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Author Topic: Ärztekammern und Versicherungen und selektive geheime Verträge???  (Read 406 times)

ama

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  • Posts: 1122

Ein überraschendes Fundstück bei Twitter:

https://twitter.com/R_Engehausen/status/940303666640191489

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Roland Engehausen @R_Engehausen

Twittert hier mit persönlichen Meinung. Vorstand IKK Südwest für Hessen, Rheinland-Pfalz + Saarland.
Wohnt in Ludwigshafen. Ehrenamtlich Demenz-Selbsthilfe.
Mainz/Saarbrücken/LU/Strande
http://www.ikk-sw.de
Joined June 2010

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Roland Engehausen‏ @R_Engehausen
    1h1 hour ago

Auch uns wurden 2015 Verträge für „besser“ dokumentierte Diagnosen gegen Zusatzpauschalen pro Quartal angeboten. Wir #IKKSüdwest haben dies NICHT gemacht. Aber andere Kassen, die damit mehr Geld aus dem #Gesundheitsfonds hol(t)en. #MorbiRSA-Manipulation muss korrigiert werden!



https://pbs.twimg.com/media/DQyhM1DW0AUngam.jpg


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Dr. Christian Lübbers
@drluebbers
1h1 hour ago
Replying to @R_Engehausen

Wer hat denn diese Verträge entworfen und angeboten?

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Roland Engehausen‏ @R_Engehausen
1h1 hour ago

Verhandelt von mehreren Kassenärztlichen Vereinigungen/Ärzte-Verbänden mit mehreren Kassen :-(

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Dr. Christian Lübbers
@drluebbers
1h1 hour ago

Danke für das Offenlegen! Wirklich unglaublich. Dieser Vertrag gehört in die selbe Schublade wie die Homöopathie-Selektivverträge.

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[*/QUOTE*]



Ärzte verdienen nicht daran, DASS Versicherte in dieser oder jenen Versicherung sind. Sie haben wohl auch kaum einen Einfluß darauf, ob ein Versicherter in diese oder jene Versicherung wechselt. Oder doch?

Warum dann solche Verträge? Warum sollte eine Ärztekammer oder Macher hinter deren Kulissen mit Versicherungen besondere Verträge machen wollen? Wenn die Kassen mehr zahlen sollen für dies oder das, warum sollten die Versicherungen das tun? Welchen Nutzen hätten sie davon?

Sagen wir mal so: Ärzte bekommen für deutlicher aufgeschlüsselte Abrechnungen Geld extra. Das ist DEREN Vorteil.

Auf der Gegenseite bekommt die Versicherung per Vertrag DATEN. Was für Daten? Antwort: Daten über die Versicherten, die sie in dieser Präzision sonst nicht bekäme. Sie bekommt damit aber auch, wie beim Blick in einen Spiegel, Informationen über diesen Spiegel.

Ärzte wollen mehr Geld. Das macht den einen Teil der Sache verständlich. Vom anderen werden sie möglicherweise kaum etwas ahnen. ES SEI DENN, die Drahtzieher hätten auch das im Ärmel gehabt. Anhand dieser Informationen über die Versicherten lassen sich nämlich Rückschlüsse auf die Ärzte ziehen. Zum Beispiel: Inwieweit entspricht das Verhalten dieser Ärzte dem des durchscnnittlichen Arztes? Wo sind die Abweichungen?

Per "Deep Mining" können bisher unbekannte Dinge erkennbar werden, zum Beispiel Abrechnungsschwindel der Ärzte.

Patienten auspionieren und Ärzte ausspionieren, das sind MINDESTENS ZWEI GRÜNDE für die Versicherungen.

Es ist aber mehr. Was ist, wenn ein Patient mit EINER Sache zum Arzt kommt, der Arzt aber ZWEI Dinge einträgt - "für ein paar Dollar mehr"? 1, 2, 3 Euro, was ist das schon? Aber die Masse macht's! Kleinvieh macht auch Mist. Wenn statt 1 oder 2 Diagnosen 2, 3, 4, oder mehr auftauchen, und das bei 50 oder mehr Patienten pro Tag, das ist ein nettes Sümmchen nebenbei. Viele Menschen haben das nicht einmal brutto, was hier für den Arzt EXTRA herausspringt.

Aber, wie gesagt, es ist mehr! Es geht nicht um Geld oder nicht bloß um Geld

Wer ist derjenige, um den es dann geht? Antwort: Natürlich um den Patienten, dem vom Arzt Dinge angedichtet und als Diagnose abgerechnet werden. Finanziell bedeutet das für den Patienten vermutlich nicht viel. Es kann ihn aber dennoch ruinieren. Die Frage ist doch: WAS TRÄGT DER ARZT ALS EXTRA DIAGNOSE EIN?

Würde er von anderen Ärzten nachvollziehbare Diagnosen eintragen, dann würden früher oder später andere Ärzte merken, daß der Patient gar nicht hat, was ihm angedichtet wurde. Außerdem müßte der Patient vom Arzt informiert werden, das heißt Partner im Komplott gegen die Versicherung sein, und Stillschweigen bewahren

Mit anderen Worten: es kann sich nicht um organische Dinge handeln. Um was dann? Antwort: UM PSYCHISCHE! Den Kranken wird angedichtet dieses oder jenes psychische Problem. Natürlich haben sie das nicht. Aber weil der Arzt ihnen das nicht sagt, erfahren sie nichts davon. Weil es nicht aufgeschlüsselt wird, taucht es nur in der Abrechnung auf und niemand sonst erfährt davon. Und das so lange, bis der Patient, warum auch immer, in einer Klemme sitzt. Dann taucht plötzlich Jemand auf und sagt, daß dieser Kranke nachweisbar - man sehe sich doch nur diese vielen Diagnosen an - psychisch nicht ganz richtig im Köpfchen ist. Dann ist der Patient erledigt. Natürlich, wenn nur EIN Arzt das Spielchen macht, dann ist es nur einer. Aber wenn sich mehrere Ärzte absprechen, je mehr, desto bessser, dann können sie, einfach weil sie ja die Götter in Weiß sind, und weil sie ALLES wissen, auf diese Weise einen geistig völlig gesunden Menschen völlig problemlos zum Psychopathen abstempeln. Für solche Spielchen tun manche Ärzte das sogar ohne Extrahonorar durch die Versicherung. Sektenwahn ist dabei eine der einfachsten ihrer Triebfedern.

Abrechnungsbetrug hat nicht nur ein Gesicht. Er kann vor allem die Versicherten, die man normalerweise als persönlich überhaupt nicht für betroffen hält, verdammt ernste Konsequenzen haben.

Das Deep Mining durch die Versicherung KÖNNTE, zumindest an dieser Stelle, für die Versicherten unter Umständen auch positive Wirkungen haben. Aber, gleichgültig, wie man es betrachtet, die Abrechnerei hat sehr, sehr gefährliche Fallen!
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