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Geisteskranke Homöopathie-Anhänger sind eine ernste Gefahr für die Allgemeinheit
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11953.0
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Pages: [1]

Author Topic: Impfschutz als Randwert-Problem  (Read 145 times)

Thymian

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Impfschutz als Randwert-Problem
« on: January 01, 2020, 03:16:39 PM »

Bei Twitter verbreitet die Hochstaplerin "Elke" übelste und bruchdumme Impfgegnerpropaganda. Für eine angebliche Neurologin ein so hanebüchenes Armutszeugnis, daß man fragen muß, ob sie nicht in Wahrheit doch bloß eine durchgeknallte Heilpraktikerin ist. In der letzten Zeit sind ja bei Twitter mehrere Heilpraktiker aufgeflogen, die ganz bewußt verschwiegen haben, daß sie in Wahrheit Heilpraktiker sind, und eben KEINE Normalbürger sind, sondern ihre Hetze und ihre Lügen (unter anderem über Homöopathie und über das Impfen) ganz gezielt pro domo, das heißt aus gewerblichem Eigeninteresse verbreiten.


"Elke":

https://twitter.com/Arachnoidea12

[*quote*]
Elke 🐾 🌾 @Arachnoidea12

Sozialdemokratische, röm.-kath. Neurologin. Seit Geburt-vor fast 60 Jahren-ungeschminkt. Mezzosopran. Entsetzt über das deutsche Gesundheitswesen.
Mars village (MV)
Joined November 2018
[*quote*]


https://twitter.com/Arachnoidea12/status/1207208622222172161

[*quote*]
Elke 🐾 🌾 @Arachnoidea12

Wenn impfen nicht schützt:




https://pbs.twimg.com/media/EMDd1u_WkAEhbxR.jpg

11:58 PM - 17 Dec 2019
[*/quote*]



Die Zeichnungen sind aus einem Buch eines verlogenen Impfgegners, der von der englischsprachigen Impfgegnerszene offensichtlich verehrt wird. Und nicht nur von der, sondern auch von deutschen Impfgegnern...



Schauen wir uns den Mist doch mal unter der Lupe an. Da ist zum Beispiel bei der mittleren oberen Tortengrafik zu  lesen:

"In 1985, there was a measles outbreak in Corpus Christi, TX. The population was fully vaccinated."

Das läßt sich zurückverfolgen. In der PubMed findet man dazu diesen Treffer:



https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3821823

[*quote*]
US National Library of Medicine National Institutes of Health

N Engl J Med. 1987 Mar 26;316(13):771-4.
Measles outbreak in a fully immunized secondary-school population.

Gustafson TL, Lievens AW, Brunell PA, Moellenberg RG, Buttery CM, Sehulster LM.
Abstract

An outbreak of measles occurred among adolescents in Corpus Christi, Texas, in the spring of 1985, even though vaccination requirements for school attendance had been thoroughly enforced. Serum samples from 1806 students at two secondary schools were obtained eight days after the onset of the first case. Only 4.1 percent of these students (74 of 1806) lacked detectable antibody to measles according to enzyme-linked immunosorbent assay, and more than 99 percent had records of vaccination with live measles vaccine. Stratified analysis showed that the number of doses of vaccine received was the most important predictor of antibody response. Ninety-five percent confidence intervals of seronegative rates were 0 to 3.3 percent for students who had received two prior doses of vaccine, as compared with 3.6 to 6.8 percent for students who had received only a single dose. After the survey, none of the 1732 seropositive students contracted measles. Fourteen of 74 seronegative students, all of whom had been vaccinated, contracted measles. In addition, three seronegative students seroconverted without experiencing any symptoms. We conclude that outbreaks of measles can occur in secondary schools, even when more than 99 percent of the students have been vaccinated and more than 95 percent are immune.

PMID: 3821823
DOI:   10.1056/NEJM198703263161303

[Indexed for MEDLINE]
[*/quote*]


Das muß man erst einmal sortieren.

Da sind an 2 Hauptschulen (secondary schools) 1806 Schüler. Von einer allgemeinen Bevölkerung kann also schon mal gar nicht die Rede sein!

Die Blutseren der Schüler wurden untersucht.

74 Schüler (4,1 Prozent von 1806) hatten keine nachweisbaren Antikörper gegen Masern.


Mit einer 95prozentigen Sicherheit wurde festgestellt, daß  0 - 3,3% der Schüler, die BEIDE Impfdosen erhalten hatten, KEINE Antikörper hatten (sie waren "seronegative").

Als Vergleichswert wurde festgestellt, daß 3,6 - 6,8% der Schüler, die nur die erste Impfdosis erhalten hatten, KEINE Antikörper hatten.

Nach der Untersuchung stellte man fest, daß KEINER der 1732 Schüler, die Antikörper im Blut hatten (die waren "seropositive"), an Masern erkrankte.

14 der 74 Schüler  OHNE ANTIKÖRPER (die 74 waren geimpft gewesen), erkrankten an Masern.  Außerdem änderte sich bei 3 weiteren Schülern das Blutbild: sie wurden seropositiv (das heißt: sie bildeten Antikörper), zeigten jedoch keinerlei Krankheitssymptome.


Das Fazit:

"We conclude that outbreaks of measles can occur in secondary schools, even when more than 99 percent of the students have been vaccinated and more than 95 percent are immune."


Das haben sie geschrieben, die großen Forscher. Aber was bedeutet es?

Ich habe den Volltext nicht vor mir. Aber das brauche ich auch nicht, denn es ist alles eine stinkeinfache Sache der Mathematik.


Zunächst einmal sind die Angaben nur teilweise richtig. In der Überschrift heißt es:

"Measles outbreak in a fully immunized secondary-school population."


Stimmt das? Nein! Wenn die Schüler VOLLSTÄNDIG geimpft gewesen wären, hätte jedes Kind BEIDE Impfdosen erhalten. Das war aber nur bei einem Teil der Schüler der Fall.


Beide Impfdosen erhalten --> Antikörper bei 96,7% - 100%  (= 100 - 3,3%)

Nur eine Impfdosis erhalten --> Antikörper bei 93,2 - 96,4%

KEINES der Kinder mit Antikörpern im Blut erkrankte an Masern. Die Impfung war also erfolgreich!


Eine Reaktion gab es bei 14 Kindern (die erkranken MIT Symptomen) und weiteren 3 Kindern (die erkrankten OHNE Symptome).


Das sind demnach 17 Erkrankungen, und alle bei Kindern OHNE Antikörper.


Impfgegner wollen mit ihrer Statistikfälschung beweisen, daß die Impfung nichts taugt. Das ist erstens Schwachsinn und zweitens gelogen.

Tatsache ist, für Jeden mit Grips im Kopf zu sehen, daß die Antikörper durch die Impfungen die Kinder erfolgreich geschützt haben.

Allerdings waren von den 1806 Schülern 74 ohne Antikörper. Warum? Erstens weil ein Teil der Kinder nur EINE Impfdosis erhalten hatte und weil zweitens die Impfung leider nicht bei allen Kindern eine Bildung von Antikörpern bewirkt. Die Impfung wirkt nicht zu 100 Prozent.


Nehmen wir an, ALLE Kinder seien mit 2 Impfdosen, also vollständig, geimpft worden. Die 74 seien also Impfversager. Dann sind diese 74 Kinder 74/1806 = 4,0974529 Prozent.

Die Impfung hat demnach rund 96 Prozent der Kinder ausreichend geschützt. Wie gut es ist, geschützt zu sein, zeigt das gegenteilige Beispiel Samoa: Dort sind im Dezember 2019 81 Menschen an Masern gestorben. Wären die Samoaner nicht so saublöd gewesen, würden die meisten der 81 heute noch leben.


Das Beispiel von Corpus Christi zeigt aber noch etwas ganz anderes.

Erstens: Die Impfgegner frohlocken, daß trotz 99% Impfung Kinder an Masern erkranken.

Die Impfgegner sind demnach - wie üblich - ziemlich dämlich. Wenn alle geimpft sind, dann sind das 100 Prozent und nicht 99 Prozent. Die 17 erkrankten Kinder sind 17/1806 = 0,9413068 Prozent

Zweitens: Wenn 1 Prozent der Kinder erkranken, obwohl ALLE 100 Prozent der Kinder geimpft sind, dann ist das ein eindeutiger Beweis dafür, wie gut die Impfung wirkt. Dieses 1 Prozent ist im Vergleich zu den 4 Prozent Impfversagern nur EIN VIERTEL. Das ist eine riesiger Vorteil gegenüber einer völlig ungeschützten Bevölkerung.


Aber es geht um etwas ganz anderes! Es geht um den Herdenschutz.

Ein Herdenschutz kann nur bei großen Flächen bestehen. Sind die Menschen auf kleinem Raum zusammengesperrt, ist der Kontakt so nah, daß der Herdenschutz außer Kraft gesetzt wird.

Wenn ein Erkrankter mehrere zig Personen anstecken kann, die ihm "so über den Weg laufen" (zum Beispiel bei Disney), dann ist durch den engen Kontakt in der Schule die Verbreitung der Viren um einiges stärker: nicht mehrere zig, sondern HUNDERTE Personen sind betroffen.


Was man uns in der Vergangenheit über Herdenschutz erzählt hat, galt früher und es gilt für große Flächen. Aber es gilt nicht für Ballungsräume. Wenn es dann noch Impfversager gibt, bedeutet das eindeutig:

1. Jeder Impfversager kann an Masern erkranken.
2. Der Herdenschutz greift nicht.

Das bedeutet für eine völlig durchgimpfte Bevölkerung, daß aufgrund der Ballungsräume die Impfversager trotzdem erkranken können.

Das bedeutet, daß beim Auftreten von auch nur EINER EINZIGEN Infektion SOFORT die Ballungsräume mit äußerster Konsequenz und Disziplin stillgelegt werden müssen.


Wir haben es hier mit einem Randwert-Problem zu tun. Das heißt: Der Endwert an dieser Stelle kann erreicht werden, das heißt: die Erkrankung kann alle Impfversager treffen. Aber um das zu begreifen sind Impfgegner einfach zu dämlich. Die schicken ihre Kinder zu anderen zum Spielen. Wie auf Samoa. Dann beißen die ins Gras. 81 Tote. Reife Leistung.
« Last Edit: January 01, 2020, 07:00:42 PM by Thymian »
Logged
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Thymian

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Re: Impfschutz als Randwert-Problem
« Reply #1 on: January 01, 2020, 07:20:26 PM »

Zu der Tortengrafik oben rechts heißt es:

"In 1986, there was a measles outbreak in Dane County, WI.
96% of the cases were in vaccinated people."


Das läßt sich nachprüfen:


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2122013

[*quote*]
US National Library of Medicine National Institutes of Health

JAMA. 1990 Nov 21;264(19):2529-33.
Risk factors for measles in a previously vaccinated population and cost-effectiveness of revaccination strategies.
Mast EE1, Berg JL, Hanrahan LP, Wassell JT, Davis JP.

Author information
1
    Bureau of Community Health and Prevention, Wisconsin Division of Health, Madison 53701-0309.

Abstract

Using data from a large measles outbreak that occurred in Dane County (Wisconsin) in 1986, we conducted a case-control study to evaluate risk factors for vaccine failure and assessed the cost-effectiveness of school-based revaccination strategies.

Vaccination before a change in the measles vaccine stabilizer in 1979 (odds ratio, 5.5; 95% confidence interval, 1.05 to 28.9) and

vaccination before age 15 months (odds ratio, 13.9; 95% confidence interval, 5.9 to 32.6) were identified as risk factors.

Revaccination strategies for all students ($3444 per case prevented), students vaccinated before 1980 ($3166 per case prevented), and students vaccinated before age 15 months ($2546 per case prevented) were evaluated, assuming use of measles-mumps-rubella vaccine after the initial case was detected in a school. However, a large proportion of cases (43% to 53%) may not have been preventable using these strategies. Therefore, revaccination in all schools assessed to be at risk for measles may be necessary to prevent large outbreaks until a two-dose vaccination schedule is fully implemented.

Comment in
    Risk factors for measles in a vaccinated population. [JAMA. 1991]

PMID:    2122013

[Indexed for MEDLINE]
[*/quote*]


Erstens war das 1986. Damals war eine zweite Impfung noch nicht vorgesehen. Deswegen lautet die Empfehlung: "Therefore, revaccination in all schools assessed to be at risk for measles may be necessary to prevent large outbreaks until a two-dose vaccination schedule is fully implemented."

Das gilt dann erst recht für das Beispiel in der Kuchengrafik oben links. Das war in 1984.


Zweitens wurde erkannt, daß frühere Impfungen nicht so effizient waren wie man erhofft hatte: "Vaccination before a change in the measles vaccine stabilizer in 1979"  "were identified as risk factors.".

Drittens ist eine frühe Impfung nicht so wirkungsvoll: "vaccination before age 15 months" "were identified as risk factors."


Das ist die Kernaussage: Nur 1 Impfung, mit einem nicht sehr guten Impfstoff, und dann noch früh, führte zu einem nicht ausreichenden Schutz.

Wichtig ist aber, so früh wie möglich zu impfen. Wenn keine Impfung da ist, gibt es keinen Schutz. Also so früh wie möglich.

Dazu mußte erstens der Impfstoff verbessert werden. Und zweitens mußte eine zweite Impfung die Nachteile der frühen Impfung auffangen und drittens die Impfversager der ersten Impfung - mit Glück - trotzdem noch zu einer Immunreaktion, also zur Bildung von Antikörpern bringen.

Genau das ist dann geschehen. Der Impfstoff wurde verbessert. Es wird früher geimpft und es gibt eine zweite Impfung.


Aber um das zu verstehen, sind Impfgegner zu dämlich.

Deswegen bringen sie zum Beispiel auch die Kuchengrafik oben links aus 1984. Die ist längst kalter Kaffee.
Logged
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          http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11095.0

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