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Alternative Methoden => Homöopathie => Topic started by: Thymian on October 05, 2019, 10:09:55 AM

Title: 'Homöopathie? In der Süßwarenabteilung!'
Post by: Thymian on October 05, 2019, 10:09:55 AM
'Homöopathie? In der Süßwarenabteilung!' So hätten sie es gern, die Damen und Herren 'Skeptiker'. Naja, was soll man auch von Leuten erwarten, die von Homöopathie keine Ahnung haben?

Zur Zeit delektieren sie sich an Konfekt. Was ist Konfekt?

Ethymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache
von Friedrich Kluge
22. Auflage, 1989

[*quote*]
Konfekt

n. 'Süßwaren'. Im 15. Jh. entlehnt aus ml confectum 'Zubereitetes', dem substantivierten PPP. von conficere (confectum) 'verfertigen, ausführen', zu 1. facere 'verfertigen, machen',(s. kon-).

Zunächst gebraucht in der Apothekersprache für zubereitete Früchte, die zu Heilzwecken verzehrt wurden. Dann Verallgemeinerung zu 'Gezuckertes' und 'Süßwaren'. Bei den Konfetti handelt es sich ursprünglich um im Karneval ausgeteilte Süßwaren, die dann allmählich von Gipsklümpchen und Papierschnipseln abgelöst wurden.
[*/quote*]


Süßigkeiten als Medizin. Da sind sie baff, die Skeptiker. Dabei ist es doch so einfach: Zucker gab es früher nicht. Zucker kam erst auf durch Rohrzucker, und der war ein reines Luxusgut. Erst der Rübenzucker machte dem Plebs das C12H22O11 in Massen zugänglich.

Für chemisch nicht Bewanderte:  Haushaltszucker (Saccharose) hat die Summenformel C12H22O11.

Richtig Süßen konnte man die gesamte Menschheitswerdungsgeschichte hindurch nur mit Bienenhonig.  Auch ein Luxusgut...


Die Idee 'Homöopathie in die Süßwarenabteilung!' mundet den Skeptikern. Dabei hat sie einen Pferdefuß: sie ist vergiftet.