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Author Topic: NZZ_BLOG_ARCHIV Albonico 21. April 2009 "Homöopathie wirkt weiterhin"  (Read 1969 times)

ama

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http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/homoeopathie_wirkt_weiterhin_1.2441349.html?ticket=ST-48025-o6f0WSzR10jPRKyYruQsdXdp0xY42myvw4b-20

Hans Ulrich Albonico

Blogs
›NZZ Votum

21. April 2009, 14:38, NZZ Blogs
Eidg. Abstimmung vom 17. Mai - Komplementärmedizin
Homöopathie wirkt weiterhin
Wie schon seit 200 Jahren

Die vielzitierte Studie zum Nachweis der "Unwirksamkeit" der Homöopathie geht an der Sache vorbei. Aus einer Selektion von 110 Untersuchungen wurden letztlich gerade mal 8 berücksichtigt; nur drei davon betrafen den therapeutischen Einsatz der Klassischen Homöopathie.


Vor vier Jahren untersuchte die WHO die in den letzten 40 Jahren publizierten Studien zur Wirksamkeit der Homöopathie und kam zum positiven Schluss: "Die Homöopathie ist in placebokontrollierten Studien dem Placebo überlegen und den konventionellen Therapien gleichwertig." (The Lancet 2005;366:705)

Im Auftrag des "Programms Evaluation Komplementärmedizin" PEK des BAG erschien darauf im Lancet die sog. "Egger-Studie", welche das Gegenteil beweisen und Bundesrat Couchepin die Legitimation zum Ausschluss der Homöopathie aus der Grundversicherung geben sollte. Wenn diese Studie auch mit akribischen statistischen Methoden arbeitet, so geht sie dennoch an der Sache vorbei.

In einer systematischen Literatursichtung wurden je 110 homöopathische und schulmedizinische Wirksamkeitsstudien ausgewählt und nach ihrer methodischen Qualität beurteilt. Diese Studien stellten jedoch einen Mix von echten Studien zur klassischen Homöopathie und solchen zur Behandlung mit Komplexmitteln oder ungezielten Therapien dar. Die Beurteilung erfasste nur die Gültigkeit von Zufallsverteilung, Verblindung und Datenanalyse, die entscheidende Frage der Praxisrelevanz blieb auf der Strecke. Dennoch ergaben die Resultate fast durchgehend einen günstige Wirkung der Homöopathie.

Deshalb wurde der Vergleich eingeengt auf grössere Studien mit höherer Qualität, womit noch acht Untersuchungen zur Homöopathie und sechs zur Schulmedizin verblieben. Nur drei Studien betrafen indessen den therapeutischen Einsatz der Klassischen Homöopathie. Durch eine virtuelle statistische Hochrechnung wurde aus dem Vergleich dieser Studien auf die "Unwirksamkeit" der gesamten Homöopathie geschlossen.

Ich habe diese Einwände vor drei Jahren in der Schweizerischen Ärztezeitung publiziert (SAeZ 2006;87:27/28), sie sind seither unwiderlegt geblieben. Immerhin hat die PEK-Programmleitung des BAG den "Fehler" eingestanden und sich dafür bei den homöopathischen Ärzten entschuldigt.

Hansueli Albonico.

 Leser-Kommentare: 26 Beiträge

Peter Duchamp (28. April 2009, 18:44)
@Max Blatter:
Sie haben mich falsch verstanden, es ist natürlich nicht zwingend notwendig, erst das "ob" zu erkunden, es ist nur ökonomisch sinnvoll. Es hat sich einfach als praktisch herausgestellt, sich erst dann auf ein Pferd setzen zu wollen, wenn es tatsächlich da ist.
Bis jetzt schaut es so aus, dass Homöopathen eher auf unsichtbare Pferde stehen und damit angeblich unsichtbare Rennen gewinnen.

Max Blatter (28. April 2009, 10:09)
"wissen ob" oder "wissen wie"
@Peter Duchamp (27. April 2009, 20:37)
Sie sagen also: Man muss zuerst wissen, ob etwas wirkt, bevor man sich damit befasst, wie es wirkt.
Nun, mit dem "Wissen wie" wäre das "Wissen ob" ja automatisch inbegriffen. Das "Wissen ob" allein würde mir in jedem Fall nicht reichen, denn auch bei positiver Antwort bliebe die Weiterentwicklung einer Methode dann ein reines Blindekuhspiel.

Hans Martens (27. April 2009, 23:24)
@Peter Duchamps
In der Tat bringen die Alternativen kaum etwas jenseits von Russell's Teekanne vor. Armseelig, aber leider erfolgreich in unserer totalitären Demokratie: Anything goes! s.a.
http://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne

Peter Duchamp (27. April 2009, 20:56)
"Nachweis der Unwirksamkeit"
Sehr geehrter Herr Albonico,
es dürfte jedem klar sein, das Nichts nicht bewiesen werden kann. Man kann nicht beweisen, dass es kein rosa Einhorn gibt.
Insofern wäre es wünschenswert, wenn sie in einem kommunizierbaren Kontext blieben. Wer, wie Sie, etwas behauptet, was fast allem der gegenwärtigen Wissenschaft (also der modellhaften Beschreibung der Realität) widerspricht, sollte sehr gute Argumente haben. Z.B. wie das Vierkräftemodell der Physik aus homöopathischer Sicht funktioniert, wie man damit ebenso sehr exakte Vorhersagen über die Realität treffen kann.
Was Sie glauben, ist ihre Sache, nur sie wollen hier etwas als Wissenschaft verkaufen. Dann müssen Sie sich auch an wissenschaftlichen Ansprüchen messen lassen. Ich sehe bisher nichts.

Peter Duchamp (27. April 2009, 20:37)
Zu: Forschung tut not
@Max Blatter: Sind Sie nicht auch der Meinung, dass, sollte man etwas erforschen wollen, man zuerst mal die Manifestation des Forschungsobjektes belegen sollte? Auf deutsch: Wo wirkt denn die Homöopathie? Man redet sich seit 200 Jahren in grotesker Weise raus: Individuell, der Forschung nicht zugänglich. Unsinn. Ob etwas wirkt, kann man immer messen, dazu braucht man nicht zu wissen wie und warum.
Eine simple Studie würde genügen: Homöopathen behandeln wie immer, in der Apotheke werden die Chügeli verblindet verabreicht. Danach gibt der H. und der Patient seine Einschätzung ab.
Warum tun sowas simples Homöopathen nicht? Warum schreiben sie lieber endlose Kommentare über zeitgeistige Schlagworte (Ganzheitlichkeit etc.)? ohne auch nur irgendwas Konkretes zu sagen?
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Peter Duchamp (27. April 2009, 20:10)
Seit 200 Jahren Wirksamkeitsbeweis?
Zur kurzen Info für die Leser:
Hahnemanns Initial-Versuch mit Chinin (dass diese Fieber verursache) konnte nie nachvollzogen werden. Vermutlich eine allergische Reaktion, so er denn wirklich Fieber hatte, denn ein Thermometer kannte Hahnemann auch nicht.
Seine initialen "großen Erfolge" bei einer Cholera-Epidemie beruhten darauf, schlicht nichts zu tun, die damalige Medizin hatte ziemlich lebensverkürzende Behandlungsmethoden.
Hahnemanns System ist ein religiöses. Das ist nicht schlimm, außer der heutigen Behauptungen, das wäre etwas Rationales, wissenschaftlich Belegbares.
Darin liegt die Unredlichkeit der Vertreter.

ali arbia (24. April 2009, 15:23)
Es gibt auch Komplementär-Interessenskonflikte
@Marlise Herrmann
Die Studien die eine vermeintliche Wirksamkeit zeigen, sind in der Regel von schlechtem Design und/oder Qualität (kleine Fallzahlen, nicht doppelverblindet etc.). Je besser die Studie, desto mehr verschwindet ein messbarer Effekt. Das versucht Herr Albonico wegzureden.
Herr Albonico biegt sich die Realität vielleicht zurecht, weil er an eben dieser Version verdient? Ist das nicht was immer der Pharmaindustrie vorgeworfen wird? Darum müssen neue Medis ihre Wirksamkeit durch objektive Kriterien in guten Studien belegen. Das ist was die Homöopathie nicht schafft. Sonst würde die Komplementärmedizin den Verfassungsartikel gar nicht brauchen.

Marlise Herrmann (24. April 2009, 14:56)
eine Frage des Geldes
Wieso sollte die Pharmaindustrie erforschen, ob Homöopathie wirkt? Winkt da Gewinn, auch wenn sie genau belegen könnte, wie die Methode wirkt? Nein. Es gibt einige Studien über die Wirksamkeit, die positiv sind, wie Ueli Albonico berichtet. Er ist glaubwürdig, wieso sollte er etwas vertreten, das unglaubwürdig ist? Aber die Studien, wie Homöopathie genau funktioniert, stehen aus und werden aus Geldgründen weiter ausbleiben. Die AM hat keine reiche Lobby hinter sich.
@ama ama: Wer schiesst in diesem Blog auf wen hinterhältig?!

ali arbia (24. April 2009, 10:04)
@Max Blatter
Ich verstehe zu wenig von Physik um Dr. Ludwigs Dokument inhaltlich zu kritisieren. Eine erdrückende Menge an Experimenten konnte ein solches Gedächtnis nicht nachweisen und es widerspricht physikalischen Gesetzen. Dies behauptet eine überwältigende Mehrheit der Wissenschaft. Aber Wissenschaft ist nicht Demokratie. Wer die Beweise auf seiner Seite hat, gewinnt. Genau diese blieb die Homöopathie die letzten 200 Jahre schuldig (Ludwigs Papier ist eine Hypothese und kein Beweis).
Selbst wenn das mit dem Gedächtnis stimmen würde, bleiben zu viele Fragen offen: Verdünnung=Stärkere Wirkung? Übertragung des "Gedächtnis" auf Zuckerkügelchen? Wie "unterscheidet" Wasser die Ausgangssubstanz von allen anderen und wie überträgt sich die Information? Die plausiblere Hypothese ist die Unwirksamkeit. Aber man kann auch noch die nächsten 200 Jahre behaupten, die Belege kommen noch. Bisher gelang dies nur mit wissenschaftlich unsauberen Argumenten wie denen des Herren Albonicos.

Max Blatter (24. April 2009, 09:13)
Forschung tut not
Ich ziehe mal ein persönliches Fazit: Bezüglich Anwendung stehe ich der Komplementärmedizin höchst skeptisch gegenüber und möchte sie auch nicht in der Verfassung verankert wissen.
Die Forschung auf diesem Gebiet halte ich aber für sehr wichtig. Manches naturwissenschaftliche Forschungsergebnis begann mit Vermutungen und Hinweisen, wurde mit Widerstand aufgenommen (Einsteins "der Alte würfelt nicht" zur Quantenphysik) oder erschien zunächst gar als übernatürlich (Entdeckung der Radioaktivität). Forschung muss nach allen Seiten offen sein.
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Marlise Herrmann (24. April 2009, 09:03)
Selbstentlarvung
Es gibt gewissenhafte, ehrliche Kritiker. Die meine ich hiermit nicht. Die Kritiker, die ihre Meinung nicht einfach auf den Tisch legen, damit die andern sie betrachten können, sondern mit vernichtendem Geschoss auf die Personen zielen, die anders denken. Sie verzerren ihre Gegner, indem sie diese mit menschenverachtendem Gedankengut in Verbindung bringen. Sie glauben (!) damit, die Gegner kalt zu stellen, klein zu kriegen. In Tat und Wahrheit entlarvt sich ihre Art, mit Gegner umzugehen, als Bumerang: Sie geben damit Einblick in ihren wahren Charakter.

John Brändli (24. April 2009, 04:21)
Hinweise & Hexenjagd
@Martens, Liebeskind
Mit Quellenhinweisen weise ich darauf hin, dass es nicht legitim ist, die Homöopathie zu verunglimpfen. Es lohnt sich, weiter auf diesem Gebiet zu forschen. Es geht nicht darum, recht zu habenn & zu behalten. Die Wissenschaft soll nicht zur Religion werden. Zu oft wurden "häretische" wiss. Arbeiten zerrissen. Gefragt ist eine ehrliche Auseinandersetzung und (ehrliche) weitere Forschung um die Situation zu klären. In diesem Sinne wäre das PEK gedacht gewesen. Wie diese Arbeit "abgemurkst" wurde: saez.ch/pdf_d/2006/2006-20/2006-20-371.PDF. Hypothese ("Hinweise"), Antithese und Synthese hat nichts mit Mittelalter zu tun. Es gehört zu einem wiss. Vorgehen. Wenn aber versucht wird, Leute anderer Ansicht mit unseligen Vergleichen z.B. in der Nähe zu rassistischem oder antisemitischem Gedankengut zu bringen um sie so moralisch zu "vernichten", dann steht dies mittelalterlichen Hexenverfolgungen nahe.

Uri Liebeskind (23. April 2009, 23:24)
Hinweise?!?
@John Brändli: Hinweise und Vermutungen und Hoffnungen statt Wissen? Wer oder was hindert die Homöopathen daran, ein wissenschaftliches Institut damit zu beauftragen, die von ihnen der Homöopathie unterstellten Wirkungsweisen zu verifizieren? Diese Wichtigtuerei mit Begriffen aus der Physik ist schlimmer als man auf den ersten Moment denkt. Die gesellschaftliche Dimension ist, dass jeder von irgend welchen "vielen Hinweisen" reden kann und andere sollen dies ernst nehmen? Sie werden ohne Mühe sehr viele Leute finden, die sagen, dass Schwarze dümmer sind als Weisse, dass Juden geldgierig sind und dass Asiaten besonders fleissig sind. Sie werden dann von vielen Hinweisen reden um, sich Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Ihre Argumentation ist tiefstes Mittelalter, wo Hinweise und Vermutungen genug waren, um andere zu verbrennen. Nein Danke zur mittelalterlichen Denkweise der Alternativmediziener.

Hans Martens (23. April 2009, 22:19)
Die Zahl der Anhänger genügt?
@ John Brändli: Sorry, so geht das nicht. Wissenschaft und Wissen sind beide nicht demokratisch. Nur weil viele Leute an Uri Geller glauben, an den Papst oder meinetwegen an den unseligen Adolf geglaubt hatten, haben sie noch lange nicht recht!

John Brändli (23. April 2009, 18:39)
Grundlagenforschung bezüglich Homöopathie
@Hans Martens und Max Blatter
Die Theorie von der Informations- bzw. Frequenzübertragung von Substanzen auf das Wasser in homöopathischen Verdünnungen steht auf soliden wissenschaftlichen Grundlagen:
http://www.magnetotherapy.de/fileadmin/downloads/pdfs/E/Memory_of_water.pdf
Leichter verständlich: Ein Interview mit Dr. Wolfgang Ludwig:
http://www.alivewater.net/research/ludwig.htm
Es gibt einfach zu viele Hinweise für die Wirkung der Homöopathie und die Rolle des Wassers als dass in dieser Richtung nicht weiter geforscht werden sollte. Ein besseres Verständnis und auf weitere Forschung beruhende effektivere Anwendungen kann zu einer günstigen und effektiven komplementären Medizin führen.
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ama ama (23. April 2009, 15:43)
In Sachen Hans Ulrich Albonico gibt es allerdeutlichste Kritik!
Der von Hansueli (Hans Ulrich) Albonico und mehreren anderen Anthroposophen verfaßte "alternative Impfplan" wurde bis ins kleinste Detail auseinandergenommen:
http://www.pharmamafia.de
Da auch:
http://www.impfkritiker.de
Ist es nicht verblüffend, daß das größte Einkommen der Impfgegner ausgerechnet vom Impfen kommt?

Hans Martens (23. April 2009, 14:24)
Mystifikation und Hijacking
Es gibt keine glaubhafte Theorie, die die Homöopathie retten kann, sie bleibt esoterisch: Eine Glaubensfrage, genau wie jener an den Osterhasen. Dass die Homöopathische Glaubenskongregation schamlos die Begriffe der Physik und Chemie in total unsinnigem Zusammenhang stellt und missbraucht ist skandalös: Kräfte, Energie, Materie, Wellen, Strahlung, Frequenz, Resonanz, Quantenphysik sind Beispiele dafür: Reine Rabulistik, von wissenschaftlichen Möchtegernen vermarktet. Wenn das nicht zynisch ist, dann ist es dumm.

Max Blatter (23. April 2009, 08:34)
Nur "möglicher" Wirkungsmechanismus
@John Brändli
Ja, das ist die einzige Chance, die Homöopathie wissenschaftlich zu "retten": Der Nachweis, dass beim Potenzieren ("Verdünnen") des Wirkstoffes irgendeine Information auf das Trägersubstrat (Wasser, Alkohol oder Milchzucker) übertragen wird. Nur: Die Homöopathie ist jetzt über 200 Jahre alt und dieser Nachweis ist noch immer nicht gelungen. Der Schritt vom "möglichen" zum tatsächlichen Wirkungsmechanismus konnte also nicht vollzogen werden.

John Brändli (23. April 2009, 04:36)
Wirkungsnachweise & möglicher Wirkungsmechanismus
Interessantes zu Wirkungsnachweise in der Homöopathie
http://www.groma.ch/Wirksamkeitsnachweis.165.0.html
Der Wirkungsmechanismus ist sicher nicht im atomaren oder molekularen Bereich der Materie zu suchen, sondern in deren Frequenz- bzw. Wellenanteil. Dieser wird möglicherweise auf das Wasser übertragen bzw. das Wasser wird zum Träger der Welleninformation der potenzierten Substanz.
http://www.hpathy.com/research/Lenger-homeopathic-potencies.asp
Newtonsche oder Quantenphysik als Grundlage in der Medizin: zwei Paradigmen prallen aufeinander:
http://www4.datacomm.ch/jakobboesch/downloads/para_interview.pdf

Andreas Kyriacou (22. April 2009, 13:52)
Unglaublich! (Teil 2)
Was der Lancet-Autor Michael McCarthy im referenzierten Artikel selbst sagt, ist unter anderem dies:
«Sceptics of alternative medicine are calling for WHO to extensively revise a draft report on homoeopathy that they claim is little more than pro-homoeopathy propaganda.
The report, says Cees Renckens, a gynaecologist and chairman of the Dutch Union Against Quackery, plays up research that supports homoeopathy while ignoring studies that cast doubt on its effectiveness. “I think it is pathetic that WHO is publishing this kind of paper”, he told The Lancet. Renckens and others obtained a copy of the confidential draft after it was sent out for comments.»
Es sollen Befürworter wie Skeptiker wissenschaftliche Studien zur Unterstützung ihrer Position einbringen können. Aber bitte auf redliche Art!
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Andreas Kyriacou (22. April 2009, 13:50)
Unglaublich! (Teil 1)
Herr Albonico zitiert aus einem Artikel aus "The Lancet" und suggeriert, die Medizinfachzeitschrift bestätige die Befunde der WHO. Dabei ist der Lancet-Artikel mit dem Titel «Critics slam draft WHO report on homoeopathy» versehen. Der von Herr Albonico zitierte Satz steht auch im Lancet-Artikel als Zitat, denn er entstammt dem WHO-Entwurf, deren Autorin dem Lancet gegenüber aussagte, dass aufgrund der Rückmeldungen umfangreiche Anpassungen zu erwarten seien.

Hans Martens (22. April 2009, 01:00)
Wer glaubt, der weiss schon alles!
@ Max Blatter: Das ist so, weil die A.M. auf Glauben beruht, nicht auf Wissen. Wer glaubt, der weiss schon alles, braucht keine Forschung mehr, will sie gar nicht, ja fürchtet sich davor! Und gerade darum gehört die AM nicht in die Verfassung: Glaubensfreiheit steht ja schon lange drin!

Max Blatter (21. April 2009, 17:08)
Warum forschen die Homöopathen nicht tiefer?
Eins werde ich nie verstehen: Weshalb gibt sich die Homöopathie selbst mit so wenig Wissen zufrieden? Wäre ich Mediziner, würde mich jedenfalls interessieren, wie und warum meine Mittel wirken. Bei der Homöopathie weiss ich das nicht: Hahnemanns Prinzip, wonach eine Substanz diejenigen Symptome lindert, die sie (in höherer Dosierung) selbst hervorruft, ist ja wirklich ein reiner Glaubenssatz. Selbst wenn sich Erfolge sogar statistisch untermauern liessen: Wissenschaft beginnt für mich erst, wenn ich mich um das Verständnis des Wirkungsmechanismus bemühe.

Jost Gwerder (21. April 2009, 16:49)
Luxus ist oft wohltuend und gesundheitsfördernd
Die entscheidende Frage bleibt aber: Wer bezahlt? Gerne überlasse ich jemand anderem die Begleichung der Rechnungen meiner Badeferien am Toten Meer, des zweimonatigen Kuraufenthalts im Hotel Kulm in St. Moritz, des therapeutischen Schwimmens mit Delphinen in Florida. Interessenten melden sich bitte unter Chiffre pathi09.

ali arbia (21. April 2009, 16:32)
Ein seltsames Wissenschaftsverständnis II
Ist es diese 'wissenschaftliche' Methodik, die Sie auch zum Schluss gebracht hat, dass Impfungen gefährlich seien, HIV eigentlich Tuberkulose und Durchfall ist und gefährliche Kinderkrankheiten etwas positives? Ist Ihnen bewusst, was das verbreiten solcher Ideen für Konsequenzen haben kann für Ihre Mitmenschen? Im Februar verstarb zum Beispiel in Genf eine nicht geimpfte Jugendliche wegen Masern.
Wer will, findet hier ein paar Zitate von Herren Albonico und kann dann selbst entscheiden, wie überzeugend seine Argumente sind:
http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2009/04/tapfere-schneiderlein-fur-die-komplementarmedizin-und-von-deren-risiken-und-nebenwirkungen.php
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ali arbia (21. April 2009, 16:31)
Ein seltsames Wissenschaftsverständnis I
Vielleicht sollten Sie auch erwähnen, dass der Artikel in The Lancet vor allem die WHO Studie kritisierte, wegen anscheinend sehr intransparenten und einseitiger Selektion von Studien.
Gleichzeitig kritisieren sie die (transparente) Reduktion auf "nach ihrer methodischen Qualität" beurteilten Studien. Das ist an und für sich doch eine gute Idee (ansonsten Rubbish in, Rubbish out)? Oder gefallen Ihnen die Resultate so einfach nicht und sie möchten ein Vorgehen sehen wie bei der WHO?
Sie bemängeln, dass nur 3 Studien zur 'klassischen Homöopathie' verblieben. Heisst das, dass die anderen Formen der Homöopathie auch gemäss Ihnen keine Wirkung haben? Ausserdem waren doch drei die verblieben und wurden somit berücksichtigt. Der vermeintlich Effekt dieser kann ja nicht einfach durch die anderen verschwinden? Ausserdem kamen nicht Shang et al. zum Schluss, dass es keine grossen Unterschiede gibt in den Resultaten auch wenn man eine Unterscheidung macht?

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Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien

Der Skandal in Gelsenkirchen
Hamer-Anhänger in der Kinderklinik
http://www.klinikskandal.com

http://www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.htm
http://www.kinderklinik-gelsenkirchen-kritik.de
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