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Author Topic: Die Post verkauft Kundendaten  (Read 1097 times)

Krant

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Die Post verkauft Kundendaten
« on: April 14, 2018, 06:03:00 PM »

Der Sturm im Wasserglas ist weg. Das Wasserglas ist weg. Die Daten der Kunden sind... weg.

Die Meldung des Spiegel ist vom 3.4.2018. Ist etwas Sinnvolles getan worden? Nein. War das abzusehen? Ja.

Ein Déjà-vu.


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/deutsche-post-verkauft-daten-an-parteien-illegal-ist-das-nicht-a-1201057.html

Zitat:

[*quote*]
Deutsche Post verkauft Daten an Parteien - illegal ist das nicht

Wahlkampf mit Post-Daten
Das Geschäft mit den Mikrozellen

Die Deutsche Post hat Daten über Haushalte an Parteien im Wahlkampf verkauft. Und die haben damit ihre Strategie optimiert. Das ist legal - wie umstritten. Jetzt prüfen Datenschützer den Adresshandel.

Von Valerie Höhne
Dienstag, 03.04.2018   20:56 Uhr

Es geht um eine riesige Datenbank, Millionen von Privatadressen und um umstrittene Praktiken im Bundestagswahlkampf. Die Deutsche Post hat im vergangenen Jahr Daten über Haushalte an die CDU und FDP vermietet. Für manche klingt das nach einem gewaltigen Skandal. Allerdings: Solch ein Handel ist legal - und nicht einmal ungewöhnlich.

Die CDU hat auf Basis der Post-Daten ihren Haustürwahlkampf aufgebaut, die FDP Wahlwerbung an bestimmte Zielgruppen verschickt. Die "Bild am Sonntag" berichtete am Osterwochenende darüber. Die Informationen sind nicht völlig neu, doch nach dem jüngsten Skandal um ein gewaltiges Daten-Leck bei Facebook ist die Öffentlichkeit besonders sensibilisiert.

Damit die eigenen Daten bei der Post nicht zu Werbezwecken weitergegeben und verwendet werden, müsste man schriftlich widersprechen. Das machen nicht viele. So bleibt der Post ein riesiger Datensatz. Über die Tochterfirma "Deutsche Post Direkt GmbH" werden diese personenbezogenen Daten verarbeitet und - anonymisiert, so versichert es das Unternehmen - weitergegeben.

Die Daten, die die Post zur Verfügung stellt, beziehen sich auf sogenannte "Mikrozellen" und umfassen durchschnittlich 6,6 Haushalte. Die Post berechnet für diese einen statistischen Wahrscheinlichkeitswert. So lässt sich eine begründete Vermutung aufstellen. Zum Beispiel diese: Gemessen an den erhobenen Daten erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Haushalt CDU-affin ist.

Praxis ist legal

Die Praxis ist nicht verboten. In einer Pressemitteilung der Post heißt es: "Die Aufsichtsbehörde hat sich das Geschäftsmodell der Deutschen Post Direkt vorstellen und erläutern lassen, ohne dass es Beanstandungen gegeben hätte." Die Aufsichtsbehörde ist in dem Fall die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW. Inzwischen ließ die Behörde allerdings mitteilen, dass sie den Adresshandel während des Wahlkampfs 2017 prüft.
[*/quote*]

Die wesentliche Substanz: "Die Aufsichtsbehörde hat sich das Geschäftsmodell der Deutschen Post Direkt vorstellen und erläutern lassen, ohne dass es Beanstandungen gegeben hätte."

Taschendiebe empfinden ihre Berufstätigkeit als ebenso legal wie Bundestagsabgeordnete ihre selbstbedienten Diätenerhöhungen. Warum sollte die Post da eine Ausnahme machen? Und warum sollten die Aufsichtsbehörden sich irgendwelcher Schuld bewußt sein? Legal, illegal, scheißegal!

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag fand am 24. September 2017 statt. Am 24. April 2018, das ist in 10 Tagen, wird die neue Regierung, eine GroKo, vielleicht zu sich selbst gefunden haben, 7 Monate nach der Wahl. 7 Monate, das ist ein Achtel der gesamten Legislaturperiode von 4 Jahren!

4 Jahre, und ein Achtel davon mit infantiler Neurosenpflege verplempert. Der Bundestag kostet die Bevölkerung pro Jahr 459 Millionen Euro.

7/12 *459 = 267,75 Mio Euro

267,75 Millionen Euro hat dieser neue Politikerneurosenkindergarten die Bürger bis jetzt gekostet. Wieviele Schulen hätten damit versorgt werden können? Wieviele Krankenhäuser hätten damit versorgt werden können?

Spielt bei solchen Summen Datenschutz eigentlich noch irgendeine Rolle? Spielt überhaupt noch etwas eine Rolle? Besteht der Sinn der Existenz dieses Staates nur noch darin, einen Haufen erwachsener Rotzgören durchzufüttern und tatenlos zuzusehen, wie sie, zusammen mit anderen Rotzgören in anderen Ländern, die ganze Erde vor die Hunde gehen lassen?

Ach ja: "Sollen sie doch Kuchen essen!"
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RubyCat

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Re: Die Post verkauft Kundendaten
« Reply #1 on: April 14, 2018, 07:56:58 PM »

@Archiv: Das Déjà-vu. muß sich doch finden lassen?

Kristallkugelwächterin

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Das Bügeleisen im Weltall
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