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Author Topic: Ertrinken sieht nicht aus wie ertrinken  (Read 602 times)

PharoLexan

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Ertrinken sieht nicht aus wie ertrinken
« on: June 13, 2018, 03:06:50 PM »

In all dem Müll im WWW gehen lebenswichtige Dinge unter.  Ivan Deutsch hat eine Tabelle https://twitter.com/IvanDeutsch/status/1003262478191661056

[Zitat]
Ivan Deutsch‏ @IvanDeutsch

Information created worldwide (in zettabytes):
2005 - 0.1 ZB
2010 - 2 ZB
2015 - 12 ZB
2020 - 47 ZB
2024 - 163 ZB

A terabyte is equal to 1,024 gigabytes.
A petabyte is equal to 1,024 terabytes.
An exabyte is equal to 1,024 petabytes.
A zettabyte is equal…
[/Zitat]

1 Zettabyte = 1014 * 1 Exabyte
                   = 1024 *  1024 * 1 Petabyte
                   = 1024 *  1024 * 1024 * 1 Terabyte
                   = 1 Milliarde Terabyte

Eine Festplatte mit 1 Terabyte kann man heute um die 25 Euro kaufen.

1 Zettabyte = 1 Milliarde Festplatten zu je 1 Terabyte.

Laut dieser Statistik



https://pbs.twimg.com/card_img/1005825235638251521/iCUmJMzD?format=jpg&name=600x314

kann man für 2018 eine Datenmenge von 30 Zetabyte schätzen. Das entspricht 30 Milliarden Festplatten zu je 1 Terabyte.

Auf der Erde leben knapp über 7 Milliarden Menschen. Um die Menge von 30 Zetabyte zu verteilen, müßte jeder dieser Menschen 4 Festplatten zu 1 Terabyte haben. Anders ausgedrückt: Die Datenmenge ist so groß, daß sie für jeden einzelnen Menschen auf der Erde 4 Festplatten zu  je 1 Terabyte entspricht.

Um diese riesigen Datenmengen auch nur 1x speichern zu können, ohne jedes Backup, braucht man 30 Milliarden Festplatten zu je 1 Terabyte.

Um auch nur ein einziges Backup zu machen, braucht man noch einmal 30 Milliarden Festplatten zu je 1 Terabyte.

In 2 Jahren sind es schon 47 Milliarden Festplatten zu je 1 Terabyte. Plus 47 Milliarden für 1x Backup.

Wo bleibt da noch der Mensch?

All der Datenmüll, der uns im WWW entgegenquillt, läßt lebenswichtige Dinge in der Masse des Mülls ertrinken. Wie einen Menschen in einem See.

Retten wir Menschen! Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche!

Schreibt endlich etwas über die DLRG und über die Rettungstaucher. Und ignoriert den Müll im WWW.

Ist doch nicht zuviel verlangt, oder?


Was machen Rettungstaucher? Das müßt Ihr wissen:

https://www.rettungstaucher.org/2018/05/ertrinken-sieht-nicht-aus-wie-ertrinken/

[Zitat]
rettungstaucher.org Logo

Ertrinken sieht nicht aus wie ertrinken

Als der Kapitän voll bekleidet von Board sprang und durch das Wasser sprintete, irritierte er die anderen Badegäste, die im Wasser schwammen. “Nicht, dass er jetzt denkt, du ertrinkst”, sagte der Mann zu seiner Frau, da sie sich kurze Zeit zuvor mit Wasser bespritzt und geschrien hatten. “Was macht er hier?!”, fragte die Frau leicht gereizt ihren Mann. “Es geht uns gut!”, rief der Mann dem Kapitän zu. Aber der Kapitän ließ sich nicht aufhalten. Er schwamm unnachgiebig an dem Pärchen vorbei und schrie nur kurz “Weg da!”. Denn direkt hinter ihnen, nur wenige Meter entfernt, war die neunjährige Tochter gerade dabei zu ertrinken. Der Kapitän kam in allerletzter Sekunde. Das Mädchen fing an zu weinen und schluchzte: “Papa!”.
Woher wusste der Kapitän aus so vielen Metern Entfernung, dass die Tochter gerade dabei war zu ertrinken und sowohl Mutter als auch Vater dies aus weniger als drei Metern nicht erkennen konnten? Der Kapitän ist ein ehemaliger Rettungsschwimmer der Küstenwache und hat durch eine fachliche Ausbildung gelernt, die Gefahren des Ertrinkens rechtzeitig zu erkennen. Und nein, wenn jemand ertrinkt, dann wird nicht, wie es oft im Fernsehen gezeigt wird, wild geschrien und gewunken.
Sie sollten sicherstellen, dass Sie die Anzeichen des Ertrinkens erkennen. Denn bis die neunjährige Tochter mit letzter Kraft “Papa” sagte, hatte sie nicht einen Ton von sich gegeben. Das Ertrinken ist fast immer ein ruhiger und wortloser Vorgang. In der Realität wird selten gewunken, geschrien oder wie wild gestrampelt.

Das, was Menschen tun, um tatsächliches oder vermeintliches Ertrinken zu verhindern, hat Dr. Francesco A. Pia die instinktive Reaktion (The Instinctive Drowning Response) genannt. Es gibt kein Geschrei, kein Gespritze und kein Gewinke. Überdenken Sie Folgendes: Der Tod durch Ertrinken ist der zweithäufigste Unfalltod (nach Verkehrsunfällen) bei Kindern bis zu einem Alter von 15 Jahren. Auch im nächsten Jahr werden wieder Kinder ertrinken. Etwa die Hälfte wird in einer Entfernung von nicht mehr als 20 Metern von einem Elternteil ertrinken. Und in 10% dieser Fälle wird ein Erwachsener sogar zusehen und keine Ahnung davon haben, was da gerade geschieht. Ertrinken sieht nicht aus wie ertrinken!
Auf folgende Anzeichen müssen Sie beim Baden achten

Dr. Pia erläuterte die instinktive Reaktion auf das Ertrinken in einem Artikel im Coast Guard´s On Scene Magazine:

    In den meisten Fällen sind ertrinkende Menschen physiologisch nicht dazu fähig, Hilfe zu rufen. Da das Atmungssystem auf das Atmen ausgelegt ist und die Sprache die zweite/überlagerte Funktion darstellt, muss zunächst die Atmung sichergestellt werden, bevor die Sprachfunktion stattfinden kann.
    Da sich der Mund beim Ertrinken unter der Wasseroberfläche befindet und nur kurzeitig wieder aus dem Wasser auftaucht, ist die Zeit für das Ausatmen, Einatmen und für einen Hilferuf zu kurz. Sobald sich der Mund einer ertrinkenden Person über der Wasseroberfläche befindet, wird schnell ausgeatmet und wieder eingeatmet, bevor der Kopf wieder unter Wasser abtaucht.
    Ein herbeiwinken ist nicht möglich. Die Arme werden instinktiv seitlich ausgestreckt und von oben auf die Wasseroberfläche gedrückt. Diese Schutzfunktion soll den Körper über der Wasseroberfläche halten, um weiter Atmen zu können.
    Eine bewusste Steuerung der Arme ist bei einer instinktiven Reaktion auf das Ertrinken nicht möglich. Ertrinkende Menschen sind aus physiologischer Sicht nicht dazu fähig, das Ertrinken durch bewusste und gesteuerte Bewegungen abzuwenden. Ein Winken nach Hilfe ist also nicht möglich.
    Während der Dauer des Ertrinkens befindet sich der Körper aufrecht im Wasser.

In der Regel können sich Ertrinkende nur 20 bis 60 Sekunden an der Wasseroberfläche halten, bevor sie untergehen. Nicht viel Zeit für einen Rettungsschwimmer. Selbstverständlich befindet sich eine Person, die schreiend und winkend um Hilfe ruft, in einer ernsthaften Situation. Anders als beim tatsächlichen Ertrinken, können sich die betroffenen Personen an Ihrer eigenen Rettung beteiligen und z.B. nach Rettungsleinen oder -ringen greifen. Dieser Zustand wird als Wassernotsituation bezeichnet. Eine Wassernotsituation muss nicht zwangsläufig vor einer instinktiven Reaktion auf das Ertrinken auftreten.
Weitere wichtige Anzeichen des Ertrinkens

Sie sollten unbedingt auf folgende Anzeichen des Ertrinkens achten:

    Der Kopf ist nach hinten geneigt und unter Wasser. Der Mund befindet sich auf einer Höhe mit der Wasseroberfläche
    Die Augen sind glasig und leer
    Die Augen sind geschlossen
    Die Haaren hängen vor Stirn und/oder den Augen
    Der Körper befindet sich vertikal im Wasser – die Beine werden nicht bewegt
    Der Ertrinkende beschleunigt die Atmung und kämpft nach Luft
    Die Betroffene Person unternimmt den Versuch zu schwimmen, kommt aber nicht voran
    Es wird versucht sich auf den Rücken zu drehen.

Sollte also ein Rettungsschwimmer plötzlich ins Wasser laufen und es sieht für Sie so aus, als wäre alles in Ordnung, dann täuschen Sie sich nicht. Der einfachste Hinweis des Ertrinkens wirkt nicht immer so, als würde jemand ertrinken. Seien Sie also vorsichtig. Wenn Sie sicher gehen wollen, dann fragen Sie die betreffende Person: “Geht es dir gut? Brauchst du Hilfe?”. Erhalten Sie eine Antwort, dann scheint es der Person wirklich gut zu gehen. Wenn nicht, dann bleiben Ihnen nur wenige Sekunden, um ihn zu retten. Und noch ein Hinweis für alle Eltern: Kinder, die im Wasser spielen, sind laut und machen Lärm. Sollte es still werden, dann sollten Sie nachschauen, weshalb.

Der Text ist von Mario Vittone (http://mariovittone.com/2011/05/ertrinken-sieht-nicht-aus-wie-ertrinken/)

25.05.2018|Allgemein

Schlagwörter
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[/Zitat]


Bevor Ihr irgendwo ins Wasser geht: Guckt, wo die Rettungsschwimmer sind!


Tut endlich etwas Sinnvolles: Verbreitet die Links! Schreibt über die Rettungstaucher!

Danke
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RubyCat

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Re: Ertrinken sieht nicht aus wie ertrinken
« Reply #1 on: July 13, 2018, 07:06:12 PM »

push
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