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Alternative Methoden => Heilpraktiker Naturopaths => Topic started by: Krokant on December 15, 2020, 01:13:47 PM

Title: Heilpraktiker und eine Lektion in 'Bescheißen mit Statistik'
Post by: Krokant on December 15, 2020, 01:13:47 PM
Für die üblichen Verdächtigen.  :D


Schon der Name spricht Bände: "Wirtschaftsbündnis Naturheilkunde".

https://www.wirtschaftsbuendnis-naturheilkunde.de/keine-gefahr-heilpraktiker/

[*quote*]
Wirtschaftsbündnis Naturheilkunde

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Keine Gefahr durch Heilpraktiker: Zahlen lügen nicht
[wbnh-heilpraktiker-nicht-gefaehrlich]

Analyse der gemeldeten Schäden zeigt: Keine Gefahr durch Heilpraktiker

Im Interview des Pressebüros JWS mit Robert Zellerer von der Continentale Zellerer Versicherung wurde das Gefahrenpotential der Heilpraktikerbehandlung beleuchtet.
Grundlage der Analyse sind die Schadensfälle, die bei der Continentale Versicherung im Rahmen einer Heilpraktiker-Behandlung entstanden sind. Die Continentale Versicherung versichert nämlich mehr als die Hälfte der 47.000 bundesweit tätigen Heilpraktiker!

Das Zahlenmaterial zeigt, dass die Gefahrenlage sehr gering ist. So werden die Heilpraktiker-Risiken in der Schadenstatistik des Versicherungsverbundes nicht einmal als eigener Punkt ausgewiesen.
Außerdem wurden in den mehr als 35 Jahren Versicherungs-Tätigkeit für Heilpraktiker der Beitrag zur Berufshaftpflichtversicherung, die etwaige Behandlungsschäden deckt, nahezu halbiert! Ein eindeutiges Indiz, dass es kaum Behandlungsschäden gibt.

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Das komplette Interview finden Sie hier.
https://www.wirtschaftsbuendnis-naturheilkunde.de/wp-content/uploads/2020/11/interview-zellerer-wirtschaftsportal.pdf


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https://www.wirtschaftsbuendnis-naturheilkunde.de/wp-content/uploads/2020/11/interview-zellerer-wirtschaftsportal.pdf

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PRESSEMITTEILUNG

„Keine Gefahr durch Heilpraktiker: Zahlen lügen nicht!“

‚Heilpraktiker richten viele Schäden an!‘ Eine Aussage, die derzeit von
zahlreichen Medien kolportiert wird. Doch stimmt das überhaupt? Wir haben
bei jemandem nachgefragt, der es wissen muss: Robert Zellerer,
Landesdirektor „Die Continentale“ und seit 35 Jahren Berufshaftpflicht-
Versicherer zahlreicher Heilpraktiker(innen).
Herr Zellerer, wie viele Heilpraktiker(innen) sind derzeit bei Ihnen Berufshaftpflicht-
versichert?
Von insgesamt rund 47.000 bundesweit tätigen Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern sind
derzeit rund 24.000 bei der Continentale mit Ihrer Berufshaftpflicht versichert. Davon
entfallen ca. 12.000 auf unsere Landesdirektion: Die Zellerer GmbH, die ihren Sitz in
München und somit im Bundesland Bayern hat, in dem von allen 47.000 bundesweit tätigen
Heilpraktiker(inne)n nahezu die Hälfte praktiziert.
Wie schätzen Sie die Gefahrenlage in den Heilpraktikerpraxen ein: Kommt es häufig zu
Schadensfällen?
Die Gefahrenlage ist definitiv sehr gering! Die Anzahl der Schadensfälle ist dermaßen
minimal, dass ‚Die Continentale‘ nicht einmal einen eigenen Punkt in der Schadenstatistik für
Heilpraktiker-Risiken vorsieht. Bei anderen Versicherern sieht es ähnlich aus. Weder bei
manuellen Therapieverfahren wie Chiropraktik oder Osteopathie, noch bei invasiven wie
Akupunktur oder Injektionen gibt es nennenswerte Schäden.
War das schon immer so?
Ich bin nun seit 35 Jahren in dieser Branche aktiv. In dieser Zeit hat sich der jährliche Beitrag
für Berufshaftpflicht-Versicherungen von Heilpraktikern beim Unternehmensverbund
Continentale nahezu halbiert: von 300,- DM netto (1985) auf 90,- Euro netto (2020).
Dagegen hat sich die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden nahezu
versechsfacht: von 1.000.000,- DM auf 3.000.000.- Euro.
Und dass eine Versicherung den Beitrag nicht senkt bzw. die Versicherungssumme erhöht,
wenn tatsächlich viele Schadensfälle vorliegen würden, dürfte wohl jedem einleuchten. Wir
Versicherer würden und müssten, wenn Heilpraktiker tatsächlich so schadensträchtig wären,
die Beiträge schon entsprechend nach oben anpassen. Und dass man bei 35 Jahren
durchaus von einem repräsentativen Zeitraum sprechen kann, steht wohl außer Zweifel:
Zahlen lügen nicht!
Wie erklären Sie sich diese positive Entwicklung mit weniger Behandlungsschäden
durch Heilpraktiker?
Meiner Meinung nach dürfte das vor allem daran liegen, dass sich das Angebot der
Heilpraktikerschulen in diesem Zeitraum qualitativ und quantitativ stark verbessert hat. DieGefahr der Patienten, wenn sie denn überhaupt jemals gegeben war, hat sich dadurch
nachhaltig verringert.
Wenn es dann doch mal zur Meldung eines vermeintlichen Schadens kommt, beruht dieser
meist eher auf einer falschen Erwartungslage einzelner Patienten, die austherapiert zum
Heilpraktiker gehen und dann oft Wunder erwarten – bzw. fordern, weil Heilpraktiker-
Behandlungen überwiegend aus der eigenen Tasche zu zahlen sind. Bleibt dieses Wunder
dann aus, muss ein Schuldiger gefunden werden, damit man zumindest finanziell noch was
rausholen kann.
.....man sollte sich eher fragen, warum die Beiträge für Ärzte immer schneller steigen...
Wie genau sieht es denn bei den Ärzten aus?
Bei den vergleichbaren Beiträgen zur Berufshaftpflicht-Versicherung für Ärzte haben wir
gegenüber den Heilpraktikern im Marktvergleich oft einen fünfmal höheren Beitrag. So kostet
die Berufshaftpflicht-Versicherung eines Heilpraktikers beim Unternehmensverbund
Continentale derzeit 90,00 Euro netto jährlich bei einer Versicherungssumme von 3 Millionen
Euro für Personen- und Sachschäden. Ein Allgemeinarzt zahlt dagegen 866,00 Euro netto
bei der gleichen Versicherungssumme.
Aussagen wie: ‚Heilpraktiker richten viele und hohe Schäden an‘ verunsichern deshalb nur
und sind einfach nicht haltbar. Etwas Unwahres wird schließlich nicht richtiger, nur weil es
von bestimmten Lobby-, Politik- und Medienvertretern immer wieder gebetsmühlenartig
wiederholt wird!
Heißt das: ‚Alles perfekt!‘ Oder sehen Sie weiteres Verbesserungspotenzial bzgl.
Ausbildung und freier Therapiewahl der Heilpraktiker?
Da gibt es durchaus noch einige Dinge, die weiter verbessert werden könnten. So sollten
meiner Meinung nach gewisse Standards eingeführt werden. Diesbezüglich auf einem tollen
Weg ist zum Beispiel die ‚Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf‘ (IQHP), die
sich u.a. für die folgenden Ziele einsetzt: geregelte Dokumentation der
Ausbildungsnachweise für Berufsanwärter, mehr Verantwortung und Kontrollpflichten für die
Heilpraktiker-Berufsverbände sowie Schaffung einer gesetzlich-rechtlichen Standesregelung
und eines Beschwerde-Management-Centers für Patienten.
Unabhängig vom vorliegenden Zahlenwerk möchten Teile der Politik sowie einige
Lobbyisten den Beruf des Heilpraktikers dagegen am liebsten abschaffen. Was halten
Sie persönlich davon?
Davon halte ich gar nichts! Man sollte dem mündigen Bürger schon selbst überlassen,
welche Behandlung bzw. welchen Behandler er wählt. Und auch die Politik sollte sich ruhig
einmal fragen, ob das Heilpraktikerwesen nicht auch für sie zahlreiche Vorteile birgt.
Einmal abgesehen vom wertvollen Beitrag der Heilpraktiker zur Gesundheit der Bevölkerung
gibt es übrigens auch finanzielle Vorteile, die ich nochmals anhand einiger konkreter Zahlen
erklären möchte: So beträgt das Jahresabrechnungsvolumen aller rund 47.000 hierzulande
tätigen Heilpraktiker rund 1 Milliarde Euro, wovon zirka 530 Millionen Euro auf Selbstzahler
und 470 Millionen auf Versicherte Privater Kranken Versicherungen (PKV) entfallen.
Bei einer angenommenen Durchschnittshöhe einer Heilpraktiker-Rechnung von 150,- Euro
ergibt dies ein Stückzahlvolumen von etwas über 3 Millionen Rechnungen pro Jahr. Gehtman nun davon aus, dass der PKV-Versicherte nach Abschaffung des Heilpraktikers zu
einem Privatarzt geht, wird die Rechnungshöhe wohl eher 500,- bis 1000,- Euro betragen.
Bei Versicherten einer Gesetzlichen Krankenversicherung würden die Kosten durch den
Wechsel vom Heilpraktiker zum Kassenarzt auf Grund der gesetzlichen Vorgaben zwar nicht
ganz so explodieren. Dennoch würden auch im Bereich der Gesetzlichen
Krankenversicherung die Kosten steigen, weil ja dann der Kassenpatient, der den
Heilpraktiker bisher selbst bezahlt hat, wieder zum Kassenarzt geht, was letztendlich alle
gesetzlich Versicherten mitfinanzieren müssten..
Herr Zellerer, ich danke Ihnen für diesen Blick hinter die Kulissen und Ihre offenen
Worte.
Das Interview führte Johannes W. Steinbach vom Pressebüro JWS, Konz.
Firmenporträt Zellerer GmbH:
Die Zellerer GmbH, München, hat den Status einer Landesdirektion des
Versicherungsunternehmens ‚Die Continentale‘. Geschäftsführer Robert Zellerer versichert
seit mehr als 35 Jahren Angehörige verschiedener Heil- und Gesundheitsberufe
(insbesondere Heilpraktiker) und gilt als profunder Kenner des Heilpraktikerwesens.
2020 wurde unter seiner Federführung u.a. das verbandsunabhängige ‚Wirtschaftbündnis
Naturheilkunde‘ ins Leben gerufen, das den Zusammenschluss aller Unternehmen zum Ziel
hat, die mittelbar oder unmittelbar mit der Naturheilkunde und den Heilpraktikern verbunden
sind.
Firmenporträt Pressebüro JWS:
Das Pressebüro JWS hat seinen Sitz in Konz. Inhaber ist Johannes W. Steinbach, Journalist,
Heilpraktiker und Buchautor. Zu den thematischen Schwerpunkten von Pressebüro JWS
zählen Medizin/Naturheilkunde, Pharmazie/OTC, Ernährung/Lebensmittel und
Handel/Wirtschaft.
Weitere Informationen:
www.wirtschaftsbuendnis-naturheilkunde.de
www.continentale.info
www.pressebuero-jws.de
Presseansprechpartner:
Die Continentale / Landesdirektion Zellerer GmbH
Robert Zellerer, Landesdirektor Die Continentale & Geschäftsführer Zellerer GmbH
Forstenrieder Allee 70
81476 München
zellerer@continentale.info
Telefon 089/74112231
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