliche Datenlage wichtig, und diese ist bezüglich geistigen Heilens schwierig durchführbar. Ich beobachte jedoch, dass viele Patienten oft nach dieser Art der Behandlung suchen."

Heilung - mehr als die Reparatur eines Körperteils

Auch der Zahnarzt Dr. med. dent. Valentin Stricker (Name von der Redaktion geändert) aus Magdeburg erfuhr mit seiner Ausbildung zum Heiler einen Bewusstseinswandel: "Nach eigenen Erfahrungen mit der Komplementärmedizin und dem geistigen Heilen ist mein therapeutischer Ansatz um ein großes Spektrum reicher geworden." Als besonders wertvoll empfindet er die Erkenntnis, dass Heilung mehr ist als die "Reparatur eines Körperteils". Der intensivere Kontakt zum Patienten und "der gefühlte Effekt" des Handauflegens hinterließen bei ihm "ein unglaublich intensives Wohlgefühl". In Gesprächen mit seinen Patienten lässt Dr. Stricker die Information des geistigen Heilens mit einfließen. "Daraus ergeben sich wunderbare Anknüpfungspunkte für den Heilungsprozess. Bei invasiven Therapiemaßnahmen lege ich dem Patienten nach der Operation häufig die Hände auf, um die Heilung zu unterstützen."

Immer häufiger wird er in der Sprechstunde darum gebeten, einem Patientendie Hände aufzulegen. Die meisten seiner Kollegen lehnen geistiges Heilen "als esoterischen Blödsinn" ab. Doch in persönlichen Gesprächen konnte der Mediziner durchaus das Interesse einiger Kollegen an geistigen Heilweisen wecken.

Ganzheitliche Krebsberatung

Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. in Heidelberg - die ihre gesamte Arbeit ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert - ist die größte unabhängige Beratungsorganisation für ganzheitliche Krebstherapien im deutschsprachigen Raum. Ärztliche Berater infor-
mieren die Patienten kostenfrei zu schulmedizinischen und vor allem naturheilkundlichen Therapiemöglichkeiten. Zu ergänzenden Behandlungsmethoden, wie zum Beispiel Homöopathie und geistigem Heilen, und vor allem zu Fragen, was sie In Heiler-Fortbildungen für Ärzte und Therapeuten stehen im Unterschied zur klassischen Schulmedizin die seelisch-geistigen Aspekte von Krankheit und Heilung im Mittelpunkt

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Auch Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (hier bei seinem Kongressvortrag 2015), setzt sich seit vielen Jahren für eine ganzheitliche Sicht des Krankheitsgeschehens ein Fotos: Gabriele Schilgen, GfBK e.V.

selbst zu ihrer Gesundung beitragen können (Info-Telefon der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr GfBK e.V.: 06221-138020; Mo bis Do 9 bis 16 Uhr, Fr 9 bis 15 Uhr).

"Für uns ist der kompetente Patient wichtig", betont Dr. med. György Irmey, der ärztliche Direktor der GfBK e. V. "Ein Patient darf sich auch gegen eine Chemotherapie  entscheiden. Letztlich entscheidet eine andere Instanz über Leben und Tod. Auf keinen Fall der Arzt, auch wenn er das manchmal meint. "Zum alle zwei Jahre stattfindenden GfBK-Kongress lädt Dr. Irmey neben Medizinern auch Heiler ein. Darüber hinaus organisiert die Gesellschaft regelmäßig Seminare und Einzelbehandlungen mit Heilern für Krebskranke.

"Ein Heiler, der das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte der Patienten stärkt und in prekären Situationen einen Arzt hinzuzieht, kann entscheidend für den Heilungsprozess sein", so Dr. Irmey. "Dann können mit Hilfe der göttlichen Gnade und der Erfahrung bedingungsloser Liebe Wunder geschehen, aber wir haben keine Rezepte für diese Wunder."

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Brustkrebs lautete die Diagnose bei Stefanie Gleising. Der dramatische Verlauf nahm ihr jede Hoffnung auf Genesung

Spontanheilung nach dem Hospiz

Statistiken konservativer Mediziner stufen eine Spontanheilung als eher unwahrscheinlich ein. Dr. Irmey geht in Anlehnung an eine viel optimistischere Studie von einer Schätzung von 1:100 bis 1:500 aus. "Spontanheilung sollte man allerdings nicht als Wunderheilung interpretieren", gibt er zu bedenken. Denn Fachleute sprechen auch dann von Spontanheilung, wenn Patienten mit ihrer Erkrankung viel länger leben, als prognostiziert wurde. "In der Regel passiert eine Spontanheilung auch nicht plötzlich, sondern nach einem längeren Genesungsprozess." Stefanie Gleising durchlebte nach einer Brustkrebsdiagnose einen dramatischen Krankheitsverlauf mit Metastasen im Gehirn und in den Knochen. Im Hospiz, in der Erwartung nur noch weniger Lebenstage, erfuhr sie eine für alle Vernunft unerklärliche Heilung. Heute kann sie sogar wieder reiten und ihren Beruf als Körper- und Psychotherapeutin ausüben. Stefanie Gleising vermutet, dass die vielen liebevollen Besuche Abschied nehmender Freunde und ihrer Familie "das heilende Feld" aufbauten, in dem sich ihre Regeneration vollziehen konnte.
Ihr Genesungsprozess war vielschichtig und umfasste Maßnahmen aus der Schulmedizin, Naturheilkunde und Komplementärmedizin. So zum Beispiel Besuche bei Heilern, ein liebevolles soziales Umfeld und die Arbeit an sich selbst. Auch ihr Glaube trug sie durch ihre schwersten Zeiten. Im Kontakt mit Geistheilern lernte sie schnell, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Bei Heilern, die ihr guttaten, konnte sie viel Kraft tanken. "Ich merkte, dass danach mein Energiefeld höher schwang, und Probleme auf den richtigen Platz gerückt wurden. Ich hatte auch ein beeindruckendes Erleuchtungserlebnis und fühlte mich mit allem verbunden. Tagelang fühlte ich mich leicht und befreit und konnte mir und anderen verzeihen."

Bei der Veranstaltung eines "Stars" der Heiler-Szene entstand kein fruchtbarer

Vielschichtig waren die spirituellen Faktoren, die Stefanie Gleising genesen ließen. Viel freie Zeit verbringt sie heute mit ihrem Hobby, dem Reiten
Foto: Gwendolin Gleising

persönlicher Kontakt, doch intuitiv verband Stefanie Gleising sich mit "dem heilenden Feld" der Besucher. Plötzlich nahm sie sich als gesund wahr: "In meiner Vorstellung war mein Rücken wieder stabil, und ich konnte ganz normal laufen. Von diesem Bild meiner Heilung war ich sehr ergriffen." Bald wurde dieses innere Bild Wirklichkeit. Stefanie Gleising folgte einem Aufruf im GfBK-Newsletter und veröffentlichte ihre Heilungsgeschichte. "Ich möchte Menschen Mut machen und wünsche mir, dass meine Geschichte dabei hilft, sich für spirituelle Heilung zu öffnen." Aus ihrem Bericht wurde ein Buchprojekt. Einige große Verlage haben bereits Interesse gezeigt.


Heilerin Beatrice Anderegg: Wege zum Urvertrauen

Mehrmals im Jahr bietet die GfBK e. V. in ihren Räumlichkeiten gemeinsam mit der Heilerin Beatrice Anderegg aus Basel das Seminar "Wege zum Urvertrauen" für krebskranke Menschen an -  flankierend zu Einzelbehandlungen für die Betroffenen. Auch das Handauflegen als Selbsthilfemethode wird hier vermittelt. BIO war im Dezember 2015 mit dabei. Schon mit ihrer warmherzigen, lebensfrohen Ausstrahlung schafft Beatrice Anderegg eine heilsame Atmosphäre.

Rund 15 Teilnehmer sitzen rund um einen liebevoll dekorierten "Seerosenteich.

Auch ehemalige Krebspatienten sind dabei, die sich energetisch stärken wollen. Mehrere der Anwesenden sind akut erkrankt und hoffen auf  Heilungsimpulse, und einige Angehörige sind zur Unterstützung mitgekommen.

"Heilen kann man nicht lernen", stellt die Heilerin gleich zu Beginn klar. "Es ist eine höhere Instanz, die das Heilen bewirkt. Ich werde euch heute etwas beibringen, was ihr alle schon könnt." Sie will die Intuition

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ihrer Teilnehmer stärken, das Vertrauen in sich selbst und vor allem in Gott, das so oft mit einer schweren Erkrankung zuallererst verloren geht. "Gott ist für viele ein Reizwort", weiß sie und schlägt den Teilnehmern, die nicht an Gott glauben, vor, einen anderen Begriff für sich zu wählen, zum Beispiel "eine gütiige Macht". Sie ist überzeugt davon, dass es "einen großen Plan" und göttliche Fügungen gibt. Sogar eine Erkrankung kann sich letztlich als heilsame Wegweisung herausstellen.

Keinesfalls will sie als Wunderheilerin angesehen werden. Vielmehr vermittelt sie ihren Teilnehmern, dass ihr eigener Weg zum Urvertrauen und zur Entdeckung ihrer Berufung als Heilerin steinig und hart war. Besonders in Zeiten schwerer Krankheit erhielt sie wertvolle Impulse, die sie auf ihrem Lebensweg weiterbrachten und ihren Glauben stärkten.

In ihrem Seminar berichtet Beatrice Anderegg auch über Nahtoderfahrungen und die Kraft des Gebets. In unterschiedlichen Meditationen zeigt sie uns, wie wir die Selbstheilungskräfte stärken können. Bei der SeerosenteichMeditation zum Beispiel führt sie uns zu einem visualisierten Seerosenteich. Wie Babys rollen wir uns in eine offene Seerosenwiege ein und vertrauen alles Belastende dem Schöpfer an. Zum Abschluss der Meditation stellt die Heilerin sich hinter jeden Teilnehmer und legt sanft ihre Hände auf.

Anschließend demonstriert die Heilerin die Behandlung einer jungen Frau mit Gehirnmetastasen. Die Probandin strahlt eine große Klarheit aus: Das Wissen um die Metastasen hätte ihren Kontakt zu ihrem Herzen und zu Gott gestärkt, sagt sie. Die Hände spüren, was der Körper braucht "Es ist nicht immer der gleiche Ablauf!", betont Beatrice Anderegg. Denn geistiges Heilen - mit oder ohne Handauflegen - er-folgt ohne bestimmte Technik aus einem meditativen Zustand heraus, in dem die Hände spüren, welche Stellen des Körpers besondere Unterstützung brauchen. Auch beim Beten gibt es keine "richtigen" Worte. Lange hält sie zuerst die Hände der Frau und bittet Gott um Heilkraft. Dann streicht sie die Arme der Frau von den Schultern hinunter aus und berührt nacheinander sanft Stirn, Herzbereich und Bauch. Zum Abschluss nimmt sie noch einmal ihre Hände und spricht ein inniges Gebet.
Bei den anschließenden Partnerübungen übernimmt jeder Teilnehmer abwechselnd die Rolle des Senders bzw. Empfän

Die schweizerische Heilerin Beatrice Anderegg arbeitete mehr als 30 Jahre zusammen mit ihrem Mann - dem ehemaligen Pfarrer der  sychiatrischen Universitätsklinik Basel - in der Seelsorge

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Durch Handauflegen in der Offenen Kirche Elisabethen in Basel konnte Beatrice Anderegg schon vielen Schwerkranken helfen
Foto: © Michael Meier

gers und lässt sich dabei von intuitiven Impulsen leiten. So einfach ist das Grundprinzip geistigen Heilens. Ausüben kann es jeder, ob Geistheiler, Arzt oder Laie. Die einzigen Voraussetzungen sind Mitgefühl, Vertrauen in die eigene Intuition und das Bewusstsein, nicht durch eigene Kraft zu heilen, sondern mit göttlicher Hilfe.

Heilungssitzungen in der Kirche

Beatrice Anderegg hat lange mit dem berühmten englischen Heiler Tom Johanson zusammengearbeitet. Vor rund 20 Jahren rief sie in der Offenen Kirche Elisabethen in Basel Heilungsfeiern und die Veranstaltung "Handauflegung und Gespräch" ins Leben. Sie und 13 weitere ehrenamtliche Heilerinnen legen dort Menschen aus dem In- und Ausland die Hände auf, vom gestressten Manager bis zum Schwerkranken.

Jeden Donnerstag von 14 bis 18 Uhr, auch an Feiertagen (außer im Monat Juli), bietet Beatrice Anderegg zusammen mit den anderen Heilerinnen der Kirche Interessierten diese Möglichkeiten an. Die Dauer des Gesprächs und der Einzelbehandlung beträgt etwa eine halbe Stunde, findet in einem abgeschirmten Bereich statt und ist kostenlos. Eine freiwillige Spende zur Erhaltung der Kirche und des Angebots ist aber stets willkommen. "Ich betrachte mein Wirken als Ergänzung zur Schulmedizin, der ich mit großer Achtung begegne, und die mir selbst schon das Leben gerettet hat", erklärt Beatrice Anderegg. "Während der Arzt mit Hilfe der notwendigen Medikamente oder Operationen sein Möglichstes tut, den Körper des Kranken zu heilen, nehme ich mich als spirituelle Heilerin der Seele des leidenden Menschen an."


Buch- und DVD-Tipps:

* Beatrice Anderegg: "Mein Weg zum Urvertrauen", BoD, ISBN 978-3-8334-8692-0, 17,60
* Cornelia Kaspar: "Die Simonton-Methode " Selbstheilungskräfte stärken, den Krebs überwinden", Rowohlt TB, ISBN 978-3-499-62989-1, ` 9,99
* Teresa Schuhl: "Wüstenmädchen -  Die Heilkunst der starken Frauen" (E-Book), BoD, ISBN 978-3-7357-6553-6, ` 10,99
* CreaCom Media Productions: "Geistiges Heilen - Wege zur Selbstheilung" (DVD), Synergia, EAN 4260155681110, ` 14,95
* Joachim Faulstich: "Rätselhafte Heilung - Wunder an den Grenzen der Medizin" (DVD), Droemer/Knaur, ISBN 978-3-426-65709-6, ` 16,99

Links:
http://www.dgh-ev.de Online-Heilersuche nach PLZ über "Für Patienten" und "Heiler finden"
http://www.animata.info animata Charité - Zentrumfür Ganzheitsmedizin
http://www.arzt-und-heiler.com Praxis für Energetische Medizin, Dr. med. Werner Bittscheidt
http://www.biokrebs.de Unter "Veranstaltungen" findet sich ein Kalender mit Vorträgen und Seminaren der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
http://www.urvertrauen.ch Geistiges und spirituelles Heilen mit Beatrice Anderegg-Stehlin

Auch das vertrauliche Gespräch ist bei der Heilungssitzung wichtig
Foto: © Michael Meier


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