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Author Topic: Schwitzen, Schwindel, Sonnenbrand + Carstens-Stiftung macht billige PR  (Read 77 times)

RadlMadl

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Für die üblichen Verdächtigen.


https://www.carstens-stiftung.de/artikel/top-10-fit-trotz-sommerhitze.html

[*quote*]
Michèl Gehrke, M.A.
Pressesprecher
Telefon: 0201 56 305 61
E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailm.gehrke@carstens-stiftung.de
[*quote*]

In der Seite ist ein Text, den es auch als PDF gibt.


https://www.carstens-stiftung.de/fileadmin/user_upload/pdf/Top10/Top10_Hitze.pdf

[*quote*]
Die Top 10 - Fit trotz Sommerhitze
Schwitzen, Schwindel, Sonnenbrand
1.    Viel trinken
Wussten Sie, dass dehydriert Autofahren ähnlich gefährlich sein kann, wie sich
betrunken an das Steuer zu setzen? Dehydration kann u.a. zu Herz- und Kreislauf-
problemen führen. In den heißen Monaten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr
daher besonders wichtig. Bei Hitze sondert der Körper verstärkt Schweiß ab und
die Blutgefäße weiten sich, um Wärme besser über die Haut abgeben zu können.
Damit dieses natürliche Abkühlungssystem funktioniert, muss genügend Flüssigkeit
zur Verfügung stehen, die auf der Haut verdunsten kann. Deshalb sollten mindes-
tens 1,5 Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt getrunken werden. Neben Wasser
und Mineralwasser sind hierzu auch ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees sowie
stark verdünnte Fruchtsäfte geeignet. Wasserreiche Lebensmittel wie Tomaten,
Gurken und Melonen ergänzen die Flüssigkeitszufuhr. Verzichten sollten Sie auf
Alkohol, da dieser die Wasserausscheidung fördert.
2.    Kühlende und mineralhaltige Lebensmittel
Generell sollten Sie zu leichter Kost mit viel frischem Obst und Gemüse greifen. Die
bereits genannten Tomaten, Gurken und Melonen haben eine kühlende Wirkung,
ähnlich wie Ananas. Aber auch Blattsalate, Kefir, Joghurt und Quark bieten sich an.
Salziges Essen wie gut gewürzte Gemüsesuppen sowie Vollkornprodukte helfen
dabei, die durch das Schwitzen verlorenen Mineralien wieder zuzuführen und den
Elektrolythaushalt des Körpers wieder auszugleichen. Um den Kreislauf zu entlas-
ten sollten mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt erfolgen. Fettes bzw.
kohlenhydratreiches Essen dagegen belastet den Kreislauf zusätzlich und sollte
vermieden werden.
3.    Salbei und Kneipp gegen das Schwitzen
Es gibt Hinweise darauf, dass Salbei-Tee die Intensität von Hitzewallungen verrin-
gert. Wer sich mit dem Geschmack nicht anfreunden kann, findet in Zitronenverbe-
ne oder Pfefferminze möglicherweise lohnende Alternativen. Daneben bringt eine
Dusche Linderung, aber Achtung: Bei heißen Temperaturen sollten Sie nicht eiskalt
duschen, denn frostiges Abbrausen aktiviert die körpereigene Heizung. Die Poren
ziehen sich zusammen und Ihnen wird noch heißer. Duschen Sie an heißen Tagen
lauwarm und lassen Sie sich zur Abwechslung einmal an der Luft trocknen – ganz
ohne Handtuch. Das verdunstende Wasser hat einen kühlenden Effekt. Für eine
© Shutterstock I Sofiaworld
kleine Erfrischung zwischendurch sorgt das kalte Armbad, auch „kneipp‘scher Espres-
so“ genannt. Dazu erst den linken und dann den rechten Arm ca. 20 Sekunden in das
Waschbecken mit richtig kaltem Leitungswasser tauchen. Die Arme dabei leicht bewe-
gen. Beide Arme danach aus dem Wasser nehmen und nur leicht abstreifen.
4.    Die richtige Kleidung
Simpel, aber wirksam: Luftdurchlässige, leichte Stoffe unterstützen den Körper in der
Regulation seines Wärmehaushaltes. Vor allem Baumwolle und Leinen bieten sich an.
Dabei sind helle Farbtöne zu bevorzugen, denn diese reflektieren das Licht besser als
dunkle Stoffe.
5.    Siesta in kühlen Räumen
Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Italienern und machen Sie eine Siesta. Denn wäh-
rend der heißen Mittagsstunden ist es für den Kreislauf am besten, wenn Sie sich in ge-
schlossenen Räumen aufhalten. Um es hier schön kühl zu halten, lüften Sie möglichst in
den kälteren Morgen- bzw. Abendstunden und lassen Sie bei direkter Sonneneinstrah-
lung die Gardinen bzw. Rolläden geschlossen. Bei starken Temperaturschwankungen
– z. B. wenn Sie von drinnen nach draußen gehen – kann es zu leichten Schwindelat-
tacken kommen. Setzen Sie sich dann hin und warten Sie in Ruhe, bis sich Ihr Kreislauf
wieder beruhigt hat.
© Carstens-Stiftung : Natur und Medizin, 2017   
www.carstens-stiftung.de6.    Homöopathie bei Kreislaufbeschwerden
Bei Schwindel, Kreislaufschwäche mit Kältegefühl und niedrigem Blutdruck emp-
fehlen erfahrene homöopathisch tätige Ärzte Veratrum album (Weißer Germer) D6
(5) oder ein homöopathisches Komplexmittel, das die vier Einzelmittel Ambra grisea
(Grauer Amber), Anamirta cocculus (Kokkelskörner), Conium (Gefleckter Schierling)
und Petroleum recificatum (Steinöl) in Potenzen zwischen D3 und D8 kombiniert.
7.    Pflanzliche Mittel bei geschwollenen Beinen
Viele Menschen leiden bei großer Hitze an geschwollenen und teilweise schmerzen-
den Beinen. Das liegt meist daran, dass sich das Blut dort sammelt und einen unan-
genehmen Druck erzeugt. Die erste und einfachste Selbsthilfemöglichkeit ist es, die
Beine hochzulegen. Genügt das nicht, sollte die Blutzirkulation weiter angeregt
werden, etwa durch kalte Güsse, kalte Beinwickel oder Pumpgymnastik. Darüber
hinaus könnten Präparate mit Weinlaub Linderung verschaffen, bei Neigung zu
Krampfadern und Venenschwäche bieten sich hingegen Präparate mit Rosskastanie
an.
8.    Adäquater Sonnenschutz
Insbesondere bei Babys und kleinen Kindern ist eine Kopfbedeckung in der Sonne
obligatorisch. Im Sommer können lange, dünne Ärmel sinnvoll sein, v. a. bei einem
Aufenthalt in der Sonne zur Mittagszeit, wenn die UV-Strahlung am höchsten
ist. Eine passende Sonnenbrille – beim Kauf auf UV-Schutz achten – schützt die
Augen. Die Auswahl einer passenden Sonnencreme lässt sich relativ leicht abschät-
zen: Die sogenannte Eigenschutzzeit hängt vom Hauttyp ab. Hauttyp I (helle Haut,
Sommersprossen, blaue Augen, blonde oder rötliche Haare) bedeutet 10 Minuten
Eigenschutzzeit, Hauttyp II (blonde Haare, graue, blaue oder grüne Augen) 15 Mi-
nuten, Hauttyp III (dunkelblonde Haare, graue oder braune Augen) 20 Minuten und
Hauttyp IV (meist dunkle Haare mit braunen Augen) 30 Minuten. Mit der Formel
Lichtschutzfaktor x Eigenschutzzeit = maximale Verweildauer in der Sonne liegt
man dann ungefähr richtig. Ein Beispiel: Eine Sonnencreme mit dem Faktor 20 mal
15 Minuten (Hauttyp II) würde 5 Stunden Schutz gewähren. Damit ist aber auch
schon die Tagesdosis aufgebraucht. „Nachschmieren“ nützt nämlich nicht mehr
viel. Mehr Informationen zu einem pflanzlichen UV-Schutz – mit Goldtüpfelfarn,
grünem Tee und Co. – erhalten Sie hier.
9.    Schnelle Hilfe bei Sonnenbrand
Wenn doch ein leichter Sonnenbrand auftreten sollte, helfen Joghurt-Umschläge,
die etwa 15 bis 20 Minuten auf die betroffenen Stellen aufgelegt werden können.
Dazu wird ein nicht-fusselndes Baumwolltuch in Joghurt getränkt. Bei einer Mil-
challergie oder bei offenen Hautstellen bitte nicht anwenden! Zur Linderung des
Sonnenbrandes empfiehlt Dr. Christian Lucae, Facharzt für Kinder- und Jugendme-
dizin, Homöopathie und Naturheilverfahren, das homöopathische Mittel Cantha-
ris vesicatoria (z.B. mehrmals täglich 3-5 Globuli D12), wenn es sich um heftige,
brennende Schmerzen handelt. Außerdem kommt Apis mellifica (z.B. mehrmals
täglich 3-5 Globuli D6 oder D12) in Frage, wenn die Haut geschwollen aussieht,
Kühlen deutlich bessert und der Sonnenbrand von Kopfschmerzen mit Durstlosig-
keit begleitet wird. Aus der Pflanzenheilkunde hat sich das Auftragen von reinem
Aloe vera-Gel bewährt.
10.   Sonnenstich und Sonnenallergie
Bei drohendem Sonnenstich (roter, heißer Kopf, pulsierende Kopfschmerzen, leichte
Benommenheit) kann Belladonna angezeigt sein. Hierbei können 3-5 Globuli D12
oder D30 in einem kleinen Glas Wasser aufgelöst und nach Umrühren mit einem
Plastiklöffel alle 15-30 Minuten 1-2 Teelöffel eingenommen werden, bis eine Besse-
rung eintritt. Bei Hitzschlag helfen zusätzlich kalte Wadenwickel dabei, die Be-
schwerden zu lindern. Wichtig: auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten und bei
ausbleibender Besserung medizinische Hilfe suchen! Zur Prävention einer Sonnenal-
lergie bietet sich die Einnahme eines Vitamin B-Komplexes oder Astaxanthin an, zur
Behandlung Cardiospermum halicacabum D6 oder Cardiospermum-Salbe gebessert
werden.
© Carstens-Stiftung : Natur und Medizin, 2017   
www.carstens-stiftung.deLiteratur
1) Wing J, Dehydrated drivers make the same number of mistakes as drink drivers. Loughborough Uni-
versity, 20.04.2015.
2) Heseker H, Weiß M. Trinken und Leistungsfähigkeit in Beruf und Freizeit. Forum Trinkwasser, Zugriff
am 30.06.2015.
3) Stasiule L, Capkauskiene S, Vizbaraite D, Stasiulis A. Deep mineral water accelerates recovery after
dehydrating aerobic exercise: a randomized, double-blind, placebo-controlled crossover study. J Int Soc
Sports Nutr. 2014 Jun 26;11:34. doi: 10.1186/1550-2783-11-34. eCollection 2014.
4) Bommer S, Klein P, Suter A. First time proof of sage‘s tolerability and efficacy in menopausal women
with hot flushes. Adv Ther. 2011 Jun;28(6):490-500. doi: 10.1007/s12325-011-0027-z. Epub 2011 May
16.
5) Wiesenauer M, Berger R. aporello Homöopathie, S. 24. Narayana Verlag 2013.
6) Elies M, Kerckhoff A. Bewährte Kombinationsmittel Teil 1: Homöopathische Komplexmittel. In: Natur
und Medizin 3/2008, S. 12f.
7) Schaefer E, Peil H, Ambrosetti L, Petrini O. Oedema protective properties of the red vine leaf extract
AS 195 (Folia vitis viniferae) in the treatment of chronic venous insufficiency. A 6-week observational
clinical trial. Arzneimittelforschung. 2003;53(4):243-6.
8) Diehm C, Trampisch HJ, Lange S, Schmidt C. Comparison of leg compression stocking and oral
horse-chestnut seed extract therapy in patients with chronic venous insufficiency. Lancet. 1996 Feb
3;347(8997):292-4.
9) Lucae C. Homöopathie und Naturheilkunde auf Reisen. In: Natur und Medizin 3/2015, S. 4f.
10) Hacke D. Sonnenbrand? Nein, Danke! carstens-stiftung.de, 01.08.2012
11) Puvabanditsin P, Vongtongsri R. Efficacy of aloe vera cream in prevention and treatment of sunburn
and suntan. J Med Assoc Thai. 2005 Sep;88 Suppl 4:S173-6.
12) Silva MA, Trevisan G, Hoffmeister C, Rossato MF, Boligon AA, Walker CI, Klafke JZ, Oliveira SM, Silva
CR, Athayde ML, Ferreira J. Anti-inflammatory and antioxidant effects of Aloe saponaria Haw in a model
of UVB-induced paw sunburn in rats. J Photochem Photobiol B. 2014 Apr 5;133:47-54. doi: 10.1016/j.
jphotobiol.2014.02.019. Epub 2014 Mar 12.
13) Kerckhoff A, Schimpf D. Wickel, Auflagen und Kompressen, S. 152f. KVC Verlag 2012.

© Carstens-Stiftung : Natur und Medizin, 2017   
www.carstens-stiftung.de
[*/quote*]
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Julian

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Re: Schwitzen, Schwindel, Sonnenbrand + Carstens-Stiftung macht billige PR
« Reply #1 on: August 09, 2018, 02:54:57 AM »

Die Carstens-Stiftung. Das kann ja nichts Sinnvolles sein. Und das ist es auch nicht.

Ob es 10 Punkte sind oder 100, das ist unerheblich. Bei der Carstens-Stiftung ist wichtig, daß man die Fallen erkennen kann und trennen kann in

* einfacher Blödsinn
* schwerer Blödsinn
* gefährlicher Blödsinn

... wenn man einmal von den glatten Lügen absieht. (Dazu woanders mehr.)


Das Datum der Seite ist angeblich

[*quote*]
© Carstens-Stiftung : Natur und Medizin, 2017   
http://www.carstens-stiftung.de
[*/quote*]

Eine auswärtige Quelle behauptet, der Text in https://www.carstens-stiftung.de/fileadmin/user_upload/pdf/Top10/Top10_Hitze.pdf
 sei schon 2016 entstanden. Wenn dem so ist, sind die grammatischen Fehler um so erstaunlicher.

[Die "auswärtige Quelle" ist vermutlich diese Seite:

https://sanfte-medizin-topthemen.de/alternativmedizin/fit-trotz-sommerhitze/

Zitat:

[*quote*]
Quelle: Karl und Veronica Carstens-Stiftung, Essen im Juni 2017
(Erstveröffentlichung Juli 2016). Autor: Michèl Gehrke]
[*quote*].
Thymian]


Nachdem in 2018 der Text bei Twitter verteilt wird, sollte man doch erwarten dürfen, daß jemand den Text liest. Aber entweder liest Niemand den Text oder die Leute erkennen die Fehler nicht oder sie sind ihnen völlig egal. So, so oder so, es ist nichts Erfreuliches, was die Carstens-Stiftung da angezettelt hat.


Als Verantwortlicher für die Seite ist der Pressesprecher genannt:

https://www.carstens-stiftung.de/artikel/top-10-fit-trotz-sommerhitze.html

[*quote*]
Michèl Gehrke, M.A.
Pressesprecher
Telefon: 0201 56 305 61
E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailm.gehrke@carstens-stiftung.de
[*quote*]

Liest er seine Texte nicht, für die er verantwortlich zeichnet?


Weil das PDF Murks ist, nehme ich lieber die für die Meisten sichtbare Webseite

https://www.carstens-stiftung.de/artikel/top-10-fit-trotz-sommerhitze.html

[*quote*]
Was tun bei Sommerhitze? Die Top 10 der Carstens-Stiftung : Natur und Medizin

Top 10
Top 10 Fit trotz Sommerhitze
von Michèl Gehrke
[*/quote*]

Autor ist demnach Gehrke sogar offiziell. Also gibt er seinen Namen nicht für einen Text, den Andere geschrieben haben. Oder doch?


[*quote*]
Naturheilkunde und Homöopathie gegen Schwitzen, Schwindel, Sonnenbrand: Bewegen sich die Temperaturen an der 30 Grad-Marke, leiden viele Menschen an Kreislaufproblemen und Schwindelanfällen und nicht immer ist ganz klar, wie man sich am besten gegen zu viel Sonne schützt. Wir haben zehn Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie gut durch den Sommer kommen.
[*/(quote*]

Das ist einfach Blödsinn. Homöopathie ist nie zu etwas gut.


[*quote*]
Genießen Sie die schöne Jahreszeit!
Viel trinken

Wussten Sie, dass dehydriert Autofahren ähnlich gefährlich sein kann, wie sich betrunken an das Steuer zu setzen? (1) Dehydration kann u.a. zu Herz- und Kreislaufproblemen führen. In den heißen Monaten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr daher besonders wichtig. Bei Hitze sondert der Körper verstärkt Schweiß ab und die Blutgefäße weiten sich, um Wärme besser über die Haut abgeben zu können. Damit dieses natürliche Abkühlungssystem funktioniert, muss genügend Flüssigkeit zur Verfügung stehen, die auf der Haut verdunsten kann. Deshalb sollten mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt getrunken werden. (2) Neben Wasser und Mineralwasser (3) sind hierzu auch ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees sowie stark verdünnte Fruchtsäfte geeignet. Wasserreiche Lebensmittel wie Tomaten, Gurken und Melonen ergänzen die Flüssigkeitszufuhr. Verzichten sollten Sie auf Alkohol, da dieser die Wasserausscheidung fördert.
[*/quote*]

Binsenwahrheiten, nichts als Binsenwahrheiten.

Wichtig: Salzstangen essen und Cola trinken ist gut gegen Salzmangel und bringt Zucker. Außer für Diabetiker ist das für die Meisten eine sinnvolle Notreserve. Man sollte sie immer im Haus bzw bei sich haben.


[*quote*]
Kühlende und mineralhaltige Lebensmittel

Generell sollten Sie zu leichter Kost mit viel frischem Obst und Gemüse greifen. Die bereits genannten Tomaten, Gurken und Melonen haben eine kühlende Wirkung, ähnlich wie Ananas.
[*/quote*]

Die kühlende Wirkung ist sogar noch besser, wenn die Früchte im Kühlschrank waren. joghurt hat eine ähnliche Wirkung, ist aber Selbstbetrug. Die Kühle und die Feuchtigkeit täuschen dem Körper vor, es handele sich um Früchte. Früchte sind allemal besser als Industriejoghurt.


[*quote*]
Aber auch Blattsalate, Kefir, Joghurt und Quark bieten sich an. Salziges Essen wie gut gewürzte Gemüsesuppen sowie Vollkornprodukte helfen dabei, die durch das Schwitzen verlorenen Mineralien wieder zuzuführen und den Elektrolythaushalt des Körpers wieder auszugleichen. Um den Kreislauf zu entlasten sollten mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt erfolgen. Fettes bzw. kohlenhydratreiches Essen dagegen belastet den Kreislauf zusätzlich und sollte vermieden werden.
[*/quote*]

Kefir, Joghurt und Quark? Alles Selbstbetrug, der Früchte vortäuscht. Man darf vor allem nicht vergessen, daß fast alle gemischten Joghurte gezuckert sind.


[*quote*]
Salbei und Kneipp gegen das Schwitzen

Es gibt Hinweise darauf, dass Salbei-Tee die Intensität von Hitzewallungen verringert. (4)
[*/quote*]

Als Quelle wird dies genannt:

[*quote*]
4) Bommer S, Klein P, Suter A. First time proof of sage's tolerability and efficacy in menopausal women with hot flushes. Adv Ther. 2011 Jun;28(6):490-500. doi: 10.1007/s12325-011-0027-z. Epub 2011 May 16. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract
[*/quote*]

Hitzewallungen in der Menopause sind aber definitiv etwas anderes als durch Umgebungshitze ausgelöstes Hitzegefühl und Schwitzen. Da sollte jamand nachhaken.


[*quote*]
Wer sich mit dem Geschmack nicht anfreunden kann, findet in Zitronenverbene oder Pfefferminze möglicherweise lohnende Alternativen.
[*/quote*]

Das Verbenenkraut ist eine eklig schmeckende Ersatzlösung, die die Industrie dem Markt aufzwingt. Minze schmeckt besser, ist aber teurer und wird deshalb mit Verbenenkraut gestreckt.


[*quote*]
Daneben bringt eine Dusche Linderung, aber Achtung: Bei heißen Temperaturen sollten Sie nicht eiskalt duschen, denn frostiges Abbrausen aktiviert die körpereigene Heizung. Die Poren ziehen sich zusammen und Ihnen wird noch heißer.
[*/quote*]

Das darf man auf keinen Fall so stehen lassen. Wie man sich duscht, heiß, kalt oder lauwarm, hängt davon ab, was Einem passiert ist. Es heißt doch immer, man wolle den Kranken INDIVIDUELL helfen. Und? Hier sieht man, wie alles über einen Kamm geschoren wird.

Wenn es sehr heiß ist, kann es durch die Hitze so schlimm werden, daß die Patienten in eine Badewanne mit Eiswasser gesetzt werden müssen. Von wegen kein kaltes Wasser! Das hängt doch vom Einzelnfall ab!


[*quote*]
Duschen Sie an heißen Tagen lauwarm und lassen Sie sich zur Abwechslung einmal an der Luft trocknen – ganz ohne Handtuch. Das verdunstende Wasser hat einen kühlenden Effekt. Für eine kleine Erfrischung zwischendurch sorgt das kalte Armbad, auch "kneipp'scher Espresso" genannt. Dazu erst den linken und dann den rechten Arm ca. 20 Sekunden in das Waschbecken mit richtig kaltem Leitungswasser tauchen. Die Arme dabei leicht bewegen. Beide Arme danach aus dem Wasser nehmen und nur leicht abstreifen.
[*/quote*]

Lauwarm? Es kann sogar sehr erfrischend sein, HEISS zu durschen. Wenn man aus der Dusche kommt, ist die Umgebung kälter - und das wird als sehr angenehm empfunden. Wichtig ist dabei, das zu tun, was Einem gut tut, was sich gut anfühlt. Das kann sich alle paar Minuten ändern.


[*quote*]
Die richtige Kleidung

Simpel, aber wirksam: Luftdurchlässige, leichte Stoffe unterstützen den Körper in der Regulation seines Wärmehaushaltes. Vor allem Baumwolle und Leinen bieten sich an. Dabei sind helle Farbtöne zu bevorzugen, denn diese reflektieren das Licht besser als dunkle Stoffe.
[*/quote*]

Das ist gefährlicher Blödsinn! Ganz wichtig bei Kleidung ist der Schutz vor UV-Strahlung. Die Strahlung gehr durch den Stoff durch und man kann sich trotz Kleidung einen starken Sonnenbrand einhandeln, gerade bei heller Kleidung, weil die der Strahlung kaum etwas entgegensetzt.

Wenn ich mich nicht irre, haben sich Stiftung Warentest und/oder Ökotest schon vor mehreren Jahren mit diesem Thema beschäftigt.


[*quote*]
Siesta in kühlen Räumen

Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Italienern und machen Sie eine Siesta. Denn während der heißen Mittagsstunden ist es für den Kreislauf am besten, wenn Sie sich in geschlossenen Räumen aufhalten. Um es hier schön kühl zu halten, lüften Sie möglichst in den kälteren Morgen- bzw. Abendstunden und lassen Sie bei direkter Sonneneinstrahlung die Gardinen bzw. Rolläden geschlossen. Bei starken Temperaturschwankungen – z.B. wenn Sie von drinnen nach draußen gehen – kann es zu leichten Schwindelattacken kommen. Setzen Sie sich dann hin und warten Sie in Ruhe, bis sich Ihr Kreislauf wieder beruhigt hat.
[*/quote*]

Binsenwahrheiten! Für Erwerbstätige ist das sowieso nicht durchzuhalten,


[*quote*]
Homöopathie bei Kreislaufbeschwerden

Bei Schwindel, Kreislaufschwäche mit Kältegefühl und niedrigem Blutdruck empfehlen erfahrene homöopathisch tätige Ärzte Veratrum album (Weißer Germer) D6 (5) oder ein homöopathisches Komplexmittel, das die vier Einzelmittel Ambra grisea (Grauer Amber), Anamirta cocculus (Kokkelskörner), Conium (Gefleckter Schierling) und Petroleum recificatum (Steinöl) in Potenzen zwischen D3 und D8 kombiniert. (6)
[*/quote*]

Das sieht nach einem klassischen Fall für Thymian aus. Thymian, übernehmen Sie!


[*quote*]
Pflanzliche Mittel bei geschwollenen Beinen

Viele Menschen leiden bei großer Hitze an geschwollenen und teilweise schmerzenden Beinen. Das liegt meist daran, dass sich das Blut dort sammelt und einen unangenehmen Druck erzeugt. Die erste und einfachste Selbsthilfemöglichkeit ist es, die Beine hochzulegen. Genügt das nicht, sollte die Blutzirkulation weiter angeregt werden, etwa durch kalte Güsse, kalte Beinwickel oder Pumpgymnastik. Darüber hinaus könnten Präparate mit Weinlaub (7) Linderung verschaffen, bei Neigung zu Krampfadern und Venenschwäche bieten sich hingegen Präparate mit Rosskastanie (8) an.
[*/quote*]

Auch das sieht nach einem Fall für Thymian aus.


[*quote*]
Adäquater Sonnenschutz

Insbesondere bei Babys und kleinen Kindern ist eine Kopfbedeckung in der Sonne obligatorisch. Im Sommer können lange, dünne Ärmel sinnvoll sein, v.a. bei einem Aufenthalt in der Sonne zur Mittagszeit, wenn die UV-Strahlung am höchsten ist. Eine passende Sonnenbrille – beim Kauf auf UV-Schutz achten –schützt die Augen. Die Auswahl einer passenden Sonnencreme lässt sich relativ leicht abschätzen: Die sogenannte Eigenschutzzeit hängt vom Hauttyp ab. Hauttyp I (helle Haut, Sommersprossen, blaue Augen, blonde oder rötliche Haare) bedeutet 10 Minuten Eigenschutzzeit, Hauttyp II (blonde Haare, graue, blaue oder grüne Augen) 15 Minuten, Hauttyp III (dunkelblonde Haare, graue oder braune Augen) 20 Minuten und Hauttyp IV (meist dunkle Haare mit braunen Augen) 30 Minuten. Mit der Formel Lichtschutzfaktor x Eigenschutzzeit = maximale Verweildauer in der Sonne liegt man dann ungefähr richtig. Ein Beispiel: Eine Sonnencreme mit dem Faktor 20 mal 15 Minuten (Hauttyp II) würde 5 Stunden Schutz gewähren. Damit ist aber auch schon die Tagesdosis aufgebraucht. Nachschmieren nützt nämlich nicht mehr viel. (9) Mehr Informationen zu einem pflanzlichen UV-Schutz – mit Goldtüpfelfarn, grünem Tee und Co. – erhalten Sie hier. (10)
[*quote*]

Erstens ein Fall für Thymian und zweitens für noch härtere Kaliber. (Falls das geht, meine ich...)


[*quote*]
Schnelle Hilfe bei Sonnenbrand

Wenn doch ein leichter Sonnenbrand auftreten sollte, helfen Joghurt-Umschläge, die etwa 15 bis 20 Minuten auf die betroffenen Stellen aufgelegt werden können. Dazu wird ein nicht-fusselndes Baumwolltuch in Joghurt getränkt. Bei einer Milchallergie oder bei offenen Hautstellen bitte nicht anwenden! Zur Linderung des Sonnenbrandes empfiehlt Dr. Christian Lucae, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Homöopathie und Naturheilverfahren, das homöopathische Mittel Cantharis vesicatoria (z.B. mehrmals täglich 3-5 Globuli D12), wenn es sich um heftige, brennende Schmerzen handelt. Außerdem kommt Apis mellifica (z.B. mehrmals täglich 3-5 Globuli D6 oder D12) in Frage, wenn die Haut geschwollen aussieht, Kühlen deutlich bessert und der Sonnenbrand von Kopfschmerzen mit Durstlosigkeit begleitet wird. (9) Aus der Pflanzenheilkunde hat sich das Auftragen von reinem Aloe vera-Gel bewährt. (11, 12)
[*quote*]

Möge Thymian über sie kommen!


[*quote*]
Sonnenstich und Sonnenallergie

Bei drohendem Sonnenstich (roter, heißer Kopf, pulsierende Kopfschmerzen, leichte Benommenheit) kann Belladonna angezeigt sein. Hierbei können 3-5 Globuli D12 oder D30 in einem kleinen Glas Wasser aufgelöst und nach Umrühren mit einem Plastiklöffel alle 15-30 Minuten 1-2 Teelöffel eingenommen werden, bis eine Besserung eintritt. (9) Bei Hitzschlag helfen zusätzlich kalte Wadenwickel dabei, die Beschwerden zu lindern. (13) Wichtig: auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten und bei ausbleibender Besserung medizinische Hilfe suchen!

Zur Prävention einer Sonnenallergie bietet sich die Einnahme eines Vitamin B-Komplexes oder Astaxanthin an, zur Behandlung Cardiospermum halicacabum D6 oder Cardiospermum-Salbe.
[*/quote*]

Was zuviel ist, ist zuviel. Thymian oder die Steuerfahndung, am besten beide, mögen ihrer Arbeit frönen!


[*quote*]
Literatur

1) Wing J, Dehydrated drivers make the same number of mistakes as drink drivers. Loughborough University, 20.04.2015 Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

2) Heseker H, Weiß M. Trinken und Leistungsfähigkeit in Beruf und Freizeit. Forum Trinkwasser, Zugriff am 30.06.2015 Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

3) Stasiule L, Capkauskiene S, Vizbaraite D, Stasiulis A. Deep mineral water accelerates recovery after dehydrating aerobic exercise: a randomized, double-blind, placebo-controlled crossover study. J Int Soc Sports Nutr. 2014 Jun 26;11:34. doi: 10.1186/1550-2783-11-34. eCollection 2014. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

4) Bommer S, Klein P, Suter A. First time proof of sage's tolerability and efficacy in menopausal women with hot flushes. Adv Ther. 2011 Jun;28(6):490-500. doi: 10.1007/s12325-011-0027-z. Epub 2011 May 16. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

5) Wiesenauer M, Berger R. aporello Homöopathie, S. 24. Narayana Verlag 2013. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

6) Elies M, Kerckhoff A. Bewährte Kombinationsmittel Teil 1: Homöopathische Komplexmittel. In: Natur und Medizin 3/2008, S. 12f. Öffnet externen Link in neuem FensterArtikel

7) Schaefer E, Peil H, Ambrosetti L, Petrini O. Oedema protective properties of the red vine leaf extract AS 195 (Folia vitis viniferae) in the treatment of chronic venous insufficiency. A 6-week observational clinical trial. Arzneimittelforschung. 2003;53(4):243-6. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

8) Diehm C, Trampisch HJ, Lange S, Schmidt C. Comparison of leg compression stocking and oral horse-chestnut seed extract therapy in patients with chronic venous insufficiency. Lancet. 1996 Feb 3;347(8997):292-4. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

9) Lucae C. Homöopathie und Naturheilkunde auf Reisen. In: Natur und Medizin 3/2015, S. 4f. Öffnet externen Link in neuem FensterArtikel

10) Hacke D. Sonnenbrand? Nein, Danke! carstens-stiftung.de, 01.08.2012 Öffnet externen Link in neuem FensterArtikel

11) Puvabanditsin P, Vongtongsri R. Efficacy of aloe vera cream in prevention and treatment of sunburn and suntan. J Med Assoc Thai. 2005 Sep;88 Suppl 4:S173-6. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

12) Silva MA, Trevisan G, Hoffmeister C, Rossato MF, Boligon AA, Walker CI, Klafke JZ, Oliveira SM, Silva CR, Athayde ML, Ferreira J. Anti-inflammatory and antioxidant effects of Aloe saponaria Haw in a model of UVB-induced paw sunburn in rats. J Photochem Photobiol B. 2014 Apr 5;133:47-54. doi: 10.1016/j.jphotobiol.2014.02.019. Epub 2014 Mar 12. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

13) Kerckhoff A, Schimpf D. Wickel, Auflagen und Kompressen, S. 152f. KVC Verlag 2012. Öffnet externen Link in neuem Fensterzum Buch


Michèl Gehrke
Michèl Gehrke, M.A.
Pressesprecher
Telefon: 0201 56 305 61
[*/quote*]

Das lasse ich jetzt so stehen.  8)


[Die Smileys rausgenommen, weil die das Original zerstören. Ayu]
["Auswärtige Quelle" eingefügt, Thymian]
« Last Edit: August 15, 2018, 02:24:46 AM by Thymian »
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Ayumi

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Re: Schwitzen, Schwindel, Sonnenbrand + Carstens-Stiftung macht billige PR
« Reply #2 on: August 09, 2018, 03:53:52 PM »

Ein Beispiel dafür, wie man in Australien vorgeht:

https://www.cancercouncil.com.au/wp-content/uploads/2012/07/Briefing-Paper_Sun-protection-in-primary-schools_July_Final.pdf

[*/quote*]
BRIEFING PAPER
SUN PROTECTION IN PRIMARY SCHOOLS
Goal
Ensure that all NSW primary schools are required to implement comprehensive sun protection
measures, in order to reduce children’s lifetime risk of skin cancer.
Problem
Currently, 2 out of 3 Australians will develop some form of skin cancer before the age of 70. 2
Over 444,000 Australians are treated for skin cancer every year 3 and more than 1,800 people die from skin
cancer every year. 4
Reducing children’s exposure to UV radiation, particularly in the first 15 years of life, significantly reduces
their risk of skin cancer later in life. The good news is that almost all skin cancers can be prevented through
effective sun protection measures.
In NSW, all children aged between 5 and 12 years of age spend up to 7 hours per day, 40 weeks per year in
the care of a primary school setting. This means primary schools have a particularly important role in
protecting children from sunburn and future skin cancer risk.
There has been some progress towards improving sun protection in primary schools, particularly with 42%
of schools participating in the voluntary SunSmart Primary School Program. Through the program Cancer
Council NSW supports schools by providing curriculum resources, SunSmart signage, and local incentives;
and schools commit to developing and implementing a comprehensive sun protection policy.
However, it is clear that we are not doing enough to protect children from harmful levels of UV radiation while
they are at school. An online survey of parents of children attending government primary schools in NSW
found that 49 percent of children are wearing baseball caps to school, despite the fact that they do not
provide adequate sun protection. The same survey found that 46 percent of parents believe that baseball
caps do provide adequate sun protection when in fact they don’t. 1
One factor contributing to this problem is the lack of strong policy guidance and support for primary schools
to do more to ensure adequate protection against UV exposure. The Department of Education and
Communities “Protection from the sun” guidelines have not been updated since 1997. The guidelines do not
reflect what is known to be important for optimal sun protection, current health evidence or statistics, and
only ‘encourage’ schools to develop their own sun protection plans. For almost four years, the Department of
Education and Communities has told us that they are in the process of updating the guidelines.
Specific gaps and concerns in the guidelines include the reference to SPF15 sunscreen instead of SPF30+,
and absence of a requirement for broad-brimmed hats. There are also no requirements to have or review a
written policy.
Skin cancer is not always easy to treat and can be more involved than simply having a lesion ‘burnt off.’
Treatment can, in some cases, be extensive and painful and result in permanent scarring, requiring time off
work and/or other normal activities. Protecting children from the sun during these critical childhood years
can help reduce this toll.
Cancer Council NSW | 12 July 2012
1Solution
All key health institutions and experts agree that protecting children from the sun while at primary school is
an important way to reduce skin cancer risk. The World Health Organisation outlines specific standards for
sun protection for children in primary schools, as does the Cancer Council NSW. The NSW Cancer Plan
2011-15 outlines the priorities for action on cancer in NSW and includes an objective to reduce over-
exposure to ultra violet radiation by developing and implementing policies and guidelines for settings
including schools.
The NSW Government is currently finalising a NSW Skin Cancer Plan 2011-15, which specifically notes the
importance of evidence-based comprehensive sun protection policies which address scheduling of outdoor
activities; shade; and clothing and hats; and states that primary schools are a key setting where such polices
should be developed and implemented.
A national survey of primary schools shows that there is a strong link between a written sun protection policy
and more effective sun protection practices in that school. Measures such as wearing a broad-brimmed hat,
using sunscreen and minimising time spent outdoors in peak UV hours are more likely to be enforced when
included in a written document.
This same survey found that sun protection is accepted by schools as part of their responsibility for the
wellbeing of students 5 . Schools need to be supported in meeting this responsibility with a stronger policy
and accompanying guidelines. In fact, in four other Australian states and territories - QLD, WA, VIC, and the
ACT - the respective Departments of Education have specific, comprehensive sun protection policies.
National surveys of parents show high levels of awareness about the need for sun protection for primary
school aged children and high levels of compliance while children are in their care. However, there is still
considerable scope for state educational institutions and individual schools to ensure similar measures are
taken while children are in their care, especially as this is where children spend the hottest part of the day.
Action
Cancer Council NSW recommends that the State Government ensure that all primary schools are required to
implement a comprehensive sun protection policy** that reflects current evidence.
At a minimum, this would require the Minister for Education to:



issue an updated comprehensive NSW sun protection policy**, via the Department of Education and
Communities, that includes a requirement for all public primary schools to develop and implement a
sun protection plan that is consistent with the NSW sun protection policy
encourage all non-government schools to adopt a comprehensive sun protection policy consistent
with the NSW sun protection policy issued by the Department of Education and Communities.
consider mechanisms for regular review and monitoring of sun protection policy and practices in
primary schools.
If the NSW Government establishes a policy requirement that all primary schools need to meet best-practice
sun protection standards, this will provide much needed guidance to principals and teachers in reducing the
risk of later skin cancer in the children currently in their care.
Cancer Council NSW | 12 July 2012
2References
1. Research Now. (2010); Primary schools and sun protection headwear. Online survey with parents.
2. Staples MP, Elwood M, Burton RC, et al. Non-melanoma skin cancer in Australia: the 2002 national survey and trends since 1985.
Med J Aust 2006;184:6-10
3. Australian Institute of Health and Welfare. Non-melanoma skin cancer: general practice consultations, hospitalisation and mortality.
Canberra: AIHW; 2008.
4. Australian Bureau of Statistics (ABS). Causes of Death 2009. Canberra: Commonwealth of Australia; 2011.
5. ARTD Consultants. Skin cancer prevention program in NSW primary schools. Sydney: Unpublished Report; 2007.
** A comprehensive Sun Protection Policy includes the following:
The environment
1. Scheduling outdoor activities
Outdoor activities (assemblies, sport, Physical Education etc) are scheduled in the morning or afternoon, outside peak UV times.
2. Shade
The school community is committed to providing shade (trees as well as built and portable shade structures) in eating, outdoor teaching
and popular play areas.
3. Role modelling of staff
Staff are asked to role model good sun protection behaviours, including wearing sun-safe hats, clothing and sunglasses; and applying
SPF 30+ broad-spectrum water-resistant sunscreen 20 minutes before going outdoors.
Behaviour
4. Hats
Students are required to wear legionnaire, broad-brimmed or bucket hats. Baseball caps are not recommended.
Students who do not have a sun-safe hat are asked to play in the shade or a suitable area protected from the sun.
5. Clothing
The school and sports uniforms include shirts with collars or covered necklines, sleeves, longer style dresses and shorts, and rash vests
or t-shirts for outdoor swimming.
6. Sunscreen
SPF 30+ broad-spectrum water-resistant sunscreen is available, and students and staff are encouraged to apply it 20 minutes before
going outdoors.
Education
7. Curriculum
Teachers are required to include sun protection principles in teaching programs for all year levels.
8. Informing the school community
Sun protection information is regularly promoted to the school community through newsletters, noticeboards, online, parent meetings,
staff meetings, school assemblies and on student enrolment.
Families and visitors are encouraged to use a combination of sun protection measures when attending or participating in outdoor
activities.
9. Sunglasses (Optional)
Staff and students are encouraged to wear close-fitting wrap-around sunglasses that cover as much of the eye area as possible and
comply with Australian Standard AS1067 (Sunglasses: Category 2, 3 or 4).
10. Review
The school parent body and staff will monitor and review the effectiveness of the Sun Protection Policy every three years.
Cancer Council NSW | 12 July 2012
3
[*/quote*]


Kinder müssen einen "hat" aufhaben. Die guten haben lange Teile bis in den Rücken herunter.

So ungefähr sehen die aus:



https://image.rakuten.co.jp/bodymaker/cabinet/detail/a/ac032_01.jpg

Das Bild ist aus diesem Angebot: https://global.rakuten.com/en/store/bodymaker/item/ac032/

Bei Ebay gibt es bestimmt ähnliche Angebote für Deutschland.


Dieses Beispiel ist aus Kalifornien:

http://sunsafetyforkids.org/sunprotection/sunscreen/



http://sunsafetyforkids.org/images/layout/topimage_2.jpg

Das Kind hat eine dem oberen Bild entsprechende Mütze mit langem Rückenteil auf.



[*quote*]
Sun Protection
Hats
Clothing
Sunscreen
Shade/UV Index
Sunglasses
Curriculum
Personnel
Communication
Evaluation

Vitamin D
        Home > Sunprotection > Sunscreen >


Sunscreen

To complement more reliable methods of reducing skin exposure to ultraviolet (UV) radiation (such as sun avoidance, clothing, and hats) sunscreen can be very useful.  However, limitations to the effectiveness of sunscreen include the following common user errors:

    Failure to apply enough
    Uneven application / missed spots
    Failure to re-apply

Because some amount of UV radiation might pass by the sunscreen, unintentional sunburn can occur.  Think of these products as a back-up to other, more effective, sun safety strategies.

UVA UVB

The sun emits a broad spectrum of radiation that includes harmless visible light as well as ultraviolet radiation.  The bands of wavelengths that damage human skin are categorized as UVA and UVB.  UVB rays are the main cause of the skin turning red, or exhibiting a sunburn.  They can fracture the DNA in skin cells, resulting in mutations.  UVA rays penetrate deeper into the skin and are the main cause of wrinkling, and discoloration.  They cause the formation of damaging atoms called free radicals, and can inhibit the immune system from doing its job to prevent cancer.  It is important to protect the skin from both UVA and UVB.

Broad Spectrum Sunscreen

If, and only if a sunscreen effectively filters out UVA rays as well as UVB rays (which is highly desirable) it may be labeled "Broad Spectrum."  When shopping for sunscreen, always look for a product labeled "Broad Spectrum SPF" rather than simply "SPF."  Certain antioxidants can augment the broad spectrum protection.  Look for a mention of antioxidants on the product label but unfortunately there is not yet any rating system to help you compare antioxidant effectiveness between products.

Dosage

Probably the greatest drawback with sunscreen is that most people do not apply a sufficient dose.  The SPF number is determined by the manufacturer using a “standard” application amount (required by the FDA) of 2 milligrams of product per square centimeter of skin.  For the average adult in a bathing suit this would be a little more than one ounce, or approximately a shot glass full.  (That’s one quarter of the typical 4 oz. sunscreen bottle.)  When a person applies less than the “standard” amount, only a fraction of the labeled SPF will be achieved.  Studies have shown that the average person applies less than half the “standard” amount of sunscreen, which results in an SPF of only about one third of that labeled on the bottle.  Spray on sunscreens are particularly subject to underdosing.  By contrast, if more than the “standard” amount is applied, the SPF achieved will exceed that labeled on the bottle.

UV causes some sunscreen ingredients to gradually deteriorate on the skin’s surface in response to sun exposure.  Sunscreen can also dissipate due to sweating, rubbing, and penetration into the skin.  To maintain maximum effect, sunscreen should be re-applied every two hours.  A single application before coming to school cannot be expected to adequately protect a child for afternoon physical education.

These products must be applied liberally and, as with paint, two coats are better than one.  Thus, Sun Safety for Kids coined the phrase:  “Put on a lot. And don’t miss a spot!”

A History of Prohibition

Because sunscreens are regulated by the FDA as over the counter drugs, many California schools either refrained from encouraging their use or prohibited them under a “zero tolerance for drugs” policy.  To overcome this hurdle, in 2002 the California state government amended the Education Code as follows:

Section 35183.5 (b)
(1) Each schoolsite shall allow pupils the use of sunscreen
during the schoolday without a physician's note or prescription.
(2) Each schoolsite may set a policy related to the use of
sunscreen by pupils during the schoolday.
(3) For purposes of this subdivision, sunscreen is not an
over-the-counter medication.
(4) Nothing in this subdivision requires school personnel to
assist pupils in applying sunscreen.

Using sunscreen at school

Schools should actively encourage sunscreen use as a supplement to other sun safety strategies such as hats, long clothing, sun avoidance, etc.

Parents should be asked to ensure that their child has a sufficient supply for use at school. Reminders from the teacher, as well as announcements, posters, etc. will help to increase compliance.

Adopt a plan to accomodate children who forget or run out of sunscreen.  Product can be sold in the student store and a supply can be stocked in the nurse’s office.  If funding allows, a large pump bottle can be supplied in primary school classrooms, and in the gym at secondary schools.  (A P.E. uniform with longer sleeves and pants will lessen the amount of sunscreen necessary.)

Although teachers in Australia commonly assist young children in applying their sunscreen when necessary, American teachers tend to be fearful of touching a student.  Nonetheless primary teachers can be a tremendous help by demonstrating application technique on themselves and by providing appropriate supervision and reminders, focusing most closely on students who have the most lightly pigmented skin.

Risk reduction

When it’s suggested that U.S. schools could follow the Australian example of providing a supply of sunscreen in classrooms, administrators commonly raise an unfounded concern that some child might be allergic.  Fortunately, allergic reaction to sunscreen is very uncommon and, if one does occur, it is generally a minor reversible skin rash.  This is in sharp contrast to the potentially serious type of allergy that can occur in reaction to certain foods, such as shellfish or peanuts.  Any concerns about possible misuse or allergy to sunscreen should be on a par with those regarding other skin products already found at school, such as the hand soap supplied in the restroom.

A simple and appropriate risk reduction strategy would be to inform parents of the availability of sunscreen at the school.  If the parent objects to the school’s sunscreen, they should be advised to counsel their child not to use it.

Summary

Due to UV, the outdoors during daylight is akin to a radiation chamber.  To help protect children from sustaining damage on the playground, schools can and should strongly promote the use of sunscreen as a supplement to other sun protection methods.

Additional information

http://www.fda.gov/ForConsumers/ConsumerUpdates/ucm258416.htm

Donate to SSK

2625 W. Alameda Ave., Suite 517
Burbank, CA 91505
info@sunsafetyforkids.org | more contact info
[*/quote*]


Das Thema ist brennend heißt. SEIT JAHREN! Die dramatischen Anstiege der Krebsraten in den einzelnen Ländern haben gerade in den "Sonnenstaaten" für ein Umdenken gesorgt. Aber die deutsche Intelligentsia sorgt sich eher um Elfen und Trolle auf der Autobahn und in den Hirnen durchgeknallter Bildungsfernster als um echten Schutz vor Sonnenbrand und Krebs.


Die Carstens-Stiftung als glaubwürdige Quelle? DASS ICH NICHT LACHE!
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Ayumi

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Re: Schwitzen, Schwindel, Sonnenbrand + Carstens-Stiftung macht billige PR
« Reply #3 on: August 09, 2018, 04:09:47 PM »

Noch ein Beispiel aus Australien. Ich wette, die Firma verschickt auch nach Deutschland.




https://www.bedheadhats.com.au/assets/images/2017-filter-button-legionnaire-boy.jpg

Hier kann man die Dinger bestellen:

https://www.bedheadhats.com.au/shop-legionnaire-hats/

[*quote*]
Bedhead Pty Ltd

    Shop Bucket Hats
    Shop Legionnaires
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    Shop Swim Hats
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Home Shop Legionnaires

Legionnaire Sun Hats for babies & kids UPF50+ Shop online for great summer styles

The hat kids forget they're wearing! The Bedhead Legionnaire Hat is a great starting point in sun safety for babies. It has been specially created to be worn in prams and baby carriers.

When it comes to ultimate comfort - the Bedhead Legionnaire Hat is king. So soft and comfortable over ears and the back of neck, this is the sun hat that converts hat-haters into hat-lovers! Lightweight and super-stretchy, parents are always astonished how their little ones don't even notice that it's on their head! When babies wear hats, headbands or beanies from a very young age, they are much more inclined to be happy-hat-wearers throughout their childhood.

This hat is the start of teaching your precious one sun-safety skills for life!
[*/quote*]


Diese Art Mützen heißt dort  "Legionnaires". Die französischen Legionäre wissen, was gut ist.
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Thymian

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Re: Schwitzen, Schwindel, Sonnenbrand + Carstens-Stiftung macht billige PR
« Reply #4 on: August 09, 2018, 04:38:20 PM »

https://www.carstens-stiftung.de/artikel/top-10-fit-trotz-sommerhitze.html

[*quote*]
Adäquater Sonnenschutz

Insbesondere bei Babys und kleinen Kindern ist eine Kopfbedeckung in der Sonne obligatorisch. Im Sommer können lange, dünne Ärmel sinnvoll sein, v.a. bei einem Aufenthalt in der Sonne zur Mittagszeit, wenn die UV-Strahlung am höchsten ist. Eine passende Sonnenbrille – beim Kauf auf UV-Schutz achten –schützt die Augen. Die Auswahl einer passenden Sonnencreme lässt sich relativ leicht abschätzen: Die sogenannte Eigenschutzzeit hängt vom Hauttyp ab. Hauttyp I (helle Haut, Sommersprossen, blaue Augen, blonde oder rötliche Haare) bedeutet 10 Minuten Eigenschutzzeit, Hauttyp II (blonde Haare, graue, blaue oder grüne Augen) 15 Minuten, Hauttyp III (dunkelblonde Haare, graue oder braune Augen) 20 Minuten und Hauttyp IV (meist dunkle Haare mit braunen Augen) 30 Minuten. Mit der Formel Lichtschutzfaktor x Eigenschutzzeit = maximale Verweildauer in der Sonne liegt man dann ungefähr richtig.

Ein Beispiel: Eine Sonnencreme mit dem Faktor 20 mal 15 Minuten (Hauttyp II) würde 5 Stunden Schutz gewähren. Damit ist aber auch schon die Tagesdosis aufgebraucht. Nachschmieren nützt nämlich nicht mehr viel. (9)

Mehr Informationen zu einem pflanzlichen UV-Schutz – mit Goldtüpfelfarn, grünem Tee und Co. – erhalten Sie hier. (10)
[*quote*]

SO EIN VERDAMMTER BULLSHIT!

Kinder läßt man nicht mit Schutzfaktor 20 los. Die müssen 50 haben. Darüber gibt es keine Diskussion.


"Ein Beispiel: Eine Sonnencreme mit dem Faktor 20 mal 15 Minuten (Hauttyp II) würde 5 Stunden Schutz gewähren."

5 Stunden in der prallen Sonne? Die haben doch einen Stich!


"Nachschmieren nützt nämlich nicht mehr viel." Nützt eh nichts, und deswegen läßt man es bleiben? Die haben doch einen Stich!

Was man in den Sonnenstaaten gelernt hat: Daß zu wenig Sonnenschutzreme aufgetragen wird, weil die Leute das falsch einschätzen. Und daß die aufgetragene Schicht abnützt und man ordentlich nachcremen muß. Das sind Grundlagen. Die muß man in Deutschland endlich lernen. Nicht die Deutschen sind die Vorreiter, sondern die Australier. Die Deutschen sind das Dummvolk, das an Elfen, Erdgeister und Rudolf Steiners Astralleib glaubt. Die Deutschen sind das Dummvolk schlechthin. Zu blöde zum Impfen. Das sind die Deutschen.


"Mehr Informationen zu einem pflanzlichen UV-Schutz – mit Goldtüpfelfarn, grünem Tee und Co. – erhalten Sie hier. (10)"

Pharmamafia, ick hör dir trapsen! Die Carstens-Stiftung als das, was sie in Wahrheit ist: eine PR-Maschine der Pharma-Hersteller.

Als Quelle ist angegeben:

"10) Hacke D. Sonnenbrand? Nein, Danke! carstens-stiftung.de, 01.08.2012 Öffnet externen Link in neuem FensterArtikel"

Verlinkt ist diese Seite: https://www.carstens-stiftung.de/artikel/sonnenbrand-nein-danke.html


https://www.carstens-stiftung.de/artikel/sonnenbrand-nein-danke.html

[*quote*]
Carstens-Stiftung: Sonnenbrand? Nein, Danke!

Sonnenbrand? Nein, Danke!
von Daniela Hacke M.A.

Schutz vor UV-Strahlung funktioniert sowohl über innere als auch äußerliche Anwendung. Welche Pflanzen eignen sich besonders gut zur Prävention von Lichtschäden?

Insbesondere Menschen mit lichtempfindlicher Haut müssen sich vor den wärmenden Strahlen der Sonne in Acht nehmen. Zu viel UV-Licht verursacht primär Sonnenbrände, stresst die Haut und das Immunsystem und kann sekundär für schnellere Hautalterung und ein erhöhtes Hautkrebskrisiko verantwortlich sein. Herkömmliche Sonnenschutzmittel allein schützen entgegen aller Erwartung nicht vor dem malignen Malinom, dem schwarzen Hautkrebs. Im Gegenteil, manche Produkte fördern die Entstehung des Krebses noch. Aber es besteht zum Glück auch die Möglichkeit des Schutzes vor UV-Strahlung durch natürliche Substanzen.
[...]

Besonders vielversprechend erwies sich in diversen Forschungsarbeiten der Goldtüpfelfarn (Phlebodium aureum bzw. Polypodium leucatomos) [1]. So konnte eine Menge von 7,5 Milligramm des Farnextrakts pro Kilogramm Körpergewicht Personen mit heller Hautfarbe besser vor den hautschädlichen Auswirkungen des UV-Lichts schützen als diejenigen, die den Extrakt nicht eingenommen hatten [2]. Auch bei Patienten mit Vitiligo oder Psoriasis, für die eine Therapie mit UV-A-Licht ein wichtiger Bestandteil des Behandlungskonzepts darstellt, konnten die immunsuppressiven Effekte der UV-Strahlen und somit das Hautkrebsrisiko durch die Einnahme eines Farnextrakts gesenkt werden [3,4].
 
Auch Grüner Tee gilt – sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet – als protektiv hinsichtlich der Hautalterung fördernden Effekte des UV-Lichts. So konnte bei gesunden Frauen die sog. minimale Erythemdosis (Abk. MED, Bestrahlungsdosis, die benötigt wird, um durch UV-Bestrahlung eine Hautrötung hervorzurufen) durch den Konsum eines Getränks, das 1402 Milligramm Grüntee-Polyphenole enthielt, um 1,25 MED gesenkt werden [5]. Hier ist aber offensichtlich eine hohe Dosis notwendig, um diesen Effekt hervorzurufen.
 
Weniger bekannt ist der UV-Schutz durch Propolis, einem Bienenprodukt. In einem experimentellen Versuch konnte bei einem Propolis-Extrakt ein Sonnenschutz nachgewiesen werden, der dem Lichtschutzfaktor 20 entspricht [6].
 
Weitere Forschungsansätze zur Vorbeugung von Schäden durch UV-Licht beschäftigen sich mit Traubenkernextrakt, Rosmarin, Granatapfel, Rauschbeere und Koffein. Hier darf man vor dem Hintergrund der vielversprechenden Ergebnisse von Laborversuchen auf die Effekte in klinischen Studien (d.h. am lebenden Menschen) gespannt sein.

Einschätzung:

Noch steckt die Forschung zu natürlichem UV-Schutz durch pflanzliche Substanzen in den Kinderschuhen. Aber gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels, der zunehmenden Bedrohung schädlicher UV-Strahlung durch ungefilterte Sonneneinstrahlung, zeigen Forschungsansätze dieser Art Alternativen zu den zum Teil kontrovers diskutierten herkömmlichen Schutzmaßnahmen.

Gerade bei modernen Sonnencremes weiß man bisher nicht, welche gesundheitlichen Auswirkungen die enthaltenen Nanopartikel haben können, da Langzeitstudien fehlen. Bleibt zu hoffen, dass die Ansätze zur Untersuchung pflanzlicher Sonnenschutzmöglichkeiten weiter verfolgt und vielleicht sogar in größerem Rahmen untersucht werden. Bis dahin gilt: Sonne ist lebenswichtig, aber eher in Maßen als in Massen.

Literatur

1) Yarnell E, Abascal K. Herbal sunscreens and ultraviolet protectants. Altern Complement Ther 2012; 18(3): 141-144 Abstract

2) Middelkamp-Hup MA, Pathak MA, Parrado C et al. Oral Polypodium leucotomos extract decreases ultraviolet-induced damage of human skin. J Am Acad Dermatol 2004; 51: 910-918 Abstract

3) Reyes E, Jaén P, de las Heras E et al. Systemic immunomodulatory effects of Polypodium leucotomos as an adjuvant to PUVA therapy in generalized vitiligo: A pilot study. J Dermatol Sci 2006; 41: 213-216 Abstract

4) Middelkamp-Hup MA, Bos JD, Rius-Diaz F et al. Treatment of vitiligo vulgaris with narrow-band UVB and oral Plypodium leucatomos extract: A randomized double-blind placebo-controlled study. J Eur Acad Dermatol Venereol 2007; 21: 942-950 Abstract

5) Heinrich U, Moore CE, De Spirt S et al. Green tea polyphenols provide photoprotection, increase microcirculation, and modulate skin properties of women. J Nutr 2011; 141: 1202-1208 Abstract

6) Gregoris E, Fabris S, Bertelle M et al. Propolis as potential cosmeceutical sunscreen agent for its combined photoprotective and antioxidant properties. Int J Pharm 2011; 405: 97-101 Abstract
Daniela Hacke

Daniela Hacke, M.A.
Fachbereich Bibliothek | Informationsmanagement
Telefon: 0201 56 305 18
E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Maild.hacke@carstens-stiftung.de
[*/quote*]


Da quillt die Pharmamafia aus jeder Pore. "Grüner Tee gilt – sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet – als protektiv hinsichtlich der Hautalterung fördernden Effekte des UV-Lichts". Ach ja!? Und welchen Sonnenschutzfaktor kann man damit erreichen? Wir brauchen einen Sonnenschutzfaktor 30 und mehr. Wieviel Grünen Tee muß man sich in die Adern tanken, damit Faktor 30 erreicht wird? So viel, daß die Haut walnußbraun ist? Da kann man sich doch gleich mit den grünen Walnußfruchtschalen einreiben. Dann ist man sofort braun. Ob das allerdings auch nur ein bißchen nützt, ist eine andere Frage. Das gleiche gilt für jedes andere Gebräu, sei es "Propolis", "Traubenkernextrakt, Rosmarin, Granatapfel, Rauschbeere und Koffein".

Nein, man kann sich nicht bis Oberkante Unterlippe abfüllen mit Pflanzenextrakten und "Made by Mutter Natur". Der einzige Schutz gegen Strahlung ist ein Schutz über der Haut, damit die Strahlung gar nicht erst in die Haut eindringen kann.

Aber, und das ist das Aber, das bringt der Pharmamafia keine Knete! Deshalb ist in der Seite ein grüner Kasten:

[*quote*]
Einschätzung:

Noch steckt die Forschung zu natürlichem UV-Schutz durch pflanzliche Substanzen in den Kinderschuhen. Aber gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels, der zunehmenden Bedrohung schädlicher UV-Strahlung durch ungefilterte Sonneneinstrahlung, zeigen Forschungsansätze dieser Art Alternativen zu den zum Teil kontrovers diskutierten herkömmlichen Schutzmaßnahmen.

Gerade bei modernen Sonnencremes weiß man bisher nicht, welche gesundheitlichen Auswirkungen die enthaltenen Nanopartikel haben können, da Langzeitstudien fehlen. Bleibt zu hoffen, dass die Ansätze zur Untersuchung pflanzlicher Sonnenschutzmöglichkeiten weiter verfolgt und vielleicht sogar in größerem Rahmen untersucht werden. Bis dahin gilt: Sonne ist lebenswichtig, aber eher in Maßen als in Massen.
[*/quote*]

Nein, sowas aber auch! Die Carstens-Stiftung schürt Ängste!

"Gerade bei modernen Sonnencremes weiß man bisher nicht, welche gesundheitlichen Auswirkungen die enthaltenen Nanopartikel haben können, da Langzeitstudien fehlen."

Ist das nicht das gleiche Horn, mit dem auch die Impfgegner tuten? Keine Langzeitstudien! Und deswegen Impfungen aufgeben und die Menschen weiterhin sterben lassen?

Da wüßte ich gerne, wie das denn mit der Homöopathie ist, für die die Carstens-Stiftung als ihren Lebensinhalt (so ist sie definiert!) Reklame macht. Wo sind die Langzeitstudien der Homöopathie!?

Eben! Wo sind die Langzeitstudien der Homöopathie!? Die Homöopathen können ja nicht einmal Nachweise dafür bringen, daß die Homöopathie überhaupt funktioniert. Darf oder soll man das jetzt so interpretieren müssen, daß, wenn es keine Nachweise für die Wirkung gibt, es dann erst recht keiner Nachweise wegen der Langzeitwirkungen bedarf? Das ist eine Logik, meine Herren, das ist eine Logik...!

Ja, das wüßte ich gerne, wie die Strategen der Carstens-Stiftung sich da rausreden wollen.


Aber ich bin ja noch lange nicht fertig mit denen. Die Frage, die man stellen muß, die die Carstens-Stiftung aber nicht beantwortet in dem Text: Was sind denn die "Nanopartikel"? Die Antwort ist ganz einfach. Der bekannteste Stoff ist Titandioxid. Das ist das weiße Pulver, das überall um uns herum ist, von Lakritzbonbons (in der weißen Umhüllung) bis zur Wandfarbe. Und natürlich in Zahnpasta. Und in Sonnencreme. Allerdings sieht man dann ein bißchen weißer als weiß aus.

Wozu die ganzen Monate in der Höhensonne liegen, wenn die Sonnencreme Einen wieder bleich macht? Das geht doch nicht! Nein, da muß Walnußextrakt her oder was anderes pflanzliches, damit die sexy Bräune erhalten bleibt. Deutsche Suppenhühner auf dem Weg nach Mallorca...


Ich hätte übrigens eine Alternative: Lehm! In Afrika traditionell als Sonnenschutz benutzt, kann Lehm auf eine Jahrhunderte weit zurück reichende Erfahrung verweisen. Weit länger als der Mist mit dem Namen Homöopathie.


Ein Beispiel: Lehm!

http://www.iuf.org/sugarworkers/south-africa-women-cane-cutters-and-ibomvu-as-a-sunscreen/

[*quote*]
Many of the women cane cutters appeared with strange – to this writer – red faces. Asked about it, they said it was ibomvu.  Ibomvu is a red clay/soil paste used by both women and men in traditional ceremonies of Xhosa and Zulu groups. However, because its qualities, many women (not men) working in the fields use it as a sunscreen protection. The red clay is freely found in many areas and is mixed with water to form such paste, which then becomes a quite inexpensive protection. In places where not freely available, it can be bought at ZAR 10 per 500 grams.
[*/quote*]

In diesem Bild

http://www.iuf.org/sugarworkers/wp-content/uploads/2013/05/2013-05-SouthAfrica-WomenIbomvu.jpg

sieht man die mit Ibomvu eingeriebene Frau. Der Handschuh ist aber ein Handschuh und täuscht! Die Hand ist nicht eingerieben, sondern steckt in einem Handschuh.

Man muß das Gesicht der Frau angucken. Leider ist das Foto viel zu klein, als daß man etwas richtig erkennen könnte.

Anderes Beispiel, auch für Lehm:

https://edition.cnn.com/2012/05/11/world/africa/himba-namibia-inside-africa/index.html

[*quote*]
For years, an ancient tribe of semi-nomadic herders known as the Himba has drawn photographers to Namibia's barren northwest.
As a result, the striking image of the Himba -- if not their name -- has become known far beyond the remote, unforgiving Kunene region where they eke out a living tending livestock.
The reason for this is otjize, a paste of butter, fat and red ochre -- sometimes scented with aromatic resin -- that Himba women apply each morning to their skin and hair, giving them a distinctive red hue. The sight of traditional Himba women has become an iconic image of Africa.
[*/quote*]

Hier ist ein Bild:

https://cdn.cnn.com/cnnnext/dam/assets/120510090318-himba-woman-smile-horizontal-large-gallery.jpg

Diese Fotos taugen leider nicht viel. Viel zu nahe dran, und dann von Menschen, die sowieso eine dunkle Hautfarbe haben. Die Fotografen hätten sich mehr Mühe geben sollen. Stümper!

Hier ist ein besseres Bild bei Getty Images:

https://media.gettyimages.com/photos/woman-using-clay-as-sunblock-picture-id148516619

Es gibt bessere Fotos. Es gibt sie. Aber leider viel zu wenige.

Man sollte das mit dem Lehm, um auf das Thema zurückzukommen, nicht überbewerten. Die lieben naturverbundenen Menschen in dem wunderschönen versunkenen Land Afrika schnmieren sich nämlich auch Kuhscheiße auf die Haut. Das machen die auch bei Kindern, wenn die im Krankenhaus liegen. Eine tolle Überraschung, wenn das Krankenhauspersonal feststellt, was die Besucher gerade mit dem Säugling im Krankenbett angestellt haben. Nach indianischer Sitte sollte man als Krankenschwester und Arzt seinen Tomahawk immer  in Reichweite haben...


http://www.dailymail.co.uk/femail/article-2604247/Inside-Ethiopian-reconciliation-ritual-involves-smeared-DUNG-barbecue-afterwards.html

[*quote*]
Peace with added pong! Inside the Ethiopian reconciliation ritual that involves being smeared with DUNG (but you do get to have a barbecue afterwards)

    The peace ritual of the Dassanech people involves being smeared in animal dung
    Poo is taken from stomach and bowels of slaughtered cattle before being applied to the skin
    After everyone has been covered in excrement, the warriors and elders sit down for a barbecue
    The use of dung shows the people's respect for the cattle on which they rely
    Under ordinary circumstances, the Dassanech consider cows too precious to kill
    200,000 strong Dassanech tribe live in the Omo River valley in southern Ethiopia

By Ruth Styles

Published: 10:09 BST, 15 April 2014 | Updated: 13:09 BST, 15 April 2014
[*/quote*]


Das Foto:

https://i.dailymail.co.uk/i/pix/2014/04/14/article-2604247-1D1B892C00000578-623_964x682.jpg


Ein Beispiel aus Indien:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3344099/It-s-never-dung-harm-Parents-roll-children-babies-COW-MANURE-Indian-village-locals-believe-protects-disease.html

[*quote*]
It's never dung me any harm... Parents roll children and babies in COW MANURE in Indian village where locals believe it protects them from disease

    Parents have been rolling their children in cow dung in an Indian village
    They believe the manure brings children good luck and a healthy life
    The practice takes place after India's biggest Hindu festival, Diwali
    Cows are sacred in Hindu faith and they they believe the dung has medicinal properties

By Jennifer Newton for MailOnline

Published: 09:47 BST, 3 December 2015 | Updated: 14:14 BST, 3 December 2015
[*/quote*]


Na, das ist doch was! Echte Erfahrungsheilkunde. Da sollte sich die Carstens-Stiftung gleich drauf stürzen. Kühe mit Hörnern, voll anthroposophisch, deren Dung muß doch monstermäßig wirken! Gibt es dafür bald einen Stiftungslehrstuhl? Womöglich in Kassel? Da gibt es eine, sie nennen es Universität, wo es einen Stiftungslehrstuhl gab. Und Kühe. Die armen Viecher wurden homöophantastisch malträtiert.

Ja, da haben wir doch was drüber!

Die Akte Universitaet Kassel >Okkultisten an der Uni Kassel
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=3926.0

Anthroposophie > Karmische "Forschungen"...
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=1963.msg3557#msg3557


Der Lehm, um auf das Thema zurückzukommen, ist der nicht sowas von nano? All die vielen kleinen Partikelchen? Kolloide? Kolloide Lösungen? Da schlagen Chemikerherzen hoch und Chemikerherzchen höher.

Das Geld, um auf das Thema zurückzukommen, das Geld steht all dem im Weg. Weil Dung und Lehm und Titandioxid der homöophantastischen Mafia kein Geld bringen.

Ob Titandioxid wirklich so gut ist oder nicht? Wer weiß? Nur kriegen wir das nicht aus der Welt raus, nachdem es überall ist, sogar in Wandfarbe und Lakritz. Das wird die Industrie nie wieder loslassen. Tabakindustrie und Zuckerindustrie wissen, wie man das macht. Und erst die Zahnpastaindustrie! Die weiß sogar, wie man Homöophantasten einwickelt: mit einer Zahncreme ohne Minze. Ist das nicht goldig?


Lassen wir die spinnerten Afrikaner und Inder beiseite. Der Lehm ist schon was Interessantes. Es geht um Partikel, um Pigmente, die die Sonnenstrahlung nicht durchlassen. Weder rot noch tiefbraun oder gelb, nein hautfarben, das müßte reichen. In großen Mengen in gleicher Konsistenz und physikalischen und chemischen Eigenschaften herstellbar, so etwas müßte es sein. Die Kosmetikindustrie kennt sich da aus. Die vielen Akne-Cremes sind doch nichts anderes als Pigmentpasten. Wenn die Kosmetikindustrie clever wäre, würde sie ...

Wenn. Mehr sag ich jetzt nicht dazu.


Zurück zu diesem Kasten, der in grün in der Webseite der Carstens-Stiftung ist:

[*quote*]
Einschätzung:

Noch steckt die Forschung zu natürlichem UV-Schutz durch pflanzliche Substanzen in den Kinderschuhen. Aber gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels, der zunehmenden Bedrohung schädlicher UV-Strahlung durch ungefilterte Sonneneinstrahlung, zeigen Forschungsansätze dieser Art Alternativen zu den zum Teil kontrovers diskutierten herkömmlichen Schutzmaßnahmen.

Gerade bei modernen Sonnencremes weiß man bisher nicht, welche gesundheitlichen Auswirkungen die enthaltenen Nanopartikel haben können, da Langzeitstudien fehlen. Bleibt zu hoffen, dass die Ansätze zur Untersuchung pflanzlicher Sonnenschutzmöglichkeiten weiter verfolgt und vielleicht sogar in größerem Rahmen untersucht werden. Bis dahin gilt: Sonne ist lebenswichtig, aber eher in Maßen als in Massen.
[*/quote*]

Das mit dem nano haben wir schon betrachtet. Aber da ist noch ganz etwas anderes, ebenfalls aus dem Munitionslager der rhetorischen Kriegführung:

"zeigen Forschungsansätze dieser Art Alternativen zu den zum Teil kontrovers diskutierten herkömmlichen Schutzmaßnahmen."

Was ist das? Ein Angriff auf die Sonnencremes! Die sind doch "herkömmlich". Wie kann man nur!?  "Herkömmlich", nein, das geht doch nicht. Wir brauchen endlich "Alternativen" zu dem  "herkömmlich"!

Um das Herkömmliche erst recht niederzumetzeln, kommt noch die Killervokabel "kontrovers diskutierten" ins Spiel. Und, um die Ängste zu schüren, der Hinweis auf die Nanopartikel.

Die Carstens-Stiftung betreibt üble Agitation. Ich will nicht sagen, daß Titandioxid gut ist. Aber die Agitation der Carstens-Stiftung ist erst recht ganz und gar nicht gut. Vor allem nicht, wenn man sieht, wer dahinter steht: Geldgeber der Pharmaindustrie, die ihre Pillen und andere nutzlose Abzocken verkaufen wollen und dazu die Carstens-Stiftung als vorgeblich neutralen Agenten, der angeblich nicht einmal ein Agent ist, vorschieben.

Wofür wirbt die Carsten-Stiftung? Für "Propolis", "Traubenkernextrakt, Rosmarin, Granatapfel, Rauschbeere und Koffein". Alles nutzloses Zeug! Was wirklich die hohen Schutzwerte bringt, sind Stoffe und Materialien auf und über der Haut. Aber die wertet die Carstens-Stiftung als "zum Teil kontrovers diskutierte herkömmliche Schutzmaßnahmen" ab.

Die Carstens-Stiftung schreibt (siehe oben!) unter der Überschrift "Adäquater Sonnenschutz":

https://www.carstens-stiftung.de/artikel/top-10-fit-trotz-sommerhitze.html

[*quote*]
Adäquater Sonnenschutz
[...]
Weniger bekannt ist der UV-Schutz durch Propolis, einem Bienenprodukt. In einem experimentellen Versuch konnte bei einem Propolis-Extrakt ein Sonnenschutz nachgewiesen werden, der dem Lichtschutzfaktor 20 entspricht [6].
[*/quote*]

"Adäquat"? Adäquat heißt doch nach normalem Sprachverständnis "ausreichend". Was, bitte, ist an "Propolis" ausreichend?

"!In einem experimentellen Versuch konnte bei einem Propolis-Extrakt ein Sonnenschutz nachgewiesen werden, der dem Lichtschutzfaktor 20 entspricht"[6].

Das will ich sehen! Wo ist diese Studie? Als was wurde das Zeug genommen? Als Pille, als Syrup, als Globuli oder als auf die Haut aufgetragene Sonnencreme? Darüber schreibt die Carstens-Stiftung kein Wort. Kein einziges.

Die Carstens-Stiftung stellt irgendwelche Behauptungen und Vermutungen in den Raum und bleibt jeden Beweis schuldig. Sie sagt nicht einmal, in welcher Form das Mittel angewendet wurde. Genau so habe ich mir Forschung immer vorgestellt. Genau so.

Mafia!
« Last Edit: August 10, 2018, 09:10:11 AM by Thymian »
Logged

Thymian

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Re: Schwitzen, Schwindel, Sonnenbrand + Carstens-Stiftung macht billige PR
« Reply #5 on: August 10, 2018, 09:45:29 AM »

Der Artikel von Michèl Gehrke,  dem Pressesprecher der Carstens-Stiftung enthält zwei Teile: dummes Blabla und Pharmareklame.

Der erste Teil ist bereits kleingehäckselt, Er ist Mist -  ob von anthroposophisch schwebenden Kühen oder ganz normalen Rindviechern sei dahingestellt.

Jetzt zur Pharmareklame der Carstens-Stiftung. Diese Reklame ist erstens versteckt und geht zweitens über Mittelsmänner, wovon einer die Carstens-Stiftung ist, so daß sich die Pharmaindustrie nicht persönlich die Finger schmutzig machen muß und dafür juristisch belangt werden könnte.

Wie funktioniert diese Reklame?

1. Ein Hersteller stellt etwas her, von Globuli bis Tabletten, Lösungen und Cremes.
2. Ein "Forscher" "forscht" und findet ganz doll heraus, daß "es wirkt!"
3. Ein Reklameagent schreibt irgendwelche wilden Behauptungen und führt dabei die "Forschung" der "Forscher" als "Beweis" an.

Am Beispiel von HRI-Research von Alexander Tournier sieht man, wie wildeste Behauptungen und Lügen in den Raum gestellt werden und dabei auf "Beweise" verwiesen wird, die entweder nicht existieren oder so nicht existieren oder in keinem Zusammenhang mit den Behauptungen stehen.

    Mietmäuler der Eso-Mafia >
    Alexander Tournier, ein notorischer Lügner und Fälscher
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9954.0

Am Beispiel der Medienmafia sieht man, wie ...  siehe 1. Beispiel.

    Mietmäuler der Eso-Mafia - eine Übersicht
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9781.0

Eine ganz besondere Person möchte ich hier ganz besonders vorstellen:

Die Akte Claus Fritzsche - Internetkriminalität
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?board=109.0

An Claus Fritzsche sieht man, wie weit die Industrie geht. Aber Claus Fritzsche erwies sich als der Sargnagel der Homöopathie-Mafia. Durch ihn ist eine Menge aufgeflogen. Man sollte eben nicht jeden Handlanger nehmen und schon gar nicht jeden Handlanger so öffentlich auf die Lohnliste setzen. Und dann haben sie ihn fallen gelassen...


Und die Carstens-Stiftung? Die ist in einer Sonder-Rolle,
* weil sie eingenommene "Spendengelder" verteilt an die "Forscher",
* weil sie in Hochschulen zu Forschungen und "Ausbildung" neuer "Forscher" anstiftet (sic!),
* weil sie eine Mittlerrolle zwischen Pharmaindustrie und Medienmafia bildet.

Mit anderen Worten: Die Carstens-Stiftung hängt ganz dick mit drin.

Die Carstens-Stiftung profitiert dabei über alle Maßen vom Promi-Bonus. Der Carstens war Bundespräsident und die Carstens war eine homöopathische Ärztin, deren esoterischer Blödsinn und Beziehungen Grundgerüst und Antrieb der Carstens-Stiftung wurden. Deswegen ist die Stiftung ja auch nach beiden benannt!



Im Artikel von Michèl Gehrke,  dem Pressesprecher der Carstens-Stiftung ist dies die verdeckte Pharmareklame:


https://www.carstens-stiftung.de/artikel/top-10-fit-trotz-sommerhitze.html

[*quote*]
Homöopathie bei Kreislaufbeschwerden

Bei Schwindel, Kreislaufschwäche mit Kältegefühl und niedrigem Blutdruck empfehlen erfahrene homöopathisch tätige Ärzte Veratrum album (Weißer Germer) D6 (5) oder ein homöopathisches Komplexmittel, das die vier Einzelmittel Ambra grisea (Grauer Amber), Anamirta cocculus (Kokkelskörner), Conium (Gefleckter Schierling) und Petroleum recificatum (Steinöl) in Potenzen zwischen D3 und D8 kombiniert. (6)
[*/quote*]

[*quote*]
Pflanzliche Mittel bei geschwollenen Beinen

Viele Menschen leiden bei großer Hitze an geschwollenen und teilweise schmerzenden Beinen. Das liegt meist daran, dass sich das Blut dort sammelt und einen unangenehmen Druck erzeugt. Die erste und einfachste Selbsthilfemöglichkeit ist es, die Beine hochzulegen. Genügt das nicht, sollte die Blutzirkulation weiter angeregt werden, etwa durch kalte Güsse, kalte Beinwickel oder Pumpgymnastik. Darüber hinaus könnten Präparate mit Weinlaub (7) Linderung verschaffen, bei Neigung zu Krampfadern und Venenschwäche bieten sich hingegen Präparate mit Rosskastanie (8) an.
[*/quote*]

[*quote*]
Schnelle Hilfe bei Sonnenbrand

Wenn doch ein leichter Sonnenbrand auftreten sollte, helfen Joghurt-Umschläge, die etwa 15 bis 20 Minuten auf die betroffenen Stellen aufgelegt werden können. Dazu wird ein nicht-fusselndes Baumwolltuch in Joghurt getränkt. Bei einer Milchallergie oder bei offenen Hautstellen bitte nicht anwenden! Zur Linderung des Sonnenbrandes empfiehlt Dr. Christian Lucae, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Homöopathie und Naturheilverfahren, das homöopathische Mittel Cantharis vesicatoria (z.B. mehrmals täglich 3-5 Globuli D12), wenn es sich um heftige, brennende Schmerzen handelt. Außerdem kommt Apis mellifica (z.B. mehrmals täglich 3-5 Globuli D6 oder D12) in Frage, wenn die Haut geschwollen aussieht, Kühlen deutlich bessert und der Sonnenbrand von Kopfschmerzen mit Durstlosigkeit begleitet wird. (9) Aus der Pflanzenheilkunde hat sich das Auftragen von reinem Aloe vera-Gel bewährt. (11, 12)
[*quote*]

[*quote*]
Sonnenstich und Sonnenallergie

Bei drohendem Sonnenstich (roter, heißer Kopf, pulsierende Kopfschmerzen, leichte Benommenheit) kann Belladonna angezeigt sein. Hierbei können 3-5 Globuli D12 oder D30 in einem kleinen Glas Wasser aufgelöst und nach Umrühren mit einem Plastiklöffel alle 15-30 Minuten 1-2 Teelöffel eingenommen werden, bis eine Besserung eintritt. (9) Bei Hitzschlag helfen zusätzlich kalte Wadenwickel dabei, die Beschwerden zu lindern. (13) Wichtig: auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten und bei ausbleibender Besserung medizinische Hilfe suchen!

Zur Prävention einer Sonnenallergie bietet sich die Einnahme eines Vitamin B-Komplexes oder Astaxanthin an, zur Behandlung Cardiospermum halicacabum D6 oder Cardiospermum-Salbe.
[*/quote*]

[*quote*]
Literatur

1) Wing J, Dehydrated drivers make the same number of mistakes as drink drivers. Loughborough University, 20.04.2015 Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

2) Heseker H, Weiß M. Trinken und Leistungsfähigkeit in Beruf und Freizeit. Forum Trinkwasser, Zugriff am 30.06.2015 Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

3) Stasiule L, Capkauskiene S, Vizbaraite D, Stasiulis A. Deep mineral water accelerates recovery after dehydrating aerobic exercise: a randomized, double-blind, placebo-controlled crossover study. J Int Soc Sports Nutr. 2014 Jun 26;11:34. doi: 10.1186/1550-2783-11-34. eCollection 2014. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

4) Bommer S, Klein P, Suter A. First time proof of sage's tolerability and efficacy in menopausal women with hot flushes. Adv Ther. 2011 Jun;28(6):490-500. doi: 10.1007/s12325-011-0027-z. Epub 2011 May 16. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

5) Wiesenauer M, Berger R. aporello Homöopathie, S. 24. Narayana Verlag 2013. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

6) Elies M, Kerckhoff A. Bewährte Kombinationsmittel Teil 1: Homöopathische Komplexmittel. In: Natur und Medizin 3/2008, S. 12f. Öffnet externen Link in neuem FensterArtikel

7) Schaefer E, Peil H, Ambrosetti L, Petrini O. Oedema protective properties of the red vine leaf extract AS 195 (Folia vitis viniferae) in the treatment of chronic venous insufficiency. A 6-week observational clinical trial. Arzneimittelforschung. 2003;53(4):243-6. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

8) Diehm C, Trampisch HJ, Lange S, Schmidt C. Comparison of leg compression stocking and oral horse-chestnut seed extract therapy in patients with chronic venous insufficiency. Lancet. 1996 Feb 3;347(8997):292-4. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

9) Lucae C. Homöopathie und Naturheilkunde auf Reisen. In: Natur und Medizin 3/2015, S. 4f. Öffnet externen Link in neuem FensterArtikel

10) Hacke D. Sonnenbrand? Nein, Danke! carstens-stiftung.de, 01.08.2012 Öffnet externen Link in neuem FensterArtikel

11) Puvabanditsin P, Vongtongsri R. Efficacy of aloe vera cream in prevention and treatment of sunburn and suntan. J Med Assoc Thai. 2005 Sep;88 Suppl 4:S173-6. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

12) Silva MA, Trevisan G, Hoffmeister C, Rossato MF, Boligon AA, Walker CI, Klafke JZ, Oliveira SM, Silva CR, Athayde ML, Ferreira J. Anti-inflammatory and antioxidant effects of Aloe saponaria Haw in a model of UVB-induced paw sunburn in rats. J Photochem Photobiol B. 2014 Apr 5;133:47-54. doi: 10.1016/j.jphotobiol.2014.02.019. Epub 2014 Mar 12. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

13) Kerckhoff A, Schimpf D. Wickel, Auflagen und Kompressen, S. 152f. KVC Verlag 2012. Öffnet externen Link in neuem Fensterzum Buch


Michèl Gehrke
Michèl Gehrke, M.A.
Pressesprecher
Telefon: 0201 56 305 61
[*/quote*]


Die Zitate sind zum einen wirre Behauptungen und Reklame und zum andern "Quellenangaben". Als ob homöopathische Quellen etwas taugten.

Einige der Quellen sind Bücher, so daß man diese nicht als frei verfügbaren Text im Internet finden kann. Mehrere Jahre alte Zeitschriftenartikel obskurer Magazine kann man vermutlich nicht einmal über die Fernleihe bekommen. Also sind das Quellen, die der Leser (fast) nicht nachprüfen kann. Damit läßt sich besonders gut tricksen.


Konzentrieren wir uns also auf die Mittel. Hier wird betont (schon in der Überschrift!) "pflanzliche Mittel":

[*quote*]
Pflanzliche Mittel bei geschwollenen Beinen

Viele Menschen leiden bei großer Hitze an geschwollenen und teilweise schmerzenden Beinen. Das liegt meist daran, dass sich das Blut dort sammelt und einen unangenehmen Druck erzeugt. Die erste und einfachste Selbsthilfemöglichkeit ist es, die Beine hochzulegen. Genügt das nicht, sollte die Blutzirkulation weiter angeregt werden, etwa durch kalte Güsse, kalte Beinwickel oder Pumpgymnastik. Darüber hinaus könnten Präparate mit Weinlaub (7) Linderung verschaffen, bei Neigung zu Krampfadern und Venenschwäche bieten sich hingegen Präparate mit Rosskastanie (8) an.
[*/quote*]

Quellen:

[*quote*]
7) Schaefer E, Peil H, Ambrosetti L, Petrini O. Oedema protective properties of the red vine leaf extract AS 195 (Folia vitis viniferae) in the treatment of chronic venous insufficiency. A 6-week observational clinical trial. Arzneimittelforschung. 2003;53(4):243-6. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract

8) Diehm C, Trampisch HJ, Lange S, Schmidt C. Comparison of leg compression stocking and oral horse-chestnut seed extract therapy in patients with chronic venous insufficiency. Lancet. 1996 Feb 3;347(8997):292-4. Öffnet externen Link in neuem FensterAbstract
[*/quote*]


Quelle für 8) ist dieser Eintrag in der PubMed:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8569363

[*quote*]
Format: Abstract

Send to
Lancet. 1996 Feb 3;347(8997):292-4.
Comparison of leg compression stocking and oral horse-chestnut seed extract therapy in patients with chronic venous insufficiency.
Diehm C1, Trampisch HJ, Lange S, Schmidt C.

Author information

Abstract

BACKGROUND:

Diseases of the venous system are widespread disorders sometimes associated with modern civilisation and are among the major concerns of social and occupational medicine. This study was carried out to compare the efficacy (oedema reduction) and safety of compression stockings class II and dried horse chestnut seed extract (HCSE, 50 mg aescin, twice daily).

METHODS:

Equivalence of both therapies was examined in a novel hierarchical statistical design in 240 patients with chronic venous insufficiency. Patients were treated over a period of 12 weeks in a randomised, partially blinded, placebo-controlled, parallel study design.

FINDINGS:

Lower leg volume of the more severely affected limb decreased on average by 43.8 mL (n = 95) with HCSE and 46.7 mL (n = 99) with compression therapy, while it increased by 9.8 mL with placebo (n = 46) after 12 weeks therapy for the intention-to-treat group (95% CI: HCSE: 21.1-66.4; compression: 30.4-63.0; placebo: 40.0-20.4). Significant oedema reductions were achieved by HCSE (p = 0.005) and compression (p = 0.002) compared to placebo, and the two therapies were shown to be equivalent (p = 0.001); in this design, however, compression could not be proven as standard with regard to oedema reduction in the statistical test procedure. Both HCSE and compression therapy were well tolerated and no serious treatment-related events were reported.

INTERPRETATION:

These results indicate that compression stocking therapy and HCSE therapy are alternative therapies for the effective treatment of patients with oedema resulting from chronic venous insufficiency.

Comment in

    Horse-chestnut seed extract for chronic venous insufficiency. [Lancet. 1996]
    Horse-chestnut seed extract for chronic venous insufficiency. [Lancet. 1996]
    ACP J Club. 1996 Jul-Aug;125(1):17.

PMID:    8569363
[Indexed for MEDLINE]
[*/quote*]


Das ist die Dosierung: "HCSE, 50 mg aescin, twice daily". HCSE ist Horse Chestnut Seed Extract, also Extrakt aus dem Früchten der Roßkastanie.

Das ist keine Homöopathie, sondern Phytotherapie. Da wird mit realen Pflanzenextrakten mit real wirksamen pharmazeutischen Dosen gearbeitet. Das kann natürlich auch Nebenwirkungen haben!

In der Webseite der Pubmed sind auf der rechten Seite in einer Tabelle weitere Quellen angegeben. Auf "alle" klicken und man bekommt 107  Treffer:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?linkname=pubmed_pubmed&from_uid=8569363



Die Quelle 7) ist das hier:

[*quote*]
Format: Abstract

Arzneimittelforschung. 2003;53(4):243-6.
Oedema protective properties of the red vine leaf extract AS 195 (Folia vitis viniferae) in the treatment of chronic venous insufficiency. A 6-week observational clinical trial.
Schaefer E1, Peil H, Ambrosetti L, Petrini O.

Author information

Abstract

The characteristic components of the pure plant-based extract AS 195 (Folia vitis viniferae) are flavon(ol)-glycosides and glucuronides with quercetin-3-O-beta-D-glucuronide (main flavonoid) and isoquercitrin (quercetin-3-O-beta-glycoside; a secondary flavonoid). In previous clinical studies AS 195 (hard gelatine capsules) has shown oedema-preventing and subjective symptoms alleviating properties in patients with chronic venous insufficiency (CVI). The aim of the present open-label, multicentre, observational trial was to assess tolerability and efficacy of AS 195 (Antistax film-coated tablets). The reduction of the subjective CVI-related symptoms was measured on a 10-cm visual analogue scale. For the global assessment of efficacy and tolerability by the patient and the investigator a 4-point verbal rating scale was used. Sixty-five male and female patients aged 25-82 years with CVI grade I or II (Widmer classification) received AS 195, two film-coated tablets once daily for 42 days (360 mg/day). At the end of the study, all subjective symptoms of CVI (tired, heavy legs, sensation of tension in the legs, tingling sensations in the legs, pain in the legs) were statistically significantly improved. The global assessment of efficacy by the patients and by the investigators was rated as good or satisfactory in most of the patients. AS 195 filmcoated tablets were very well tolerated during the whole trial, as their global tolerability was assessed for most patients as good or satisfactory by both the patients and investigators. Six patients experienced adverse events potentially causally related to trial medication. Four of them reported gastrointestinal problems. The present study showed a marked improvement of subjective symptoms associated with CVI grade I or II, as well as a good or satisfactory global assessment of efficacy and tolerability by the patients and the investigators. Thus, AS 195 film-coated tablets can be considered as effective and safe in patients with CVI grade I or II.

PMID:    12785119
DOI:    10.1055/s-0031-1297103
[Indexed for MEDLINE]

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    Efficacy of orally administered extract of red vine leaf AS 195 (folia vitis viniferae) in chronic venous insufficiency (stages I-II). A randomized, double-blind, placebo-controlled trial.
    [Arzneimittelforschung. 2000]
    Efficacy and safety of a Butcher's broom preparation (Ruscus aculeatus L. extract) compared to placebo in patients suffering from chronic venous insufficiency.
    [Arzneimittelforschung. 2002]
    Efficacy and tolerability of a red-vine-leaf extract in patients suffering from chronic venous insufficiency--results of a double-blind placebo-controlled study.
    [Eur J Vasc Endovasc Surg. 2011]
    Review Horse-chestnut seed extract for chronic venous insufficiency. A criteria-based systematic review.
    [Arch Dermatol. 1998]
    Review A systematic review of the efficacy and tolerability of hydroxyethylrutosides for improvement of the signs and symptoms of chronic venous insufficiency.
    [J Clin Pharm Ther. 2015]

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Cited by 1 PubMed Central article

    Ethnoveterinary medicines used for ruminants in British Columbia, Canada.
    [J Ethnobiol Ethnomed. 2007]
[*/quote*]


Bei Quelle 8) sind es "240 patients" und bei Quelle 7) "Sixty-five" ... "patients". Das ist sehr wenig. Man denkt bei Studien immer an tausende von Probanden. Diese Beispiele, wie auch andere, zeigen daß die Versuche oft mit kläglich kleinen Gruppen durchgeführt werden. Und dann wird wird das Zeug in großem Stil der Allgemeinheit verkauft als wirksames Medikament. Ist das nicht praktisch?

Vor allem stört mich eines: Daß man erstens über eine relativ kurze Zeit beobachtet und zweitens viel zu wenig Probanden hat:  Im einen Fall rund 120 Probanden (die anderen 120 bekommen Placebo!) , im anderen 65 (und das sogar ohne Placebo-Kontrolle). Welche Nebenwirkungen haben diese Mittel, auch wennn sie nicht mehr eingenommen werden, auf lange Sicht?

Medizinische Forschung kann manchmal ganz schön schlampig sein...



Beim Punkt "Sonnenstich und Sonnenallergie" werden "kalte Wadenwickel" empfohlen. Du meine Güte! Das ist miefiges 1900! Das ist Hausfrauenquatsch aus Zilles Milljöh. Heute hat man Kühlakkus. Die halten länger kühl und sind vor allem kälter.

Gelgefüllte, weiche Kühlakkus sollte man immer im Kühlschrank haben, mindestens 2 Stück! Wenn man einen braucht, kann man nicht erst stundenlang warten, bis das Ding abgekühlt ist, sondern es muß sofort einsatzbereit sein!


Kommen wir zu den einzelnen Punkten:

[*quote*]
Sonnenstich und Sonnenallergie

Bei drohendem Sonnenstich (roter, heißer Kopf, pulsierende Kopfschmerzen, leichte Benommenheit) kann Belladonna angezeigt sein. Hierbei können 3-5 Globuli D12 oder D30 in einem kleinen Glas Wasser aufgelöst und nach Umrühren mit einem Plastiklöffel alle 15-30 Minuten 1-2 Teelöffel eingenommen werden, bis eine Besserung eintritt. (9)

Bei Hitzschlag helfen zusätzlich kalte Wadenwickel dabei, die Beschwerden zu lindern. (13)

Wichtig: auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten und bei ausbleibender Besserung medizinische Hilfe suchen!


Zur Prävention einer Sonnenallergie bietet sich die Einnahme eines Vitamin B-Komplexes oder Astaxanthin an, zur Behandlung Cardiospermum halicacabum D6 oder Cardiospermum-Salbe.
[*/quote*]


Quelle 13) ist ein Buch:

[*quote*]
13) Kerckhoff A, Schimpf D. Wickel, Auflagen und Kompressen, S. 152f. KVC Verlag 2012. Öffnet externen Link in neuem Fensterzum Buch
[*/quote*]

Das ist dieses Buch:

https://www.kvc-verlag.de/shop/Naturheilkunde-fuer-zuhause/Wickel-Auflagen-Kompressen::231.html

[*quote*]
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Annette Kerckhoff

Dr. Annette Kerckhoff, BSc Komplementärmedizin und European Master of Health Promotion, Lehrbeauftragte für naturheilkundliche Selbsthilfestrategien, Phytotherapie und Medizingeschichte, ist seit fast zwei Jahrzehnten auf die laienverständliche Vermittlung von Gesundheitswissen und Selbsthilfemaßnahmen spezialisiert. Sie hat zahlreiche Ratgeber und Patienteninformationen geschrieben und arbeitet für die Carstens-Stiftung : Natur und Medizin.

Inga Knaub

Inga Knaub ist Krankenschwester und Fachfrau für Wickel-Anwendungen. Sie arbeitet im Berliner Immanuel Krankenhaus in der Abteilung für Naturheilkunde. Mit naturheilkundlichen Maßnahmen ist sie schon als Kind, z. B. in Form von Schröpfgläsern und Senfmehlauflagen, in Berührung gekommen. Inga Knaub hat 2012/ 2013 eine sechsmonatige Weiterbildung bei Linum e. V. zur Fachkraft für Wickel und Auflagen absolviert.
[*/quote*]


"Mit naturheilkundlichen Maßnahmen ist sie schon als Kind, z. B. in Form von Schröpfgläsern und Senfmehlauflagen, in Berührung gekommen."

In der heutigen Jugend gebräuchlich wäre ein Kommentar der Art "KREIIIIISCH!!!!!!!!!!!!!!"

Hier erst recht:

"Inga Knaub hat 2012/ 2013 eine sechsmonatige Weiterbildung bei Linum e. V. zur Fachkraft für Wickel und Auflagen absolviert."

Da fällt Einem nix mehr ein.

In der Buchreklame heißt es 

https://www.kvc-verlag.de/shop/Naturheilkunde-fuer-zuhause/Wickel-Auflagen-Kompressen::231.html

[*quote*]
Details

Der fiebersenkende Wadenwickel oder der kühle Waschlappen im Nacken bei Nasenbluten sind allseits bekannt. Vermutlich haben wir alle sie schon angewendet. Etwas spezieller sind ein feucht-warmer Zitronenwickel gegen Halsschmerzen oder die Senfmehlauflage an den Fußsohlen bei Nasennebenhöhlenentzündung. Diese und zahlreiche weitere Wickel und Auflagen, die Annette Kerckhoff und Inga Knaub in diesem Ratgeber vorstellen, haben eines gemeinsam: Sie erzeugen eine Reaktion unseres Körpers und stellen die Funktionsfähigkeit wieder her. Sie lindern Schmerzen, fördern die Durchblutung, entgiften über die Haut. Unser Ratgeber stellt bewährte Wickel und Auflagen für alle Lebenslagen und Beschwerden vor: kalte und warme Anwendungen, mit Wasser, Heilpflanzentees, Tinkturen, Quark, Heilerde oder Zwiebeln. Sie erfahren die korrekte Durchführung und lernen auch neue Anwendungen kennen. Wickel und Auflagen sind Therapie und Selbstfürsorge in einem. Tun Sie sich etwas Gutes und probieren Sie es aus!
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Die Wickel "entgiften über die Haut"!? Was für ein Schwachsinn!  Danke, auf so einem Müll kann man verzichten.

Wenn man sich vorstellt, daß es dafür auch noch "eine sechsmonatige Weiterbildung bei Linum e. V. zur Fachkraft für Wickel und Auflagen" gibt, sind Hin- und Rückflug auf dem Besenstiel noch der kleinste Schrecken.


Wie schön, daß von der Carstens-Stiftung wenigstens geraten wird:

"Wichtig: auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten und bei ausbleibender Besserung medizinische Hilfe suchen!"

Weniger schön, sondern unverantwortlich ist, daß überhaupt keine ausreichenden Zeitangaben gemacht werden und auch die Unterscheidung zwischen Hitzekollaps, Hitzschlag oder Sonnenstich unterlassen wird. Netdoktor hat einen wesentlich besseren Text.

Zitat daraus:

https://www.netdoktor.de/krankheiten/hitzschlag/

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Hitzekollaps, Hitzschlag oder Sonnenstich?

Alle drei Formen der Hitzekrankheit sind Folgen zu intensiver Sonneneinstrahlung und/oder Überwärmung. Die Mechanismen unterscheiden sich jedoch:

Beim Hitzekollaps bricht der Blutdruck zusammen, weil der Körper zur Kühlung die Blutgefäße der Haut stark erweitert und das Herz nicht genügend pumpen kann, um dies auszugleichen. Die Körpertemperatur ist allenfalls gering erhöht. Durch Kühlung und Flüssigkeitszufuhr ist der Hitzekollaps meist schnell zu beheben.

Beim Hitzschlag bricht durch Überhitzung und Flüssigkeitsmangel die gesamte Temperatur- und Kreislaufregulation zusammen. Gleichzeitig ist der Körper stark überhitzt. Ein Hitzschlag bedarf intensiver medizinischer Behandlung.

Beim Sonnenstich werden die Hirnhäute (Meningen) in Kopf und Halswirbelsäule durch intensive Sonneneinstrahlung gereizt. Daraus kann ein Ödem entstehen und der Druck im Schädelinneren steigt an. Erste Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen, bei schweren Formen sind aber auch Schädigungen des Gehirns möglich. Körpertemperatur und Kreislauffunktion sind meist stabil.
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Wie kann ein Laie erkennen, um was es sich handelt? Kann er nicht. Also muß er sofort beim Arzt anfragen. Lieber einmal fragen als lange tot sein.

Netdoktor:

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Nach Angaben des Bundesumweltamtes starben während des ausgesprochen heißen Sommers 2003 etwa 7.000 Menschen in Deutschland an den Folgen eines Hitzeschlags. Tödlich endet ein Hitzschlag in erster Linie bei älteren und chronisch kranken Menschen sowie bei Kindern, deren Temperaturregulation (noch) nicht die Leistungsfähigkeit gesunder Erwachsener hat.
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Die Zahlen des Sommers 2018 werden sehr ernüchternd sein. Dessen bin ich mir sicher.


Kommen wir zurück zum Machwerk der Carstens.Stiftung:

https://www.carstens-stiftung.de/artikel/top-10-fit-trotz-sommerhitze.html

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Sonnenstich und Sonnenallergie

Bei drohendem Sonnenstich (roter, heißer Kopf, pulsierende Kopfschmerzen, leichte Benommenheit) kann Belladonna angezeigt sein. Hierbei können 3-5 Globuli D12 oder D30 in einem kleinen Glas Wasser aufgelöst und nach Umrühren mit einem Plastiklöffel alle 15-30 Minuten 1-2 Teelöffel eingenommen werden, bis eine Besserung eintritt. (9)

Bei Hitzschlag helfen zusätzlich kalte Wadenwickel dabei, die Beschwerden zu lindern. (13)

Wichtig: auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten und bei ausbleibender Besserung medizinische Hilfe suchen!

Zur Prävention einer Sonnenallergie bietet sich die Einnahme eines Vitamin B-Komplexes oder Astaxanthin an, zur Behandlung Cardiospermum halicacabum D6 oder Cardiospermum-Salbe.
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Ganz klar: Der Text von Netdoktor ist WESENTLICH besser. Aber darum geht es hier nicht, sondern um Pharmareklame. Daß der Text der Carstens-Stiftung inhaltlich Müll ist, ist ja schon klar. Aber es geht um Pharma-Reklame. Die  gibt es in mehreren Varianten. Eine haben wir bei Weinlaub und Roßkastanien-Extrakt gesehen (weiter oben). Das war eine allgemeine Reklame für einen Wirkstoff, der in pharmazeutisch wirksamen Dosen angewendet und von x Anbietern hergestellt wird. Also eine ganz allgemeine Reklame.

Ähnlich sieht es bei dieser Reklame aus: "Einnahme eines Vitamin B-Komplexes oder Astaxanthin an"

Die Reklame für eine Behandlung mit "Cardiospermum halicacabum D6 oder Cardiospermum-Salbe" ist anderer Natur. Erstens ist Homöopathie Pfusch. Das "D6" besagt, daß es ein homöopathisches Mittel ist. Aber was ist "Cardiospermum-Salbe"? Das läßt wieder Spielraum für anderen Zauber.


Ganz anders dagegen hier, bei der Reklame für "Belladonna":

[*quote*]
Bei drohendem Sonnenstich (roter, heißer Kopf, pulsierende Kopfschmerzen, leichte Benommenheit) kann Belladonna angezeigt sein. Hierbei können 3-5 Globuli D12 oder D30 in einem kleinen Glas Wasser aufgelöst und nach Umrühren mit einem Plastiklöffel alle 15-30 Minuten 1-2 Teelöffel eingenommen werden, bis eine Besserung eintritt. (9)
[*/quote*]

Das ist erstens Reklame für ein homöopathisches Mittel. Zweitens ist sie sowieso kompletter Schwachsinn. Drittens ist es dezidierte Reklame für EINE GEZIELTE ANWENDUNG! Und das ist illegal!

Laut Hahnemann, der ist bekanntlich der Vater des Schwachsinns Homöopathie, darf man nicht einfach EIN Mittel nehmen, sondern muß nach Repertorium vorgehen und den Kranken erst befragen. Und auch dann darf man nicht einfach EIN Mittel nehmen (und immer das gleiche), sondern muß die Mittel ausprobieren, ob dieses oder jenes hilft. Einfach herzugehen, wie die Carstens-Stiftung es hier SCHON WIEDER tut, und geradewegs EIN Mittel empfehlen, ist keine Homöopathie und es ist illegal. Es ist vom Gesetz verboten!

Wer das tut, was die Carstens-Stiftung hier macht, der hat entweder Homöopathie nicht verstanden oder es ist ihm scheißegal, was Homöopathie ist, Hauptsache, er macht Reklame für "Homöopathie", besser gesagt: für seine ihn zahlenden Hintermänner.

Die Carstens-Stiftung entlarvt sich hier als ein Mietmaul.


Wie dämlich der Zauber ist, sieht man unter anderem an dieser Vorgabe: "Umrühren mit einem Plastiklöffel". Warum ein Plastiklöffel? Weil ein metallischer angeblich schlecht für das homöopathische Mittel ist.

Was wir hier als Reklametext der Carstens-Stiftung sehen, ist ausgelebter Schantallismus.


Und jetzt langen wir in die Vollen. Aber so richtig. Bitte anschnallen und das Rauchen einstellen.

Sorry, aber da müssen Sie jetzt durch. Weiter unten im Text sehen wir uns wieder. Versprochen.


https://www.gesundes-bewusstsein.de/?p=6063

[*quote*]
Belladonna – Boericke
Publiziert 17. Oktober 2012 | Von Redaktion

Belladonna wirkt auf jedem Teil des Nervensystems, aktive Kongestion, wütende Aufregung verursachend, verdrehte Sinneswahrnehmung, Zucken, Konvulsionen und Schmerzen. Es hat eine deutliche Wirkung auf das Gefäßsystem, die Haut und die Drüsen. Belladonna wird immer mit heißer, roter Haut und rotem Gesicht in Einklang gebracht, stechender Blick, pulsierende Karotiden, Erregungszustand und Delirium, ruheloser Schlaf, konvulsive Bewegungen, Trockenheit des Mundes und der Gurgel mit der Abneigung gegen Wasser, neuralgische Schmerzen, die kommen und plötzlich (Oxytropis) gehen. Hitze, Röte, Pulsschlag und Brennen. Das große Heilmittel der Kinder. Epileptische Konvulsionen, die von Brechreiz und Erbrechen gefolgt sind. Scharlachfieber und auch prophylaktisch. Hier verwenden Sie die 30. Potenz. Exophthalmus-Kropf. Entspricht den Symptomen von Luftkrankheit und Angst vor dem Fliegen. Geben Sie es vorbeugend. Kein Durst, Furcht oder Angst. Belladonna tritt bei Heftigkeit des Angriffs und Plötzlichkeit des Anfalls in Erscheinung. Belladonna ebenso für das Extrem der Schilddrüsenvergiftung. Verwenden Sie hier D 1 (Beebe).

Geist, Gemüt:

Patient lebt in seiner eigenen Welt, beschäftigt mit Gespenstern und Visionen und vergesslich für Umgebungsrealitäten.

Während die Netzhaut immun für wirkliche Gegenstände wirkt, erscheinen ihm optische Halluzinationen, die aus ihm heraus gebildet werden.

Er ist akut hellwach und überschwemmt von subjektiven Gesichtern sowie fantastischen Trugbildern, die ihn halbwahnsinnig machen. Halluzinationen; sieht Ungeheuer, abscheuliche Gesichter.

Delirium; schreckliche Bilder; wütend; Wut, Beißen, Schlagen; wünscht sich zu flüchten. Bewusstlosigkeit. Abgeneigt zu sprechen. Eigensinn mit Tränen.

Scharfsinnigkeit aller Sinne.

Veränderlichkeit.

Schwindel:

Schwindel, mit Fallen zur linken Seite oder auf den Rücken.

Kopf:

Empfindlich gegen die geringste Berührung.

Viel Pulsieren und Hitze.

Herzklopfen, das im Kopf wiederhallt.

Schmerz; Fülle, besonders in der Stirn, aber auch am Hinterhaupt und in den Schläfen.

Kopfschmerz vom unterdrückten katarrhalischen Erscheinungen.

Plötzliches Schreien.

Schmerz stärker durch Licht, Geräusche, Stoß, sich hinlegend und am Nachmittag; besser durch den Druck und halbaufrechte Haltung.

Drückt den Kopf ins Kissen; Kopf rückwärts gezogen, rollt von einer Seite zur anderen.

Ständiges Ächzen.

Haar gespalten; ist trocken und fällt aus.

Kopfschmerz, der auf der rechten Seite stärker ist und beim Hinlegen; durch Erkältung oder Haare schneiden usw.

Gesicht:

Rot, bläulich rot, heiß, angeschwollen, glänzend

konvulsive Bewegung der Muskeln des Gesichtes.

Schwellung der Oberlippe.

Gesichtsneuralgie mit zuckenden Muskeln und gerötetem Gesicht.

Augen:

Pulsschlag tief in Augen auf dem Hinlegen.

Pupillen dehnten sich (Agnus) nach außen, sind erweitert.

Augen fühlen sich angeschwollen an und wie hervorgetreten, starrend; rote Bindehaut; trocken, brennend; Photophobie; das Stechen in den Augen.

Exophthalmus.

Trugbilder; glühende Erscheinungen.

Diplopie, Verdrehen, Konvulsionen der Lider.

Gefühl, als ob die Augen halb geschlossen wären.

Angeschwollene Augenlider.

Kongestion des Augenhintergrundes.

Ohren:

Reißender Schmerz im mittleren und äußeren Ohr.

Brummtöne.

Trommelfell baucht sich auf und ist eingespritzt.

Angeschwollene Ohrspeicheldrüse.

Empfindlich für laute Töne.

Sehr scharfes Gehör.

Mittelohrentzündung.

Schmerz verursacht Delirium.

Kind ruft im Schlaf;

Pulsschlag und klopfender Schmerz tief im Ohr, das mit dem Herzschlag übereinstimmt.

Hämatom im Ohr.

Akute und subakute Affektionen der Eustachischen Röhre.

Autophonie, hört die eigene Stimme im Ohr.

Nase:

Eingebildete Düfte.

Prickeln in der Nasenspitze.

Rot und angeschwollen.

Blutung der Nase, mit rotem Gesicht.

Rhinitis; Schleim vermischt mit Blut.

Mund:

Trocken.

Pulsierender Schmerz in den Zähnen.

Zahnfleischgeschwür.

Rote Zungenränder. Erdbeerzunge.

Knirschen der Zähnen.

Zunge angeschwollen und schmerzhaft.

Stottern.

Innerer Hals:

Trocken, als ob verglast; übel wirkende Kongestion (Ginseng); rot, schlechter auf der rechten Seite.

Mandeln vergrößert; Gurgel fühlt sich eingeengt an; schwieriges Schlucken; Flüssigkeiten werden abgelehnt.

Gefühl eines Klumpens.

Trockene Speiseröhre; Gefühle als zöge sie sich zusammen.

Konvulsionen in der Gurgel.

Dauernde Neigung zu schlucken.

Kratzendes Gefühl.

Schluckmuskeln sehr empfindlich.

Hypertrophie der Schleimhaut.

Magen:

Appetitverlust. Abgeneigt gegenüber Fleisch und Milch.

Krampfhafter Schmerz im Oberbauch.

Konstriktion; Schmerz verläuft zur Wirbelsäule.

Brechreiz und Erbrechen.

Großer Durst nach kaltem Wasser.

Konvulsionen des Magens.

Leeres Würgen.

Abscheu vor Flüssigkeiten.

Krampfhaftes Schlucken.

Todesangst beim Trinkes.

Unstillbares Erbrechen.

Abdomen:

Aufgebläht, heiß.

Querkolon tritt wie ein Polster hervor.

Empfindlich, angeschwollen.

Schmerz als würde er von einer Hand festgehalten; schlechter durch Erschütterung und Druck.

Schmerzes quer durch den Bauch; Stiche in der linken Seite des Abdomens, bei Husten, Niesen und Berührung, durch Bettzeug usw. (Laches). (Anm. Übers.: Prinzessin auf der Erbse)

Stuhlgang:

Dünn, grün, durchfällig; Klumpen wie Kreide.

Schaudern während des Stuhlgangs.

Stechender Schmerz im Mastdarm; krampfhaftes Einschnüren.

Bei Rückenschmerzen Hämorrhoiden empfindlicher.

Prolaps ani (Ignatia; Podoph).

Urin:

Retention.

Akute Harninfektionen.

Sensation der Bewegung in der Blase bezüglich eines Wurmes.

Urin kärglich, mit Krämpfen; dunkel und trüb, viele Phosphate.

Empfindliche Blase.

Inkontinenz, dauerndes Tröpfeln.

Häufig und reichliches Wasserlassen.

Hämaturie, wo keine pathologische Befunde vorliegen.

Prostata-Hypertrophie.

Männl. Gen:

Hoden hart, aufgerichtet, gereizt.

Nächtlicher Schweiß der Geschlechtsorgane.

Fluss der Prostata-Flüssigkeit.

Libido verminderte sich.

Weibl. Gen.:

Empfindliches Ziehen abwärts, als ob die ganzen Eingeweide an den Geschlechtsorganen heraustreten würden.

Trockenheit und Hitze der Scheide.

Ziehen um die Lenden.

Schmerz im Kreuzbein.

Menses vermehrt; hellrot, zu früh, zu reichlich.

Heißer Blutfluss.

Schneidender Schmerz von Hüfte zu Hüfte (Anm. Übers.: von der einen Seite zur anderen).

Menses und Lochien stark riechend und heiß.

Wehen kommen und gehen plötzlich.

Brustdrüsenentzündungsschmerz, Pulsieren, Röte, strahlen in Streifen von der Brustwarze aus.

Brustdrüsen fühlen sich schwer an; sind hart und rot.

Geschwülste der Brustdrüse, Schmerz schlechter beim Hinlegen.

Übelriechende Blutgüsse, heißer Schwall.

Verringerte Lochien.

Atemwege:

Nase, Atemwege des Rachens, Larynx und Luftröhre trocken.

Kitzeln, kurzer, trockener Husten; schlechter nachts.

Larynx fühlt sich wund an

Atmung bedrückt, schnell, ungleichmäßig.

Cheyne-Stokes-Atmung (Kokain; Opium).

Heiser; Verlust der Stimme.

Schmerzlose Heiserkeit.

Husten mit dem Schmerz in der linken Hüfte.

Bellender Husten, Keuchhusten, mit Schmerz im Magen vor dem Hustenstoß, mit Abhusten von Blut.

Stiche in der Brust beim Husten.

Sehr schmerzhafter Larynx; Gefühle, als ob beim Husten ein Fremdkörper darin wäre.

Hohe, pfeifende Stimme.

Ächzen bei jedem Atemzug.

Herz:

Heftiges Herzklopfen, Nachklingen im Kopf mit mühsamer Atmen.

Herzklopfen von kleinster Anstrengung.

Pulsschlag durch den Körper. Doppelschläge.

Herz scheint zu groß.

Schneller, aber geschwächter Puls.

Extremitäten:

Schießende Schmerzen entlang der Glieder.

Gelenke angeschwollen, rot, leuchtend, mit roten ausstrahlenden Streifen

Wackliger Gang.

Verschiebung rheumatischer Schmerzen.

Weiße Schenkelgeschwulst (Anm. Übers.: Thrombophlebitis der Vena femoralis im Anschluss an Parametritis puerperalis durch Fortleitung von Beckenbindegewebe

Schnellen von Gliedern.

Konvulsionen.

Das unwillkürliche Hinken.

Kalte Extremitäten.

Rücken:

Schiefhals.

Halsdrüsenschwellung.

Schmerz im Genick, als ob es brechen würde.

Druck auf Rückgrat, sehr schmerzhaft.

Hexenschuss, mit Schmerz in Hüften und Schenkeln.

Haut:

Trocken und heiß; angeschwollen, empfindlich; Brandwunden scharlachrot, glatt.

Ausschlag wie Scharlach, sich plötzlich ausbreitend.

Erythem; Pusteln im Gesicht.

Drüsen angeschwollen, zart, rot.

Eitergeschwüre.

Akne rosacea.

Suppurative verwundet.

Abwechselnde Röte und bleiche Haut.

Indurationen nach Entzündungen.

Wundrose.

Fieber:

Ein hoher fiebriger Status mit fehlender Toxämie.

Brennen, scharf, Dampfen, Hitze.

Füße mit eisiger Kälte.

Oberflächliche Blutgefäße, aufgeschwollen.

Trockener Schweiß nur auf dem Kopf.

Kein Durst beim Fieber.

Schlaf:

Ruhelos, Aufschreien, Zähneknirschen.

Wach gehalten durch Pulsieren von Blutgefäßen.

Schreie im Schlaf.

Schlaflosigkeit, mit der Schläfrigkeit.

Beim Schließen der Augen oder während des Schlafes hochfahrend.

Schlaf mit Händen unter dem Kopf (Ars; Plat).

Modalitäten:

Schlechter Berühren, Anstoßen, Geräusche, Ziehen, nach dem Mittag, beim Hinlegen.

Besser halbaufrecht.

Vergleichen:

Sanguisorba officinals 2x-6x, ein Mitglied der Rosaceen-Familie, (Reiche, andauernde Menses, besonders bei nervösen Patienten mit kongestierenden Symptomen, in Kopf und Gliedern. Passive Blutungen im Klimakterium. Chronische Metritis. Hämorrhagie der Lungen. Varizen und Geschwüre). Mandragora – (Alraun). Ein Narkosemittel der Menschen der Antike, ruhelose Erregbarkeit und körperliche Schwäche. Wunsch nach Schlaf. Hat antiperiodische Eigenschaften wie China und Aranea. Nützlich bei Fallsucht und Hydrophobie, auch Cetonia (A. E. Lavine). Hyos (weniger Fieber, mehr Aufregung); Stram (mehr Aufregung daer Sinne, Raserei); Hoitzia-A Mexikaner-Rauschgift, das in der Handlung zu Bellad ähnlich ist (Nützlich in Fieber, scharlachartiger Ausschlag, Masern, Nesselausschlag, usw. Hohes Fieber mit eruptiven Fiebern. Trockener Mund und Gurgel, rotes Gesicht, injizierte Augen, Delirium). Calcium ist häufig nach Belladonna atropia erforderlich;. Das Alkaloid der Tollkirsche bedeckt mehr den Nervenbereich der Belladonna-Handlung (Große Trockenheit der Gurgel, fast unmöglich zu schlucken. Chronische Magen-Beschwerden, mit dem großen Schmerz und Erbrechen des gesamten Essens. Bauchfellentzündung. Die ganze Art von Trugbild-Halluzinationen. Alles scheint groß. Platina entgegengesetzt). Hypochlorhydria; Pyrosis. Stäubchen über allem. Beim Lesen laufen Wörter zusammen; Diplopie, alle Gegenstände scheinen verlängert zu sein. Eustachische Röhre und Mittelohr-Kongestion. Affinität für die Bauchspeicheldrüse. Hypersäuregehalt des Magens. Anfälle von Magenschmerzen; Eierstockneuralgie.

Nicht homöopathische Anwendung:

Atropia und seine Salze werden zu Augenzwecken verwendet, um die Pupillen auszudehnen und die Akkommodation zu lähmen.

Gegeben innerlich oder hypodermal ist es ein Gegenmittel zu Opium und Morphium. Physostigma und Blausäure. Narkosemittel-Gifte und Pilzvergiftung. Nierendarmkatarrh 1-200 subkutan.

Atropin subkutan in Dosen von einem Milligramm aufwärts für lebensbedrohlichen Darmverschluss.

Subkutan 0,80 mg Nacht bei Schwindsucht.

Atropia 3,24 mg ist ein Gegenmittel für 64 mg Morphium.

Auch verwendet als ein lokales Anästhetikum, Spasmolytikum und Austrocknen von Sekreten wie Milch usw. Subkutan 0,81 mg Nachtschweiß in der Schwindsucht.

Dosierung: Atropia Sulph, 0,54 bis 1,08 mg.

Antidot zu Belladonna: Camph; Coff; Opium; Acon.

Ergänzung: Calc. Bellad (enthält Limone). Besonders in halbchronischen und konstitutionellen Krankheiten.

Unverträglichkeit: Acet ac.

Dosierung: 1. – 30. Potenz und höher. Muss in akuten Krankheiten oft wiederholt werden.
[*/quote*]


Sie leben noch? Glückwunsch. Wenn Sie Homöopathen in die Hände fallen, kann sich das schnell ändern...


Dieser ausgemachte Schwachsinn - von Boericke oder wem auch immer - wird mit "Belladonna" in Verbindung gebracht. Was beachtenswert ist: die sehr geringe Verdünnung von "D1.

"Belladonna wird immer mit heißer, roter Haut und rotem Gesicht in Einklang gebracht, stechender Blick,..."

Ja, ja, ja. Heiße Haut und rotes Gesicht und schon wird Belladonna gegeben. Das ist die Denke der Homöopathen.

Aus diesem Grund schreibt die Carstens-Stiftung: "Bei drohendem Sonnenstich (roter, heißer Kopf, pulsierende Kopfschmerzen, leichte Benommenheit) kann Belladonna angezeigt sein."

Das ist typisch homöophantastischer Dumpfsinn. Dumm, dümmer, homöophantastisch. Das ist die "Simile"-Idiotie, die "Ähnlichkeit" der Symptome.

Die erklärt auch die anderen "Ratschläge". Da haben wir doch die "Schnelle Hilfe bei Sonnenbrand":


[*quote*]
Schnelle Hilfe bei Sonnenbrand

Wenn doch ein leichter Sonnenbrand auftreten sollte, helfen Joghurt-Umschläge, die etwa 15 bis 20 Minuten auf die betroffenen Stellen aufgelegt werden können. Dazu wird ein nicht-fusselndes Baumwolltuch in Joghurt getränkt. Bei einer Milchallergie oder bei offenen Hautstellen bitte nicht anwenden! Zur Linderung des Sonnenbrandes empfiehlt Dr. Christian Lucae, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Homöopathie und Naturheilverfahren, das homöopathische Mittel Cantharis vesicatoria (z.B. mehrmals täglich 3-5 Globuli D12), wenn es sich um heftige, brennende Schmerzen handelt. Außerdem kommt Apis mellifica (z.B. mehrmals täglich 3-5 Globuli D6 oder D12) in Frage, wenn die Haut geschwollen aussieht, Kühlen deutlich bessert und der Sonnenbrand von Kopfschmerzen mit Durstlosigkeit begleitet wird. (9) Aus der Pflanzenheilkunde hat sich das Auftragen von reinem Aloe vera-Gel bewährt. (11, 12)
[*quote*]


"Apis mellifica (z.B. mehrmals täglich 3-5 Globuli D6 oder D12)  ... wenn die Haut geschwollen aussieht, Kühlen deutlich bessert und der Sonnenbrand von Kopfschmerzen mit Durstlosigkeit begleitet wird. (9)"

Das ist die typisch homöopathische Idiotie. Gucken Sie nach, was Sie bei "Apis mellifica" im Repertorium finden. Mist ist das, durch und durch Mist.

Ob es "Belladonna" ist oder "Apis mellifica", es ist immer die gleiche idiotische Ähnlichkeit, die dahinter steckt. Immer und immer wieder. Homöopathie ist ausschließlich diese idiotie.

Literaturangabe ist hier, wie auch an einer vorigen Stelle diese hier, die 9):

[*quote*]
9) Lucae C. Homöopathie und Naturheilkunde auf Reisen. In: Natur und Medizin 3/2015, S. 4f. Öffnet externen Link in neuem FensterArtikel
[LINK: http://www.naturundmedizin.de/]
[*/quote*]



Der hinterlegte Link http://www.naturundmedizin.de/ führt zur Carstens-Stiftung. Einen Text sieht man nicht. "Lucae" erweist sich als Nachname von Christian Lucae, der hier bei der Carstens-Stiftung näher beschrieben ist:

https://www.kvc-verlag.de/shop/Lucae:.:17.html

[*quote*]
Alle Bücher von Christian Lucae

Dr. med. Christian Lucae ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und arbeitet in eigener Praxis mit Schwerpunkt Homöopathie und Naturheilverfahren in München. Er ist Autor zahlreicher Bücher, Aufsätze und Ratgeber, darunter Arzneifindung in der Homöopathie, Grundbegriffe der Homöopathie und Homöopathie bei Heuschnupfen (alle KVC Verlag), außerdem Mitautor des Kursbuch Homöopathie (Elsevier) und Mitherausgeber der Zeitschrift für Klassische Homöopathie. Mehr Infos: http://www.lucae.net
[*/quote*]


Bei den Kinderärzten im Netz ist er hier vermerkt:

https://www.kinderaerzte-im-netz.de/aerzte/m%C3%BCnchen/lucae/startseite.html

[*quote*]

Praxis für Homöopathie – Dr. med. Christian Lucae – Telefon 089 / 38 999 222
Dr. med. Christian Lucae

Franz-Joseph-Str. 5
80801 München

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Komplementäre Medizin – Homöopathie
Naturheilverfahren

Privatärztliche Praxis

Telefon: 089 / 38 999 222

Homepage: http://www.lucae.net
Blog: http://www.informationen-zur-homoeopathie.de
[*/quote*]


Der Blog http://www.informationen-zur-homoeopathie.de  spricht für sich...

[*quote*]
Neuer Wisshom-Blog
Publiziert am 17. Dezember 2017 von admin   

Es gibt einen neuen Wissenschaftsblog von Wisshom, den Prof. Harald Walach editiert. In einem ersten Beitrag beschäftigt er sich mit der negativen Stellungnahme einer Arbeitsgruppe des  EASAC (European Academies Science Advisory Council)  zur Homöopathie). Der Kommentar ist sehr lesenswert: http://www.homöopathie-....
[*/quote*]


So ist das. Das ist das "Niveau", mit dem man sich herumschlagen muß.

Aber das ist noch lange nicht alles! Da ist nämlich

Noch ein Beispiel für Reklame, sogar ein ganz direktes.

Obwohl ohne Angabe des Herstellernamens ist dies eine direkte Reklame für ein bestimmtes Mittel:

[*quote*]
Homöopathie bei Kreislaufbeschwerden

Bei Schwindel, Kreislaufschwäche mit Kältegefühl und niedrigem Blutdruck empfehlen erfahrene homöopathisch tätige Ärzte Veratrum album (Weißer Germer) D6 (5)

oder ein homöopathisches Komplexmittel, das die vier Einzelmittel Ambra grisea (Grauer Amber), Anamirta cocculus (Kokkelskörner), Conium (Gefleckter Schierling) und Petroleum recificatum (Steinöl) in Potenzen zwischen D3 und D8 kombiniert. (6)
[*/quote*]


"Bei Schwindel, Kreislaufschwäche mit Kältegefühl und niedrigem Blutdruck empfehlen erfahrene homöopathisch tätige Ärzte Veratrum album (Weißer Germer) D6 (5)" ist der übliche homöopathische Quatsch.

Aber das

"homöopathisches Komplexmittel, das die vier Einzelmittel Ambra grisea (Grauer Amber), Anamirta cocculus (Kokkelskörner), Conium (Gefleckter Schierling) und Petroleum recificatum (Steinöl) in Potenzen zwischen D3 und D8 kombiniert. (6)"

ist eindeutig. Die Literaturangabe ist

[*quote*]
6) Elies M, Kerckhoff A. Bewährte Kombinationsmittel Teil 1: Homöopathische Komplexmittel. In: Natur und Medizin 3/2008, S. 12f. Öffnet externen Link in neuem FensterArtikel
[*/quote*]


Elies ist übrigens auch hier zu finden:

https://www.naturundmedizin.de/impressum-natur-und-medizin.html

[*quote*]
Impressum

Natur und Medizin e.V.
Am Deimelsberg 36
45276 Essen
Tel: 0201 56305-70
Fax: 0201 56305-60
E-Mail: Opens window for sending emailkontakt@naturundmedizin.de

Bankverbindung/Spendenkonto
Sparkasse KölnBonn
BLZ: 37050198
Konto: 91025
SWIFT/BIC: COLSDE33
IBAN: DE64370501980000091025

Geschäftsführung
Dr. Dorothee Schimpf

Vertretungsberechtigter Vorstand
Frau Dr. Anna Paul (Vorsitzende)
Frau RA Beatrix Sonanini (stellvertr. Vorsitzende)
Herr Peter Anders (Schatzmeister)
Herr Prof. Dr. Andreas Michalsen
Herr Dr. Michael K. H. Elies

Registergericht: Amtsgericht Essen-Steele
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a Umsatzsteuergesetz: DE 122271377

Redaktion
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 6 MDStV:
Dr. Dorothee Schimpf

Chefredaktion
Michèl Gehrke
[*/quote*]

Das ist doch praktisch...


Jetzt zu dem ominösen "Komplexmittel":

"homöopathisches Komplexmittel, das die vier Einzelmittel Ambra grisea (Grauer Amber), Anamirta cocculus (Kokkelskörner), Conium (Gefleckter Schierling) und Petroleum recificatum (Steinöl) in Potenzen zwischen D3 und D8 kombiniert. (6)"

Hier ist eine Inhaltsangabe. Bitte auf die Mengenangaben achten!

https://www.sanavit.de/162-Ohren-und-Schwindel/14613-

[*quote*]
Inhaltsstoffe

1 Tablette enthält:
Anamirta cocculus Trit. D4 210 mg
Conium maculatum Trit. D3 30 mg
Ambra grisea Trit. D6 30 mg
Petroleum rectificatum Trit. D8 30 mg
Sonstige Bestandteile:
Magnesiumstearat 1,5 mg Ph. Eur.

Dosierung

3mal täglich 1 Tablette im Mund zergehen lassen; bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 12mal täglich 1 Tablette im Mund zergehen lassen. Nach Rücksprache mit einem Arzt kann die Dosis bei Bedarf auf 3mal täglich 3 Tabletten erhöht werden.
[*/quote*]


Eine "Studie" zu diesem Mittel:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9708713

[*quote*]
Arch Otolaryngol Head Neck Surg. 1998 Aug;124(8):879-85.
Homeopathic vs conventional treatment of vertigo: a randomized double-blind controlled clinical study.
Weiser M1, Strösser W, Klein P.


Author information
1  Biologische Heilmittel Heel GmbH, Baden-Baden, Germany. weiser.michael@heel.de

Abstract

OBJECTIVE:

To compare the efficacy and safety of a homeopathic remedy (Vertigoheel, Heel Inc, Albuquerque, NM) vs betahistine hydrochloride (active control) in the treatment of patients with vertigo of various origins in a confirmative equivalence trial.

DESIGN:

Randomized (1:1) double-blind controlled clinical trial.

SETTING:

Fifteen study centers (general practice) in Germany between November 1995 and November 1996.

SUBJECTS:

A total of 119 patients with vertigo of various origins (from whom 105 patients could be analyzed as intended per protocol).

MAIN OUTCOME MEASURES:

Frequency, duration, and intensity of vertigo attacks.

RESULTS:

Both homeopathic and conventional treatments showed a clinically relevant reduction in the mean frequency, duration, and intensity of the vertigo attacks. The therapeutic equivalence of the homeopathic remedy and betahistine was established statistically.

CONCLUSIONS:

Concerning the main efficacy variable, therapeutic equivalence between the homeopathic remedy and betahistine could be shown with statistical significance (confirmative analysis). Both remedies reduced the frequency, duration, and intensity of vertigo attacks during a 6-week treatment period. Also, vertigo-specific complaints were significantly reduced in both treatment groups.

Comment in

    Homeopathic vs conventional treatment of vertigo. [Arch Otolaryngol Head Neck Surg. 2003]
    On equivalence trials and alternative medicine. [Arch Otolaryngol Head Neck Surg. 2003]

PMID:    9708713
[Indexed for MEDLINE]
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Die Beschreibung von Heel, dem Hersteller:

https://www.heel.de/de/vertigoheel.html

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Vertigoheel®
Vertigoheel Tabletten

Das natürliche Arzneimittel Vertigoheel hilft zuverlässig bei allen Arten von Schwindel.

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Studienergebnisse
Schwindel - Wirkmechanismus von Vertigoheel bei Schwindelzuständen aufgeklärt

Als wirksame und gut verträgliche Therapie bei Schwindel hat sich Vertigoheel® erwiesen. Das natürliche Arzneimittel verbessert offenbar bei Patienten mit Schwindelzuständen die Durchblutung kleinster Gefäße, Mirkozirkulation genannt, im Innenohr. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler vom Institut für Mikrozirkulation in Berlin.

Plötzlich scheint sich die Welt zu drehen und der Boden zu schwanken. Jeder vierte Deutsche ist mindestens einmal im Leben von Schwindel betroffen. Schwindel zählt damit zu den häufigsten Beschwerden, mit denen Patienten zum Arzt gehen.

Bei Schwindel kommt es zu Unsicherheit, einem Dreh- bzw. Schwindelgefühl oder im Ruhezustand auch zu einem übermäßigen Bewegungs- bzw. Taumelgefühl. Begleiterscheinungen bei Schwindel sind oft auch Übelkeit, Schweißausbrüche, Ohrgeräusche und Kreislaufprobleme.

Schwindel kann durch eine Störung des Gleichgewichtsorgans, durch Herzkreislauferkrankungen oder Herzrhythmusstörungen sowie durch Medikamente oder Stoffwechselstörungen verursacht werden. Gerade im Alter, mit dem der Anteil der Schwindel-Betroffenen erheblich zunimmt, können in erster Linie Durchblutungsstörungen im Innenohr mögliche Ursachen sein, das heißt, die so genannte Mikrozirkulation ist gestört. In vielen Fällen entsteht Schwindel auch ohne eine erkennbare körperliche Ursache. Meistens sind die Beschwerden dann Ausdruck einer hohen Stressbelastung.

Studie zur Wirkweise von Vertigoheel

Für das natürliche Arzneimittel Vertigoheel®, in dem die Bestandteile Cocculus indicus, Conium maculatum, Ambra grisea und Petroleum kombiniert sind, liegen Studien vor, in denen positive Effekte auf Schwindelsymptome beschrieben wurden. Unklar war bislang jedoch der Wirkmechanismus des Präparates. In einer Studie (1), die am Berliner Institut für Mikrozirkulation durchgeführt wurde, ist es Wissenschaftlern gelungen, diese Frage zu beantworten.

Mit einer speziellen Mikroskopietechnik untersuchten die Wissenschaftler die Durchblutung der Mikrogefäße bei Schwindelpatienten während der Therapie mit Vertigoheel.

An der Studie nahmen 32 Patienten (18 Männer, 14 Frauen) zwischen 60 und 70 Jahren teil, die an Schwindel und mindestens an einer der folgenden Beschwerden litten: Gedächtnisstörungen, Schwanken, Erschöpfung, Benommenheit, Abgeschlagenheit, „Sterne-Sehen", Flackern vor den Augen, verschwommene oder beeinträchtigte Sicht.

Die Hälfte der Patienten nahm über einen Zeitraum von zwölf Wochen zweimal zwei Tabletten Vertigoheel am Tag ein. Die restlichen Patienten bildeten die Kontrollgruppe. Alle Patienten erhielten zusätzlich begleitende nichtmedikamentöse Maßnahmen zur Behandlung der Schwindelattacken. In monatlichen Abständen wurden Untersuchungen zur Messung des Schweregrades des Schwindels durchgeführt und Veränderungen der Durchblutung den Mikrogefäßen dokumentiert.

Durchblutung und Eigenbewegung der Gefäße nehmen zu

Während der Behandlung mit Vertigoheel konnten die Wissenschaftler Effekte feststellen, die zu einer Verbesserung der Mikrozirkulation führen: eine deutliche Zunahme der blutdurchströmten Knotenpunkte im Netzwerk der kleinsten Blutgefäße, ein erhöhter Durchfluss von roten Blutkörperchen sowohl in den kleinen Arterien (Arteriolen) als auch in den kleinen Venen (Venolen) sowie eine Zunahme der Gefäßeigenbewegung. Darüber hinaus nahm bei der Vertigoheel-Gruppe der Sauerstoffgehalt in den untersuchten Gewebebereichen zu. Zwischen der vierten und achten Woche verbesserte sich bei diesen Patienten die Schwindelsymptomatik deutlich. In der Kontrollgruppe blieben hatte sich die Schwindelsymptomatik eher verschlechtert.

Unter der Behandlung mit Vertigoheel traten bei keinem der Studienteilnehmer unerwünschte Arzneimittelreaktionen auf. Nach Ansicht der Autoren der Studie ist die gute Verträglichkeit ein ganz wesentlicher Vorzug der natürlichen Schwindelbehandlung, der entscheidend zu der sehr guten Therapietreue der Patienten in der Vertigoheel-Gruppe beitrug.

Die Mikrozirkulation ist der funktionell wichtigste Teil des menschlichen Blutkreislaufs und spielt sich in dem feinen und sehr weitverzweigten Netzwerk der kleinsten Blutgefäße (Blutkapillaren, Arteriolen, Venolen) ab. Sie hat eine große Bedeutung für den Organismus, denn sie stellt ein wichtiges Blutreservoir dar, beeinflusst den Blutdruck, fördert den Wärmeaustausch und transportiert Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen. Sind die Kapillargefäße durch Arteriosklerose oder Entzündungsprozesse geschädigt, werden Muskeln und Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Typische Folgen können Müdigkeit, Ohrgeräusche und Konzentrationsstörungen sein. Auch Kältegefühle in Händen und Füßen können auf eine Mikrozirkulationsstörung hinweisen. Als besonders belastend empfinden die Betroffenen das Auftreten plötzlicher Schwindelanfälle.
Fazit

Besonders im höheren Lebensalter treten oft unspezifische Schwindelbeschwerden auf, die durch das natürliche Mittel Vertigoheel wirksam gelindert werden können. Der zugrunde liegende Mechanismus konnte aufgeklärt werden.

Quelle: (1) Klopp R, Niemer W, Weiser M, Micocirculatory effects of a homeopathic preparation in patients with mild vertigo: an intravital microscopic study. Microvascular Research, 69 (2005): 10-16
Schwindel - Mit Naturheilkunde gegen Schwindelanfälle

Schwindelsymptome sollten in jedem Fall ernst genommen werden, da sich hinter ihnen gelegentlich auch schwerwiegende Erkrankungen verbergen können. Auch wenn meist keine eindeutige Ursache ermittelt werden kann, ist eine rasche und wirksame Behandlung angeraten, denn durch die Schwindelsymptomatik entsteht ein erheblicher Leidensdruck. Eine medikamentöse Behandlung mit den klassischen Arzneimitteln gegen Schwindel ist häufig mit Nebenwirkungen verbunden, deshalb bevorzugen viele Patienten natürliche Präparate wie Vertigoheel.

Ob diese Mittel ebenso wirksam wie „harte" Medikamente sind, wurde in einer randomisierten, doppelblinden kontrollierten klinischen Studie (2) hinterfragt.

Randomisiert (und kontrolliert): Die Versuchsperson wird einer Studiengruppe nach dem Zufallsprinzip zugeteilt.

Doppelblind: Weder Versuchsleiter noch Patient wissen, wer zu welcher Gruppe gehört.

In der Studie wurde die Wirksamkeit von Vertigoheel auf Häufigkeit, Dauer und Intensität von Schwindelanfällen bei Patienten mit Schwindel unterschiedlicher Entstehung im Vergleich zu Betahistin, einem Standardmedikament zur Behandlung bei Schwindel geprüft. Zudem wurde die Auswirkung der Medikamente auf die Lebensqualität bewertet, da Aspekte der Lebensqualität für die richtige Wahl der medikamentösen Therapie bei Schwindel entscheidend sein können.

In 15 Arztpraxen wurden 119 Patienten mit Schwindel behandelt, die in der Woche vor Behandlungsbeginn mindestens drei Attacken erlitten hatten und kein Ausschlusskriterium (u.a. schwere Grunderkrankung, psychovegetative Störung, Schwindeltherapie in den vorausgegangen 4 Wochen, Koffein-, Alkohol- oder Drogenabusus) aufwiesen. Die Patienten erhielten entweder 3 mal 15 Tropfen Betahistin oder dieselbe Menge des natürlichen Arzneimittels Vertigoheel. Bei 9 von 10 Patienten war die Ursache des Schwindels unbekannt, über 70 Prozent hatten noch nie zuvor eine spezifische Therapie erhalten. Der Therapieverlauf wurde mit Tagebuch, schwindel-spezifischem Fragebogen und einem Fragebogen zur allgemeinen Lebensqualität dokumentiert.

Beide Medikamente sind gut wirksam

Die Tagebuchaufzeichnungen der Patienten und die Auswertung einer Skala, auf der die Patienten ihre Symptome eintragen sollten, ergaben, dass sich Häufigkeit, Dauer und Intensität der Schwindelattacken während der sechswöchigen Therapie in beiden Behandlungsgruppen verminderten. Beide Medikamente waren gleich wirksam. So sank unter Vertigoheel die Zahl der täglichen Schwindelattacken von durchschnittlich 6,3 auf 1 (-5,3), unter Betahistin von 4 auf 0,7 (-3,3).

Auch die Lebensqualität verbesserte sich in beiden Behandlungsgruppen kontinuierlich.

Die Wirksamkeit der Medikation wurde in beiden Gruppen in etwa 70 Prozent der Fälle als sehr gut bis gut, die Verträglichkeit zu über 90 Prozent als ausgezeichnet bis gut beurteilt.
Fazit

Eine 6-wöchige Behandlung mit dem natürlichen Arzneimittel Vertigoheel ist nach den vorliegenden Studienergebnissen genauso wirksam wie eine „harte" medikamentöse Therapie. Auch was die Verbesserung der Lebensqualität angeht, zeigten sich zwischen Vertigoheel und dem Standardmedikament Betahistin keine statistisch gesicherten Unterschiede.

Quelle: (2) M. Weiser, et al.: Homeopathic vs Conventional Treatement of Vertigo. Archives of Otolaryngol. Head Neck Surgery, Vol. 124, No. 8 (1998), S. 879-885
Weiterführende Informationen

Vertigoheel - zur Website

Schwindel
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