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Author Topic: WWF: KLIMASCHUTZ IN EUROPA FÄLLT POLITISCHEN MACHTSPIELEN ZUM OPFER  (Read 706 times)

ama

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WWF Presse-Newsletter 12.12.08 Ein Schwarzer Tag für das Weltklima

WWF: KLIMASCHUTZ IN EUROPA FÄLLT POLITISCHEN MACHTSPIELEN ZUM OPFER

Berlin - Das vollmundig angekündigte EU-Energiepaket ist von den
Regierungschefs der 27 Mitgliedsstaaten, bis zur Bedeutungslosigkeit
zerstückelt worden, kritisiert der WWF die Beschlüsse des heutigen
EU-Gipfels. "Heute ist ein schwarzer Tag für den europäischen
Klimaschutz", kommentiert Regine Günther, Leiterin Energie und
Klima vom WWF Deutschland. "Die EU und allen voran Bundeskanzlerin
Angela Merkel zeigen damit, dass Europa nicht in der Lage ist, auf
die drängenden Probleme des weltweiten Klimawandels adäquate
politische Antworten zu finden." Der Rat der Europäischen Union
hat entscheidende Punkte für einen effektiven Schutz des Klimas
gestrichen. Insbesondere die deutsche Bundesregierung hat das
Herzstück des Energie- und Klimapaketes, den Emissionshandel,
entscheidend geschwächt. Die Kanzlerin hat jegliche Versteigerung
der Verschmutzungszertifikate für das produzierende Gewerbe
verhindert. "Die größten Verschmutzer dürfen die Atmosphäre
weiterhin kostenlos belasten. Dies ist ein fatales Signal an die
europäische Industrie, die in den kommenden Jahren keine Anreize
erhält, sich auf eine CO2-arme Zukunft vorzubereiten", erklärt
Günther. Bei den Stromversorgern hat man sich auf intensiven Druck
Deutschlands auf Investitionszuschüsse für neue Kraftwerke
verständigt. Die Förderung erhalten aber nicht nur die höchst
effizienten, sondern auch konventionelle Kraftwerke. Die
Subventionierung milliardenschwerer Klimakiller, die über den
Emissionshandel gigantische Zusatzprofite erwirtschaftet haben, ist
besonders aberwitzig. Die EU hat es im Gegenzug versäumt,
Entwicklungsländern verbindliche finanzielle Hilfen für die
Anpassung an den Klimawandel und für Klimaschutzmaßnahmen zu
geben. Ein solches Vorgehen ist eine Bedrohung für den
erfolgreichen Verlauf der internationalen Verhandlungen.Ein
gravierendes Manko des Pakets sind darüber hinaus die vorgesehenen
Regelungen zum Clean Development Mechanism (CDM / JI). Die
EU-Mitgliedsstaaten und ihre Industrie können dadurch weit mehr als
die Hälfte ihrer Emissionsverpflichtungen ins Ausland verschieben.
Über den Zukauf von externen CO2-Zertifikaten finden Innovationen
nicht mehr in Europa statt und echte Emissionsminderungen innerhalb
der EU werden verhindert. "Das Ziel der EU, die globale
Temperaturerhöhung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, wird mit
diesem Paket nicht erreicht. Die Europäische Union verschiebt
anspruchsvollen Klimaschutz auf Zeiten, in denen dieser teurer und
der Klimawandel weniger kalkulierbar wird", so Regine Günther.

WEITERE INFORMATIONEN
... zu dieser Pressemeldung finden Sie hier >>
http://www.wwf.de/index.php?RDCT=7e7953d750b540651079

KONTAKT
Regine Günther
Leiterin Energie und Klima
WWF Deutschland
Tel.: 0162 - 29 144 23
Jörn Ehlers
Pressestelle
WWF Deutschland
Tel.: 030 - 30 87 4212

WWF Deutschland
Rebstöckerstraße 55
60326 Frankfurt am Main
   
Tel: 0 69 / 791 44-142
Fax: 0 69 / 61 72 21
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