Liebe Lilly,
anbei Beobachtungen auf Deine geäußerten Vermutungen hin, wie es bei den Kuren so abläuft. So ganz entspricht Deine Meinung über die „Kur-Teilnehmer“ nicht mehr Deinen Vorstellungen. Die setzen sich nicht mehr nur, aus Tatter-Greise mit Stöcken bei den Selbigen zusammen, sondern die Teilnehmer entsprechen eher fast dem Querschnitt der Bevölkerung. Das Alter dieser, nennen wir sie mal Patienten, geht von 17-70+ und von den Staturen her, von der Bohnenstange bis zu den 200 Liter-Fässern. Was soviel bedeutet, von 45- 170 Kg+. Es sind auch rein gefühlsmäßig, mehr Frauen als Männer unter den Patienten, und es werden teilweise sehr unterschiedliche Sprachen gesprochen. Wenn da jemand von schneller Auffassungsgabe ist, kann er ratzfatz einige Fremdsprachen lernen. Auch was die Pigmentierung der Selbigen betrifft, die ist auch recht breit gestreut, von weiß über gelb und von braun bis schwarz!
In einem hast Du allerdings recht, es geht bei den Gesprächen natürlich naturgemäß viel über Krankheiten. Aber bei vielen, speziell bei den über 50-Jährigen; wie schaffe ich es, und was muss ich tun, um vorzeitig, bzw. so bald wie möglich mit so wenig Abzügen wie möglich, in Rente gehen zu können. Natürlich spielen bei den Gesprächen auch die Grade der behinderten-Ausweise eine gewisse Rolle und wie kann ich diese Grade steigern. Also, fast nur arbeitswütige Menschen von denen viele schreien: “Hoch lebe die Arbeit, am besten so hoch, dass ich sie nicht mehr erreichen kann“!! Das trifft natürlich nicht auf Alle zu, sondern „nur“ auf einen Teil derjenigen.
Natürlich darf man dabei die „Übergewichtigen“ und die „Raucher“ nicht vergessen, denen die Ärzte gerne ans Herz legen, aufhören zu rauchen, bzw. weniger zu essen! Das aber leider nur äußerst selten auf fruchtbaren Boden fällt. Die einen qualmen trotz Lungenkrebs außer Haus weiter, die anderen fressen trotz Faß-Figur fest weiter. Und wenn es nachts ist, das sie sich tagsüber bei Tengelmann oder Edeka besorgt haben. Man muss erwähnen, in diesem Hause in Bad Reichenhall sind speziell „Lungen-Kranke, Diabetiker und orthopädische Fälle“ zur Kur bzw. auf Reha!
Da gibt es selbst Leute, die den Rollstuhlfahrer-Ausweis im Auto liegen haben, aber selbst herum laufen wie die Wiesel! Dann gibt es noch die Leute, die angeben, schon teilweise über 20 mal auf Kur gewesen zu sein, denen man aber beim besten Willen nicht ansieht, warum und weshalb. Also Leute die mitnehmen was der Sozialstaat so hergibt und im Angebot hat. Wie die das machen, bleibt mir allerdings ein Geheimnis! Scheinbar haben die eine gewisse Technik die vielen anderen, die eine Kur wirklich nötig hätten verborgen bleibt.
Dann gibt es noch die Spezialisten, die an allem was auszusetzen und herum zu nörgeln haben, sei es gegen das Essen oder sonst was, obwohl sie zu Hause meist nur Fastfood und Fertiggerichte in sich hinein stopfen.
Fazit: Viele Leute nutzen die Vorteile des Sozialstaates, obwohl sie bei genauem Hinschauen weder eine Berechtigung noch in irgendeiner Weise nötig wäre!
Meint mit LG und den besten Wünschen für`s Neue Jahr 2012
der Cruiser1