Krebsforum Lazarus

General Category => Allgemeines Forum => Thema gestartet von: Lissy am 05. November 2011, 18:51:01

Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Lissy am 05. November 2011, 18:51:01
Ich sage jetzt mal " Tischlein deck dich " und leite eine Fahndung und Diskussionsrunde ein ,

um
Betrüger, Scharlatane, GNM-ler, Wunderheiler, Giftmischer und was sich
sonst noch so herum treibt, publik zu machen.


Die " Rädelsführer " sind geschulte Leute , sie haben ihre Handlanger und
Knechte , die ihre Interessen erfüllen.


Ihre Anhänger befinden sich auch im I-Net, - Humanmedizin, Veterinärmedizin, Zahnmedizin wird von ihnen verteufelt.

Todkranken Menschen wird von medizinischen Methoden abgeraten.
Beispiele dafür gibt es on Mass.


Kontert man sachlich / kompetent in diesen "sogenannten Gesundheitsforen" zurück, -
werden die Beiträge verdreht, oder eben gelöscht.


Die Wahrheit ist unbequem für ihre Machenschaften !

Krebs ist keine Erkältung, die man mit Kräutern, Aprikosenkernen oder Hand auflegen heilen kann, -
wer sich auf so was einlässt ,
wird schnell merken " Rien ne va plus " ,
das Spiel mit dem Tod ist zu Ende.


Ich geh mal davon aus, dass hier , an unserem " runden Tisch " die Karten aufgedeckt werden........


(http://www.animaatjes.de/bilder/b/buro/24.gif) (http://'http://www.animaatjes.de/bilder/')
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Jesse James am 05. November 2011, 20:10:55
Super Lissy


Wir
sollten genau wie die Alternativen jede Methode mal checken, um zu
Zeigen was für ein Schwachsinn dahinter steckt.



Fangen
wir mit B17 Aprikosenkernen an ?







Beute sind Betroffene
Die Alternativen haben natürlich ihre Tricks.
Humanmedizin nicht nur anzuzweifeln
sondern direkt als Folter oder Selbstmord zu bezeichnen.
Natürlich sind die Alternativen Methoden angeblich alle Schmerzfrei.
Weil Betäubungsmittel ja auch Gifte sind.




LG Jesse
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Lissy am 05. November 2011, 21:35:50
Zu den Aprikosenkernen fällt mir dieses " lustige Kerlchen " ein.

http://www.youtube.com/watch?v=eTIL70ZIMDs

Er beweist natürlich gar nix, - Theater ,mehr nicht, bei ein paar wenigen
Gesten erkennt man , dass er die Kerne in den Mund steckt,-


einen großen Teil davon " wirft er gekonnt hinter sich ".......

Trollig, der Kleine Halbstarke ! (http://www.cosgan.de/images/midi/figuren/a026.gif)


Das sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR

http://www.bfr.bund.de/cm/343/verzehr_von_bitteren_aprikosenkernen_ist_gesundheitlich_bedenklich.pdf


>> Es ist zu vermuten, dass der offenbar in letzter Zeit verstärkte Vertrieb von bitteren Aprikosenkernen
als Lebensmittel zum Teil auf Anpreisungen, insbesondere im Internet, zurückzuführen ist, nach denen die
Produkte gegen Krebs helfen sollen. Für diese Behauptung gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise [5, 6, 7].
Für Mittel zur Behandlung von Krebs wäre jedoch wie generell für Arzneimittel ein Wirksamkeitsnachweis im
Zulassungsverfahren erforderlich; wegen der Erweckung unbegründeter Hoffnungen bei Schwerkranken ist ein Vertreiber
von bitteren Aprikosenkernen in den USA vor einigen Jahren zu einer längeren Gefängnisstrafe
verurteilt worden [8]. >>>


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Härtere Strafen für solche Betrüger wären angebracht, da lob´ ich mir Amerika. (http://www.cosgan.de/images/midi/froehlich/a040.gif)
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Glückspilz am 06. November 2011, 09:21:09
http://www.br.de/radio/b5-aktuell/programmkalender/sendung121986.html

[*QUOTE*]
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Der Funkstreifzug

Heute, 06.11.2011
09.15 bis 09.29 Uhr

Als Podcast verfügbar

 B5 aktuell

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Dr. Klehr ist nicht zu fassen: Warum ein zweifelhafter Krebsarzt weiter praktizieren darf

von Claudia Gürkov
Redaktion: Carola Brand

Als Podcast verfügbar

Themen auf den Punkt gebracht

Betrachtungen zu aktuellen Entwicklungen aus Politik und Gesellschaft - sonntags um 9.15 Uhr in B5 aktuell.
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Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Jesse James am 06. November 2011, 18:43:08
Todesfalle Krebsdiät

Welcher Quälerei sich der Betroffene hier aussetzt ist hier gut beschrieben.


Gerson Diät



Bedenklich: Rohkost und Rizinus

Die Diät ist im Wesentlichen eine Reduktionsdiät. Das heißt, die Patienten nehmen kalorienreduzierte Nahrung zu sich. Sie setzt sich aus den drei
Bestandteilen zusammen: Frischkost, spezielle Wirkstoffe und Einläufe. Über den Tag verteilt erhalten die Patienten rohe vegetarische Kost mit frisch gepressten Säften. Zusätzlich bekommen sie verschiedene Einläufe aus Kaffee- und/oder Kamillelösung, wahlweise kombiniert mit Rizinus.

Die Patienten müssen ihren Kochsalz- und Fettkonsum drastisch einschränken, zeitweise auf Eiweiße verzichten und Kalium, Jod und Vitamin C einnehmen. Außerdem werden den Kranken rohe Leberextrakte, Bauchspeicheldrüsen- Enzyme, Schilddrüsenpräparate, Verdauungsenzyme und/oder Vitamin B 12 injiziert oder verabreicht. Die Gerson-Diät kann leicht variieren - je nachdem, wo sie praktiziert wird. Gerson behauptete, dass Frischkost die im Körper gespeicherten Giftstoffe abbaue und gleichzeitig alle Nährstoffe biete, die für eine optimale Zellfunktion wichtig seien. Viele Krankheitsbilder verschwänden, da die so entlasteten Zellen zu einem gesunden Stoffwechsel zurückkehrten, so die Gerson-Theorie.


Gefährliches Risiko statt Heilung

Die vom Gerson-Institut angegebenen hohen Raten an Tumoren, die durch die Behandlung zurückgehen, sind wissenschaftlich nicht belegbar. Bereits 1947 ließ das National Cancer Institut (NCI) jene 50 Krebsfälle nachprüfen, die Max Gerson angeblich geheilt hatte. Das NCI kam zu dem Schluss, dass die Berichte qualitativ schlecht und mangelhaft dokumentiert seien. Schon deshalb sei die Wirksamkeit der Diät nicht beweisbar, hieß es in der Prüfung. Lässt sich ein Patient auf die Gerson-Diät ein, riskiert er durch die hohen Gaben von Kalium akute Natrium-Mangelzustände. Die Symptome dafür sind: Austrocknung des Körpers, Kollapsneigung und Kopfschmerzen, Muskelschwäche und Muskelkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen.

Da viele Krebspatienten unter Appetitlosigkeit leiden und Rohkost nicht nur schlecht vertragen sondern sogar eine Abneigung dagegen empfinden, könnten sich durch diese Therapie die Essprobleme noch weiter verstärken. Die Gerson-Diät ist nicht geeignet, die durch den Tumor verursachten erhöhten Energie- und Nährstoffmengen der Krebskranken auszugleichen. Infektionen wegen geschwächter Abwehrkraft, schwere Unterernährung und Kräfteverfall können die Folge sein.




Breuss Kur

BREUSS DIÄT

Die Breuß Diät ist eine extreme Variante des Fastens mit Fruchtsäften und Tees. Lassen Sie unbedingt die Finger davon. Bei Krebserkrankungen ist der Verzicht auf Nahrung äußerst schädlich, da dies Mangelernährung hervorruft und den Körper zusätzlich schwächt. Die Breuß Diät kann wie die Gerson Diät bei krebskranken Menschen eine lebensbedrohliche Auszehrung verursachen.


Verantwortungslose Empfehlung: den Krebs "aushungern"

Der österreichische Elektromonteur und Heilpraktiker Rudolf Breuß (1899-1998) behauptete, seine "Krebskur-total" könne den Krebs "aushungern", da dieser "nur von festen Speisen" lebe. Wer eine Breuß-Diät macht, darf nichts essen und 42 Tage lang nur Gemüsesaft und Tee in geringen Mengen - maximal einen halben Liter pro Tag - zu sich zu nehmen. Die Krebsgeschwulst sterbe dann von selbst ab, so der Heilpraktiker. Außerdem sprach er die lebensgefährliche Empfehlung aus, während dieser Zeit des Fastens auf herkömmliche Therapien wie Chemotherapie und Bestrahlung zu verzichten. Sonst würde "sich ein Erfolg wesentlich länger hinausziehen" oder er wäre sogar "in Frage gestellt".

Die Breuß-Diät besteht vor allem aus frisch gepressten Säften aus Roter Beete, Sellerie, Rettich, Kartoffeln und Möhren sowie, je nach Krebsart, verschiedenen Kräutertees.


Quacksalberei auf Kosten des Kranken

Die Breuß-Diät basiert auf mittelalterlichen Vorstellungen über die krankheitsbekämpfende Wirkung von Säften. Ernährungsphysiologisch sind die Thesen nicht haltbar. Frisch gepresste Gemüsesäfte sind sicherlich gesund, denn sie enthalten wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Das gilt jedoch nur, wenn man sich insgesamt ausreichend und ausgewogen ernährt. Bei der Breuß-Diät ist dies nicht gewährleistet. Einige der empfohlenen Gemüse enthalten zudem schädliche Stoffe wie Nitrat – besonders problematisch, wenn der Patient sie ausschließlich oder in großen Mengen zu sich nimmt und durch seine Krankheit ohnehin geschwächt is




Kritik an der Budwig-Diät [Bearbeiten]

Onkologen und Ernährungswissenschaftler sind der Meinung, dass eine Diät alleine nicht in der Lage ist, eine Krebserkrankung zu heilen. Berichte über Heilerfolge werden als Anekdoten angesehen, da es keine wissenschaftlichen Studien zu diesen Berichten und einer möglichen Wirksamkeit dieser Diät bei Krebs gibt. Als Diät, die eine effektive Therapie begleitet, kann sie jedoch bei Nachweisbarkeit des Enzyms TKTL-1 akzeptiert werden, da nicht zu erwarten ist, dass von dieser Diät alleine eine Mangel- oder Fehlernährung ausgeht. Die Diät ist in ihrer Zusammensetzung jedoch sehr einseitig.[2]

Johanna Budwig ging von einem generell krebshemmenden Effekt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus[3], ignorierte jedoch den in der Zwischenzeit nachgewiesenen Unterschied zwischen Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren. Dabei weisen zahlreiche Studien auf krebsfördernde Wirkungen einer übermäßigen Zufuhr an Omega-6-Fettsäuren hin, wogegen für Omega-3-Fettsäuren krebshemmende Wirkungen belegt sind.[4] Somit ist Budwigs Hypothese, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren prinzipiell die Zellatmung in Krebszellen reaktivieren und diese damit zum Absterben bringen, nicht haltbar. Vor diesem Hintergrund dürften die wissenschaftlich nicht abgesicherten Überlieferungen Budwigs in Bezug auf die Heilerfolge bei Krebs auf den vergleichsweise hohen Omega-3 und niedrigen Omega-6-Gehalt des von ihr angewendeten Leinöls zurückzuführen sein.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Budwig#Kritik_an_der_Budwig-Di.C3.A4t (http://'http://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Budwig#Kritik_an_der_Budwig-Di.C3.A4t')

Bikarbonat-Therapie nach Simoncini

Die Methode

Simoncini ist der irrigen Meinung, dass sämtliche Krebsfälle durch den Pilz Candida albicans bedingt seien und dass daher Krebs als eine Infektionskrankheit, eine Mykose, anzusehen wäre. Anstatt jedoch auf seit langem bewährte Antimykotika (Antipilzmittel) zurückzugreifen, um damit die Krebsinfektion anzugehen, empfiehlt er Natriumbikarbonat. Na-Bikarbonat ist in vielen Haushalten als Backpulver vorhanden und ist zudem relativ preiswert. Als Lebensmittel bzw. als nicht zugelassenes Krebsheilmittel kann es jedoch nicht zur Krebsbehandlung eingesetzt werden, eine derartige Indikation fehlt völlig. Klinisch kann das preiswerte Na-Bikarbonat in Fällen einer schweren Azidose als Infusion eingesetzt werden. Simoncini glaubt jedoch, damit 80% aller Krebspatienten zu einer "Heilung" verhelfen zu können. Die Kunden für sein Verfahren gewann Simoncini im Internet. Reportern der Sendung striscia la notizia des Senders RAI gelang es mit versteckter Kamera nachzuweisen, wie er Krebspatienten zu seiner Bikarbonat-Therapie aufforderte und versuchte, sein Mittel ohne Mehrwertsteuer zu verkaufen. Eine Bikarbonat-Therapie kostete dabei 7.750 Euro, der zugehörige Aufenthalt in seiner Privatklinik weitere 3.700 Euro. Seine Methode wurde eine Zeit lang auch in den Niederlanden populär, wohin Simoncini nach seiner Verurteilung flüchtete, spielt jedoch in deutschsprachigen Ländern bislang keine besondere Rolle.

Quelle: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Bikarbonat-Therapie_nach_Simoncini#cite_note-0 (http://'http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Bikarbonat-Therapie_nach_Simoncini#cite_note-0')
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Lissy am 07. November 2011, 22:56:26
Gerson Diät,- Breuss Diät- Budwig Diät- Bikarbonat-Therapie nach Simoncini (und sonstige Wundermittel )


Oben gennannte Krebsdiäten fasse ich mal zusammen, denn jede einzelne
kommt auf den selben " Käse" raus.


Bei " Tullio Simoncini " Methode gab es sogar Todesfälle !!!!

>>>>>>>>Tullio Simoncini ist ein römischer ehemaliger Arzt und Geschäftsmann und
ist "Präsident" des privaten Vereins Associazione italiana Fungo è Tumore (A.I.F.è.T.), was soviel bedeutet wie "Italienischer Verein Pilz und Krebs".
In wissenschaftlichen Datenbanken sind keine Veröffentlichungen von Simoncini zu finden.


Nachdem es zu Todesfällen nach einer Bikarbonat-Therapie bei Krebs kam, wurde Simoncini von Angehörigen der Verstorbenen verklagt. Er verlor seine
Approbation und wurde 2003 wegen Betruges in drei Fällen verurteilt und wegen Totschlags in einem Fall. Auch sein Bruder Angelo Simoncini wurde in der Sache
wegen Betrug verurteilt. Sein Name ist in der italienischen Datenbank der zugelassenen Ärzte nicht mehr aufgeführt.[1]
>>>>>>>>>


Es ist schon ein starkes Stück solche Behauptungen aufzustellen, von Krebsheilung zu sprechen mit solch´einen Plunder,- dazu noch der
Esoschrott-er und was noch
so an alternativer-Bauernschlauer-Hokuspokus-Verarschung dazu kommt.

Als ob die Kranken nicht schon genug mit ihrer Diagnose zu kämpfen haben,- dazu die enorme psychische Belastung, was wird aus der Familie ?
Ist das der Anfang vom Ende ? Usw.usw.usw......


Sollte es einen Teufel geben , haust der nicht in der Hölle , sondern treibt mit seinen Ablegern sein " Spiel auf Erden" ,- wer ihnen ins offene
Messer rennt, sind todkranke Menschen.


" Es lebe der Narzissmus und dazu noch ein dickes Bankkonto " !

Wenn es " eng " wird, kommen Lügen oder fadenscheinige Ausreden auf´s Tablett : z.B.

" Es kommen " nur austherapierte Kranke " , oder der " Konflikt " wurde nicht gelöst undundund .....................


Ein schlechtes Gewissen können diese Leute nicht haben, denn sie haben kein´s, - deshalb hoffe ich,
dass die Verantwortlichen für " Rat und Tat " zur Rechenschaft gezogen werden !!!!



Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Glückspilz am 07. November 2011, 23:05:10
Der Blog "Anaximperator" wird von Beatis gemacht.

"Hi, I’m Beatis, I started this blog and am one of its moderators. I was diagnosed with breast cancer in October 2007."
http://anaximperator.wordpress.com/about-me-beatis/

Beatis hat Brustkrebs und ist eine sehr liebe Frau. In ihrem Blog ist auch Simoncini ein Thema:

http://anaximperator.wordpress.com/category/tullio-simoncini/

Einer der Teilnehmer (er war früher auch im TG-1) hat seine Frau durch Krebs verloren: Sie wurde ein Opfer von Simoncini.
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Lissy am 08. November 2011, 13:28:42



http://de.wikipedia.org/wiki/Amygdalin

............die " Kerne " lassen mich nicht los. (http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/a045.gif)


Missbräuchliche Verwendung als Arzneistoff- Bittere Aprikosenkerne

Bekannt ist Amygdalin auch unter Amigdalina – Laetrile (Lätril), Mandelonitril oder Vitamin B17 als alternatives Mittel
zur Prophylaxe und Behandlung von Tumorerkrankungen (Krebs) oder deren Symptomen.


Pharmakologen halten Amygdalin, das unter dem Phantasienamen VitaminB17 vermarktet wird, für ein „unseriöses Wundermittel“.

Die Befürworter der Therapie verweisen hingegen auf angebliche Erfolge bei der Krebsbekämpfung .

Die Abgabe von Amygdalin für den Gebrauch beim Menschen durch Apotheker ist strafbar im Sinne des§5 AMG (Verbot bedenklicher
Arzneimittel) und kann auch ohne konkreten Schadensfall strafrechtlich verfolgt werden.


Hiervon bis auf weiteres ausgenommen ist eine Apotheke aus Hannover (siehe unten: Gerichtsurteil zu Amygdalin), da eine von der
zuständigen Apothekerkammer ausgesprochene Verbotsverfügung durch ein Gericht wegen Rechtswidrigkeit aufgehoben wurde.

So-so, bei Nebenwirkungen erschlagen sie ihren Arzt oder Apotheker . (http://www.cosgan.de/images/smilie/boese/a037.gif)

Nebenwirkungen :
Es besteht die Gefahr der tödlichen Vergiftung (http://'http://de.wikipedia.org/wiki/Vergiftung') durch Blausäure (http://'http://de.wikipedia.org/wiki/Blaus%C3%A4ure').
Tödliche Vergiftungsfälle durch Aprikosenkerne sind in der toxikologischen (http://'http://de.wikipedia.org/wiki/Toxikologie') Literatur gut belegt.

( Siehe auch Link -oben )



Aha,- die Apotheken sollen /dürfen nicht verkaufen,- aber die "medizinisch- möchte-gern-Laien " dürfen schon ???...... (http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/a015.gif) .



Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Glückspilz am 08. November 2011, 15:29:19
"ha,- die Apotheken sollen /dürfen nicht verkaufen,- aber die "medizinisch- möchte-gern-Laien " dürfen schon ???...... "

Die Laien dürfen auch nicht. Aber sie umgehen das Verbot, indem sie die Dinger falsch deklarieren. Im TG-1 wird das an einem realen Fall beschrieben:

http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo

In das Suchfenster eingeben:

   aprikosen

Gibt mehrere Treffer.  Hier wurde sogar Anzeige gegen die Verkäufer erstattet:

http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=2772.0
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Lissy am 10. November 2011, 12:05:30
Der Verzicht auf die
Impfung gefährdet andere


Masern sind gefährlich - sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Wer sein Kind nicht impfen lässt,
handelt verantwortungslos, kommentiert Hartmut Wewetzer.



Googeln Sie einmal den Begriff "Masernimpfung". Oder besser nicht, wenn Sie kleine Kinder haben.

Fragen Sie besser einen Kinderarzt Ihres Vertrauens.
Denn unter den ersten zehn Treffern, die die Suchmaschine
zur Masernimpfung ausgibt, sind vier, die die Impfung verteufeln.

Kein Wunder, dass Deutschland mal wieder ein Masern-Hoch verzeichnet (http://'http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2011-11/text-masern-berlin').

Mehr dazu im Link:

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2011-11/impfung-masern



Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Lissy am 14. Februar 2012, 13:57:52
(http://www.animaatjes.de/bilder/t/trauer/trauer00050.gif) (http://'http://www.animaatjes.de/bilder/')


Zu diesem Video " kein Kommentar,- sonst vergess´ich mich !


http://www.youtube.com/watch?v=t2SQD33rQBs


Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Glückspilz am 14. Februar 2012, 14:45:08
Hamer ist ein lächerlicher Raubkopierer!

http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7426.0

Und wenn ich das richtig sehe, hat ihn jetzt auch noch das norwegische Finanzamt am Wickel wegen seiner nichtdeklarierten Einkünfte...
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Jesse James am 15. Mai 2012, 22:30:38
Impf­kritiker richten mit ihren Thesen großen Schaden an. Dennoch gelten sie vielen eher als entlarvende Querdenker denn als Scharlatane

http://www.freitag.de/wissen/1219-ist-doch-alles-nur-gelogen
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Khan am 16. Mai 2012, 00:05:04
(http://www.transgallaxys.com/~aktenschrank/impfgegner_sind_schweinedumm_und_moerderisch/Dana_is_dead_4.jpg)

mehr:
http://littlelioness.net/2012/05/05/vaccinate-your-kids-stopavn/
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: KlausBerger am 18. Mai 2012, 11:39:56
Das sind die gleichen, die auch vom Impfen abraten. Komischerweise sind sie im aufgeklärten Westen auf dem Vormarsch, ähnlich wie die Kreationisten in eigentlich säkulären Gesellschaften.
Anscheinend ist Vernunft und ein aufgeklärtes Weltbild kein selbstläufer, sondern etwas, was immer wieder vvon Generation zu Generation neu angeeignet werden muss.
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: downhill am 11. August 2012, 08:05:02
HA! HA! Das amüsiert mich! So viel Gelegenheit zu7m LAchem hatte ich seit Monaten nicht!
Danke für diese unterhaltsamen Ergüsse!
Carina
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Glückspilz am 11. August 2012, 13:10:51
downhill schrieb:

>HA! HA! Das amüsiert mich! So viel Gelegenheit zu7m LAchem hatte ich seit Monaten nicht!
>Danke für diese unterhaltsamen Ergüsse!

Gelegenheit zum Lachen? Ich weiß nicht, was es da zu lachen gibt. Das kleine Mädchen ist tot. Was machen die Impfgegner? Sie werfen den Eltern vor, von der Pharmaindustrie bezahlt zu sein. Etwas so abartiges wie Meryl Dorey, Judy Wilyman und Liz Hempel erlebt man in Australien jeden Tag...

http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7551.0

Nein, das ist bestimmt nichts zum Lachen. Krebs ist auch nichts zum Lachen. Es ist alles sehr, sehr traurig.

R.I.P. Mary Travers
http://www.youtube.com/watch?v=sA5XzJG0rB0
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: downhill am 12. August 2012, 09:49:15
Es tut mir sehr leid!!! Ich habe den Beitrag nicht gelesen nur einige Meinungen dazu. Des gleichen zu anderen Themen und da fand ich so viele amüsante Sachen, so dass ich über den Humor der Leute lachen musste, was mir ehrlich gesagt so gut tat. Bitte, ich wollte niemanden verletzen und habe es nicht gemerkt! Mein Mann starb vor kurzem. Er saß 42 J. im Rollstuhl. Halswirbel gebrochen nach Fahrradunfall. 32J. waren wir verheiratet und ich habe ihn alleine gepflegt. Ich habe so viel Not, Elend, Streit und Ärger mit Ärzten und Ämtern erle. DARUMbt- ich leide seitdem unter Depressionen, Angststörungen und nun, als ob es nicht genug wäre, habe ich Mammaca. DARUM war es so wichtig dass ich mich wieder freue! Gruß Karina
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Khan am 12. August 2012, 12:05:58
Hallo, Karina,

wir sind sehr vorsichtig, weil immer wieder sehr seltsame Kreaturen in das Forum einfallen. Da erlebt man die unglaublichsten Dinge, von durchgeknallte Spammern, Reklame-Idioten, die in Foren von Krebskranken den Anwesenden ihren Dreck andrehen wollen, bis zu "Ärzten", die über Leichen gehen.

Darum ist manchmal ein Wort schon Grund, die Ohren zu spitzen und in Alarmbereitschaft zu sein. Bei Dir war es das Wort "Ergüsse". Das ist ein negatives Wort und wird meist benutzt, wenn man das, was jemand sagt, als Unsinn abwerten will.

Aber vielleicht sind es die Dinge, die an Dir ihre Spuren hinterlassen haben, die auch ein unpassendes Wort hinterlassen, das Du so gar nicht sagen  wolltest? Wie auch immer, das Leben ist hart, und Deines sieht besonders hart aus.

Wenn man unter weit über die Grenzen der Erträglichen hinaus unter Druck gesetzt wird, wenn man Tag für Tag um sein bißchen Leben kämpfen muß, ist es manchmal nur eine Blume oder ein Käfer, deren Anblick all das Elend um Einen herum vergessen läßt. Darum sammeln wir diese schönen Dinge. Mögen sie helfen, auch wenn es nur für eine Sekunde ist. Eine Sekunde, eine einzige Sekunde, und doch ist sie Medizin...

Diese Bilder sind, hoffe ich, mehr als nur eine Sekunde Erholung:
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2182470/Orphaned-kangaroo-wombat-inseparable-friends-share-pouch.html

Einen schönen Sonntag Euch Allen!

Khan
Titel: *** " Spiel´ mir das Lied vom Tod " ***
Beitrag von: Khan am 25. März 2013, 23:17:03
[*QUOTE*]
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Krebs
Das Geschäft mit der Hoffnung

Ein Beitrag von: Gürkov, Claudia
Stand: 22.03.2013
 

 Der Boden unter den Füßen... Krebspatienten und ihre Angehörigen haben sehr häufig das Gefühl, diesen Boden zu verlieren. Wer will schon sterben? Aber was passiert, wenn derart Verzweifelte auf ein Angebot treffen, das neue Hoffnng machtKrebs
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Der Radio-Clip:
http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/krebs-geschaeft-hoffnung-100.html?time=116.121
Titel: Amygdalin – fehlende Wirksamkeit und schädliche Nebenwirkungen
Beitrag von: Glückspilz am 19. Dezember 2014, 22:40:33
Zum Amygdalin bzw den Aprikosenkernen gibt es eine neue Stellungnahme des BfArM vom September 2014.

Es wäre sehr zu begrüßen, wenn Aussagen nicht so verdammt schwammig wären!



http://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/Bulletin/2014/3-2014.pdf?__blob=publicationFile&v=3 (http://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/Bulletin/2014/3-2014.pdf?__blob=publicationFile&v=3)

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Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, Bonn) und Paul-Ehrlich-Institut (PEI, Langen)
Beide Institute sind Bundesoberbehörden im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
[...]

BULLETIN ZUR
ARZNEIMITTELSICHERHEIT
Informationen aus BfArM und PEI
INHALT Ausgabe 3 | September 2014


Seite 07

// Amygdalin – fehlende Wirksamkeit und schädliche Nebenwirkungen //
N. LILIENTHAL
(BfArM)

Amygdalin-haltige (beziehungsweise seine Derivate Mandelonitril, Mandelonitril-Glykoside oder Laetrile enthaltende) Arzneimittel sind in Deutschland nicht zugelassen und nach § 5 Abs. 2 AMG nach Ansicht des BfArM als bedenklich einzustufen. Sie werden dennoch seit einiger Zeit wieder verstärkt – auch unter der falschen Bezeichnung „Vitamin B17“ – als alternatives Heilmittel in der Krebstherapie und zur Tumorprophylaxe beworben und eingesetzt. Dieser Artikel gibt eine Übersicht über den aktuellen wissenschaftlichen Stand und die regulatorischen Hintergründe zum Wirkstoff Amygdalin.

HERSTELLUNG UND WIRKMECHANISMUS

Bei Amygdalin handelt es sich um eine natürlich vorkommende Substanz, die unter anderem in bitteren Aprikosen-, Pfirsich-, Pflaumen- und Mandelkernen sowie in Samen von weiteren Steinfrüchten enthalten ist. Bittere Aprikosenkerne – genau wie Bittermandelkerne – enthalten bis zu acht Prozent Amygdalin. Aus diesen Kernen isolierte Ernst Krebs Jr. in den 1950er Jahren die Substanz. Der Wirkstoff wird durch Extraktion und Aufreinigung aus den Kernen gewonnen und anschließend zum Verkauf angeboten. Nicht immer verläuft dieses Verfahren reibungslos, sodass in der Vergangenheit auch mikrobiologisch kontaminierte Amygdalin-Präparationen im Umlauf waren. 1

Amygdalin gehört zur Gruppe der cyanogenen Glykoside. In Gegenwart von Wasser und dem Enzym β-Glucosidase wird aus Amygdalin Blausäure (Cyanwasserstoff; Salz: Cyanid) freigesetzt. Zur besseren Lesbarkeit wird im weiteren Verlauf des Artikels nur die Bezeichnung Cyanid verwendet. Das entstehende Cyanid hemmt effektiv die Cytochrom-c-Oxidoreduktase (Komplex IV) der Atmungskette. Die Energiegewinnung der Zelle versagt und eine „innere Erstickung“ ist die Folge. Kerne der oben genannten Früchte enthalten neben Amygdalin auch β-Glucosidase, daher ist dringend vom Verzehr von Aprikosenkernen abzuraten. Geringe Mengen können zwar durch Stoffwechselvorgänge entgiftet werden, allerdings kann bereits der Verzehr von mehr als zwei bitteren Aprikosenkernen laut einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) aus dem Jahre 2007 gesundheitsbedenklich sein. Kinder sollten ganz auf den Verzehr verzichten. 2

WIRKUNGSWEISE AUS SICHT DER ALTERNATIVMEDIZIN

Von den Befürwortern der Amygdalin-Therapie werden verschiedene Theorien für eine selektive Wirkungsweise von Amygdalin in der Tumortherapie postuliert, nach denen ausschließlich Krebszellen geschädigt werden. Eine These beschäftigt sich mit dem Ungleichgewicht der Enzyme β-Glucosidase, β-Glucuronidase und Rhodanase in Tumorzellen gegenüber gesunden Zellen. Wie erwähnt, wird in Gegenwart von Wasser und dem Enzym β-Glucosidase aus Amygdalin toxisches Cyanid abgespalten. Ob diese Abspaltung im menschlichen Körper auch durch das Enzym β-Glucuronidase erfolgen kann, ist umstritten. Gesichert ist hingegen, dass Cyanid durch Rhodanase in das weniger giftige Thiocyanat umgewandelt wird. Therapiebefürworter begründen die „selektive“ Wirkung von Amygdalin mit angeblich deutlich höheren β-Glucosidase-, β-Glucuronidase- und/oder deutlich niedrigeren Rhodanase-Spiegeln in Krebszellen (Zusammenfassung und Literatur in PDQ 3 ). Diese These wurde bereits in den 1980er Jahren durch Messungen des β-Glucosidase-, β-Glucuronidase- und Rhodanase-Gehaltes in

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gesundem und Tumorgewebe widerlegt. 4–6 Die Konzentrationen dieser Enzyme unterscheiden sich nicht in relevantem Maße zwischen gesunden Zellen und Tumorzellen. Dies deckt sich auch mit Ergebnissen aus Studien des Natio­nal Cancer Institute (NCI) in den USA. 7 In diesen Studien wurde Amygdalin allein und in Kombination mit β-Glucosidase in Mäuse mit verschiedenen Tumoren gespritzt. Die Behandlung zeigte keinerlei Wirkung auf den Tumor, allerdings eine erhöhte Rate an Nebenwirkungen, wenn β-Glucosidase zusammen mit Amygdalin injiziert wurde.

Eine weitere Theorie definiert Krebs als „metabolische Erkrankung“, basierend auf Vitaminmangel. Amygdalin, als sogenanntes „Vitamin B17“ bezeichnet, wird in dieser Theorie als das wichtige fehlende Vitamin postuliert. Oftmals wird die Therapie auch mit hochdosierten Vitamin-C-Infusionen „begleitet“. Da Amygdalin für einen normalen Metabolismus des Menschen nicht notwendig ist, trifft die Bezeichnung von Amygdalin als „Vitamin B17“ nicht zu und ist irreführend. 8, 9

Dessen ungeachtet wird Amygdalin seit den 1970er Jahren von seinen Verfechtern als Vitaminpräparat propagiert. Nachdem dieser Wirkstoff zu dieser Zeit in den USA keine Zulassung als Arzneimittel erhalten hatte und seine Anwendung in der Krebstherapie somit verboten war, wurde er mehrere Jahrzehnte nach seiner Entdeckung zum Vitamin erklärt. In der Folgezeit wurde Amygdalin unter dem Namen „Vitamin B17“ als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben und fand so ohne Zulassung unter dem Deckmantel der freien Selbstbestimmung der Patienten weiterhin Anwendung als Krebstherapeutikum. 10, 11

Dies führte dazu, dass die Verwendung von Amygdalin in den USA, u.a. aufgrund eines Gerichtsurteils in Oklahoma am 24. März 1987, vollständig unterbunden wurde. 12

KEINE KLINISCHEN BELEGE FÜR WIRKSAMKEIT VON AMYGDALIN IN DER KREBSTHERAPIE

Nach aktuellem wissenschaftlichem Erkenntnisstand ist die Wirksamkeit von Amygdalin in der Krebstherapie nicht belegt. Kürzlich schrieb der stern, auf Grundlage von bisher unveröffentlichten Ergebnissen einer Frankfurter Forschergruppe, in einer Randnotiz von „neusten Forschungen“, die eine „Anti-Krebs-Wirkung – zumindest im Zellexperiment“ zeigen. 13 Die klinische Relevanz der in diesem Beitrag angeführten Zellexperimente (in vitro) ist allerdings sehr begrenzt. Tausende Stoffe haben bisher in vitro Toxizität gegen Krebszellen gezeigt, waren aber später beim Patienten wegen fehlender Wirkung oder zu hoher Toxizität nicht anwendbar. Zudem wurden auch in der Vergangenheit bereits einige Studien zumeist aus dem asiatischen Raum publiziert, die in vitro eine Toxizität von Amygdalin gegen Krebszellen gezeigt hatten, eine davon berichtete sogar über Wirkung in einem Tumormausmodell. 14
Demgegenüber stehen wiederum verschiedene Untersuchungen, die das Gegenteil zeigten. 15–17

Diese präklinischen Studien können den Goldstandard für die Ermittlung der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit einer Substanz beim Menschen, die klinische Prüfung beim Menschen, nicht ersetzen.

Als Beweis für die Wirksamkeit von Amygdalin gelten in der Alternativmedizin weiterhin eine Vielzahl von Anekdoten, aber auch einige dokumentierte Berichte über Einzelfälle und Fallserien mit therapeutischen Erfolgen einer Amygdalin-Therapie von Krebspatienten. Problematisch ist, dass sich diese Fälle fast ausnahmslos nicht verifizieren lassen oder methodisch fragwürdig sind. 18

Eine umfassende Analyse derartiger Einzelfälle und Fallserien wurde in den 1970er Jahren durch die amerikanische Arzneimittelbehörde Federal Drug Administration (FDA) durchgeführt. In einem landesweiten Aufruf wurden über 450.000 Ärzte und Heilpraktiker aufgefordert, Einzelfälle zum Nachweis der Wirksamkeit von Amygdalin einzureichen. Obwohl bereits zu dieser Zeit von Verfechtern der Amygdalin-Therapie von Behandlungserfolgen bei „Tausenden von Patienten“ gesprochen wurde, gingen nur 93 Einzelfälle zur Beurteilung ein, die von Behandlungserfolgen in der Krebstherapie sprachen. Die verblindete Analyse dieser Fälle erbrachte nach Ansicht des beteiligten Expertengremiums keinen Hinweis auf eine Wirksamkeit. Dem-09 gegenüber standen – obwohl nicht nachgefragt – Berichte von 220 Ärzten mit Daten von über 1.000 Patienten, die Amygdalin erhalten hatten, ohne eine Wirkung oder positiven Nutzen beobachtet zu haben. 19

Die Zulassung von Amygdalin in den USA scheiterte in der Folge mehrfach an nicht erbrachten Wirksamkeitsnachweisen. Den wissenschaftlichen Schlusspunkt unter die Debatte um die behauptete Wirksamkeit in der Krebstherapie setzte 1982 eine vom National Cancer Institute (NCI) und FDA gesponserte Phase-II-Studie, die zu dem eindeutigen Schluss kam, dass Amygdalin unwirksam in der Krebstherapie und mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen behaftet sei. 20

Problematisch ist weiterhin, dass in der Alternativmedizin vielfach der Ansatz vertreten wird, dass sich Amygdalin nicht mit konventionellen Therapien der Schulmedizin vertragen würde. Der Verzicht potenziell lebensrettender Therapien ist die Folge. Dramatisch sind in diesem Zusammenhang mehrere  dokumentierte Fälle von krebskranken Kindern mit guten Heilungschancen, bei denen die Eltern die Standardchemotherapie zugunsten von Amygdalin ablehnten. Die Krankheit schritt fort und die Kinder starben. 21, 22

Auch der häufig beworbene Nutzen der präventiven Einnahme von Amygdalin zur Vorbeugung von Krebserkrankungen konnte nicht belegt werden. 23 In verschiedensten Experimenten wurden Mäusen mit Neigung zu Krebserkrankungen große Mengen Amygdalin injiziert. Diese Tiere entwickelten genauso häufig Tumore wie unbehandelte Tiere. 15

Tabelle 1: Behandlungsschemata Amygdalin in der Studie von Moertel et al. (1982) 20
(Formatierung zerstört => unbedingt das Original ansehen!)

Substanz
Standarddosis Hochdosis
intravenöser Zyklus 4,5 g/m 2 KOF/Tag für 21
Tage 7 g /m 2 KOF/Tag für 21
Tage
orale Erhaltungstherapie 3 x 0,5 g/Tag 4x 0,5 g/Tag
A 25.000 U/Tag 100.000 U/Tag
C 2 g/Tag 10 g/Tag
E 400 U/Tag 1.200 U/Tag
1 Kapsel/Tag 1 Kapsel/Tag
12 Tabletten/Tag 12 Tabletten/Tag
Amygdalin
Vitamine
B Komplexe & Mineralien
pankreatische Enzyme (Viokase ® )

Ausgabe 3 | September 2014
// ARZNEIMITTEL IM BLICK //

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TOXIZITÄT VON AMYGDALIN

Nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen steht außer Zweifel, dass Amygdalin-enthaltende, auch in ausreichender pharmazeutischer Qualität hergestellte Zubereitungen toxisch wirken können. Diese Toxizität lässt sich insbesondere anhand der Studie von Moertel et al. nachweisen. 20 In dieser 1980 durchgeführten Studie wurden 178 Krebspatienten gemäß den publizierten Vorgaben von Krebs Jr. mit
Amygdalin behandelt. Bereits eineinhalb Jahre später waren 152 Patienten verstorben. Die Patienten waren zwei Therapiegruppen zugeteilt worden (Tabelle 1, Seite 9), die gängigen Behandlungsschemata der Amygdalin-Therapie entsprachen.

Nach der oralen Einnahme der empfohlenen Dosis Amygdalin wurden die Blutcyanidwerte der Patienten verfolgt und nachgewiesen, dass diese nach Einnahme von Amygdalin anstiegen (Mittelwert: 0,7 μg/ml). Es traten Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen auf und vier Patienten erlitten eine Dermatitis. Einen weiteren Hinweis für einen kausalen Zusammenhang zwischen der oralen Einnahme des Amygdalins und den oben beschriebenen Symptomen zeigt das umgehende Abklingen der Symptome nach Absetzen der Therapie. Bei fünf Patienten wurden Werte erreicht, für die bereits Todesfälle durch Cyanidvergiftungen beschrieben waren (>3 μg/ml). Bei drei dieser fünf Patienten traten zusätzliche Symptome einer Cyanidintoxikation wie Bewusstseinsstörungen, Tachykardie und Luftnot auf, bei einem Patienten kam es daraufhin zum dauerhaften Therapieabbruch. Es zeigte sich deutlich, dass die Verträglichkeit von Amygdalin/Cyanid sehr unterschiedlich sein kann. Obwohl die Patienten einer Behandlungsgruppe der Studie dieselbe Menge Amygdalin zu sich nahmen, wurden bei einigen Patienten nur leicht erhöhte, jedoch bei anderen potenziell lebensgefährliche Blutcyanidkonzentrationen gemessen. Zusätzlich blieben einige Amygdalin-Konsumenten trotz hoher Blutcyanidkonzentrationen symptomfrei, wohingegen andere bei recht niedrigen Amygdalin-Dosen bereits Nebenwirkungen zeigten.

 In der Literatur sind zudem schleichende Cyanidvergiftungen von Menschen, die über Jahre Aprikosenkerne gekaut oder Amygdalin zu sich genommen hatten, ebenso wie schwerwiegende Nebenwirkungen und Todesfälle bei relativ geringen Dosen von Amygdalin dokumentiert (Tabelle 2).

Die oben genannten Beispiele zeigen, dass bei oraler Einnahme von Amygdalin mit teils gravierenden Nebenwirkungen zu rechnen ist.

Im Gegensatz zur oralen Gabe von Amygdalin kann anhand der vorliegenden Literatur ein Zusammenhang von intravenös (parenteral) verabreichtem Amygdalin mit Toxizität oder erhöhten Blutcyanidwerten nicht sicher nachgewiesen werden. Eine LD 50 nach i.v.-Applikation bei Ratten oder Mäusen ist nach Kenntnis des Autors nicht dokumentiert. In einer Studie an sechs gesunden Probanden gab es nach der parenteralen Applikation von 4,5 g / m2/Tag (ca. 7,5 g/Person/Tag) Amygdalin über 21 Tage keine Anzeichen von klinischen Symptomen. Erhöhte Blutcyanidspiegel wurden nicht gemessen. 41
Über Langzeiteffekte und weitere mögliche Nebenwirkungen lässt sich anhand der Studienlage keine Aussage treffen.

Es ist zu beachten, dass die oben genannten Studien und Experimente mit reinem Amygdalin durchgeführt wurden. Eine Kontamination der Amygdalinpräparationen mit β-Glucosidasen, wie z.B. häufig in Präparationen aus Aprikosenkernen zu finden, kann die Hydrolyse des Amygdalins deutlich steigern und gegebenenfalls die Toxizität erheblich erhöhen. Im Falle einer solchen Verunreinigung kann auch nach parenteraler Applikation eine Cyanidintoxikation nicht ausgeschlossen werden.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Ausmaß der Toxizität einer Amygdalin-Therapie auf den einzelnen Patienten nicht vorhersagbar ist. Aufgrund des beschriebenen Risikoprofils und dem nach jahrzehntelangem Gebrauch fehlenden Wirksamkeitsnachweis kommen auch neuere Reviews zu dem Schluss, dass Amygdalin in der Krebstherapie nicht zu empfehlen sei. 42, 43

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Tabelle 2: Dokumentierte Nebenwirkungen von Amygdalin
(Formatierung zerstört => unbedingt das Original ansehen!)

Umstände der Ein-
nahme/Indikation Ge-
schlecht Alter Dosis Amygdalin/Applikati-
onsweg, Begleittherapie Dauer Humbert (1977) 24 versehentliche
Einnahme weiblich 11 M 2,5 g oral einmalig Erbrechen, Koma, Azidose, Cyanid-
vergiftung, Tod 2,9 μg/ml
Smith (1977) 25 malignes Lymphom weiblich 48 J 6 mg intravenös wöchentlich/
1,5 g oral täglich 2 Monate Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf-
schmerzen, schwere abdominale
Krämpfe, Hepatosplenomegalie 10 μg/ml
Smith (1977) 25 Lungen- und Gehirn-
tumor männlich 46 J 0,5 g oral täglich 6 Monate neuromuskuläre Schwäche n.a.
Sadoff (1978) 26 Astrozytom weiblich 17 J 10,5 g oral 1 Tag Kopfschmerzen, Schwindel, Kollaps,
Krämpfe, Koma, Tod n.a.
Ortega (1978) 27 Nierenkarzinom männlich 2 J 3,5 mg rektal täglich 2 Tage Erbrechen, Durchfall Maxwell (1978) 28 Sarkom männlich 69 J oral 1 Jahr Schwäche, Benommenheit, Herzrasen,
Kopfschmerzen Herbert (1979) 29 Brustkrebs weiblich 42 J 1 g oral täglich; zerstoßene
Aprikosenkerne n. a. Cyanidvergiftung, Tod Horwitz (1979) 21 akute lymphatische
Leukämie männlich 2 J rektal; Vitamin C, Enzyme,
Folsäure n. a. Cyanidvergiftung Morse (1979) 30 Lungenkrebs weiblich 48 J intravenös, intramuskulär, oral,
rektal 9 Tage Kopfschmerzen, Schwindel, Lethargie,
Luftnot 1,16 μg/ml
Liegner (1981) 31 Pankreaskarzinom weiblich 61 J 1 g oral täglich 5 Jahre Fieber, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit,
Agranulozytose n.a.
Vogel (1981) 32 Brustkrebs weiblich 57 J oral Moss (1981) 33 Selbstmordversuch weiblich 32 J 9 g oral Lee (1982) 34 Selbstmordversuch männlich 18 J 3 g oral; diverse Vitamine,
Mineralien, Enyzme etc. n. a. pulmonares Ödem, Hepatosplenomegalie,
Koma, schwere metabolische Azidose Kalynaram
(1983) 35 Lymphom weiblich 67 J 1,5 g oral täglich n. a. Neuromyopathie Beamer (1983) 36 Karzinom männlich 22 J 6–9 g oral 1 Tag schwere metabolische Azidose,
Krämpfe, komatöser Zustand, Muskel-
steifigkeit Leor (1986) 37 Hepatom weiblich 65 J 9 g oral 2 Tage Koma, Hypotension, Azidose 0,23 μg/ml
Hall (1986) 38 n.a. männlich 4 J 6 g oral einmalig Krämpfe, Atemnot, akute Cyanid-
vergiftung 16,3 μg/ml
WHO-DB (2001) n.a. weiblich 8 J 100 ml intravesikal einmalig Erbrechen, Hämaturie n.a.
1 Tag Krämpfe, schwere Laktatazidose,
reduzierter Glasgow Coma Scale
(Bewusstseinsstörung) n.a.
n.a.*
Quelle
Bromley (2005) 39
O ́Brien (2005)
40
Krebs
Brustkrebs
weiblich
weiblich
68 J
3 g; Vitamin C
n. a.
einmalig
Nebenwirkung
max. Blutcyanid-
konzentration
2,14 μg/ml
6 μg/ml
3,8 μg/ml
n.a.
komatöser Zustand, Tod 2,18 μg/ml
metabolische Azidose, Hypoxie 3,85 μg/ml
n.a.
1,92 μg/ml
n.a.
32 J oral 1 Tag schwere metabolische Azidose,
verminderter Bewusstseinsstatus,
kardiorespiratorischer Arrest,
nephrogener Diabetes insipidus n. a. Synkope, schwere Akanthozytose,
hämolytische Anämie n.a.
neutropenische Sepsis innerhalb von
30 min nach Amygdalin-Verabreichung n.a.
verminderter Bewusstseinsstatus,
flache Atmung n.a.
Eudravigilance-
DB (2008) Brustkrebs weiblich 44 J N / A; Perflurocarbon, Hochdosis
Vitamin C, Vitamin K,
extrakorporale Bestrahlung des
Blutes mit Ozon und UV Eudravigilance-
DB (2009) Brustkrebs weiblich 43 J intravenös; Trastuzumab einmalig
Eudravigilance-
DB (2011) Tumorprophylaxe weiblich 50 J 0,5 g oral; Rosuvastatin n. a.
n.a.: nicht angegeben
DB: Datenbank
* Konzentration des Cyanidabbauprodukts Thiocyanat: 445 μM /

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REFERENZEN DIE DERZEITIGE RECHTSLAGE IN DEUTSCHLAND

1. Davignon JP et al.: Pharma-
ceutical assessment of amygdalin
(Laetrile) products. Cancer Treat Rep.
1978;62(1):99-104

Amygdalin-haltige Produkte, die zur Behandlung von Tumorerkrankungen angeboten werden, sind gemäß § 2 Abs. 1 Arzneimittelgesetz (AMG) Arzneimittel und damit als Fertigarzneimittel zulassungspflichtig. Für Amygdalin besteht jedoch in Deutschland keine Zulassung als Fertigarzneimittel. Ein formales Bewertungsergebnis zur Bedenklichkeit ist bisher nicht in einer arzneimittelrechtlichen Entscheidung niedergelegt. Bedenkliche Arzneimittel sind nach § 5 AMG solche, „bei denen nach dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse der begründete Verdacht besteht, dass sie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen haben, die über ein ... vertretbares Maß hinausgehen“.

Rezepturarzneimittel mit den Bestandteilen Amygdalin und Thiaminhydrochlorid wurden bereits 1987 vom damaligen Bundesgesundheitsamt als „bedenklich“ im Sinne von § 5 AMG eingestuft. Erst kürzlich (September 2013) listete zudem die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) mit Zustimmung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Amygdalin in ihrer Aufstellung bedenklicher Rezepturarzneimittel erneut auf. 44


2. Bundesinstitut für Risikobewertung:
Verzehr von bitteren Aprikosenkernen ist
gesundheitlich bedenklich. Stellungnah-
me Nr. 014/2007des BfR vom 03. Mai
2007;
http://www.bfr.bund.de/cm/343/verzehr_von_bitteren_aprikosenkernen_ist_gesundheitlich_bedenklich.pdf

3. PDQ (Physician Data Query) NCI‘s
Comprehensive Cancer Database;
http://www.cancer.gov/cancertopics/
pdq/cam/laetrile/HealthProfessional/
page3; Zugriff 26.08.2014
4. Newmark J et al.: Amygdalin (Lae-
trile) and prunasin beta-glucosidases:
distribution in germ-free rat and in
human tumor tissue. Proc Natl Acad
Sci U S A. 1981;78(10):6513-6516

Ein Urteil des OVG Lüneburg aus dem Jahre 2007 lehnt die Einstufung als „bedenkliches Rezepturarzneimittel“ zwar ab. Allerdings handelt es sich dabei um eine Einzelfallentscheidung, welche das BfArM nicht bindet und zudem keine generelle Aussage für alle Rezepturarzneimittel beinhaltet. Dennoch war dieses Urteil Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion.

5. Gal EM et al.: Studies on the
biological action of malononitriles, II:
distribution of rhodanese (transul-
furase) in the tissues of normal and
tumor-bearing animals and the effect
of malononitriles thereon. Cancer Res.
1952;2:574-579

Das Gericht führte aus, dass Amygdalin keine nachgewiesene Wirksamkeit in der Tumorbehandlung habe. Somit ging es in dem Verfahren um die Frage, ob das vorliegende reine Amygdalin schädlich wirken konnte. Hinsichtlich der „Unbedenklichkeit von Amygdalin“ stützte sich das Urteil des OVG Lüneburg in wesentlichen Aspekten auf die Einschätzung eines Gutachters. Dieser beschrieb die gesamte Literatur zur Toxizität von Amygdalin als einseitig, lückenhaft und in erster Linie auf Einzelfällen beruhend. Er führte anhand eigener In-vitro-Toxizitätsuntersuchungen an Krebszellen aus, dass reines Amygdalin nicht toxisch sei, und stellte anhand eines Digestionsmodells die Freisetzung von Cyanid aus hochgereinigtem Amygdalin per se in Frage.

6. Conchie J et al.: Mammalian
glycosidases: distribution in the body.
Biochem J.1959;71(2):318-325
7. Wodinsky I et al.: Antitumor activity
of amygdalin MF (NSC-15780) as a
single agent and with beta-glucosi-
dase (NSC-128056) on a spectrum of
transplantable rodent tumors. Cancer
Chemother Rep. 1975;59(5):939-950
8. Young VR et al.: Vitamins and cancer
prevention: issues and dilemmas.
Cancer. 1981;47(5):1226-1240
9. Jukes TH: Laetrile struggles. Nature.
1976;263(5578): 543
10. Testimony of John A. Richardson,
Robert W. Bradford, Ernst T. Krebs,
Jr., and Bruce Halstead, Banning of
the Drug Laetrile from Interstate
Commerce by FDA, Hearing before the
Subcommittee on Health and Scientific
Research of the Committee on Human
Resources, U.S. Senate, 95th Cong., Ist
sess., 27274. Hereafter, Hearing before
Kennedy Subcommittee.
11. Thomas H: Jukes testimony, vol.
0-1, FDA Administrative Record, Lae-
trile, Docket No. 77N-0048; National
Nutrition Consortium, Inc., Statement
on Laetrile-Vitamin B-17, December
21, 1976

Angesichts der Ergebnisse der oben beschriebenen klinischen Studie, in der 178 Patienten mit hochreinem Amygdalin behandelt wurden, ist diese Einschätzung für das BfArM, unter Berücksichtigung aller vorliegenden Informationen, nicht nachvollziehbar. Da Amygdalin erst im Körper durch Enzyme – hauptsächlich β-Glucosidase – in toxisches Cyanid umgewandelt wird, lässt sich die Humantoxizität einer solchen Substanz aus Ergebnissen von In-vitro-Untersuchungen nicht ableiten. Auch das gewählte Digestionsmodell scheint nicht geeignet, die Cyanidfreisetzung aus reinem (> 97%) Amygdalin zu untersuchen. Zwar lässt sich in einem solchen Modell der Einfluss der wichtigsten Verdauungsenzyme und der pH-Wertänderung bei dem Weg durch den Magen-Darm-Trakt auf einen Stoff (hier: Amygdalin) simulieren. Nicht darstellbar sind jedoch In-vivo-Prozesse wie beispielsweise die Verstoffwechselung von Amygdalin durch die Darmflora.

Mehrere publizierte Untersuchungen zeigen, dass Darmbakterien große Mengen an β-Glucosidase ausschütten und die mikrobielle Aktivität für die Umwandlung von Amygdalin in Cyanid von entscheidender Bedeutung ist. 4, 45– 49 Die Schlussfolgerung des Gutachters, dass durch dieses Modell und nachfolgende In-vitro-Untersuchungen bewiesen sei, dass aus reinem Amygdalin kein nachweisbares Cyanid freigesetzt werde, ist daher aus Sicht des BfArM wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Darüber hinaus sprechen die bereits oben beschriebenen Humanuntersuchungen,  bei denen stark erhöhte Blutcyanidwerte nach der Gabe von hochreinem Amygdalin gemessen worden waren, 20, 33, 41, 50 sowie die Fälle teils schwerster Nebenwirkungen bis hin zum Tod nach der Einnahme  von Amygdalin (Tabelle 2, Seite 11) nach Einschätzung des BfArM gegen die Bewertung des Gutachters und damit gegen eine Unbedenklichkeit von Amygdalin-enthaltenden, auch in ausreichender pharmazeutischer Qualität vorhandenen Arzneimittelzubereitungen.
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Titel: Tot mit 30: 'Wellness-Warrior' bringt sich mit Gerson um
Beitrag von: Glückspilz am 01. März 2015, 20:37:54
Die britische Zeitung "The Guardian" hat enge Bindungen an das ehemalige britische Gefängnisareal und Kolonie Australien und bringt viel mehr Meldungen über Australien als deutsche Zeitungen.

In Australien sind einige, zum Teil sehr gefährliche "Health Warriors" und "Wellness Warriors" aktiv, die unter anderem als Reiseveranstalter in großem Umfang Fahrten nach Europa veranstalten, zum Beispiel nach Deutschland, zu irgendwelchen Krebsquacksalbern.

Kaum zu glauben, aber wahr: Deutschland als das Traumland für australische Krebskranke. Wenn die wüßten...

Wir haben schon mehrere dieser Fälle recherchiert. Der nun ist, zumindest mir, neu. Eine Frau mit 30 stirbt an Krebs, nachdem sie als Wellness Warrior herumgetönt hat. Nun, in Deutschland, Österreich und Schweiz hatten wir in den letzten 10 Jahren mehrere solche Fälle. Aber daß jemand schon mit 30 stirbt, das hatten wir noch nicht.

Der Artikel enthält eingebette Links, die ich nicht übernehme. Also unbedingt und auf jeden Fall den Originalartikel lesen !!!!

http://www.theguardian.com/australia-news/2015/mar/01/jessica-ainscough-australia-wellness-warrior-dies-cancer-aged-30

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Australia news

Jessica Ainscough, Australia's 'wellness warrior', dies of cancer aged 30

Ainscough, who attracted thousands of followers on social media, shunned conventional medical treatment for her rare cancer and tried to cure it with Gerson therapy

Jessica Ainscough was diagnosed with epithelioid sarcoma seven years ago. Her mother, who was diagnosed with breast cancer and followed Gerson therapy, died in 2013.
Photograph: www.jessicaainscough.com
Melissa Davey
@MelissaLDavey

Sunday 1 March 2015 01.13 GMT Last modified on Sunday 1 March 2015 01.46 GMT

The former online editor of the teen publication Dolly, who attracted thousands of followers on social media after she shunned conventional medical treatment for a rare cancer, has died aged 30.

Jessica Ainscough was diagnosed with epithelioid sarcoma seven years ago, a rare soft-tissue cancer which affects young adults and most often first develops in the hand or arm.

Doctors suggested Ainscough’s best chance of survival would be to have her arm amputated at the shoulder, a traumatic procedure that significantly increases a patient’s chance of 10-year survival.

She tried chemotherapy for a time, but when it stopped working, amputation was again recommended.

It was then Ainscough tried to cure her cancer by following an unproven treatment known as “Gerson therapy”, which involves daily coffee enemas, a heavy regime of dietary supplements, and following a strict organic, vegetarian diet.

Cancer institutes around the world have rejected Gerson therapy as unproven, with the website of the National Cancer Institute in the US stating: “The data that are available are not sufficient to warrant claims that the Gerson therapy is effective as an adjuvant to other cancer therapies or as a cure.”

Ainscough became known as a “wellness warrior” after she left her job and began documenting her experiences with Gerson therapy online, attracting a strong following which included other cancer patients.

Her mother, Sharyn, followed her daughter in advocating Gerson therapy after being diagnosed with breast cancer, and died in 2013.

In an update Ainscough posted to her website last year, she said she had become unwell, attributing this to her mother’s death.

“For the first time in my almost seven year journey with cancer, this year I’ve been really unwell,” Ainscough wrote.

“I’ve lived with cancer since 2008 and for most of those years my condition was totally stable. When my mum became really ill, my cancer started to become aggressive again. After she died, things really started flaring up.

“For the past few months, I’ve been pretty much bedridden.”

A profile piece on Ainscough published by Fairfax last year, which said her alternative treatments had “paid off”, attracted criticism for not including any comment from peak cancer bodies or medical experts.

“It started out as a personal journal online and attracted a worldwide family craving this information,” Ainscough told Fairfax of her online blog.

Fairfax later updated the story to include comment from Cancer Australia, which states on its website that some patients used complementary and alternative therapies to “gain a feeling of control over the treatment of their disease”.

“Most alternative therapies have not been assessed for efficacy or safety,” Cancer Australia state.

“Some have been studied and found to be harmful or ineffective.”

The Clinical Oncology Society of Australia recently updated its position statement on complementary and alternative (CAM) cancer therapies, emphasising the importance of patients discussing such treatments with their doctors, as they could interfere with conventional medical therapy.

“It is likely that more than two-thirds of Australian adults have used CAM in the last 12 months,” the statement said.

“Less than half of them will have informed their doctors of their CAM use and many may be using CAM as well as prescription medicine.

“Patients are also at increased risk of harm if they delay or stop using proven conventional medicine in favor of a CAM that has no evidence of efficacy.”
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Arm ab ist besser als Kopf ab. Zu glauben, daß Kaffeeeinläufe und Grünzeug gegen Krebs helfen, also dazu muß man schon reichlich dämlich sein.

So schlecht ist die Schulbildung auch in Australien nicht, daß man dort nicht lesen kann, daß die "Gernson-Therapie" keine Therapie, sondern tödlicher Mist ist.

Mehrere bekannte amerikanische Schauspielerinnen haben sich in den letzten 20 Jahren die Brüste VORSORGLICH amputieren lassen wegen der großen Gefahr durch Brustkrebs.

Daß jemand auf etwas so wichtiges wie einen Arm nicht verzichten möchte, kann man sich gut vorstellen. Aber bei der Alternative "Arm oder Leben" einen garantiert tödlichen Mist zu bauen, so blöde darf man nicht sein!


Sehr erschreckend sind auch die Zahlen: 2/3 der australischen Erwachsenen haben in den letzten 12 Monaten CAM (alternativen Mist) benutzt, und weniger als die Hälfte davon hat ihren Ärzten das überhaupt gesagt.

Jessica Ainscough ist nicht die einzige, die Blödheit mit dem Tod bezahlt. Wieviele sind es noch? Die Zahlen dürften fuchtbar sein.

Deutschland als Exporteur für den Tod. Das wird unserer Waffenindustrie nachgesagt. Man sollte sich die Scharlatane und ihre Vermarkter vornehmen. Ich bin bin mir sicher, daß DIE mindestens 10x oder 100x soviele Todesfälle verursachen wie die Waffenindustrie. Aber weil es nicht peng macht, wenn einer tot umfällt, fällt es niemandem auf.

Krebskranke sterben leise. Das ist ihr Schicksal.


Wenn sie ihre Bürger wirklich schützen wollen, dann sollten sich die australischen und die britischen Behörden DRINGEND den Reiseverkehr und die Reiseveranstalter unter die Lupe nehmen. Und alle Fahrten nach Europa, insbesondere nach Deutschland rigoros kontrollieren. Und sie notfalls verbieten.

Krebspfusch ist Mord.

Stoppt die Mörder!