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Author Topic: Es stürmt im Wasserglas: Homöophantasten kriegen Fracksausen  (Read 1101 times)

Thymian

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Es stürmt im Wasserglas: Homöophantasten kriegen Fracksausen
« on: February 14, 2018, 11:45:31 PM »

Fracksausen, ein altertümlicher Begriff, der vorzüglichst für die Ewiggestrigen und ihre flatternden Hemdchen paßt...

Erst mal das Fundstück. Freiwillige vor!  8)


https://www.focus.de/gesundheit/news/das-grosse-wachstum-ist-erstmal-vorbei-vertrauen-bei-patienten-und-aerzten-schwindet-verkauf-homoeopathischer-mittel-sinkt_id_8464222.html

[*quote*]
Verkauf homöopathischer Mittel sinkt

"Das große Wachstum ist erstmal vorbei"Vertrauen bei Patienten und Ärzten schwindet: Verkauf homöopathischer Mittel sinkt

Schwindet das Vertrauen? Noch vor wenigen Jahren boomte der mehr als 600 Millionen Euro schwere Homöopathie-Markt in Deutschland, doch nach aktuellen Zahlen gingen die Verkäufe im Jahr 2017 deutlich zurück.

Mittwoch, 14.02.2018, 07:29

Seit Jahren wird leidenschaftlich debattiert über Sinn und Unsinn der Homöopathie. Wissenschaftlich fundierte Belege für die Wirksamkeit fehlen, betonen Experten immer wieder. Nun scheint es mit den Verkaufszahlen der Präparate abwärts zu gehen.

Noch vor wenigen Jahren boomte der mehr als 600 Millionen Euro schwere Homöopathie-Markt in Deutschland, doch nach aktuellen Zahlen gingen die Verkäufe im Jahr 2017 deutlich zurück. Auch verschreiben Ärzte die Produkte seltener. Ein Grund hierfür ist womöglich die anhaltende Debatte um die fehlende Wirksamkeit der Mittel. Die Ludwig-Maximilians-Universität München hat nach Kritik die Medizinerausbildung in Sachen Homöopathie überdacht.

Die Homöopathie erfreue sich steigender Beliebtheit in der Bevölkerung, heißt es regelmäßig in Mitteilungen von Pharmaverbänden: Es gebe eine "steigende Akzeptanz und Anwendung beim Endverbraucher und bei den Heilberufen", erklärte beispielsweise der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) noch im November. Der Bund Deutscher Heilpraktiker verwies in einer Meldung auf seinem Portal "Heilpraktiker-Fakten" noch am Montag unter Bezug auf "aktuelle Zahlen" aus 2016 auf einen wachsenden Homöopathie-Markt. Tatsächlich boomte der Umsatz lange - doch dies könnte nun ein Ende haben.

Auch bei Ärzten scheint das Vertrauen zu sinken

Nach Daten, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, erlebt die Branche derzeit einen deutlichen Dämpfer: Im Jahr 2017 gingen nach Schätzungen der Pharma-Marktforschungsfirma IQVIA mehr als 53 Millionen Packungen homöopathischer Präparate über die Verkaufstische deutscher Apotheken. Doch auch wenn die Zahl groß klingen mag, wären das gut zwei Millionen Packungen oder rund 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dabei kauften nicht nur die Patienten selbst deutlich weniger Homöopathika, auch Ärzte verordneten die Präparate seltener auf Rezept: Bei Kassenpatienten sank die Zahl der auf Kosten der gesetzlichen Versicherungen abgegebenen Packungen um gut 14 Prozent, bei Privatversicherten um rund 7 Prozent. Auch beim erzielten Umsatz sieht es für die Hersteller nicht mehr ganz so rosig aus: Nach teils zweistelligem Wachstum wuchsen die Einnahmen zwar nach den offiziellen Preisangaben noch in geringem Maße. Doch viele Apotheken gewähren ihren Kunden für rezeptfreie Arzneimittel Rabatte. Nach Zahlen des Marktforschungsinstituts Insight Health, welches dies berücksichtigt, sanken die Umsätze im Jahr 2017 um 0,3 Prozent auf 608 Millionen Euro.

Ein Grund für den Absatzrückgang: Die Diskussion um fehlende Wirksamkeit

Die Absatzzahlen der zehn meistverkauften homöopathischen Präparate seien "alle am Sinken", erklärt ein Sprecher von Insight Health. "Das große Wachstum bei Homöopathika ist erstmal vorbei." Der Bundesverband BAH erklärte auf Nachfrage, er könne angesichts der aktuellen Zahlen "keine Aussage bezüglich einer Trendwende zur Akzeptanz und Anwendung homöopathischer Arzneimittel treffen". Zahlen für 2017 habe der Bund Deutscher Heilpraktiker "noch nicht verarbeitet", hieß es vom Bund Deutscher Heilpraktiker.

Ein Grund für ein abnehmendes Interesse an homöopathischen Mitteln könnte die Diskussion um die fehlende Wirksamkeit der Präparate sein. Bei ihrer Herstellung werden pflanzliche wie auch tierische Ausgangsstoffe - wie Bienen und Hundekot oder auch giftige Stoffe wie Quecksilber - teils äußerst stark verdünnt, so dass in den meisten Mitteln von den Ausgangsstoffen praktisch nichts mehr enthalten ist. Während gesetzliche Krankenkassen eigentlich nur die Kosten anerkannt wirksamer Behandlungen erstatten dürfen, gibt es für die Homöopathie und ähnliche Therapierichtungen gesetzliche Sonderregeln: Anders als bei Arzneimitteln üblicherweise erforderlich wird ihre Wirksamkeit nicht in anspruchsvollen Studien geprüft.

"Der fehlende Nutzen ist vielfach nachgewiesen"

Dies steht schon lange in der Kritik. Laut Jürgen Windeler vom Medizin-Prüfinstitut IQWiG glauben auch die Kassen, die die Kosten erstatten, selbst nicht an den Nutzen von Homöopathika. Vielmehr nutzten sie die Homöopathie, um Kunden zu binden. "Der fehlende Nutzen ist vielfach nachgewiesen", erklärte Windeler im vergangenen Jahr. "Da kann man die Bücher drüber schließen."

Dennoch erkennen Ärzte- und Apothekerkammern Fortbildungen im Bereich Homöopathie weiterhin offiziell an. Dies sei "nur historisch und berufspolitisch zu erklären, nicht aber wissenschaftlich zu begründen", erklärte die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft schon vor zwanzig Jahren. Geändert hat sich daran seitdem jedoch wenig.

Mehr "kritische Distanz" in der Medizinerausbildung

Auch bieten selbst angesehene Universitäten oftmals Vorlesungen in Homöopathie als Wahlpflichtfach im Medizinstudium an. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München sah sich in der vergangenen Woche erheblicher Kritik in den sozialen Medien ausgesetzt: In Vorlesungsunterlagen zur Allgemeinmedizin hatte ein LMU-Dozent behauptet, die Homöopathie funktioniere "im Prinzip wie eine Impfung". Auch hatte er auf fragwürdige Krebs-Experimente an Ratten verwiesen, denen eine "immaterielle Wirkung" der Präparate womöglich das Leben verlängert habe.

Auf Nachfrage erklärt die Uni nun, sie wolle eine "kritische Distanz" wahren und die Studienunterlagen überarbeiten. Aus Sicht der Hochschule gebe es "keine wissenschaftliche Grundlage" für die Homöopathie, erklärt ein Sprecher - hierauf werde in Vorlesungen bereits hingewiesen. Auch in einer Klausur sei eine Frage zur Homöopathie "unglücklich" formuliert gewesen, da sie als unkritisch missverstanden werden könnte. In der aktuellen Semesterklausur sehe es nun anders aus, betont er: Es gebe keine Frage mehr, "die diagnostisches ober therapeutisches Wissen der Homöopathie abfragt". "Wir möchten keine Empfehlung zu homöopathischem Handeln an die Studierenden geben."
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Thymian

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Re: Es stürmt im Wasserglas: Homöophantasten kriegen Fracksausen
« Reply #1 on: February 15, 2018, 01:25:13 AM »

Ein Herr von der LMU hat etwas gesagt über Homöopathie. Der Herr heißt Martin Fischer und ist Direktor des Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin am Klinikum der Universität München. Gesagt hat er das am 13.2.2018. Das war gestern. Und schon ist es weg!


Die ursprüngliche URL:

https://www.uni-muenchen.de/aktuelles/news/2018/fischer_homoeopathie.html

Im Cache von Google ist das gute Stück noch vorhanden:

https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:jo68oLNXkBIJ:https://www.uni-muenchen.de/aktuelles/news/2018/fischer_homoeopathie.html+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

Gefrostet und archiviert:

http://archive.is/eb5QR

LMU_FISCHER_HOMOEOPATHIE_archive_is_eb5QR.htm

[*quote*]
Ausbildung Medizin
Gehört die Homöopathie in die Lehre?


München, 13.02.2018

Eine Einordnung ermöglichen, auf Patientengespräche vorbereiten: Warum es Sinn macht, Studierende über homöopathische Verfahren aufzuklären, erläutert Medizindidaktiker und Studiendekan Martin Fischer.

Prof. Dr. med. Martin R. Fischer

Warum sorgt das Thema Homöopathie in der Medizinausbildung immer wieder für Diskussion?
Martin Fischer: Die Debatte um die Homöopathie wird seit Langem sehr emotional geführt – auch schon zu meinen Studienzeiten in den Achtzigerjahren. Es gibt einige Ärzte und Patienten, die an die Homöopathie glauben, und eine Mehrheit, die nicht daran glaubt. Beide Seiten bringen ihre Argumente mit großer Überzeugung und recht unversöhnlich vor. Uns an der Universität sollte in erster Linie eine gute Ausbildung unserer Studierenden und zukünftigen Ärztinnen und Ärzte interessieren.

Gehört die Homöopathie in die Lehre?

An der LMU werden die Naturheilverfahren und die Homöopathie als Teil einer Vorlesung in der Allgemeinmedizin gelehrt und dort kritisch und sehr komprimiert dargestellt. Ansonsten kommt die Homöopathie im Rahmen der Geschichte der Medizin vor. Hier ist sie gut aufgehoben, damit unsere Studierenden die historische Einordnung der Homöopathie verstehen. Darüber hinaus scheiden sich die Geister. Die Frage ist, ob Homöopathie in der Lehre auch in Bezug auf die Patientenversorgung eine Rolle spielen sollte. Sie hat hier meiner Ansicht nach keinen Platz im Pflichtunterricht der universitären Medizin, da ausreichende wissenschaftliche Evidenz dafür fehlt. Ich glaube, dass die Homöopathie ein besonderes Beispiel für den viel diskutierten Placeboeffekt ist. Aber sie ist natürlich in der Hinsicht in der Praxis relevant, wie wir unseren Studierenden beibringen müssen, mit Patienten umzugehen, die nach Homöopathie fragen.

Was sagt denn die Approbationsordnung dazu?

Die Approbationsordnung gibt Themen vor, sie ist bundesweit gültiges Gesetz. Danach haben wir die Pflicht, den Querschnittsbereich „Rehabilitation, Physikalische Medizin, Naturheilverfahren” zu unterrichten – wobei die Homöopathie aus meiner Sicht kein Naturheilverfahren ist. Die Homöopathie kann nach Approbationsordnung als klinisches Wahlfach für Interessierte angeboten werden. Sie kommt in Spuren auch im bundeseinheitlichen schriftlichen Staatsexamen vor. In den letzten zehn Jahren waren es ganze zwei Examensfragen.

Und dennoch sollten die Studierenden etwas darüber erfahren?

Ich glaube, wir dürfen es uns mit der Homöopathie nicht zu einfach machen: Viele Menschen greifen, wenn sie gesundheitliche Beschwerden und Sorgen haben, auf Homöopathie zurück, auch wenn es keine klassichen Wirknachweise dafür gibt. Der Placeboeffekt funktioniert eben doch für viele Patienten. Und die Zuwendung und Kommunikation des Arztes ist bekanntermaßen wirksam, auch wenn die homöopathischen Kügelchen keinen relevanten Wirkstoff enthalten. Schaden richten sie eben auch nicht an. Ich halte es deshalb für sinnvoll, unsere Studierenden auf Gespräche mit Patienten zu alternativen Heilverfahren vorzubereiten und sie auch hinsichtlich homöopathischer Verfahren in die Lage zu versetzen, fundiert zu argumentieren und erläutern zu können, was von solchen Verfahren zu erwarten ist und was nicht.

Martin Fischer ist Direktor des Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin am Klinikum der Universität München.
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Da wird man wohl ein bißchen Zahnarzt spielen und denen bei der LMU auf den Nerv bohren dürfen...

ama

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Re: Es stürmt im Wasserglas: Homöophantasten kriegen Fracksausen
« Reply #2 on: February 15, 2018, 06:30:49 PM »

Thymian schrub: "Fracksausen, ein altertümlicher Begriff, der vorzüglichst für die Ewiggestrigen und ihre flatternden Hemdchen paßt..."

So altherthümlich wie das "schrub" aus den frühen Tagen des Netzes, wo Manche meinten, sich durch das Quälen der Sprache hervortun zu müssen. Wenn sie dabei wenigstens erfindungsreich und fintenreich gewesen wären. Doch, ach, ihr geistiger Reichtum erschöpfte sich in diesem einen Wort... 

Bei Homöopathen ist es auch nicht besser. Wie denn auch? Die können doch gar nichts. Außer betrügen. Und bei der Journaille? Journalismus und Dummheit sind Synonyme - wenn sie von der Homöopathie-Mafia bezahlt werden, dann erst recht.


Widmen wir uns dem vorliegenden Artikel von etwas, das Focus heißt, und das wir schon hinlängtlich kennen.

https://www.focus.de/gesundheit/news/das-grosse-wachstum-ist-erstmal-vorbei-vertrauen-bei-patienten-und-aerzten-schwindet-verkauf-homoeopathischer-mittel-sinkt_id_8464222.html


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Verkauf homöopathischer Mittel sinkt

"Das große Wachstum ist erstmal vorbei"

Vertrauen bei Patienten und Ärzten schwindet: Verkauf homöopathischer Mittel sinkt

Schwindet das Vertrauen? Noch vor wenigen Jahren boomte der mehr als 600 Millionen Euro schwere Homöopathie-Markt in Deutschland, doch nach aktuellen Zahlen gingen die Verkäufe im Jahr 2017 deutlich zurück.

Mittwoch, 14.02.2018, 07:29
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"Verkauf homöopathischer Mittel sinkt". Daß es kein unendliches Wachstum in den Himmel gibt, sollte sich selbst zu Homöopathen herumgesprochen haben.

"Das große Wachstum ist erstmal vorbei". Was ich in dem Artikel vermisse? Antwort: Viel. Vor allem eine brauchbare Statistik. An der könnte man sehen, WIE die Wachstumskurve verlaufen ist.

Wachstum ist aber nur eine statistische Größe. Buchhalterisch wichtig sind dagegen

ERSTEN: Verkauf von Verpackungen

ZWEITENS: Verkauf von Einzeldosen

DRITTENS: Umsatz

VIERTENS: Produktionsaufwand

FÜNFTENS: Forschungsaufwand

SECHSTENS: Rohgewinn

Es gibt nichts Schöneres als bei sinkenden Verkaufszahlen eine starke Steigerung des Nettogewinns zu erleben. Das Leben als Finanzmagnat hat seine Vergnügungen der paradoxen Art...

Was sagt der Artikel über die Punkte EINS bis SECHS? Antwort: Nichts.


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Seit Jahren wird leidenschaftlich debattiert über Sinn und Unsinn der Homöopathie.
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WER "debattiert" denn? Da ist nichts mit "Debatte"! Homöopathie ist Betrug. Über den KANN man nicht debattieren. Betrug ist Betrug. Dieser Betrug muß endlich verboten werden. Doch Politik und Justiz geben ihm immer mehr Freiheiten.


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Wissenschaftlich fundierte Belege für die Wirksamkeit fehlen, betonen Experten immer wieder.
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Das ist gelogen. Es ist eine Lüge mit der Sprache. Wenn für irgend etwas Belege fehlen, dann KÖNNTEN die doch vielleicht noch kommen. Im Fall von Homöopathie sieht die Sache aber anders aus. Homöopathie ist als Betrug entlarvt.

In den vergangenen 220 Jahren haben die Homöopathen nie etwas anderes zustande bekommen als Roßtäuschertricks. Im TG-1 haben wir nicht wenige ihrer Betrugsfälle aufgedeckt, vor allem auch bei medizinischen Studien.


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Nun scheint es mit den Verkaufszahlen der Präparate abwärts zu gehen.
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Was denn für Zahlen? Umsatz? Packungen? Einzeldosen?


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Noch vor wenigen Jahren boomte der mehr als 600 Millionen Euro schwere Homöopathie-Markt in Deutschland, doch nach aktuellen Zahlen gingen die Verkäufe im Jahr 2017 deutlich zurück. Auch verschreiben Ärzte die Produkte seltener.
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Welche Jahre? Welche Mittel sind betroffen? Alle? Bloß Nischen? Bloß Exoten? Gehen die Gewinnbringer zurück? Wo sind die Fakten?

Ein Herr Markwort, langs ist's her, nervte die Nation mit "Fakten, Fakten, Fakten!" Wo sind sie denn!?


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Ein Grund hierfür ist womöglich die anhaltende Debatte um die fehlende Wirksamkeit der Mittel.
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Da ist keine Debatte. Die Homöoopathen müssen doch bloß nachweisen, daß Homöopathie wirkt. Tun sie das? Antwort: Nein. Können sie das? Antwort: Nein!

Wenn 220 Jahre lang immer behauptet wird, DASS es eine Wirksamkeit gibt, aber der Beweise dafür aber nie erbracht wird, WARUM haben die Leute dann diese 220 Jahre lang die Mittel gekauft? Antwort: Weil sie von den Homöopathen nach Strich und Faden betrogen wurden. Weil die Homöopathen immer und immer wieder behaupten, DASS Homöoopathie wirkt. Und, jetzt kommt's, für ihre Lügen haben die Homöopathen Multiplikatoren gekauft: Ärzte, Heilpraktiker, Journalisten, Verlage, Redaktionen. Kurz: die Medien.

Hämmern die Medien nicht mehr und mehr  Lügen pro Tag in die Welt, ebbt die Wirkung der Lügen ab. Wieviele Millionen Euro hat die Homöopathika-Industrie Jahr für Jahr bezahlt an die Medien, damit die Medien die Bevölkerung hirnwaschen?

Wobei ich ganz besonders hinweisen möchte auf ausgerechnet diesen speziellen Sündenpfuhl namens Focus.

Den Focus haben wir inzwischen zweimal kielgeholt:

Sehr geehrter Herr FOCUS, wie kann man nur so eine SchreiBe bauen!?
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6206.0

Focus blamiert sich bis auf die Knochen
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7099.0

Teeren und Federn wäre auch nicht geschlecht gewesen. Aber das können wir gerne nachholen...


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Die Ludwig-Maximilians-Universität München hat nach Kritik die Medizinerausbildung in Sachen Homöopathie überdacht.
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Das ist bloß eine Zwischenüberschrift als Ankündigug. Der Text folgt weiter unten.


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Die Homöopathie erfreue sich steigender Beliebtheit in der Bevölkerung, heißt es regelmäßig in Mitteilungen von Pharmaverbänden:
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Aber ja! Hurrageschrei noch und nöcher. Und woher? Von den Medien! Die Medien verbreiten diese Lüge als selbsterfüllende Prophezeihung seit Jahrzehnten mit immer stärkerem Druck.

Aber die Wirklichkeit sieht anders aus!

Ferenc Di hat 2012 geschrieben

Folge der Spur des Geldes!
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7581.0




http://transgallaxys.com/~aktenschrank/Mietmaul_Claus_Fritzsche_aufgeflogen/dramatische_Verluste_der_Homeoeopathika_Umsaetze_inflationsbereinigte_Zahlen_normiert.jpg

Schon vor 5 Jahren war klar, daß die gestiegenen Umsätze völlig wertlose Angaben sind, wenn die Steigerung hinter der Inflationsrate zurückbleibt.

Das hätten die Verbände erkennen müssen. Aber die haben dichtgehalten, obwohl sie von interessierter Seite informiert wurden, wie uns von eben dieser interessierten Seite mitgeteilt wurde...


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Es gebe eine "steigende Akzeptanz und Anwendung beim Endverbraucher und bei den Heilberufen", erklärte beispielsweise der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) noch im November.
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Natürlich! Die Hersteller leben vom Verkauf. Also lügen sie dafür das Blaue vom Himmel runter.


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Der Bund Deutscher Heilpraktiker verwies in einer Meldung auf seinem Portal "Heilpraktiker-Fakten" noch am Montag unter Bezug auf "aktuelle Zahlen" aus 2016 auf einen wachsenden Homöopathie-Markt. Tatsächlich boomte der Umsatz lange - doch dies könnte nun ein Ende haben.
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Heilpraktiker. Natürlich. Die können ja auch nichts. Moses2 hat in

Update Akte Gesellschaft fuer Biologische Krebsabwehr
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9242.0

sogar für den Fall von Krebs behandelnden Heilpraktikern erschreckende Zahlen gefunden. Da murksen bei der "Gesellschaft fuer Biologische Krebsabwehr" von 1102 "Therapeuten" 658 mit Homöopathie herum:

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Was für ein medizinischer Pfusch sich auf Kranke ergießt, läßt sich ganz schnell nachzählen:

Bei 1102 "Therapeuthen" gibt es

658x  Homöopathie
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Mindestens die Hälfte aller Heilpraktiker, vermutlich sogar mehr als 3/4, machen mit Homöopathie rum. Wenn denen die Homöopathie als Geldquelle wegbricht, dann müßten die sich ja eine ehrliche Arbeit suchen! Das wäre der Untergang des Abendlandes!


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Auch bei Ärzten scheint das Vertrauen zu sinken

Nach Daten, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, erlebt die Branche derzeit einen deutlichen Dämpfer: Im Jahr 2017 gingen nach Schätzungen der Pharma-Marktforschungsfirma IQVIA mehr als 53 Millionen Packungen homöopathischer Präparate über die Verkaufstische deutscher Apotheken. Doch auch wenn die Zahl groß klingen mag, wären das gut zwei Millionen Packungen oder rund 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr.
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Die Packungsgröße alleine ist unwichtig. Wichtig ist die Zahl der Einzeldosen. Der Handelskrieg der Apotheken ist ein Kampf um Marktanteile. Da wird mit Preisdumping und anderen Methoden eine Apotheke nach der anderen in den Ruin getrieben. Größere Packung, mehr Inhalt, und dann voll über den Preis verkaufen...


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Dabei kauften nicht nur die Patienten selbst deutlich weniger Homöopathika, auch Ärzte verordneten die Präparate seltener auf Rezept: Bei Kassenpatienten sank die Zahl der auf Kosten der gesetzlichen Versicherungen abgegebenen Packungen um gut 14 Prozent, bei Privatversicherten um rund 7 Prozent.
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Die privat Versicherten lassen sich leichter ausplündern. Also gibt es mehr Homöopathie. Der Unterschied mit dem Faktor 2 ist nicht zu übersehen.


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Auch beim erzielten Umsatz sieht es für die Hersteller nicht mehr ganz so rosig aus: Nach teils zweistelligem Wachstum wuchsen die Einnahmen zwar nach den offiziellen Preisangaben noch in geringem Maße. Doch viele Apotheken gewähren ihren Kunden für rezeptfreie Arzneimittel Rabatte. Nach Zahlen des Marktforschungsinstituts Insight Health, welches dies berücksichtigt, sanken die Umsätze im Jahr 2017 um 0,3 Prozent auf 608 Millionen Euro.
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Rabatte - oder was auch immer - der Handelskrieg tobt.


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Ein Grund für den Absatzrückgang: Die Diskussion um fehlende Wirksamkeit

Die Absatzzahlen der zehn meistverkauften homöopathischen Präparate seien "alle am Sinken", erklärt ein Sprecher von Insight Health. "Das große Wachstum bei Homöopathika ist erstmal vorbei." Der Bundesverband BAH erklärte auf Nachfrage, er könne angesichts der aktuellen Zahlen "keine Aussage bezüglich einer Trendwende zur Akzeptanz und Anwendung homöopathischer Arzneimittel treffen". Zahlen für 2017 habe der Bund Deutscher Heilpraktiker "noch nicht verarbeitet", hieß es vom Bund Deutscher Heilpraktiker.
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Und wieder keine exakten Angaben. Welches sind denn die zehn meistverkauften Mittel? Was sind die Inhaltsstoffe?


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Ein Grund für ein abnehmendes Interesse an homöopathischen Mitteln könnte die Diskussion um die fehlende Wirksamkeit der Präparate sein. Bei ihrer Herstellung werden pflanzliche wie auch tierische Ausgangsstoffe - wie Bienen und Hundekot oder auch giftige Stoffe wie Quecksilber - teils äußerst stark verdünnt, so dass in den meisten Mitteln von den Ausgangsstoffen praktisch nichts mehr enthalten ist.
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Da hat mal wieder einer nicht aufgepaßt. Mehr als die Hälfte des Umsatzes machen die deutschen Hersteller nämlich mit Komplexmitteln. Im TG-1 haben wir Material dazu. Das folgende Zitat aus dem Blog von Putnam Groove ist aber auch nicht schlecht:

http://ariplex.com/folia/archives/1350.htm

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2012 wurden von den deutschen Homöopathika-Herstellern 453 Millionen Euro umgesetzt. Über die Hälfte des Umsatzes wurde aber nicht mit einfachen Mitteln gemacht (Mitteln, worin nur EINE Substanz verarbeitet ist), sondern mit sogenannten “Komplexmitteln”. Das sind Gemische aus verschiedenen homöopathischen Grundsubstanzen, wobei DER RICHTIG GROSSE BETRUG darin besteht, daß teilweise sogar unverdünnte und unpotenzierte Ursubstanzen eingemischt werden.

Mit anderen Worten: da ist in der Tat, “und nicht ohne!”, eine erhebliche Menge pharmazeutisch wirksamer Dosen enthalten. Das Zeug wirkt, und zwar eindeutig, nachweisbar, und mit pharmazeutisch wirksamen Substanzen. Der Witz dabei: diese homöopathischen Mittel werden zwar nicht “einfach so” als homöopathische Mittel registriert und schon sind sie im Markt, sondern sie müssen von der “Kommission D” beim BfarM abgenickt werden, und das werden sie meist völlig problemlos, so daß die Hersteller im Gegensatz zur wissenschaftlich arbeitenden Pharmazie weder Nachweise über Wirksamkeit noch sonst etwas erbringen müssen. Es ist ein gigantischer Betrug, und das ist von der Politik so gewollt.

Der größte Teil der “Komplexmittel” enthält pharmazeutisch wirksame Substanzen in pharmazeutisch wirksamen Dosen – und die Behauptung “in Homöopathika ist nichts drin” ist so ungefähr die größte Dummheit, die es gibt. Noch ein Grund mehr für die Homöopathen – als die großen “Wissenden – über die Dummheit ihrer Gegner zu lachen. Und hier geht es so richtig ans Eingemachte: in Deutschland um mehr als 230 Millionen Euro pro Jahr.
.

2014 habe ich folgende Salbe entdeckt, welche die Urtinktur in unverdünntem und nicht geschlagenem Zustand enthält in 5 Gramm auf 100 Gamm, also 5 Prozent NICHTDYNAMISIERTE Urtinktur. Ich halte das für Betrug, weil diese Salbe als homöopathisches Arzneimittel verkauft wird, obwohl ein klarer Bruch der Grundregeln der Homöopathie besteht. In der Liste der Bestandteile sind sogar weitere unverdünnte Anteile:

    http://www.medpex.de/antimas-selz-salbe-p5560838
    (Hervorhebungen von mir)
    [*quote*]
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    Creme und Mischung – Ein Produkt auf natürlicher Basis
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    zur Anwendung bei Erwachsenen. Sanft, gut verträglich und phytologisch
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    Unter der Behandlung mit Antimas-Selz Salbe gehen Lymphdrüsenschwellungen
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    gefäßstärkende Wirkung. Thuja zeigt eine deutliche Affinität zu
    proliferativen (zellwuchernden) Prozessen unterstützt von Condurango und
    wirkt diesen durch Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte entgegen.
    Agnus castus hat sich besonders bei hormonabhängigen Beschwerden, wie sie
    insbesondere während des weiblichen Zyklus oder den Wechseljahren
    auftreten, bewährt.

    Indikationen:
    – imakterische Mastophatie
    – prämenstruelle Mastodynie
    – prämenstruelles Syndrom
    – Mastophatie
    – Mastitis

    Zusammensetzung:
    100 g Salbe enthalten:
    5,0 g Condurango ø;
    1,0 g Agnus castus ø;
    1,0 g Hydrastis D4;
    0,5 g Pulsatilla D4;
    0,5 g Lilium tigrinum ø,
    Konservierung:
    100 mg Parabene
    E214,
    E216,
    E218 mit Phenoxyethanol

    Menge:
    Salbe 100 ml
    ——————————————————–
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Würden Sie jetzt noch immer behaupten wollen “in Homöopathika ist nichts drin”…?
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Wieder zurück zum Focus-Artikel:

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Während gesetzliche Krankenkassen eigentlich nur die Kosten anerkannt wirksamer Behandlungen erstatten dürfen, gibt es für die Homöopathie und ähnliche Therapierichtungen gesetzliche Sonderregeln: Anders als bei Arzneimitteln üblicherweise erforderlich wird ihre Wirksamkeit nicht in anspruchsvollen Studien geprüft.

"Der fehlende Nutzen ist vielfach nachgewiesen"

Dies steht schon lange in der Kritik. Laut Jürgen Windeler vom Medizin-Prüfinstitut IQWiG glauben auch die Kassen, die die Kosten erstatten, selbst nicht an den Nutzen von Homöopathika. Vielmehr nutzten sie die Homöopathie, um Kunden zu binden. "Der fehlende Nutzen ist vielfach nachgewiesen", erklärte Windeler im vergangenen Jahr. "Da kann man die Bücher drüber schließen."

Dennoch erkennen Ärzte- und Apothekerkammern Fortbildungen im Bereich Homöopathie weiterhin offiziell an. Dies sei "nur historisch und berufspolitisch zu erklären, nicht aber wissenschaftlich zu begründen", erklärte die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft schon vor zwanzig Jahren. Geändert hat sich daran seitdem jedoch wenig.
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Und wer ist schuld? Die Politiker! Der Bundestag hat ein betrügerisches Gesetz verabschiedet und es absichtlich nicht korrigiert. Hier der Artikel des Spiegel von 1997 über dieses Verbrechen::

SPIEGEL: 19.05.1997 "Rückfall ins Mittelalter"
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8716404.html


Auf den letzten Abschnitt gehe ich später noch genauer ein:

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Mehr "kritische Distanz" in der Medizinerausbildung

Auch bieten selbst angesehene Universitäten oftmals Vorlesungen in Homöopathie als Wahlpflichtfach im Medizinstudium an. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München sah sich in der vergangenen Woche erheblicher Kritik in den sozialen Medien ausgesetzt: In Vorlesungsunterlagen zur Allgemeinmedizin hatte ein LMU-Dozent behauptet, die Homöopathie funktioniere "im Prinzip wie eine Impfung". Auch hatte er auf fragwürdige Krebs-Experimente an Ratten verwiesen, denen eine "immaterielle Wirkung" der Präparate womöglich das Leben verlängert habe.

Auf Nachfrage erklärt die Uni nun, sie wolle eine "kritische Distanz" wahren und die Studienunterlagen überarbeiten. Aus Sicht der Hochschule gebe es "keine wissenschaftliche Grundlage" für die Homöopathie, erklärt ein Sprecher - hierauf werde in Vorlesungen bereits hingewiesen. Auch in einer Klausur sei eine Frage zur Homöopathie "unglücklich" formuliert gewesen, da sie als unkritisch missverstanden werden könnte. In der aktuellen Semesterklausur sehe es nun anders aus, betont er: Es gebe keine Frage mehr, "die diagnostisches ober therapeutisches Wissen der Homöopathie abfragt". "Wir möchten keine Empfehlung zu homöopathischem Handeln an die Studierenden geben."
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Jetzt hat der Server schon wieder den Login zerstört und in Folge den Text geschrottet. Wie dumm können Programmierer eigentlich sein?


[Typo beseitigt, K]
« Last Edit: May 05, 2018, 02:39:32 AM by Krokant »
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Krant

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Re: Es stürmt im Wasserglas: Homöophantasten kriegen Fracksausen
« Reply #3 on: February 15, 2018, 08:53:25 PM »


"Wie dumm können Programmierer eigentlich sein?"

Die Antwort auf diese Frage könnte Sie verunsichern...
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Krant

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Da haben sie den Oberprieler am Schlafittchen...
« Reply #4 on: February 15, 2018, 09:24:20 PM »

Das ist der Bildungsstand der Ludwig-Maximilians-Universität München?

Die Kristallkugelwächterin meint, dies sei ihr als URL des PDFs übermittelt worden:

http://docplayer.org/storage/[gefakete Schrott-URL].pdf


http://docplayer.org/24186470-Komplementaermedizin-hand-in-hand-mit-der-schulmedizin.html

[*quote*]
1 Komplementärmedizin Hand in Hand mit der Schulmedizin Dr. med. Günter Oberprieler Arzt für Allgemeinmedizin aus Freising 1

2 Grundlagen 1989: 7. Novelle der äztlichen Approbationsordnung: Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen von NHV und Homöopathie gehören in den 2. Abschnitt des medizinischen Staatsexamens. 1993: Ab gehören NHV sogar zu den verpflichtenden Lehrinhalten des Medizinstudiums. 2002: Nach der neuen Aprobationsordnung ( Bundesgesetzblatt 2002/I/Nr.44 ) sind NHV scheinpflichtig mit Leistungsnachweis.

3 Ca. 75% der Patienten haben positive Erfahrungen mit Komplementärmedizin gemacht. (Versorgungsforschung Uni Heidelberg 1/2009) Das Interesse von Studierenden an komplementärmedizinischen Methoden liegt zwischen 20% und 80% (Akupunktur). (Forschung Komplementärmedizin 2008) Der Einsatz komplementärmedizinischer Methoden in der Hausarztpraxis liegt zwischen 20% (Homöopathie) und 65% (Neuraltherapie). (Versorgungsforschung Uni Heidelberg 1/2009).

4 Allgemeinpraxis Krankenhaus Uni-Klinik 100 % 5% 1% Viele Beschwerdebilder passen nicht in ein schulmedizinisch orientiertes Krankheitsbild Daraus ergibt sich für viele Ärzte die Notwendigkeit, sich mit anderen medizinischen (komplementären) Verfahren zu beschäftigen 4

5 Klassische Naturheilverfahren Bewegungstherapie Hydrotherapie Thermotherapie Elektrotherapie Klimatherapie Balneotherapie Ernährungstherapie Fasten Phytotherapie Ordnungstherapie

6 Weitere komplementärmedizinische Verfahren Homöopathie Anthroposophische Medizin Ayurvedische Medizin Traditionelle chinesische Medizin Akupunktur Traditionelle chinesische Medizin Kräuter Neuraltherapie Therapeutische Lokalanästhesie Chirotherapie Phytotherapie

7 Bewegungstherapie Geschichtliche Belege bereits um 1000 v.chr. In Indien und China

8 Bewegungstherapie Sporttherapie Ausdauertraining Atemtherapie Krankengymnastik Manuelle Therapie Hippotherapie Qi-Gong Tai-Chi

9 Bewegungstherapie Indikationen Herzinfarktnachsorge, Hypertonus, Asthma, Gelenkerkrankungen, cerebrale Schäden, WS-Erkrankungen, psychosom. Störungen

10 Hydrotherapie Thermotherapie Güsse, Bäder, Wickel, Blitzguss, Dämpfe, Sauna

11 Hydrotherapie Thermotherapie Indikationen Neurovegetative Regulationsstörung, Fieber, Magen- Darmbeschwerden, Gelenkentzündungen

12 Massage Weite Verbreitung in allen Kulturkreisen der Welt Physiotherapeutische Behandlung der Haut, Subcutis,Muskulatur, Bänder und Sehnen

13 Massage Klassische Massage Lymphdrainage Bindegewebsmassage Reflexzonenmassage Akupunktmassage Chinesische Tuinamassage

14 Massage Tonusänderung der Muskulatur Reaktive Hyperämie Neuroreflektorische Fernwirkung auf innere Organsysteme Psychovegetative Entspannung

15 Elektrotherapie Bereits in der Antike bekannt ( Zitterrochen bei Schmerzzuständen )

16 Elektrotherapie Hochfrequenztherapie thermische Effekte zur Schmerzlinderung ( Kurzwelle Mikrowelle ) Niederfrequenztherapie ( TENS Gerät ) zur Verbesserung chronischer Schmerzzustände Indikation: Schmerzzustände im Bewegungsapparat

17 Klimatherapie Schon Hippokrates ( v.chr.) beobachtete die Bedeutung des Klimas für die Gesundheit Im 19.Jahrhndert wurden estmals Seebäder und Luftkurorte eingerichtet

18 Klimatherapie Allergiearme Bedingungen am Meer und im Hochgebirge Radonhaltige Bergstollen Nutzung des Sonnenlichts zur Vit.D3- Synthese und Immunstimulierung

19 Klimatherapie Indikationen Allergien, Atemwegserkrankungen, Gelenkerkrankungen, Abwehrschwäche

20 Balneotherapie Therapeutische Anwendung des Badens in Hellwässern und Schlämmen natürlicher Herkunft

21 Balneotherapie Kohlensäurebäder (Mikrozirkulationsst.) Schwefelbäder (Hauterkrankungen) Radonbäder (PcP, M.Bechterew) Solebäder (Atemwegserkrankungen) Badetorf Heilerde Heilschlamm Heilschlick Fango bei Gelenk- Wirbelsäulen- und Muskelschmerzen

22 Ernährungstherapie Ursprung in der antiken 4-Säfte-Lehre: Überfluss macht den Körper krank und bringt ihn ins Ungleichgewicht. Energiebedarf Nährstoffbedarf Lebensmittelqualität Zusatzstoffe Ernährungsbedingte Krankheiten Ernährungsabhängige Krankheiten Übergewicht, Diabetes mell., Gicht, Obstipation, Leberzirrhose, Pankreatitis, Colon-carcinom

23 Ernährungstherapie Ernährungskonzepte Z.B. Vegetarische Kost, Lactovegetabile Kost, Vollwertkost (z.b. nach Schnitzer) Spezielle zeitlich begrenzte Ernährungformen Z.B. Mayr-Kur, Schroth-Kur, Trennkost, Formuladiäten

24 Fasten Wird seit Jahrtausenden in allen Weltreligionen-und Kulturen zur inneren Reinigung praktiziert. Naturheilkundlich wird es präventiv zur Entschlackung eingesetzt. Therapeutische Wirkung bei: Hypertonus Adipositas Allergien (Nahrungsmittel) Neurodermitis Gelenkerkrankungen vegetative Störungen

25 Phytotherapie Schriftliche Belege für den Einsatz von Heilkräutern seit ca v.chr. Verwendung von Heilkräutern in allen Kulturen. Bedeutende Vertreter: Hippokrates ( 5. Jrh. v.chr.) Hildegard von Bingen ( ) Paracelsus ( ) Analyse von Pflanzenstoffen im 19.Jrh. (Morphin,Digitalis,Coffein,ASS) Später Synthetisierung der Einzelstoffe

26 Phytotherapie Magen Darm: Bitterstoffe, Kamille, Melisse, Pfefferminze (z.b. Iberogast) Leber Galle: Schöllkraut, Artischocke, Mariendistel (z.b. Cholagogum Nattermann) Herz: Weißdorn (antiarrhythmisch, Herzinsuffizienz I-II (z.b. Crataegutt) Blase: Goldrute, Bärentraubenblätterextrakt (z.b. Solidago, Cystinol) Nervensystem: Johanniskraut (zugelassen bis mittelschwere Depression) z.b. Laif 900

27 Ordnungstherapie Anleitung zur selbstständigen selbstverantwortlichen Gesundheitspflege. Prophylaktische oder therapeutische Intervention zur Lebensordnung in allen Lebensbereichen körperorientiert, soziotherapeutisch, psychotherapeutisch) - Einschränkung von Genussgiften - Einhalten der chronobiologischen Rhythmik - Empfehlung zum Bewegungsverhalten - Entspannungsverfahren - Besserung des Konfliktverhaltens - Lifestyle Modifikation - MBM Mind Body - Medicine

28 Ordungstherapie Indikationen: Chronische Schmerzerkrankung Kardiovaskuläre Erkrankungen (biosoziale Psychokardiologie) Uniklinik Brandenburg Diabetes mellitus II Krebserkrankungen Chron. entzündliche Darmerkrankungen

29 Schmerzambulanz im Campus Innenstadt der LMU-München, Leitung Dr. Irrnich Physikalische Therapie Projekt 1 Therapeutische Schmerzintensivprogramm Interdisziplinäre Schmerzambulanz Innenstadt Akupunktur Atemtherapie Bewegung Koordination Ernährung Kunsttherapie Mediation Imagination Motivation Neuraltherapie Ordnungstherapie Phytotherapie Psychotonik Qi-Gong Rhythmik Selbstmanagment TENS Wärme-Kälte-Wickel Schmerzmedikation 29

30 Projekt 2 Geburtshilfliche Abteilung im AKH (Wien) Neben der Schulmedizin wird eine komplementäre homöopathische Behandlung bei geburtshilflichen Komplikationen eingesetzt, um massive Eingriffe für Mutter und Kind zu vermeiden. Leitung und Durchführung: Frau D. Michaela Blitschnau, Wien Für homöopatische Behandlung besonders geeignet sind folgende Komplikationen: Geburtsstillstand Wehenschwäche Atonie zu heftige Wehen Muttermundrigidität Postpartale Blutung Geburtsverletzungen 30

31 Projekt 3 Haunersche Kinderklinik der LMU-München Komplementäre homöopatische Behandlung der kleinen Patienten im stationären und ambulanten? Bereich wird seit ca. 18 Jahren erfolgreich durchgeführt. Leitung: Frau Dr. Birgit Kruse Für homöopatische Behandlung besonders geeignet sind z.b. folgende Krankheitsbilder: ADHS Allergien Asthma bronchiale Neurodermitis Akute und chronische Infekte Unruhe, Ängste 31

32 Projekt 4 Zusammenarbeit der homöopathischen Kinderarztpraxis Dr. Heiner Frei mit dem Kinderspital der Universität Bern ( Neuropädiatrie) Erstellung und Durchführung einer groß angelegten doppelblinden, randomisierten, plazebokontrollierten crossover Studie bei ADHS-Kindern. Signifikanz für den homöopathischen Studienarm: p < 0,0001. (Europ. Journal of Pediatr. 2005) 32

33 Spezielle komplementärmedizinische Verfahren: Akupunktur Krankheit ist der Ausdruck einer Störung im Energiefluss des Körpers Durch die Stimulation bestimmter Punkte am Körper können Störungen des Energieflusses wieder ausgeglichen werden Derzeit weltweit etwa 4000 EBM-orientierte Studien, Frankreich! 33

34 Akupunktur Limbischer Cortex RMHH opioiderge Inhibition WDR A δ C Fasern Noziafferenz Inhibitorisches Interneuron (Ren-shaw) α-motoneurone Flexion Extension RMVH 34

35 Gerac-Studie German Acupuncture Trials for Chronic Low Back Pain (randomisierte verblindete Multicenterstudie) Verum Akupunktur response rate 47,6% Sham Akupunktur response rate 44,2% Konventionelle Therapie response rate 27,4% Kombination aus Medikamenten, Physiotherapie und Übungstherapie, Leitlinienbasiert) Interpretation je nach bevorzugter Interessenslage möglich 35

36 Homöopathie (similia similibus curentur) Funktioniert im Prinzip wie eine Impfung Krankheitserreger Impfstoff Abwehrreaktion (abgeschwächter Erreger) Krankheit Arzneimitel Heilungsreaktion (mit spez. Symptomen) (das die Symptome der Krankheit beschreibt, in abgeschwächter Form) 36

37 Robustes Kind Lebhaftes Temperament Fieber Kopfschmerz puls. Fieber hoch 40 Grad Will zugedeckt sein Heißer Kopf Kalte Exträmitäten Arzneimittelpersönlichkeiten/Vonarburg Dr. Günter Oberprieler, Allgemeinmedizin

38 Praxisfall (Akupunktur) Heuschnupfen chronische Sinusitis Lokalpunkte: Fernpunkte: Yin Tang Di 20, evtl. A shi Lu 7 (Lunge kontrolliert Schleimhaut) Di 4 (Meridianpartner zur Lunge, Arealfernpunkt Gesicht) Konstitutionspunkte: Qi- und Blutschwäche MP 10 (Meer des Blutes, stärkt und nährt das Blut) Ma 36 (Göttlicher Gleichmut, stärkt und nährt das Qi) 38

39 Yin Tang Bild Lokalpunkte Di 20 Di 20 Dr. Günter Oberprieler, Allgemeinmedizin

40 Praxisfall (Akupunktur) Heuschnupfen chronische Sinusitis Lokalpunkte: Fernpunkte: Yin Tang Di 20, evtl. A shi Lu 7 (Lunge kontrolliert Schleimhaut) Di 4 (Meridianpartner zur Lunge, Arealfernpunkt Gesicht) Konstitutionspunkte: Qi- und Blutschwäche MP 10 (Meer des Blutes, stärkt und nährt das Blut) Ma 36 (Göttlicher Gleichmut, stärkt und nährt das Qi) 40

41 Lu 7 Di 4 Lu 7 Di 4 Dr. Günter Oberprieler, Allgemeinmedizin

42 Praxisfall (Akupunktur) Heuschnupfen chronische Sinusitis Lokalpunkte: Fernpunkte: Yin Tang Di 20, evtl. A shi Lu 7 (Lunge kontrolliert Schleimhaut) Di 4 (Meridianpartner zur Lunge, Arealfernpunkt Gesicht) Konstitutionspunkte: Qi- und Blutschwäche MP 10 (Meer des Blutes, stärkt und nährt das Blut) Ma 36 (Göttlicher Gleichmut, stärkt und nährt das Qi) 42

43 MP 10 MP 10 Ma 36 Ma 36 Dr. Günter Oberprieler, Allgemeinmedizin

44 Praxisfall (Homöopathie) Heuschnupfen Pulsatilla (Küchenschelle) gelber Schnupfen schleimiger Husten verklebte Augen gelbes Sekret schlimmer im Liegen, nachts besser durch frische Luft Allium cepa (Zwiebel) wässriger Schnupfen wundmachend tränende Augen wässriges Sekret 44

45 Frau, oft blond Schüchtern Geborgenheitsliebend Braucht Zärtlichkeit geborene Mutter Opfert sich auf Kümmert sich um alles Liebt frische Luft Dr. Günter Oberprieler, Allgemeinmedizin Arzneimittelpersönlichkeiten/Vonarburg

46 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 46
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[Schrott-URL kaltgestellt. ama]
« Last Edit: February 16, 2018, 10:16:48 PM by ama »
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ama

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Der Offenbarungseid des Dr. med. Günter Oberprieler
« Reply #5 on: February 16, 2018, 10:29:25 PM »

Ich übernehme aus dem Transkript seiner Vorlesungsfolien diese Punkte:

http://docplayer.org/24186470-Komplementaermedizin-hand-in-hand-mit-der-schulmedizin.html

[*QUOTE*]
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1 Komplementärmedizin Hand in Hand mit der Schulmedizin Dr. med. Günter Oberprieler Arzt für Allgemeinmedizin aus Freising 1
[...]


30 Projekt 2 Geburtshilfliche Abteilung im AKH (Wien) Neben der Schulmedizin wird eine komplementäre homöopathische Behandlung bei geburtshilflichen Komplikationen eingesetzt, um massive Eingriffe für Mutter und Kind zu vermeiden. Leitung und Durchführung: Frau D. Michaela Blitschnau, Wien Für homöopatische Behandlung besonders geeignet sind folgende Komplikationen: Geburtsstillstand Wehenschwäche Atonie zu heftige Wehen Muttermundrigidität Postpartale Blutung Geburtsverletzungen 30

31 Projekt 3 Haunersche Kinderklinik der LMU-München Komplementäre homöopatische Behandlung der kleinen Patienten im stationären und ambulanten? Bereich wird seit ca. 18 Jahren erfolgreich durchgeführt. Leitung: Frau Dr. Birgit Kruse Für homöopatische Behandlung besonders geeignet sind z.b. folgende Krankheitsbilder: ADHS Allergien Asthma bronchiale Neurodermitis Akute und chronische Infekte Unruhe, Ängste 31
[...]

36 Homöopathie (similia similibus curentur) Funktioniert im Prinzip wie eine Impfung Krankheitserreger Impfstoff Abwehrreaktion (abgeschwächter Erreger) Krankheit Arzneimitel Heilungsreaktion (mit spez. Symptomen) (das die Symptome der Krankheit beschreibt, in abgeschwächter Form) 36
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Ich fordere von der Ludwig-Maximilians-Universität München Rechenschaft darüber, wie diese Dinge, die von Oberprieler explizit aufgeführt werden, an und bei dieser Universität in all diesen 18 Jahren (eventuell sogar mehr) stattfinden konnten.




Am 14.2.2018 wurde in dem genannten Artikel des Focus eine Stellungnahme der Ludwig-Maximilians-Universität München erwähnt:

https://www.focus.de/gesundheit/news/das-grosse-wachstum-ist-erstmal-vorbei-vertrauen-bei-patienten-und-aerzten-schwindet-verkauf-homoeopathischer-mittel-sinkt_id_8464222.html

Zitat:

[*QUOTE*]
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Mittwoch, 14.02.2018, 07:29
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Mehr "kritische Distanz" in der Medizinerausbildung

Auch bieten selbst angesehene Universitäten oftmals Vorlesungen in Homöopathie als Wahlpflichtfach im Medizinstudium an. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München sah sich in der vergangenen Woche erheblicher Kritik in den sozialen Medien ausgesetzt: In Vorlesungsunterlagen zur Allgemeinmedizin hatte ein LMU-Dozent behauptet, die Homöopathie funktioniere "im Prinzip wie eine Impfung". Auch hatte er auf fragwürdige Krebs-Experimente an Ratten verwiesen, denen eine "immaterielle Wirkung" der Präparate womöglich das Leben verlängert habe.

Auf Nachfrage erklärt die Uni nun, sie wolle eine "kritische Distanz" wahren und die Studienunterlagen überarbeiten. Aus Sicht der Hochschule gebe es "keine wissenschaftliche Grundlage" für die Homöopathie, erklärt ein Sprecher - hierauf werde in Vorlesungen bereits hingewiesen. Auch in einer Klausur sei eine Frage zur Homöopathie "unglücklich" formuliert gewesen, da sie als unkritisch missverstanden werden könnte. In der aktuellen Semesterklausur sehe es nun anders aus, betont er: Es gebe keine Frage mehr, "die diagnostisches ober therapeutisches Wissen der Homöopathie abfragt". "Wir möchten keine Empfehlung zu homöopathischem Handeln an die Studierenden geben."
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Wie verflucht vollverblödet muß eine ganze Universität sein, daß sie nicht von selbst darauf kommt, daß Homöopathie Betrug ist?

Wie verflucht vollverblödet muß eine ganze Universität sein, daß sie es zuläßt, daß an der Haunerschen Kinderklinik sogar lebensgefährlich kranke Neugeborene der Idiotie Homöopathie und ihren Risiken ausgesetzt werden?


Wie verflucht skrupellos und korrupt muß eine ganze Universität sein, daß sie erst nach 18 Jahren (so ein klitzekleines bißchen) zurückrudert?

SELBST JETZT müßte die Ludwig-Maximilians-Universität München, wenn sie den Namen Universität zu recht tragen wollte, Homöopathie AUF DER STELLE und VOLLSTÄNDIG aus ihrem Programm streichen.

Doch sie hat es nicht getan.



Schon vor SIEBEN JAHREN wurde im TG-1 eine vernichtende Kritik an der Ludwig-Maximilians-Universität München öffentlich gemacht:

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    Die Akte Klinikum der Universität München (LMU) >
    Verlogener Sauhaufen, Betrüger, oder ganz einfach Wahnsinnige?
« on: December 03, 2010, 05:02:26 AM »

In Deutschland ist man seines Lebens nicht mehr sicher. Damit meine ich nicht die Kriminalität auf der Straße, sondern die in der Medizin. Organisierte Bandenkriminalität hat sich tief in die deutschen Universitäten eingefressen und ganze Lehrstühle übernommen. Auch in der Medizin. Wenn es sich bei den Opfern um Hilflose und Wehrlose - und dabei vor allem um Kinder - handelt, ist das Ende der Fahnenstange weit überschritten. Die Medizin in Deutschland befindet sich im freien Fall.

Die Überschrift "Verlogener Sauhaufen, Betrüger, oder ganz einfach Wahnsinnige?" habe ich mit Bedacht gewählt und ich kann sie sehr wohl begründen.

Heute, am 2.12.2010, veröffentlicht das "Klinikum der Universität München" folgende Pressemeldung, die ich hier vollständig wiedergebe:

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/de/Pressestelle/Pressemeldungen/101202_Homoeopathie/index.html

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Klinikum der Universität München » Pressestelle » Pressemeldungen » Homöopathie findet erfolgreiche Anwendung in der Kinderheilkunde
02.12.2010 13:00

Homöopathie findet erfolgreiche Anwendung in der Kinderheilkunde
9. Internationales Symposium "Homöopathie in Klinik, Praxis und Forschung"
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mehr:
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6774.0


Die OFFIZIELLE Aussage des "Klinikum der Universität München" im Dezember 2010:

"Homöopathie findet erfolgreiche Anwendung in der Kinderheilkunde"

Zitat aus der Pressemitteilung:

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Das Spektrum der homöopathisch behandelten Krankheiten erstreckt sich von akuten Beschwerden wie Husten, Schnupfen und Ohrenentzündungen über chronische Erkrankungen wie z. B. Allergien, Neurodermitis, Asthma, Migräne, ADHS und Tic, bis hin zu schwersten Krankheitsbildern wie Epilepsie, Krebserkrankungen oder Hirnblutungen bei Frühgeborenen auf der Intensivstation", so Dr. Kruse.
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« Last Edit: February 16, 2018, 11:49:50 PM by ama »
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Thymian

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Re: Es stürmt im Wasserglas: Homöophantasten kriegen Fracksausen
« Reply #6 on: February 20, 2018, 12:47:49 AM »

Kleine Pointe am Rande: Der Artikel ist keiner von Focus, sondern ein Agentur-Artkel der DPA und stammt allem Anschein nach von Hinnerk Feldwisch-Drentrup:

https://twitter.com/hfeldwisch/status/963676915709235201

[*quote*]
Hinnerk Feldwisch @hfeldwisch
Feb 13

"Das große Wachstum ist erstmal vorbei": Über Jahre boomte der #Homöopathie-Markt - nun sinkt der Absatz, schreibe ich @dpa_science. Und: nach Kritik überdenkt @LMU_Muenchen Medizinerausbildung in Sachen Globuli & Co #UniOhneHomoeopathie
[*/quote*]


Hinnerk Feldwisch-Drentrup ist die eine Hälfte von medwatch.de. Dazu sag ich jetzt mal nichts. 8)

Moses2

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Re: Es stürmt im Wasserglas: Homöophantasten kriegen Fracksausen
« Reply #7 on: February 20, 2018, 11:00:48 PM »

"Kleine Pointe"? Ama hat den Feldwisch-Drentrup zerlegt. Medwatch hat schlechte Karten.  8)


[Den Namen korrigiert. Fernseh-Geschädigte wissen: Feldbusch ist die Fernsehsendezeit-ruinöse Verona. ET]
« Last Edit: February 21, 2018, 12:28:57 AM by el_Typo »
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Save the Whales! Rule the Seas!

Thymian

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Re: Es stürmt im Wasserglas: Homöophantasten kriegen Fracksausen
« Reply #8 on: February 21, 2018, 11:33:32 PM »

Einen dermaßen aufgebauschten Artikel zu zerlegen ist nicht besonders schwer. Das "Storytelling" der Journalisten ist genauso ätzend wie Fernsehreklame für Gemüsezerkleinerer, Wischmobs und Bratpfannen. Fast keine oder gar keine Fakten, dafür Zeilenhonorar für Bartwickelmaschine und Nebelkerzenwerfer. Die Märchen aus 1001 Nacht dagegen brillieren geradezu mit penetranter Faktenfülle und spartanisch kurzer Prägnanz.
Pages: [1]