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Author Topic: NZZ_BLOG_ARCHIV Albonico 2. Mai 2009 "Sicherung der komplementärmedizinisch  (Read 1237 times)

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Hans Ulrich Albonico

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2. Mai 2009, 09:40, NZZ Blogs
Eidg. Abstimmung vom 17. Mai - Komplementärmedizin
Sicherung der komplementärmedizinischen Arzneimittel
Damit ihre Sicherheit nicht verloren geht

Auch die Aufnahme der komplementärmedizinischen Medikamente ist an den WZW-Nachweis gebunden. Für längst bewährte Heilmittel sieht das Gesetz ein vereinfachtes Zulassungsverfahren vor. Dieses gilt es umzusetzen - gerade im Interesse der Patientensicherheit.

Mit der dritten Kernforderung des Gegenvorschlages möchten Bund und Parlament den weiteren Zugang zu den bewährten komplementärmedizinischen Medikamenten sicher stellen. Diese Heilmittel haben sich in einer langen Anwendungstradition bewährt und als sicher erwiesen. Die Aufnahme dieser Medikamente in die Spezialitätenliste SL ist längst an den WZW-Nachweis gebunden. Das heisst, dass sie den Nachweis von Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllt haben.

Für Heilmittel, die in jahrzehntelanger Anwendung bereits gut dokumentiert sind, sieht das Heilmittelgesetzt HMG in Artikel 14 in Übereinstimmung mit der EU ein "vereinfachtes Zulassungsverfahren" vor. Damit soll z.B. ermöglicht werden, dass auch Kleinmengen weiterhin verfügbar bleiben. Gerade in der Komplementärmedizin erfolgt die Medikation grundsätzlich individuell. Solche vereinfachte Verfahren sind auch für bestimmte "schulmedizinische" Medikamente vorgesehen, z.B. für Generika.

Statt das Gesetz patientenfreundlich umzusetzen, hat sich die Swissmedic jedoch für strenge bürokratische Verordnungen mit unnötig teuren Prüfungsanforderungen entschieden. Damit erhöhen sich die Kosten, kleinere Betriebe gehen konkurs, bewährte Medikamente sind nicht mehr zugänglich.

Vorallem aber wird damit die Patientensicherheit unterlaufen. Die Heilmittel werden zunehmend auf dem Schwarzmarkt gehandelt, welcher sich der Kontrolle von Swissmedic entzieht. Patienten und Ärzten ist aber daran gelegen, dass wir die bekannte hohe Arzneisicherheit in der Schweiz aufrechterhalten können.

 
 Leser-Kommentare: 11 Beiträge

Olga Xid (4. Mai 2009, 23:37)
Albonico soll endlich Farbe bekennen: Namen auf den Tisch!

Welches sind die Arzneimittel, die die Patienten nach seinen Aussagen auf dem Schwarzmarkt kaufen mußten?

Wer hat die verschrieben?

Warum wurden die verschrieben?

Wer sind die Hersteller?



Olga Xid (4. Mai 2009, 23:32)
Und schon wieder hat er keine Fakten!
John Brändli schreibt am 4. Mai 2009, 21:17:
"Zum Diskussionsklima
Manche Schreiber in diesem Blog schrecken vor nichts zurück bei ihrem Kampf (Krieg?) um ihre Anliegen: Verdrehungen, Verallgemeinerungen, persönliche Angriffe usw.
..."

Solche Angriffe dienen nur der pauschalen Verunglimpfung, ohne daß auch nur ein Wort in der Sache gesagt wird. Auch das ist ein typischer Trick der Esoteriker.

Matthias Denzler (4. Mai 2009, 22:03)
Fragen
Um welche Medikamente geht es genau? Wie wurde der WZW-Nachweis konkret erbracht? Was heisst "vereinfachtes Zulassungsverfahren", muss nun der WZW-Nachweis erbracht werden oder nicht? Ist "sich in einer langen Anwendungstradition bewährt haben" ein Ersatz für den WZW-Nachweis? Werden homöopathische Kügeli ohne Wirkstoff zugelassen, so nach dem Motto: Es nützt zwar nichts, aber es schadet auch nicht (weil ja nichts drin ist)?

John Brändli (4. Mai 2009, 21:17)
Zum Diskussionsklima
Manche Schreiber in diesem Blog schrecken vor nichts zurück bei ihrem Kampf (Krieg?) um ihre Anliegen: Verdrehungen, Verallgemeinerungen, persönliche Angriffe usw. Das ist natürlich ihr Recht – es lebe die freie Meinungsäusserung. Es muss nur klar sein, dass damit ein Klima geschaffen wird, in dem es keine Diskussion stattfinden kann. Wenn dies nur in diesem Blogg geschieht, ist dies nicht tragisch. Wenn dies aber den Umgang widerspiegelt von Wissenschaftlern, Medizinern und allgemein Menschen, welche im Gesundheitswesen tätig sind, dann ist dies nicht harmlos. In einem solchen Klima kann keine objektive, unabhängige Forschung entstehen, erhalten neue oder ungewohnte Ansätze keine Chance. Dieses Klima des Gegenseitigen Niedermachen schadet letztendlich den Patienten und dem Fortschritt in der Medizin. Es ist eigentlich eine Katastrophe und bringt viel Unheil.

Olga Xid (4. Mai 2009, 19:01)
Wenn die Pro-Esopfusch-Aktivisten den Albonico Hansueli als Galionsfigur vorschicken als einen ihrer besten, wie schlecht ist es dann erst um sie bestellt, fachlich und ethisch?

Wenn Albonico in seinem Feldzug für den Pfusch nichts besseres kann und weiß als dermaßen dumm-dreiste Lügen aufzutischen, wie er das hier tut (und nicht nur hier!), was erzählt er dann noch so alles, vor allem seinen Patienten?

Seine Patienten sind Laien, und sie sind von ihm abhängig!

Was hat der Hansueli Albonico zum Beispiel über Masern geschrieben?
Googeln hilft.

Wenn die Pro-Esopfusch-Aktivisten den Albonico Hansueli als Galionsfigur vorschicken als einen ihrer besten, wie schlecht ist es dann erst um sie bestellt, fachlich und ethisch?

Abgründe tun sich auf...
 

Olga Xid (4. Mai 2009, 18:54)
Wie soll Misha Norland im Jahr 1998 eine Arzneimittelprüfung durchgeführt haben, wenn Positronium erstmals 2005 hergestellt wurde?

Remedia preist eines ihrer vielen homöopathisches Mittel so an:

"Positronium wurde hergestellt, indem ein Fläschchen mit 43% Ethanol 24 Stunden lang der charakteristischen Annihilationsstrahlung (Energie von 511 keV) von Positronium ausgesetzt wurde. Der Herstellungsort war die University of California, San Diego.
Prüfung: Misha Norland "

Positronium hat je nach seiner Umgebung eine Lebensdauer von mehreren Nanosekunden und wurde im Jahre 2005 von Allen Mills und seinen Kollegen aus Riverside erstmals durch Beschuss von porösem Glas mit Positronen hergestellt.
Wie soll etwas mit einer so kurzen Lebensdauer 24 Stunden lang gestrahlt haben?
Wie soll Misha Norland im Jahr 1998 eine Arzneimittelprüfung durchgeführt haben, wenn Positronium erstmals 2005 hergestellt wurde?

Das ist Betrug. Solchen Betrug will die Swissmedic verhindern. Aber gewisse Kräfte sehen das anders...



Olga Xid (4. Mai 2009, 18:50)
Wer sind die Schieber in den Schwarzmarkt?
Albonico behauptet: "Die Heilmittel werden zunehmend auf dem Schwarzmarkt gehandelt".

Warum sollten Patienten Mittel auf dem Schwarzmarkt kaufen? Es gibt doch mehr als genug Medikamente von mehr als genug Herstellern. Warum sollte ein Patient dann ein ganz bestimmtes wollen?

Welche Eigenschaften sollen DIESES Mittel von all den anderen unterscheiden?

Woher soll der Patient überhaupt von dem Mittel wissen, wenn nicht von seinem Esopfuscher!?
Wie erzeugt der Esopfuscher in dem Patienten den Druck, daß dieser Patient auf dem Schwarzmarkt kauft?

Wieviele Patienten haben dies denn in den letzten Jahren getan? Und vor allem: warum!? Wer waren die Esopfuscher, die dies angezettelt haben?

Ich denke, daß die Staatsanwälte daran sehr interessiert sein werden. So wie im Fall der Firma Remedia, die ein homöopathisches Mittel so anpreist, das es gar nicht gibt.



Olga Xid (4. Mai 2009, 18:47)
Papperlapapp! Albonico, äußern Sie sich endlich mal zur SACHE!

Albonico behauptet: "Statt das Gesetz patientenfreundlich umzusetzen, hat sich die Swissmedic jedoch für strenge bürokratische Verordnungen mit unnötig teuren Prüfungsanforderungen entschieden. Damit erhöhen sich die Kosten, kleinere Betriebe gehen konkurs, bewährte Medikamente sind nicht mehr zugänglich."

Die Mittel werden doch nicht von den Patienten hergestellt, sondern von den Arzneimittelherstellern! Das ist Albonicos Lüge Nr.1.

Die Prüfung der Mittel dient dem Nachweis der Wirksamkeit und der Sicherheit. Die Patienten haben auf diese Prüfung ein Recht. Albonico will ihnen das aber nehmen. Also ist dies seine Lüge Nr.2.


Caspar Humm (4. Mai 2009, 15:30)
Exorzismen...
... sind in jahrhundertelanger Anwendung durch die Katholische Kirche dokumentiert. Offenbar helfen sie bei diversen Geisteskrankheiten, sofern sie diese nicht schlimmer gemacht oder mit dem Tod des Patienten geendet haben.
Sollen wir nun die Praxis des Exorzismus in der Verfassung verankern und über die Grundversicherung finanzieren?
Nur weil etwas lange angewandt worden ist, heisst das nicht, dass es auch funktioniert. Und um das zu überprüfen, braucht es eben strenge Prüfungsanforderungen.

Andreas Koch (4. Mai 2009, 10:03)
Vereinfachte Verfahren: Warum teure R&D wenns billiger und nutzlos geht
"Gerade in der Komplementärmedizin erfolgt die Medikation grundsätzlich individuell. Solche vereinfachte Verfahren sind auch für bestimmte "schulmedizinische" Medikamente vorgesehen, z.B. für Generika."
1) Individuelle Medikation, sollte sie denn je kostengünstig erfolgen, ist alles andere als einfach. Die Pharmakogenomik steht eigentlich erst in ihren Anfängen.
2) Ein Vergleich der Quacksalberei wie die Hahnemannsche Homöopathie mit den seriösen pharmazeutischen Generika liegt meines Erachtens quer in der Landschaft. Ich lasse mich aber gerne durch das in jahrzehntelanger R&D Aktivität aufgebaute Patent-Portfolio einer Smiliasan AG aufklären.
 

Hans Martens (4. Mai 2009, 09:21)
Indianerreservat für die Homöopathie

Wunderbar! Also soll der Wirkungsnachweis bei der Homöopathie nach wie vor einfach wegfallen, aber die Homoöpathie soll dennoch obligatorisch versichert werden. Das ist reiner Wahnsinn. Dr. Albonico verlangt “Sicherheit” für diese so genannten Arzneimittel. Nicht etwa sichere Wirkung für den Patienten, nein, Existenzsicherung der Chügeliproduzenten, die nicht einmal mehr dem hl. Hahnemann entsprechend arbeiten, Existenzsicherung der Quacksalber, die den Patienten solches Zeug andrehen. Patientensicherheit besteht dann noch aus sicherer Wirkungslosigkeit und sicherer Vergesässung, zum Glück aber in der Schweizerischen Bundesverfassung abgestützt.

 
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