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Author Topic: NZZ_BLOG_ARCHIV Albonico 10. Mai 2009 "Medizin Schweiz im 21. Jahrhundert"  (Read 1424 times)

ama

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http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/medizin_schweiz_im_21_jahrhundert_1.2528506.html

Hans Ulrich Albonico

Blogs
›NZZ Votum

10. Mai 2009, 15:16, NZZ Blogs
Eidg. Abstimmung vom 17. Mai - Komplementärmedizin
Medizin Schweiz im 21. Jahrhundert
Neu-Orientierung der Medizin gefordert

Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW ist zum Beginn des 21. Jahrhunderts den aktuellen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten nachgegangen. Es ist an der Zeit, die Ergebnisse umzusetzen.


Unter dem Titel "Zukunft Medizin Schweiz" führte die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften zum Auftakt des 21. Jahrhunderts das Projekt "Neu-Orientierung der Medizin" durch. Ausgangspunkt war eine repräsentative Bevölkerungsumfrage von Claude Longchamp und Petra Leuenberger des GfS-Forschungsinstitutes. (Werner Stauffacher und Johannes Bircher, Hrsg. Zukunft Medizin Schweiz. EMH-Verlag 2002)

Die Antworten auf die Frage, was die Medizin in der Schweiz am meisten braucht, lauteten: "Mehr Pflegepersonal": 78%;   "mehr Menschlichkeit": 69%,   "mehr Komplementärmedizin": 58%. Demgegenüber verlangten nur 21% "mehr Spitzenmedizin". (S.214)

Die Ärzteausbildung hat diesen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Die Prüfungsverordnung von 1999 verlangte im allerersten Artikel "kompetentes ärztliches Handeln, das an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert sein soll." Im neuen, am 1. September 2007 in Kraft getretenen Medizinalberufegesetz wird die "umfassende und individuelle" Betreuung der Patieninnen und Patienten gefordert, unter Wahrung des "Selbstbestimmungsrechts der Patientinnen und Patienten."

Dementsprechend müssen alle Ärzte, um ihre Patienten optimal beraten zu können,  zumindest minimale Kenntnisse der Komplementärmedizin haben. Und die Komplementärmedizin selber muss sich in Lehre und Forschung konsolidieren und bewähren können. Dazu sollen die fünf in die Grundversicherung wiederaufzunehmenden Methoden je eine Professur erhalten.

In den USA ist diese Notwendigkeit längst erkannt; unter dem Titel der "Integrativen Medizin" arbeiten die Universitäten an einem institutionalisierten Miteinander von Schul- und Komplementärmedizin. Dabei wurden Plattformen geschaffen, wo auch grundlegende Meinungsverschiedenheiten gediegen ausgetragen werden können.

 

 Leser-Kommentare: 30 Beiträge

Marc A. Bourgeois (14. Mai 2009, 18:08)
Wissenschaftlichkeit MUSS als Abgrenzung dienen!
Nur weil die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften eine Bevölkerungsumfrage durchführt, heisst das noch lange nicht, dass die gewünschte Medizin deswegen wissenschaftlich belegbar wäre. Ich weigere mich, die Schleusen für Komplementärscharlatanerie zu öffnen, die - und da nützen alle Gegenbehauptungen nichts - nach allgemein anerkannten wissenschaftlichen Standards nicht belegt werden können. Wenn nicht die Wissenschaft die Grenze sein soll - weshalb nehmen wir dann nicht auch gleich Behandlungen von Uriella ins Programm auf. Die sind nämlich genauso gut (bzw. wenig) wissenschaftlich belegt wie die übrige Quacksalberei.

Letztlich geht es aber auch hier nur um eine gut vernetzte Industrie, die mit allen Mitteln ihre Interessen auf Kosten der Allgemeinheit durchboxen will. Albonico ist nichts als ein Teil dieser Industrie, er lebt ja auch von diesem Hokuspokus. Leider bringt uns diese Industrie erkenntnistheoretisch wieder ins finsterste Mittelalter.

Olga Xid (13. Mai 2009, 13:09)
Aber auch die kleinen Fundstücke zeigen, wie krank die Basis ist, aus der die Anthroposophen besteht.
John Brändli (13. Mai 2009, 09:18)
"Glauben Sie dass die paar Zitate hier irgendwie ein Bild vom Werk Rudolf Steiners wiedergeben können? Ein Werk, welches ca. 350 Bände beinhaltet?"

Nein, das Gesamtbild des Schreckens ist selbstverständlich sehr viel größer.

Aber auch die kleinen Fundstücke zeigen, wie krank die Basis ist, aus der die Anthroposophen besteht.

Kein vernünftiger Mensch könnte auch nur EINEM dieser Dinge zustimmen, die die Anthroposophen als Motor ihres Handelns so verinnerlicht haben, daß sie sie ständig daherbeten.

Hans Martens (13. Mai 2009, 11:33)
Höhlengleichnis
@ John Brändli (13. Mai 2009, 09:34).Das tönt offener und fairer, danke. Sie können also intuitiv erkennen, was zu glauben ist und was nicht. Ich ticke halt anders, und erlebe den Schatten Steiners als allzu diffus, zu widersprüchlich, mit Altlasten zugedeckt. Wissenschaft ist auch nicht widerspruchsfrei, räumt aber andauernd, in jahrzehntelanger Fleissarbeit die inkonsistenten alten Hypothesen auf. Solch einen Lernprozess vermag ich bei den Anthroposophen nicht zu erkennen, die Standards erscheinen beliebig oder okkult.

Max Blatter (13. Mai 2009, 10:57)
Mir reichts auch
Auch ich finde: "Wie lange muss man sich ... die wiederholten Verleumdungen, Ehrverletzungen und Rufschädigungen ... gefallen lassen?" (Thomas Marti 12. Mai). Wie passt das zum NZZ-Statement "Beiträge mit ehrverletzenden ... Äusserungen publizieren wir nicht"? In meinen Augen hat die Redaktion bei der Moderation dieser Diskussion kläglich versagt.

John Brändli (13. Mai 2009, 09:34)
@ Hans Martens, zum Werk Rudolf Steiners
Auch wenn ich Vieles nicht verstehe, vieles nicht nachvollziehen kann und auch will, habe ich ein gewissen Respekt vor dem Werk Rudolf Steiners und würde mich hüten, pauschalisierende Urteile zu fällen in Unkenntnis der wichtigen Werke. Ich halte es mit dem Hölengleichnis von Plato. Es ist wahrscheinlich, dass ich nur die "Schatten" erfasse, es ist möglich dass Menschen fähig sind die "Ideale" zu sichten, also hinter den Dingen zu sehen. Es gibt dafür andere Hinweise als nur bei Rudolf Steiner. Und natürlich halte ich mich am Grundsatz, niemandem blind zu glauben, sondern zu lernen und selbst zu denken, aber die Grenzen des von mir Erfassbaren auch einzusehen.
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John Brändli (13. Mai 2009, 09:18)
@Hans Martens (13. Mai 2009, 01:29)
"...nicht wissen wofür?" Glauben Sie dass die paar Zitate hier irgendwie ein Bild vom Werk Rudolf Steiners wiedergeben können? Ein Werk, welches ca. 350 Bände beinhaltet? Nach welchen Kriterien wurden die Zitate ausgewählt? Also wenn Sie sich anhand dieser aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate ein Bild von der Anthroposophie machen können... Ich denke, dafür müssten zumindest auch seine Standartwerke welche er auch zur Veröffentlichung geschrieben hat, konsultiert werden statt einer Zitatensammlung aus z.T. für Mitglieder gedachten Vorträgen.

Thomas Marti (13. Mai 2009, 09:06)
@Andreas Kyriacou
ob brandaktuell oder nicht: Wissenschaft besteht aus Faktensammeln und darüber nachdenken, und nicht aus Zitieren und dem Verbreiten persönlicher Meinungen. Wie hat Goethe gesagt? "Flöten ist nicht blasen, man muss die Finger bewegen".

Andreas Kyriacou (13. Mai 2009, 09:04)
Was Herr Albonico auch noch mitzuteilen vergass:
Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften, auf die Albonico in seinem Blog verweist, empfiehlt ein Nein am 17. Mai:
http://www.samw.ch/docs/Medienmitteilungen/d_MM_Komplementaermedizin.pdf

Andreas Kyriacou (13. Mai 2009, 07:50)
@Thomas Marti: Nicht aus den Archiven, sondern brandaktuell
Aus der aktuellen Ausgabe des «Merkurstab»:
- Artikel « Lebensberatung in der Hausarztpraxis»: «Im Sinne des pädagogischen Gesetzes nach Rudolf Steiner wirkt die poetische Sprache nicht nur vom Ich, sondern sogar vom Geistselbst aus. Das Geistselbst ist das über dem Ich stehende fünfte Wesensglied des Menschen, das erst in Zukunft voll entwickelt sein wird und heute im Menschen gewissermaßen noch schlummert.»
- Artikel « Biografie und Krebs - zwischen "Schuld" , "Schicksal" und "Chance"»: «Aspekte von "Schuld" und "Schicksal" gewinnen eine neue Dimension unter Perspektive des Selbstgewählten im Verlauf wiederholter Erdenleben.»
Der Merkurstab ist DIE «Fachzeitschrift» der anthroposophischen Ärzte. Die Auszüge zeigen, es geht auch im Jahr 2009 um Religion, nicht um Wissenschaft.

Hans Martens (13. Mai 2009, 01:29)
INTERESSANT
dass es John Brändli irritiert, wenn Olga Xid anthroposophisches Gedankengut zitiert, obwohl es dank copy-paste offenbar Originalzitate sind.
Man soll also diesen Schrott glauben und blechen aber lieber nicht wissen wofür?
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Olga Xid (13. Mai 2009, 00:32)
Anthroposophen: Komposter des biologischen Recyclings von Patienten
Albonico:
"...müssen alle Ärzte, ... zumindest minimale Kenntnisse der Komplementärmedizin haben."

Ärzte sollten wissen, was ihnen als "Fortbildungsangebot" getarnt ins Haus schneit, zB. die anthroposophischen Regeln für die Kompostierung:

"Wenn ein Mensch an einer karmisch bedingten Krankheit stirbt, bedeutet das nicht, daß er die damit zusammenhängende karmische Rechnung nicht beglichen hat. Der Ausgleich hat stattgefunden, aber unter den gegebenen inneren Schicksalsumständen ist ein Weiterleben nicht länger möglich und sinnvoll.
Dann wird die karmische Begleichung als Frucht des abgelaufenen Lebens für eine folgende Inkarnation aufbewahrt."
Deutlicher:
"Indem man nur die Krankheitssymptome beseitigt, verhindert man in Wirklichkeit, daß der Patient mit Hilfe der Krankheit geheilt wird, oder anders gesagt, daß er seinen karmischen Ausgleich richtig durchmacht. "
("Reinkarnation", W.F.Veltman)

John Brändli (13. Mai 2009, 00:05)
Schön...
wie uns Olga ihre persönlichen Fortschritte in Sachen Antroposophie kund tut :-) Sie entwickelt ja einen bemerkenswerten missionarischen Eifer.

Olga Xid (12. Mai 2009, 20:01)
"Man kann sich denken, daß dieser "Krankheitsverhinderungsprozeß" das Karma des betreffenden Menschen nicht erleichtert, sondern vielleicht geradezu erschwert, denn der Kranke muß dann auf eine andere, vielleicht noch schwierigere Weise die "Lektion des Schicksals" lernen."
"Wenn ein Mensch an einer karmisch bedingten Krankheit stirbt, bedeutet das
nicht, daß er die damit zusammenhängende karmische Rechnung nicht beglichen hat. Der Ausgleich hat stattgefunden, aber unter den gegebenen inneren Schicksalsumständen ist ein Weiterleben nicht länger möglich und sinnvoll.
Dann wird die karmische Begleichung als Frucht des abgelaufenen Lebens für
eine folgende Inkarnation aufbewahrt"

Willem Frederik Veltman in "Moderne Rückführungspraktiken und anthroposophische Karmaforschung", Urachhaus 1996, Seite 135f.

Olga Xid (12. Mai 2009, 19:59)
"Indem man nur die Krankheitssymptome beseitigt, verhindert man in Wirklichkeit, daß der Patient mit Hilfe der Krankheit geheilt wird, oder anders gesagt, daß er seinen karmischen Ausgleich richtig durchmacht."
Aus dem Buch "Reinkarnation" von Willem Frederik Veltman - Moderne Rückführungspraktiken und anthroposophische Karmaforschung. Urachhaus 1996, Seite 135f:

"Wenn Heilen aber allein bedeutet, daß man die Symptome bekämpft, wirkt man dem Karma entgegen.
...
Indem man nur die Krankheitssymptome beseitigt, verhindert man in Wirklichkeit, daß der Patient mit Hilfe der Krankheit geheilt wird, oder anders gesagt, daß er seinen karmischen Ausgleich richtig durchmacht.
Eine nur auf die Symptome gerichtete Behandlungsweise ist typisch für die Allopathie. Das gilt auch für eine Vorbeugung durch Impfung. "

Olga Xid (12. Mai 2009, 19:55)
Petra Fabri-Richters ist sicher: "Der Mensch holt sich die Krankheit, die er braucht."
http://www.wiesbadener-kurier.de/region/objekt.php3?artikel_id=2269364
Zitat:
"Petra Fabri-Richters ist sicher: "Der Mensch holt sich die Krankheit, die er braucht."
Dass die heilende Wirkung der homöopathischen Medizin selbst nach 200 Jahren noch nicht eindeutig nachweisbar ist, lässt sie kalt. "Krankheit muss man als einen Weg verstehen, der notwendig ist, sinnvoll und wichtig im Leben eines Menschen", sagt sie."

Petra Fabri-Richters ist Mitglied des Vereins "Ärzte für eine individuelle Impfentscheidung".
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Olga Xid (12. Mai 2009, 19:48)
"Bei dem kleinen Theodor war es so, daß das Karma abgelaufen war, so daß man wirklich sagen kann: Er hat den Wagen selbst hinbestellt"
Steiner wörtlich:
"Der Möbeiwagen hatte es [das Kind Theodor] sogleich erdrückt, es war am Erstikkungstod gestorben. ...
Bei dem kleinen Theodor war es so, daß das Karma abgelaufen war, so daß man wirklich sagen kann: Er hat den Wagen selbst hinbestellt."

http://www.anthroposophieonline.net/index.php?
option=com_content&view=article&id=3874:christus-im-verhaeltnis-zu-luzifer-und-ahriman-
die-dreifache-wesensgestaltung-linz-18-mai-1915&catid=258:ga-159-das-geheimnis-des-
todes&Itemid=4

Thomas Marti (12. Mai 2009, 18:38)
Olga Xid, es reicht jetzt!
Wie lange muss man sich eigentlich die wiederholten Verleumdungen, Ehrverletzungen und Rufschädigungen durch Olga Xid noch gefallen lassen?
Albonico, der als Arzt und Forscher nur die Überlebenden zähle, für den Leidende und Tote keine Rolle spielten? Die Anthroposophen, welche vorsätzlich medizinische Unterversorgung betreiben auf Kosten des Lebens z.B. von Kindern?
Muss sich Olga Xid deshalb hinter einem Pseudonym verstecken, um ihre infamen Beleidigungen und feigen Diffamierungen im Netz verbreiten zu können? Es reicht jetzt.

Paulo Ludici (12. Mai 2009, 16:01)
Was ist Anthoposophie Teil zwei
Im unten zitierten Dokument wird schnell klar, dass Anthroposophie im wesentlichen die Lehre Rudolf Steiners ist: Er und fast nur er wird zitiert, und das am laufenden Band. Wir müssen also Steiners Schriften unter www.anthroposophieonline.net durchaus ernst nehmen, auch für die heutige Anthroposophie.
Wir lernen: "Nun durchdringt dieses Ich wesenhaft die dreifache Leiblichkeit und lebt in ihr als
dreifaches Seelenwesen, das der übersinnlichen Forschung ebenso offen steht, wie der
Anblick der drei Naturreiche dem gewöhnlichen Bewußtsein." ... "Damit ist der Weg angegeben, auf dem die weiteren Zustände des Menschen nach
dem physischen Tod erforscht werden können."
Forschung a la Anthroposophen = übersinnlich.

Paulo Ludici (12. Mai 2009, 15:50)
Was ist Anthoposophie
Herr Albonico ist anthroposophischer Arzt, er will eine staatlich finanzierte Professur für anthroposophische Medizin und dass die Öffentlichkeit anthroposophische Medikamente finanziert.
Es lohnt sich deshalb, nachzulesen, was Anthroposophie ist. Natürlich in Quellen, die von der Antroposophischen Gesellschaft offiziell empfohlen werden, also z.B. hier: http://www.anthromedia.net/fachdossiers/anthroposophie/anthroposophische_geisteswissenschaft/zum_begriff_anthroposophie/zitate_und_essays_zur_frage_was_ist_anthroposophie/

Olga Xid (12. Mai 2009, 12:48)
Noch immer keine Antwort von Albonico
Wie will jemand wie Albonico Forschung betreiben, der in seiner Anekdotenquirlerei nur die Überlebenden zählt?

Zählen für ihn die Leidenden und Toten nicht?

Anthroposophen betreiben vorsätzlich medizinische Unterversorgung, zum Beispiel durch Verweigerung des Impfens. Und dann betonen sie noch, daß ihre "Methode" weniger kostet. Stimmt. Bis auf eines: sie kostet Kinder das Leben.
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Paulo Ludici (11. Mai 2009, 15:18)
Anthroposophische Medizin beruht auf Rudolf Steiner, dessen Aussagen die meisten neutralen Leser als absurd bezeichnen würden
Anthroposophen definieren ihre Medizin wie folgt: "Sie verbindet die naturwissenschaftlich-akademische Medizin mit der Anthroposophie Rudolf Steiners".
Was ist der zweite Teil, die Anthroposophie Rudolf Steiners?
Es lohnt sich, auf www.anthroposophieonline.net die Original-Heilslehre der Anthroposophen zu lesen. Ein unvoreingenommener Leser sieht, dass hier ein eine Absurdität an die nächste gereiht wird. Man kann lesen wo man will und findet Aussagen wie „Aber wenn der Kopf herumfuchtelt in der Lunge und keinen Halt kriegt, dann entstehen Krämpfe, die Fraisen. Sehen Sie, wenn einer überhaupt vernünftigerweise die Krämpfe erklären will, dann muß er wissen, daß da der Kopf herumfuchtelt und keinen Halt kriegt.“
Herr Albonico, Sie sind Anthroposoph. Worin liegt für Sie der Wert von Steiners Aussagen? Sollen wir wirklich eine Religion wie anthroposophische Medizin über die Grundversicherung finanzieren, andere „Heilslehren“ wie Fiat Lux aber nicht?

ali arbia (11. Mai 2009, 10:49)
Wissenschaft ist nicht Demokratisch
Voodoo mag per Volksmehrheit in die Verfassung gebracht werden, das ist das System hinter dem ich stehe und ich muss wohl damit leben. Wenn die überwältigende Mehrheit es nicht verstehen will (oder kann) was für einem Hokuspokus sie aufsitzen, sei es so.
Herr Albonico, Wissenschaft ist aber nicht eine Demokratie und darf es auch nicht sein! Fakten und Wissen sind nicht etwas, dass per Mehrheitsentscheid bestimmt wird. Homöopathie und Anthroposophie an den Universitäten wäre unser Äquivalent zu Kreationismus im Biologieunterricht. Ihre Argumente zeigen, dass sie auf politischem Weg zu erreichen versuchen, was wissenschaftlich nicht möglich ist: Die Wirksamkeit der Komplementärmedizin zu etablieren.

Hans Martens (11. Mai 2009, 08:46)
Gediegene Diskurse?
“Dabei wurden Plattformen geschaffen, wo auch grundlegende Meinungsverschiedenheiten gediegen ausgetragen werden können.” - Das erinnert an den gediegenen Streit der Kreationisten und den Darwinisten ebendort in Usanien.
Lernen ist schwer genug! Lebenslang lernen ist noch schwieriger. Aber einen Irrglauben per Einsicht aufzugeben ist fast unmöglich - unter dem Druck von harten Tatsachen offenbar zu schmerzhaft. Ätherleib & Co.sind halt so gemütlich, und erinnern an den Kinderglauben und lassen sich vermarkten. Willst mal richtig Kohle machen, so gründe eine Sekte!

Hans Martens (11. Mai 2009, 08:44)
Albonico: Hijacker!
Wie können Sie "kompetentes ärztliches Handeln, das an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert sein soll." derart umfunktionieren, dass mit den unsäglichen fünf Voodoo-Methoden ein “Bedürfnis” gemeint sein sollen? BEDÜRFNIS? Es sind dies lediglich naïve *Träume* von Menschen, welche die Verdienste der Aufklärung nicht einschätzen und honorieren können.
So wäre mein Traum nach ewigem Glück und Reichtum auch ein “Bedürfnis”, genau wie jener eines Schülers, dass das Schulhaus endlich abbrennen möge: In die Verfassung damit! SUBITO!

Paulo Ludici (11. Mai 2009, 08:39)
Ich fordere eine Professur für Uriellas Fiat Lux, Scientology und Mike Shiva
Sehr geehrter Herr Albonico,
warum sollen nur "die fünf in die Grundversicherung wiederaufzunehmenden Methoden je eine Professur erhalten"?
Ist es der in den anthroposophischen Grundlagen von Rudolf Steiner gelehrte Rassismus, den Sie dazu bewegt, für die traditionelle chinesische Medizin eine Professur zu fordern, nicht aber für die traditionelle indische, die traditionelle afrikanische und die traditionelle arabische Medizin?
Mike Shiva hat schon tausenden geholfen durch seine Wahrsagerei, das beweist die grosse Nachfrage nach seinen Dienstleistungen. Auch er soll ein Professur erhalten, damit andere seine Fähigkeiten lernen können.
Natürlich auch Scientology, eine viel grössere Sekte, als sie die Anthroposophen darstellen. Auch sie haben ein Recht auf eine Professur, oder wie sehen Sie das? Immerhin die Wirksamkeit von L. Ron Hubbards Theorien genau so "bewiesen" wie Homöopathie, antroposophische Medizin & Co.


Olga Xid (11. Mai 2009, 07:26)



http://www.aerztestammtisch.com
hat das neue Plakat der JA-Bewegung.

Matthias Denzler (11. Mai 2009, 07:16)
Es ist Zeit den Stimmzettel auszufüllen
Politik auf der Basis von Umfragen ist kaum der Weisheit letzter Schluss. Aber jetzt dürfen wir ja richtig abstimmen. Bei 2 Flaschen Wein las ich gestern Abend nochmals die Texte in diesem Forum. Trotz zahlreicher Blog-Beiträge der KM-Befürworter sind für mich zahlreiche Fragen immer noch unbeantwortet. Wie wird der WZW-Nachweis für KM erbracht, welches sind die Kriterien, und wie sieht das vereinfachte Zulassungsverfahren aus? Genügt es, dass ein „Medikament“ schon seit langer Zeit verkauft wurde („Anwendungstradition“)? Etc. etc. Da ich die Antworten von den KM-Befürwortern nicht bekomme, halte ich mich an die Meinung von anerkannten Experten, an den gesunden Menschenverstand und meine bescheidenen naturwissenschaftlichen Kenntnisse. Ich schenkte mir noch ein Glas Wein ein und füllte den Stimmzettel aus.
PS: Trotz den 2 Flaschen Wein konnte ich noch klar denken. Es war homöopathischer Wein, miliiardenfach verdünnt. Anders gesagt, reines Leitungswasser.

Olga Xid (11. Mai 2009, 06:30)
Albonico auf der Flucht
Liest Albonico die Kommentare oder streut er bloß wie Gutsherr Dung auf das Feld?

Albonico hat in einem Blogbeitrag behauptet, Patienten seien gezwungen worden, Medikamente auf dem Schwarzmarkt zu kaufen.

Trotz mehrfacher Nachfrage: Albonico verweigert die Antwort.

Welches sind die Arzneimittel, die die Patienten nach seinen Aussagen auf dem Schwarzmarkt kaufen mußten?
Wer hat die verschrieben?
Warum wurden die verschrieben?
Wer sind die Hersteller?

Wie soll man einem Arzt glauben, der unwahre Behauptungen und sich ansonsten aus dem Staub macht?

Olga Xid (11. Mai 2009, 06:17)
Albonico verstößt gegen elementarste Grundlagen der Behandlungspflicht
Albonico fordert: "Dementsprechend müssen alle Ärzte, um ihre Patienten optimal beraten zu können, zumindest minimale Kenntnisse der Komplementärmedizin haben."

In
http://www.impfo.ch/pdf-dokumente/masernimpfung2007_wieweiter.pdf
schreiben Albonico und Klein:
"Säuglinge sind von besonders schweren Masern mit besonders hohem SSPE-Risiko bedroht; - ihre Mütter wurden meist geimpft und bieten ihnen daher keinen Nestschutz;
- DIE VON UNS NICHT GEIMPFTEN Geschwisterkinder bringen nun die Masern nach Hause und stecken den Säugling an, eventuell auch die (nur einmal geimpfte) Mutter"

DAS ist Komplementärmedizin nach Albonico: nicht impfen. Die Kinder haben aber ein Menschenrecht auf die Impfung. Die Impfung zu verweigern ist ein Verbrechen.

Olga Xid (11. Mai 2009, 06:03)
Der Griff in die Kasse, das ist des Pudels Kern!
Albonico: "Und die Komplementärmedizin selber muss sich in Lehre und Forschung konsolidieren und bewähren können. Dazu sollen die fünf in die Grundversicherung wiederaufzunehmenden Methoden je eine Professur erhalten."

Warum kann man denn nicht lernen? Zum Beispiel von Anderen. In Großbritannien gibt es eine Professur für Komplementärmedizin. Und deren Professor Edzard Ernst ist in seinem Urteil über Homöopathie eindeutig: nämlich, daß sie widerlegt ist.

Sein Kommentar zur "integrativen Medizin" ist noch deutlicher:

"So-called 'integrated medicine' is disturbing nonsense
Professor Edzard Ernst argues practices professing to offer 'integrated medicine' are acting unethically if they dispense unproven or disproven treatments to their patients."

Wobei "unproven" oder "disproven" das ist, was dem Volk als "Komplementärmedizin" angepriesen wird.
Nichts von alledem funktioniert!

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Der Skandal in Gelsenkirchen
Hamer-Anhänger in der Kinderklinik
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http://www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.htm
http://www.kinderklinik-gelsenkirchen-kritik.de
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