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14.04.2007, 16:49 Uhr
ama
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Abschrift MP3 Silke Bauer
Interview 3 Frau F (damals noch nicht ausgebildete Pflegekraft, arbeitete jedoch trotzdem im pflegerischen Bereich bei Hamer)
[*QUOTE*] ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ B: ..Sie haben ja beschrieben in einem Ihrer Gespräche, daß Sie zuerst ganz angetan waren von Herrn Hamer.
F: Ja.
B: Wie hat denn damals Hamer am Anfang auf Sie gewirkt ?
F: Er strahlt eine Güte aus, eine Menschenliebe strahlt er aus, dass man wirklich meint, er liebt alle seine Patienten. Das kam gut rüber. Er kann sich wirklich gut rüber bringen, also, man hatte gleich Sympathie zu ihm, Vertrauen zu ihm.
B: Später waren Sie dann fassungslos. Wie kam das ?
F: Ja, nach ein paar Nächten wo ich dort gearbeitet habe, war ich doch etwas schockiert, weil er nicht das hielt, was er am Anfang so versprochen hatte.
B: Was hatte er denn versprochen am Anfang ?
F: Ah ja, dass er die Patienten alle heilt, die da jetzt zu ihm gekommen sind. Die meisten waren ja im Endstadium, und man war auch glücklich, dass er jetzt das mal so anging von einer anderen Seite wie von der Schulmedizin. Dass man gedacht hat, endlich mal jemand, der das anders sieht, und jeder hat auch geglaubt, dass er das schafft, würde ich mal sagen.
B: Sind denn Patienten geheilt worden in dieser Zeit?
F: Also in dieser Zeit, wo ich da gearbeitet hab, nicht. Da hab ich nichts davon gemerkt, dass einer als geheilt entlassen wieder heim ginge oder nach Frankreich zurück ginge.
B: Sie haben auch erlebt, wie er sich um Patienten auch nicht gekümmert hat ?
F: Ja, dass ich abends, wenn ich mal bei dem und dem reingeschaut hab, dass die gesagt haben: "Ach, ist das wirklich möglich, dass mal jemand nach uns schaut oder? Ich hab ja die ganze Woche noch niemand gesehen." Außer natürlich die [vom] Tagsdienst, die denen das Essen gebracht haben und so. Aber so medizinisch betreut, das ist anscheinend da verloren gegangen. Die waren dann immer so ganz bisschen geschockt, dass da nicht mal der Arzt regelmäßig, wie’s üblich ist in jedem Krankenhaus, dass der Arzt so ein-, zweimal am Tag nach den Patienten schaut.
B: Sie haben ja auch in dem Vorgespräch erzählt von einem Fall, wo eine Patientin ein Loch im Oberschenkel hatte und ein offenes Bein hatte, und es nicht behandelt wurde. Wie war denn das?
F: Ja, da hab ich auch zufällig bei der Frau reingeschaut, weil ich so’n Wimmern hörte, und da dachte ich, was ist denn da hinter der Tür, und da hab ich mal reingeschaut, und dann hab ich mich zu ihr gesetzt und gefragt, was sie denn so hätte, welche Probleme und so weiter und so weiter. Und dann sagte sie: "Ja, der Dr. Hamer, der wird mein Krebsgeschwür..." ... Also, die Krebskrankheit wollte er heilen. Und dann sag ich: "Also, warum weinen Sie denn, was haben Sie denn für Schmerzen?" Da schlug sie halt die Bettdecke zurück, und da hab ich gesehen, dass sie ein faustgroßes Loch im Oberschenkel hatte, wo man gucken konnte bis auf den Knochen. Und das wurde halt nicht behandelt. Da sag ich: "Ja, warum wird denn nichts getan?" "Ah ja, da hat er mir Wundpuder halt hingestellt und wenn’s weh tut, soll ich ein bisschen Puder reinschütten." Dacht' ich: "Das hab ich ja noch nie gesehen, so was!"
B: Haben Sie denn noch andere solche Fälle erlebt? Also, wo Sie sagten, dass ist ein bisschen extrem, was da mit dem Patienten ist ?
F: Ja, was mir besonders aufgefallen ist, das war mit dem jungen Mädel. Ich schätze mal, das war Knochenkrebs, was die hatte, und die hatte tierische Schmerzen ... an manchen Tagen, die schlug wirklich vor Schmerzen mit dem Kopf gegen die Wand nachts. Und wenn ich dann zu ihm sagte: "Wir müssen unbedingt dem Mädel was geben, Herr Doktor, das ist doch nicht normal", dann sagte er: "Um Gottes willen, wir dürfen ihr doch keine Schmerzmittel geben, das verändert doch so das Blutbild, dass kein Heilungsprozeß dann stattfindet." Ja, dann hab ich das auch so in dem Moment geglaubt, unwissend, wie ich war, dachte ich, er wird’s ja wissen.
B: Sie selbst hatten damals keine spezielle Ausbildung, sondern wurden letztendlich angefragt, um ein paar Nächte auf Leute aufzupassen.
F: Ja, speziell für die eine Französin sollte ich arrangiert werden: Die hatte Brustkrebs und der Verband sollte zwei- dreimal die Nächte gewechselt werden und ansonsten sollte ich auch nach keinem schauen, weil, es ging mich nichts an, denn ich war ja nicht von ihm engagiert worden, sondern von dem Franzosen, dem Ehemann der Frau. Aber trotzdem, wenn man so die ganze Nacht alleine in dem Haus ist, da guckt man schon mal hier und da rein, und wenn jemand weint, sowieso, oder stöhnt - dann denkst du: "Da musst du doch mal reingucken - und da..."
B: Sie sind dann aber längere Zeit geblieben, weil, wie ich es verstanden habe, sollten sie bleiben, bis man eine Krankenschwester findet.
F: Ganz genau. Es hiess: "einfach nur mal vorübergehend, bis eine Krankenschwester kommt", die mich ablöst und Nachtwache macht. Aber in den sechs Wochen, die ich da war, kam keine Krankenschwester, also musste ich das jede Nacht so weitermachen.
B: Wissen Sie denn, wer den Herrn Hamer finanziert hat ?
F: Nein, genau weiss ich das nicht. Es wurde immer nur so gemunkelt, er hätte ja kein Geld. Der Graf, so nannte man ihn, aus Frankreich, der würde das Ganze finanziell unterstützen, und der hätte auch Geld, und so weiter und so weiter.. Aber genaues kann ich dazu nicht sagen. Wie die finanzielle Sache da lief, das weiss ich nicht.
B: Also der Herr Dr. Hamer, also hat der sich auch gekümmert um ein Mädchen mit Knochenkrebs? Von dem Fall hatten wir vorher schon gesprochen, und vielleicht können Sie das noch mal schildern.
F: Ja, also ich hab mitgekriegt, wenn’s ihr ganz schlecht ging, und dass wir gedacht haben: "Gott, das arme Mädel, dem muß doch geholfen werden" ... dass ich zu ihm gesagt habe: "Herr Doktor, was kann ich denn machen?" Da sagt er: "Ach, da brauchen Sie sich jetzt nicht drum zu kümmern, ich werde heut nacht bei ihr schlafen, und das beruhigt sie, und die fühlt sich dann wohl und geborgen.“ Und so weiter und so weiter, und da hab ich noch gedacht: "Das ist aber ‚ne seltsame Methode, dass ein Arzt bei dem Patienten schläft, um die zu beruhigen und Geborgenheit zu geben." Noch nie gehört und so, war schon ein bisschen mysteriös. Und es war ja auch nur das eine Mädel, also bei den anderen Patienten hat er das ja nicht gemacht, dass er da auch mal, wenn die so nachts geweint haben vor Schmerzen, dass er da auch mal ... "da muß ich auch mich mal dazulegen, um die n’ bisschen zu trösten oder Geborgenheit zu geben.“
B: Er hat auch in Ihrer Zeit den Patienten überhaupt keine Medikamente gegeben?
F: Nein.
B: Also Knochenkrebs, in dem Fall, oder auch für Schmerzmittel.. da hat er nichts gegeben ?
F: Nein. Das durfte nicht, das sollte nicht sein. Was vorher war.. ich hatte ja erst im Oktober angefangen... Es müssen mal Medikamente dagewesen sein, weil ich ja nachher gehört habe: "Die Apotheke gibt ihm nichts mehr." Also muss er sich ja in der Apotheke vorher was besorgt haben.
B: Sie hatten doch mal erzählt, Sie hätten dies in den Nachtwachen mitbekommen, daß er sich viel mit diesen CTs beschäftigt.
F: Ja, er rief mich mal runter, weil ich auch anfing, so langsam seine Theorie anzuzweifeln.. und da sagte er: "Ich zeige Ihnen das mal, ich kann Sie mal aufklären, daß Sie sehen, wieso das Ganze entsteht." Da kam ich runter in sein Arztzimmer und da hatte er an der Wand lauter so Schädel-CTs hängen - und da hat er mir erklärt: "Das ist die Frau sowieso und das der Herr sowieso. Sehen Sie den Schädel an hier: da sitzt dieser Punkt, dieser Herd, und da sitzt der Herd, der das ausgelöst hat durch die psychischen Probleme." Schockzustände, in denen die sich damals befunden haben anscheinend, und was Krebs nachher ausgelöst hat. Und das war für mich neu und das hatte ich bis dato auch noch nie gesehen und gehört, so daß man damals dachte: "Da kann ja doch was dran sein." Wenn man das vorher noch nie gehört hat und gesehen hat, dann denkst du... Vor allem als Laie - ich war ja ein Laie zu der Zeit. Wenn ich meine Ausbildung schon gehabt hätte als Krankenschwester, dann hätte ich ihn das eine oder andere fragen können oder auch gemacht. Aber als Laie ist man da... bisschen unschuldig der ganzen Sache gegenüber.
[Unterbrechung]
F: ..Das hat er anscheinend alles vergessen, denn er hat ja auch praktiziert als Schulmediziner. Aber das war alles Vergangenheit und nur das, was er sich jetzt in seinen Kopf gesetzt hatte, das war jetzt das Wahre.
B: Also, er war von seiner Idee absolut überzeugt ?
F: Absolut. Ohne Zweifel, keine Sekunde hat er an seiner Methode gezweifelt. Er hat ja auch keinen Einwand von aussen zugelassen. Wenn einer einmal so den Versuch gewagt hat, ihm zu sagen: "Doktor Hamer meinen Sie nicht, so und so wär vielleicht auch der richtige Weg..?" "Nein, nein um Gottes Willen!" Alleine die Andeutung "Man muss doch dem Mädel was geben, damit die Schmerzen nachlassen..." "Um Gottes Willen!"
B: Sie haben ja später mit anderen Ärzten gearbeitet, waren die auch so absolut dann ?
F: Nein.
B: Also das war schon aussergewöhlich ?
F: Das war aussergewöhnlich. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ [*/QUOTE*] . -- Die Regividerm-Verschwörung:
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