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Author Topic: Der spanische Rammbock, Montgomery und Bajic und die organisierte Kriminalität  (Read 88 times)

Julian

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Bei der EU-Kommission haben die spanischen Sozialisten eine Anfrage gestellt. Hier ist der ganze Text, einschließlich des spanischen Originals, in einem seraraten Post:

Der sozialistische Rammbock gegen die großkapitalistische Zuckermafia
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9769.0


Mir geht es um die Kernaussage:

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+WQ+E-2018-002348+0+DOC+XML+V0//EN
[*quote*]
Parliamentary questions
26 April 2018   
E-002348-18
Question for written answer
to the Commission
Rule 130
Soledad Cabezón Ruiz (S&D)

Subject:  Revision of the designation of homeopathic substances as medicinal products under Directive 2001/83/EC

There is growing concern in Europe about the lack of scientific evidence to support the effectiveness of homeopathy. In addition, there are cases where homeopathy is used instead of medical treatment, which puts patients’ health at risk, for example in the case of serious diseases, such as cancer.
[...]
[*/quote*]


[*quote*]
...there are cases where homeopathy is used instead of medical treatment, which puts patients’ health at risk, for example in the case of serious diseases, such as cancer.
[*/quote*]

"Homöopathie ANSTATT einer medizinischen Behandlung". Das ist eine präzise und starke Aussage. Stark vor allem, weil sie den Gegensatz zeigt: hier Medizin, da Mist.

Homöopathie ist keine Medizin. Das muß man auch so klar sagen.

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Julian

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Vom Ärztetag berichtet die Ärztezeitung am 14.5.2018. Darin zitiert sie:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95138/Behandlungsspektrum-von-Heilpraktikern-sollte-eingeschraenkt-werden

[*quote*]
Deutsches Ärzteblatt

Ärzteschaft
Behandlungsspektrum von Heilpraktikern sollte eingeschränkt werden
Montag, 14. Mai 2018
/Maybaum

Erfurt – Der 121. Deutsche Ärztetag unterstützt die Pläne von Union und SPD, im Interesse der Patientensicherheit das zulässige Behandlungsspektrum von Heilpraktikern auf den Prüfstand zu stellen. Besonders dringlich sei es, Heilpraktiker von invasiven Maßnahmen wie chirurgischen Eingriffen, Injektionen und Infusionen auszuschließen. Gleiches gelte für die Behandlung von Krebserkrankungen.

"Die moderne, evidenzbasierte Medizin stellt – anders als dies vor Jahrzehnten bei Erlass des Heilpraktikergesetzes der Fall war – für viele Krebserkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bereit. Der Erfolg dieser Behandlungen hängt oft entscheidend von einem rechtzeitigen Behandlungsbeginn ab", begründet der Ärztetag seine Forderung. Es könne nicht länger zugelassen werden, dass auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis der rechtzeitige Beginn einer wirksamen Behandlung verzögert oder verhindert wird.

aerzteblatt.de

    Tod von drei Krebspatienten: Anklage gegen Heilpraktiker erhoben
    Heilpraktiker: ÄK Sachsen-Anhalt fordert Tätigkeitsbeschränkungen
    Heilpraktikerprüfungen: Reformentwurf unzureichend

Nach Ansicht der Delegierten müssen Union und SPD schnell handeln. Die derzeitige Rechtslage setze Patienten „erheblichen Risiken“ aus, wie nicht zuletzt die tragischen Todesfälle in Brüggen-Bracht gezeigt hätten, heißt es weiter. Die Bundesregierung solle dabei den ärztlichen Sachverstand einbeziehen.
© may/EB/aerzteblatt.de
[*/quote*]


Das deckt sich mit dem, was die Bundesärztekammer bereits mit Datum 11.5.2018 veröffentlichte. Ich zitiere:

http://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/terminservicestellen-freiberuflichkeit-statt-konzernbildung-heilpraktiker-tabakaussenwerbeverbot/
[*quote*]

121. Deutscher Ärztetag: Zusammenfassung II 11.05.2018
#Terminservicestellen #Freiberuflichkeit statt Konzernbildung #Heilpraktiker # Tabakaußenwerbeverbot
[...]
Behandlungsspektrum von Heilpraktikern einschränken

Dagegen begrüßt der 121. Deutsche Ärztetag das Ansinnen von Union und SPD, im Interesse der Patientensicherheit das zulässige Behandlungsspektrum von Heilpraktikern auf den Prüfstand zu stellen. Die Bundesregierung solle dieses Vorhaben zügig angehen und dabei den ärztlichen Sachverstand einbeziehen.

Besonders dringlich sei es, Heilpraktiker von invasiven Maßnahmen wie chirurgischen Eingriffen, Injektionen und Infusionen auszuschließen. Gleiches gelte für die Behandlung von Krebserkrankungen. „Die moderne, evidenzbasierte Medizin stellt – anders als dies vor Jahrzehnten bei Erlass des Heilpraktikergesetzes der Fall war – für viele Krebserkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bereit. Der Erfolg dieser Behandlungen hängt oft entscheidend von einem rechtzeitigen Behandlungsbeginn ab“, begründet der Ärztetag seine Forderung. Es könne nicht länger zugelassen werden, dass auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis der rechtzeitige Beginn einer wirksamen Behandlung verzögert oder verhindert wird.
[...}

Qualitätssicherung neu justieren

Darüber hinaus forderten die Abgeordneten vom Gesetzgeber eine Neujustierung der Qualitätssicherung. In den letzten Jahren sei es aufgrund der zunehmenden Anforderungen der externen Qualitätssicherung zu einer Ressourcenverlagerung von der Patientenversorgung hin zur Dokumentation gekommen. Zusätzliche rücke das sinnvolle interne Qualitätsmanagement zunehmend in den Hintergrund.

„Der vom Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) häufig verwendete und gut klingende Begriff der Patientenzentrierung wird durch die derzeitig im Wesentlichen auf Indikatoren basierende Qualitätsmessung gerade nicht erreicht“, kritisiert die Ärzteschaft.

Das Bundesgesundheitsministerium solle die überbordenden externen Qualitätssicherungsmaßnahmen reduzieren, ihren Nutzen bewerten und Ressourcen vermehrt in die Sicherung von Struktur- und Prozessqualität lenken.
[...}
Druckfähige Fotos von der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Ärztetages stehen unter
http://www.aerzteblatt.de/bildservice
zum kostenlosen Download zur Verfügung.
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Geht man jedoch noch weiter zurück, findet man diese fast völlig identische Aussage von Rudolf Henke, dem Vorsitzenden des Marburger Bundes. Die Nummer 12/2017 irritiert. Es handelt sich nicht um den Dezember als Datum, sondern um den 1.9.2017!

https://www.marburger-bund.de/mbz/12-2017
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Ausgabe 12/2017
01. September 2017
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https://www.marburger-bund.de/mbz/12-2017/kommentar/vorsicht-verwirrung

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Zurück zur Ausgabe 12/2017

Autor
Rudolf Henke
1. Vorsitzender des Marburger Bundes

Vorsicht Verwirrung!

Von Rudolf Henke

Vor einiger Zeit erhielt ich einen Brief besorgter Eltern, die mir über die Krankengeschichte ihres an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankten Sohnes berichteten. Der Sohn hatte zunächst auf ärztliche Hilfe verzichtet und sich statt dessen in die Behandlung eines Heilpraktikers begeben. Erst nach Monaten fortschreitender Erkrankung gelang es den Eltern, ihren Sohn von der Notwendigkeit einer ärztlichen Behandlung zu überzeugen, die dann als multimodale Therapie und bis dato gutem Ergebnis in einer Klinik für Hämatologie und Onkologie eingeleitet wurde.

Natürlich ist es das gute Recht selbstbestimmt lebender Menschen und Ausdruck ihrer allgemeinen Handlungsfreiheit, sich auch bei schwerer, lebensbedrohender und dennoch heilbarer Krankheit gegen medizinische Hilfe, gegen ärztliche Behandlung zu entscheiden. Wo die Entscheidung des Kranken als oberstes Gebot gilt („voluntas aegroti suprema lex“), kann eine ärztliche Behandlung nur bei juristisch einwandfrei festgestellter Entscheidungsunfähigkeit eines Kranken gegen dessen Willen durchgesetzt werden. Die gegen den Willen des entscheidungsfähigen Patienten durchgesetzte in sich noch so sinnvolle Behandlung gilt in unserem Rechtssystem als Körperverletzung, und für solche Körperverletzung drohen empfindliche Strafen.

Um so wichtiger ist aber dann das Wissen des Kranken, der seine Entscheidung trifft. Zu diesem Wissen zählt im vorhin geschilderten Fall auch, dass Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker keinen Gesundheitsfachberuf ausüben.

Die von Heilpraktikern zu absolvierende „Gefahrenabwehr­überprüfung“ beinhaltet keine positive Feststellung einer theoretisch und oder praktisch erworbenen Qualifikation, sondern lediglich die negative Feststellung, dass von der betreffenden Person keine Gefahr für die Volksgesundheit ausgehen soll.

Das Heilpraktikerwesen steht somit außerhalb der sonst im Gesundheitswesen geltenden Anforderungen an klar definierte fachliche Qualifikationen auf der Basis fundierter Standards und an eine hohe Qualität und Sicherheit in der Patientenversorgung. Es lässt sich in diese Anforderungen auch nicht integrieren, denn es ist gerade das zentrale Merkmal des Heilpraktikerwesens, außerhalb geltender Standards und allgemein anerkannter Wirksamkeitsmechnismen tätig werden zu dürfen.

Der 120. Deutsche Ärztetag 2017 hat den Gesetzgeber deshalb aufgefordert, den Schutz von Patientinnen und Patienten bei der Ausübung von Heilkunde zu verbessern und die Rechte von Heilpraktikern so zu gestalten, dass deren Tätigkeit keine Gefährdung für Patienten darstellt.

Vom derzeit zulässigen und bereits durch den ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehaltenen Aufgabenbereich eingeschränkten Tätigkeitsumfang von Heilpraktikern sind – so der Ärztetag – alle invasiven Maßnahmen (wie chirurgische Eingriffe, Injektionen und Infusionen) sowie die Behandlung von Krebserkrankungen auszuschließen.

Vorschläge, das Heilpraktikerwesen durch eine staatlich anerkannte Ausbildung oder gar durch akademische Qualifikationen zu reformieren, weisen in die falsche Richtung. Die Erklärung des Präsidenten des Medizinischen Fakultätentages, Heyo K. Kroemer, ist insoweit zu akzeptieren, als komplementärmedizinische Ansätze eine wertvolle Ergänzung zu schulmedizinischen Verfahren sein können. Ich widerspreche ihm aber in der Aussage, die hohen, seit langem etablierten Standards der medizinischen Ausbildung müssten in ähnlicher Weise auch für die Ausbildung der Heilpraktiker greifen. Die in diesem Fall überhaupt geeignete akademische Qualifikation wäre ja gerade die des Arztes, der Ärztin. Oder wollen die Medizinischen Fakultäten in Zukunft unterscheidliche Ausbildungsgänge für Ärzte und für Heilpraktiker anbieten. Das kann ja wohl kaum sein.

Im Interesse der Patientensicherheit muss eine Reform des Heilpraktikergesetzes (HeilprG) deswegen vor allem den Umfang der Tätigkeitserlaubnis in den Blick nehmen. Besondere Gefahren gehen von allen invasiven Maßnahmen aus.

Außerdem sind bestimmte Erkrankungskonstellationen von der Erlaubnis auszunehmen. Dies ist schon in der Vergangenheit z.B. für die Geburtshilfe und Geschlechtskrankheiten geschehen. Aus heutiger Sicht muss auch die Behandlung von Krebserkrankungen von der Erlaubnis ausgenommen werden.

Die moderne, evidenzbasierte Medizin stellt – anders als dies vor Jahrzehnten bei Erlass des Heilpraktikergesetzes der Fall war – für viele Krebserkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bereit. Der Erfolg dieser Behandlungen hängt oft entscheidend von einem rechtzeitigen Behandlungsbeginn ab. Es kann deswegen nicht länger zugelassen werden, dass es auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis zu Verzögerungen der Einleitung einer erfolgversprechenden Krebsbehandlung kommt.

Marburger Bund Zeitung
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Tel.: +49 30 2408303-23
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© Marburger Bund 2016
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Interessant ist dabei die Entwicklung- Während Rudolf Henke noch von Krebsbehandlungen schrieb, ist das bei der Bundesärztekammer am 11.5.2018 auch noch so, aber am 14.5.2018 ist es bei der Ärztezeitung schon verallgemeinert:

Rudolf Henke, Marburger Bund, 1.9.2017

Die moderne, evidenzbasierte Medizin stellt – anders als dies vor Jahrzehnten bei Erlass des Heilpraktikergesetzes der Fall war – für viele Krebserkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bereit. Der Erfolg dieser Behandlungen hängt oft entscheidend von einem rechtzeitigen Behandlungsbeginn ab. Es kann deswegen nicht länger zugelassen werden, dass es auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis zu Verzögerungen der Einleitung einer erfolgversprechenden Krebsbehandlung kommt.
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Bundesärztekammer, 11.5.2018:

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Besonders dringlich sei es, Heilpraktiker von invasiven Maßnahmen wie chirurgischen Eingriffen, Injektionen und Infusionen auszuschließen. Gleiches gelte für die Behandlung von Krebserkrankungen. „Die moderne, evidenzbasierte Medizin stellt – anders als dies vor Jahrzehnten bei Erlass des Heilpraktikergesetzes der Fall war – für viele Krebserkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bereit. Der Erfolg dieser Behandlungen hängt oft entscheidend von einem rechtzeitigen Behandlungsbeginn ab“, begründet der Ärztetag seine Forderung. Es könne nicht länger zugelassen werden, dass auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis der rechtzeitige Beginn einer wirksamen Behandlung verzögert oder verhindert wird.
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Ärztezeitung, 14.5.2018:

"Die moderne, evidenzbasierte Medizin stellt – anders als dies vor Jahrzehnten bei Erlass des Heilpraktikergesetzes der Fall war – für viele Krebserkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bereit. Der Erfolg dieser Behandlungen hängt oft entscheidend von einem rechtzeitigen Behandlungsbeginn ab", begründet der Ärztetag seine Forderung. Es könne nicht länger zugelassen werden, dass auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis der rechtzeitige Beginn einer wirksamen Behandlung verzögert oder verhindert wird.
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Das ist der Kern der Sache: Die Verzögerung einer wirksamen Behandlung - mit was auch immer.

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Es könne nicht länger zugelassen werden, dass auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis der rechtzeitige Beginn einer wirksamen Behandlung verzögert oder verhindert wird.
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In einem anderen Thread geht es um Homöopathie:

Wenn der Präsident der Bundesärztekammer die Kollegen bescheißt...
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9756.0


Frank Montgomery hatte dem Bayerischen Rundfunk ein Interview gegeben. Ich zitiere aus der Sendung vom 8.5.2018:

https://www.br.de/nachrichten/frank-ulrich-montgomery-aerztetag-homoeopathie-100.html

[*quote*]
Präsident der Bundesärztekammer
Montgomery: Ärzte dürfen weiterhin Homöopathen sein
[...]

"Es ist eine Tatsache, dass Homöopathie vielen Menschen hilft. Wichtig ist, dass es jemand macht, der weiß wann sie nicht mehr helfen und dann auf normale schulmedizinische Verfahren umsteigen kann."
Frank Ulrich Montgomery
[*/quote*]

Man muß nicht hochbegabt sein, um die frappierende Ähnlichkeit zu erkennen.


Bundesärztekammer:

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Es könne nicht länger zugelassen werden, dass auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis der rechtzeitige Beginn einer wirksamen Behandlung verzögert oder verhindert wird.
[*/quote*]

Frank Ulrich Montgomery:

[*quote*]
Es ist eine Tatsache, dass Homöopathie vielen Menschen hilft. Wichtig ist, dass es jemand macht, der weiß wann sie nicht mehr helfen und dann auf normale schulmedizinische Verfahren umsteigen kann.
[*/quote*]


Während die Bundesärztekammer die Rechte der Kranken schützen will, tut Montgomery das genaue Gegenteil. Bei Montgomery ist es völlig legitim, herumzutrödeln mit Homöopathie, bevor irgendwann wirksame Medizin eingesetzt wird.

Die Bundesärztekammer greift Heilpraktiker an - Montgomery verteidigt Homöopathen. Zum Beispiel seine eigene Frau, die eine Homöopathin ist, wie inzwischen herausgefunden wurde:

http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9756.msg23286#msg23286


Mindestens 3/4 der Heilpraktiker sind Homöopathen. Aber auch 7000 Ärzte sind Homöopathen. Beide, Heilpraktiker und Homöopathen, haben von Medizin keine Ahnung.

Rudolf Henke schreibt zu recht:

https://www.marburger-bund.de/mbz/12-2017/kommentar/vorsicht-verwirrung

[*quote*]
Um so wichtiger ist aber dann das Wissen des Kranken, der seine Entscheidung trifft. Zu diesem Wissen zählt im vorhin geschilderten Fall auch, dass Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker keinen Gesundheitsfachberuf ausüben.
[*/quote*]

Keinen "Gesundheitsfachberuf".  Warum nicht? Weil sie keine ausreichende fachliche Ausbildung erfolgreich absolviert haben. Bei den Homöopathen unter den Ärzten gilt das aber gleichermaßen, denn ihr Glaube an die Homöopathie (oder ihre Skrupellosigkeit, mit der sie die trotz besseren Wissens ausüben) beweist, daß ihre medizinischen Kenntnisse extrem mangelhaft sind. So mangelhaft, daß man ihnen keine Kranken anvertrauen darf.


Während Henke und der Ärztetag (also die Bundesärztekammer) pro domo gegen Heilpraktiker argumentieren, und Frank Montgomery offenkundig pro Ehefrau (und als Anhängsel die 7000 homöopathischen "Ärzte"),  sollte man ganz klar einen anderen Punkt hinzunehmen, der bereits erwähnt wurde: "Qualitätssicherung".
 
http://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/terminservicestellen-freiberuflichkeit-statt-konzernbildung-heilpraktiker-tabakaussenwerbeverbot/
[*quote*]

121. Deutscher Ärztetag: Zusammenfassung II 11.05.2018
#Terminservicestellen #Freiberuflichkeit statt Konzernbildung #Heilpraktiker # Tabakaußenwerbeverbot
[...]
Qualitätssicherung neu justieren

Darüber hinaus forderten die Abgeordneten vom Gesetzgeber eine Neujustierung der Qualitätssicherung. In den letzten Jahren sei es aufgrund der zunehmenden Anforderungen der externen Qualitätssicherung zu einer Ressourcenverlagerung von der Patientenversorgung hin zur Dokumentation gekommen. Zusätzliche rücke das sinnvolle interne Qualitätsmanagement zunehmend in den Hintergrund.
[*/quote*]


Wenn es  wirklich um Qualitätverbesserung geht - die ist leicht zu erreichen durch das Verbot der Heilpraktiker (für die pro domo denkenden Ärzte ein erheblicher Gewinn) und durch ein Verbot der Homöopathie, nicht nur für Heilpraktiker (die es dann nicht ohnehin mehr gibt), sondern auch in der gesamten Medizin.

Vor die Wahl gestellt, alles zu verlieren oder nur ihre 7000 nützlichen Idioten in der Ärzteschaft, würde die Homöopathie-Industrie-Mafia alles daran setzen, komplett auf Privatverbrauch abzustellen, einem Trend, dem sie ohnehin schon lange folgt, und die 7000 Ärzte als Bauernopfer hingeben.


Die Bundesärztekammer  ist eine politische Organisation. Rudolf Henke ist Spitzenpolitiker, nicht nur als Gewerkschafter (der Marburger Bund ist de fakto eine Gewerkschaft) und Landtagsabgeordneter (der CDU).

Die Angelegenheit ist eine der Politik. Die Politik muß endlich die Fehler der Vergangenheit beseitigen, der braunen, der schwarz/rot/gelb/grün- und sonstwie karierten, und begreifen, daß Qualität in der Medizin vor allem bedeutet, Fehler auszusortieren.

Wenn die Bundesärztekammer die Heilpraktiker raus haben möchte aus der Medizin, muß sie auch die Homöopathie entfernen, und mit der Homöopathie jene 7000 Pseudoärzte.

Beide, Heilpraktiker und Homöopathen, vergeuden wertvolle Lebenszeit der Kranken und fügen ihnen schweren und irreparablen Schaden zu.. Beide, Heilpraktiker und Homöopathen, müssen verschwinden.
« Last Edit: May 17, 2018, 02:10:18 AM by Julian »
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